Markus 10 vo 16
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Markus 10 vo 16
10 Vo dert het är ufbrocht u isch vo der angere Jordanseite us a d Gränze Judäas cho. Wider hei sech Mönschemöngä bi ihm versammlet u wi gwohnt het er afa lehre.
2 Es hei sech nun Pharisäer näheret, wo ne uf d Prob hei wöue steue. Si hei gfragt, ob sech ä Maa vo sire Frou schide darf.
3 Er het antwortet: "Welli Aaordnig het euch denn Moses geh?"
4 Si hei gseit "Moses het erloubt e Scheidigsurkunde uszstelle und d Frou wegzschicke."
5 Druf het Jesus erwideret: "Wül Dir so hartherzig sit, het er das Gebot für euch ufgschribe.
6 Doch vo Aafang vor Schöpfig a 'het Gott die Mensche als Maa und Frau gmacht.
7 Drum wird ä Maa si Vater u sini Mueter verlah,
8i und di beide wärde eis, damit si nüm zwöi si, sondern eis.
9 Was Gott auso verbunde het, das söu ke Mensch usenang bringe."
10 Wo Jesus wider im Huus isch gsi, hei ne d Jünger drzue befrögt.
11 Do het är ne erchlärt: "Wär sech vo sire Frou la schyde und ä angeri hürote, begöh dir gägenüber Ehebruch.
12 U we e Frou, nachdäm si sech vo ihrem Maa het la schyde, je e angere hüratet, begoht si äbefaus Ehebruch."
13 D Lüüt hei etz Chind zu ihm bracht, damits se berüehrt het, aber d Jünger wüsse si ab.
14 Wo Jesus das gseh het, isch er er er ergerlech worde u het gsait: "Löh d Kinder zu mer cho! Hinderet si nid dra, denn Gottes Königrich ghört settigi Mönsche.
15 I versichere euch: Wer Gottes Königrich nid wie es Chind willkomme heisst, wird uf kein Fall dert inecho."
16 Er het d Chind i d Arme gschlosse und säägnet, indäm er ne d Händ ufleit het.
17 Wo er denn wyter isch, isch e Maa zu ihm gloffe, isch vor ihm uf d Chnü gfloge u het wöue wüsse: "Guete Lehrer, was mues i mache zum ewigs Läbe z erbe?"
18 Jesus entgägä het: "Warum nennsch du mi guet? Niemer isch guet usser eim: Gott.
19 Du kennsch d Gebot: 'Morde nid', 'Brich nid d'Ehe', 'Stiehl nid', 'Mach keh falschi Züg ussag', 'Betrüg nid', 'Ehre di Vater und dini Muetter'.
20 Da het dr Maa gseit: "Lehrer, a all das hani mi vo minere Jugend a ghalte."
21 Jesus het nen agluegt, empfang Liebi für nen und het gsait: "Eis fehlt dir no: Gang u Verchauf was d hesch, u gib s Gäld de Arme, u du wirsch e Schatz im Himmel ha. U chum, folg mer noche!"
22 Diä Antwort het dr Maa betroffä u är isch trurig wägg gange, denn er het viel bassiert.
23 Nachdem Jesus i d Rundi gluegt het, het er zu syne Jünger gseit: "Wie schwirig wird's für die sy, wo Gäld hei, i Gottes Königrich z'cho!"
24 D Jünger hei aber überrascht uf sini Wort. Also het Jesus no einisch gseit: "Chind, wi schwierig isch's doch, i Gottes Chünigriich z'cho!
25 Es isch liechter füres Kamel, dür nes Nadlöhrli durezga, als fürnes Riiche, i Gottes Chönigrich z cho."
26 Da hei si sech no meh gwunderet u hei ne gfragt: "Wär cha da no grettet wärde?"
27 Jesus het si diräkt aagluegt u het gsait: "Für d Mönsche isch es unmöglich, aber nid für Gott. Denn für Gott isch alles möglech.
