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Prediger 10 vo 12

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 10 vo 12

 

10 So wi toti Flüüge ds Öl vom Salbemischer zum Stinke u Gäre bringe, so wigt e chli Unvernunft schwer als Wisheit u Ruhm.

2 De Weise füehrt sis Härz ufe richtig Wäg, de Unvernünftige aber füehrts ufe falsch Wäg.

3 Wele wäg dr Dummkopf o immer geit, es fäut ihm a Vernunft, und er laht jede wüsse daser dumm isch.

4 Sött dr Zorn vomene Herrscher gäge di ufflamme, de verlah din Platz nid, denn Rueh z bewahre beugt grossi Sünde vor.

5 Da isch öppis Deprimierends woni unger der Sunne ha gseh – d Art Fähler, wi si d Mächtige begöhnd:

6 Unvernunft wird uf vili höchi Pöschte gsetzt, doch di Riiche blibe i niedriger Stellig.

7 I ha Diener z'Ross gseh u Fürschte wo wi Diener z'Fuess si gange.

8 Wer e Grube gräbt cha inegheie, u wär e Steinmürürli durebricht cha vonere Schlange bisse wärde.

9 Wer Stei bricht, cha sech dra verletze, und wär Holz hackt, cha sech i Gfahr bringe.

10 Isch es Iisewärchzüg stumpf und me schärft d Schnide nid, mues me viu Chraft ufwände. Doch Wiisheit verhilft zum Erfolg.

11 Wenn d Schlange biisst bevor si beschwore wird brucht me o ke gschickte Schlange¬beschwörer.

12 D Wort usem Mul vom Wyse bringe Anerkennig, aber der Unvernünftigi richtet sech dür sini Lippe zugrund.

13 Di erste Wort us sim Mul si Unsinn u sini letschte Wort si folgeschwere Wahnsinn.

14 Doch der Unvernünftige redt geng witer. E Mensch weiss nit, was gscheh wird. Wer kann ihm sage, was noch ihm kummt?

15 Der Unvernünftig laat sech vo sinere herte Arbeit uslauge, denn er weis nid emal, wie me der Wäg zur Stadt findet.

16 Wi schlimm fürnes Land, we dr Chönig no ä Jungi isch u di Fürste scho morn mit ihrne Feschtmähler aföh!

17 Wi froh cha das Land sy, we dr König dr Sohn vo Edle isch u di Fürschte zur richtige Zyt tafle zum starch wärde und nid zum sech betrinke!

18 Extremi Fuulheit füehrt derzue das sech d Dachbauke senke, und träg Händ lö ds Huus undicht wärde.

19 Brot sorgt für Lache u Wy macht z Läbe agnähm, aber Gäld stillt jedes Bedürfnis.

20 Nid emau z Gedanke verfluechet dr Chönig und dä Riiche verfluechet nid i dim Schlafzimmer, de vilech wird e Vogu dr Lut witertrage, es gflüchtets Gschöpf die Wort wide