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Johannes 1 vo 21

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Johannes 1 vo 21

 

NACH JOHANNES

1 Am Afang isch ds Wort gsi, u ds Wort isch bi Gott gsi, u ds Wort isch ä Gott gsi.

2 Das Wort isch am Afang bi Gott gsi.

3 Alles isch dürs Wort is Dasein cho und ohni das Wort isch gar nüt is Dasei cho.

Was is Dasin cho isch

4 durch ds Wort, isch Läbe gsi, u ds Läbe isch ds Liecht vo de Mönsche gsi.

5 U z Liecht lüchtet ir Finsternis, aber d Finsternis hets nid überwältigt.

6 Es isch ä Mensch kumme, wo als Repräsentant Gottes gschickt worde isch. Si Name isch Johannes gsi.

7 Dä Maa isch als Ziige cho. Er sött für ds Liecht als Züüg uftrete, damit durch nen Mänsche aller Art zum Glaube kämme.

8 Er isch nid dä Liecht gsi, sondern sött für das Liecht aus Züg ufträtte.

9 Das wahre Liecht wo Mönsche vo allne Art Liecht git, isch im Begriff gsi, id Welt z cho.

10 Er war in dr Welt, un d Welt isch durch nen ins Desein kumme, aber d Welt het nen nit erkennt.

11 Er isch i sis eigete dihei cho, aber sis eigete Volk het ihn nöd akzeptiert.

12 Doch alli, wo ne ufnähme, däne het er s'Rächt ge, Kind Gottes z'wärde, wel sie a si Name glaube hän.

13 Un sie wäre nit durch Mensch noh durch menschliches Wille noh durch d Wille vumä Ma uf d Welt kumme, sundern durch Gott.

14 So isch ds Wort Mönsch worde u het unger üs gwohnt, u mir hei sini Herrlechkeit gseh – e Herrlechkeit, we si e einzigezügte Sohn vo sim Vater het – u er isch vouer göttleche Anerkennig u Wahrheit gsi.

15 (Johannes isch aus Züg für ne ufcho, ja är het usgruefe: "Vo ihm hani gseit: 'Der hinder mir chunnt, isch mer voruus, denn er het scho vor mir existiert.')

16 Mir aui hei nämmlech vo sinere füll empfange, ja unverdienti Güte über unverdienti Güet.

17 Denn des Gsetz isch durch Moses ge worde, aba di unverdiente Guet un d Wohret sin durch Jesus Chrischtus kumme.

18 Ke Mensch het Gott jemols gseh; dr einzigzügt Gott, wo ar Site vom Vater isch, dä het über ihn Ufschluss gäh.

19 Folgendes het Johannes beziigt, als d Jude ä baar Prieschter un Levite us Jerusalem zue nem schickt, um nen z froge: "Wer bisch du?"

20 Offe het er usegsproche, ohni es z lügne: "I bi nid dr Christus."

21 Da hei si wöue wüsse: "Wär bisch de du? Elia?", was het er wider erwideret: "Das bi ig nid." "Bisch du dr Prophet?" "Nei!", het er antwortet.

22 "Wär bisch du?", hei si gfragt. "Sägs üs, damit mir dene, wo üs gschickt hei, e Antwort chöi gä. Was seisch über dich sälber?"

23 Er git zantwort: "Ich bi e Schtimm, de in dr Wildnis rüeft: 'Ebnet d Wäg Jehovas', so wies dr Prophet Jesaja gseit het.

24 D Abgsandte sind vo de Pharisäer cho.

25 Wellä sie vu ihm wisse: "Wenn du nid dr Chrischtus bisch un o nid Elia odr dr Prophet, wiso taufsch denn du?"

26 Johannes git zantwort: "Ich daufe im Wasser. Mitte unda äich schteit öpper, wo ihr nit kennt,

27 dä, wo hinger mir chunnt. Und i bi nid würdig, de Rieme vo sinere Sandale ufzbinde."