28 Druf het dr Petrus gseit: "Lueg mau, mir hei alles ufgäh u si dir gfolgt."
29 Jesus erwideret: "I vssichere äich: Niemer het minetwäge un wägem guete Botschafthus odr Schwöschter odr Muetter odr Vater odr Vater odr Kinda odr Felder vulo,
30 wo nid itz, i dere Zyt, 100-Mau so viu überchunnt – Hüser, Brüedere, Schweschtere, Müettere, Chinder u Fälder, unter Verfolgige –e und im kommende Wäutsystem ewigs Läbe.
31 Doch viu, di Erschte si, wärde Letschti si u di Letschte erschte."
32 Ufem Wäg ufe nach Jerusalem isch Jesus vorusgange. Sini Begleiter hei sich gwunderet, doch di Nachfolgende hei Angscht übercho. Un wieda nimmt er de Zwölf bisit un fangt a, ne z schildere, was nem bevorkumme isch:
33 "Mir gö ufe uf Jerusalem u dert wird der Mönschensohn de Oberpriester und Schrift¬glehrte usgliferet. Si wärde ne zum Tod verurteile und Mönsche angerne Völker übergäh.
34 Di wärde ne verspötte, aaschpöcke, uspeitsche und töte, aber drei Täg speter wird er uferschte."
35 Jakobus un Johannes, d Buebe vum Zebedäus, kumme a ne her u sage: Lehrer, mir wei, dass du für üs tuesch, werum immer mir di bitte.
36 "Was wette Der? Was söui für Öich mache?" het er gfragt.
37 Si hei antworte: "Gstatte üs, i dire Herrlichkeit rächts u links vo dir z hocke."
38 Do het Jesus gsait: Ihr wisst nit, wurum ihr bitte. Kenne ihr d Becher trinke, den i trinke, un de Daufi uf äich nähmä, mit dere i dauft wir?
39 "Ja, das chöi mir", antworte sie, woruf Jesus sait: "De Becher, woni trinke, wäre au ihr trinke, un mit dr Taufi, mit dere i dauft wir, wäre au ihr dauft.
40 Doch d Plätz rächts oder links vo mir hani nid z vergäh, si stöh denä zue, wo si vorgseh si."
41 Wo die zän andere das ghöre hei, hei si sech über Jakobus und Johannes ergriffe.
42 Do het Jesus se zue sich gruefe un het gsait: Ihr wüsse ja, dass sech die, wo über d Völker z herrsche schiine, als Herre ufspile un das die Grosse d Lit ihri Macht la spüre.
43 unda äich darf des aba nit so si, sundern wer unda äich gross si will, soll aicha Diena si,
44 u wär unger euch a erster steu wott stah söu dr Sklave vo aune si.
45 Denn sälber isch dr Menschsohn nid cho zum bedient wärde, sondern um z diene und sis Läbe als Lösegäld für vili z gäh."
46 Denn sinds uf Jericho cho. Doch wo er mit syne Jüngere un ere beachtleche Mängi wider vom Jericho isch wäggange, het Bartimäus (Sohn vom Timäus), e blinde Bettler, am Schtrasserand gsässe.
47 Sobald er ghört het, dass Jesus, wo Nazareener, do isch er aagfange rüefe: "Sohn David, Jesus, ha Erbarme mit mir!"
48 Do hei vil änggerlech zu ihm gseit, er söu still sy, aber er schreit nume no lüter: "Sohn David, ha Erbarme mit mir!"
49 Jesus bliebt schtoh un sait: Rueft nen her. Des hän sie gmacht un sage zum Blinde: "Nur Muet! Schtehn uf, er rueft di."
50 Der Maa werf si Obergwand vo sich, isch ufgsprunge un isch zu Jesus gange.
51 "Was möchtisch? Was sölli für Dich mache?" het ne Jesus gfrogt. "Rabbun, w i wett wider chönne gseh", bittet der Blindi.
52 Do het Jesus gseit: "Gang nume, di Glaube het di gsund gmacht." Im gliiche Momänt het er sini Sehchraft zrugg übercho und er Jesus uf d Strass folgt.