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D Psalme 74 bis 150

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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D Psalme 74 bis 150

 

Es maskila. Vo Asaph.

74 Warum, o gott, hesch üs für immer verstosse?

Warum rouchsch vor Zorn über d Herde vo dire Weid?

 2 Erinnere di a ds Volk wod vor langer Zyt erworbe hesch,

a Stamm wo du als dis Erbe erlöst hesch.

Denk a de Bärg Zion zru wod gwohnt hesch.

 3 Länk dini Schritt zu de ewige Ruine.

Am heilige Ort het dr Feind alles verwüschtet.

 4 Zmittzt i dire Versammligs¬stätte hei dini Feinde brüllt.

Dert hei si ihre eigete Banner aus Zeiche ufgschteut.

 5 Si hei sech uufgfüehrt wi Manne, wo im dichte Wald ihri Äxte schwinge.

 6 Aui Schnitzerei hei si mit Äxt und Iisestange zerschlage.

 7 Dis Heiligtum hei si z Brand gsteckt.

Die Stiftshütte, wo dine Name treit, risseds ab und entwihled si dadurch.

 8 Si und iri Nachkomme hei sech gseit:

"Alli Versammligs¬stätten Gottes im Land sollen verbrennt werden."

 9 Es git für üs ke Zeiche z gseh.

Ke Prophet isch me da,

u keine vo üs weiss, wie lang das no so witer geit.

10 Wie lang, o gott, wird der gegner spotte?

Wird dr Feind di Name für immer respektlos behandle?

11 Wieso hebsch dini Hand, dini rächti Hand, zrü?

Zieh se us de Faute vo dim Gwand und mach ne es Ändi.

12 Doch Gott isch sit eh und je mi König,

är, wo uf dr Ärde Rettigstate vollbringt.

13 Mit dinere Chraft hesch s Meer ufgwült.

Du hesch d Chöpf vo de Seeigehüür im Wasser zerschmetteret.

14 D Chöpf vom Leviatan hesch zertrümmert.

Du hesch ne däm Volk zum Ässe, de Bewohner vo de Wüeschte.

15 Für Quelle u Bäch hesch Öffnige ufbroche.

Nie versiegendi Flüss hesch ustrochnet.

16 Dir ghört de Tag wi o d Nacht.

Du hesch ds Liecht u d Sunne gmacht.

17 Aui Gränze vor Erde hesch abgsteckt.

Summer u Winter hesch gmacht.

18 Jehova, vergiss nid ds Gschpöt vom Find,

wi es vernunftloses volk di name respektlos behandlet.

19 Läbe vo dire Turteltoube nid de wilde Tier überlah.

Vergiss ds Läbe vo dim hilflose Volk nid für immer.

20 Phaltet der Bund in Erinnerig,

denn a de dunkle Orte dr Erde isch ibaall Gwalt deheim.

21 Der Unterdrückte soll nicht enttüscht weg gah.

D Hilflose und die Arme sölle din Name prise.

22 Stand uf, o Gott, u führ di Rächtsfau.

Dänk dran, wi di Unvernünftige di dr ganz Tag verspotte.

23 Vergiss nid, was dini Feinde säge.

Dr Lärm vo dene, wo sech dir widersetze, stigt ständig uf.