28 Das het sech z Bethanie abspilt, uf dr angere Jordanesite, wo Johannes het douft.

29 Am nägschte Dag het er Jesus uf sech gseh u het reft: "Lueg, ds Lamm Gottes, wo d Sinde dr Welt wägnimmt!

30 Vo ihm hani gseit: 'Hinder mir chunt e Maa wo mir vorus isch wüu er scho vor mir existiert'

31 Sälbscht i kennen nid, aber damits er in Israel dütlich erkennt wird, deswege bin i kumme u tauf im Wasser."

32 Johannes beziigt usserdäm: "Ich ha d Geischt we ä Dube üs däm Himmel abekumme sähn un na bliebt uf nem.

33 Sälbscht i ha ne nid kennt, doch dä glych, wo mi beuftragt het, im Wasser z toufe, het zu mir gseit: 'Uf wen o immer du dr Geischt abecho u uf ihm blibsch, dä isch es, wo mit heiligem Geischt touft.

34 Das han i gseh, und i ha bezügt: Er isch de Sohn Gottes.

35 Am nächschte Tag isch dr Johannes wieder mit zwöi vo syne Jünger zäme gschtange,

36 und wo er Jesus vorbiigluegt het, het er refe: "Lueg, das Lamm Gottes!"

37 Di beide Jünger hei das ghört u Jesus folgt.

38 Wo Jesus sech umdräit het u het gseh, das si ihm folgt hei, het er si gfrogt: "Wonach sueche der?" Si hei erwideret: "Rabbi, wo bisch übernachtisch?" (Rabbi bedütet übersetzt  "Lehrer".)

39 "Chunt, de werdet ders gseh", het er antwortet. Si si also mit u hei gseh wo er sini Unterkunft het gha u blibe a däm Tag bi ihm. Es isch um die 10. Stund gsi.

40 Eina vu de beide, de Johannes Wort ghärt hän un Jesus gfolgt ware, het dr Andreas gheisst un war dr Brüeder vum Simon Petrus.

41 Är het als Erschts sym Brüeder Simon begägnet, het ihm verzellt: "Wir haben den Messias gefunden" (was übersetzt "Christus" bedeutet),

42 un fihrt nen zue Jesus. Jesus het nen agluegt un het gsait: "Du bisch Simon, dr Bueb vum Johannes. Me wird di Kephas nenne" (was "Petrus" bedütet).

43 Am nägschte Dag het Jesus uf Galiläa welle ufbräche, u wo er Philippus het begägnet, het er ne uf gforderet: "Folg mir noche.

44 Philippus isch us Betsaida gsi, dr Stadt vom Andreas u Petrus.

45 Philippus trait Nathanaël un bricht nem: Mir hän den gfunde, iba Moses im Gsetz un au d Prophete gschriebe: Jesus, d Bueb Josefs, us Nazareth.

46 Nathanaël het jedoch gseit: "Chan denn us Nazareth öppis Guets cho?", wo druf Philippus erwiteret het: "Chum und sieh selber.

47 Jesus het d Nathanaël uf sich zuecho u het über ihn gseit: "Gseh mau! Das isch würklech es Israelit, wo nüt Falsches isch!"

48 "Woher kennsch mi?" het Nathanaël gfrogt, wo Jesus gseit het: "Bevor Philippus di grueft het, han i di scho underem Fiigebaum gseh.

49 Nathanaëls Reaktion isch gsy: "Rabbi, du bisch dr Sohn Gottes, du bisch dr König vo Israel."

50 Jesus erwideret: "Gloubsch das wüui dir gseit ha, dass ig di ungerem Fiigebaum gseh ha? Du wirsch no grösseres gseh."

51 Wiiter het er gsait: "Eins schteit fescht: Ihr werde d Himmel uffnäh u d Engel Gottes zum Menschensbueb uf- u niderschtige gseh."