Richter 11 vo 21
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Richter 11 vo 21
11 Jephtha us Gilead isch etze ä starche Krieger gsy. Er isch dr Sohn vonere Prostituierte gsi und si Vater het Gilead gheisse.
2 Gilead het o Söhn gha vo sire Ehefrau. Wo si erwachse si gsi, hei si Jephtha weg gjagt. Si hei zu ihm gseit: "Du bechunsch ke Erbe i dr Huusgmeinschaft vo üsem Vater, denn du bisch dr Sohn vonere andere Frau."
3 Do floh Jephtha vor sinene Brüeder un het sich im Land Tob niedriglo. Dert hän sich nem unbeschäftigti Manne a gschlosse un hän mit ihm zoge.
4 Nach einiger Zit isch es zum Kampf zwüsche de Amoniter und Israel cho.
5 Wo d'Ammoniter gäge Israel kämpft hei, hei sech di Älteischte vo Gilead sofort uf gmacht, zum Jephtha us em Land Tob zrü z'hole.
6 Si hei zu ihm gseit: "Chum, syg üses Befählhaber, damit mer gäge d'Ammoniter chöi kämpfe.".
7 Aber Jephtha het der Ältischte vo Gilead entgägä: "Heit nid der mi vor luter Hass us mim Vater vertribe? Warum chöm der jitz zu mir, wo's öich schlächt geit?"
8 Die Ältischte vo Gilead hei druf zu Jephtha gseit: "Genau wäg däm sy mer itze hie. We du mit üs geisch u gäge d'Ammoniter kämpfsch, söusch üse Aafüerer u ds Oberhoupt vo allne Bewohner Gileads sy."
9 Jephtha het dr Ältescht vo Gilead antwortet: "We Der mi zrüholet, damit i gäge d Ammoniter kämpfe, u d Jehova se für mi bsiegt, denn wird i euch Aafüererer."
10 Die Ältiste vo Gilead hei zu Jephtha gseit: "Jehova söu Züge si, wenn mer's nid so mache, wie du seisch."
11 Da isch Jephtha mit de Ältischte vo Gilead gange, und s Volk het ihn zum Aafüererer und Befehlhaber gmacht. Und er het alli syni Wort vor Jehova z Mizpa widerholt.
12 Jephtha het denn Bote zum König vo de Amoniter gschickt u het ihm la säge: "Was hesch gege mi das du cho bisch und mis Land agriifsch?"
13 Do het dr König vo de Amoniter zu Jephas Boten gseit: "Wo Israel us Ägypte isch cho, het's mir mis Land vom Arnong bis zum Jabbok und bis zum Jordan wäggnoh. Gib's jitz friedlich zrugg."
14 Jephtha het no einisch Bote zum König vo de Amoniter gschickt
15i und het ihm usrichte lo: "Das seit Jephtha: 'Israel het de Moabiter und de Amonitere das Land nid wäggnoh.
16 Wo's us Ägypte cho isch, het's dür d Wildnis bis zum rote Meer gnoh und Kadesch erreicht.
17 Dänn het Israel Bote zum König vo Edom gschickt und het ihm säge lo: "Lass uns bitte durch dis Land ziehen." Doch dr König vo Edom isch nid druf gange. Des het Israel au däm Kenig vu Moabo sage lo, doch au er het`s nit erlaubt. So isch Israel in Kadesch bliebe.
18 Wo si dür d Wildnis zoge hei, si umgange ds Land Edomq und ds Land Moab. Si hei öschtlech vo Moab entlang zoge und hei ir Gägend vom Arnon lageret. Si hei ds Gebiet vo Moab nid betrooge, aus dr Arnon isch d Gränze vo Moab gsi.
19 Nochher het Israel Boten zu Shon gschickt, em König vo de Amoriter, wo z Heschbon regiert het. Israel het ihm la säge: "Lass uns bitte durch dis Land a üse Bestimmigsort ziehen."
20 Doch Sihon getraut Israel nid und het's nid dur sis Gebiet la z'zieh. Stattdesse het er alli sini Lüt versammlet, het im Jaaz s'Lager ufgschlosse und het gäge Israel kämpft.
21 Druf git Jehova, dr Gott Israels, Shon un si ganze Volk in d Hand Israels. Israel het sie bsiegt un eroberet des ganze Land vu dr Amoriter, de dert lebt hän.v
22 So hei si ds ganze Gebiet vo de Amoriter z Bsitz gno – vom Arnon bis zum Jabbok u vor Wildnis bis zum Jordan gnoh.
23 Jehova, dr Gott Israels, het d Amoriter vor sim Volk Israel vertribe – u itz wosch Israel vertrybe?
24 Nimmsch dr nid aues, was di Gott Kamosy dir aus Eigetum git? Genauso näme mir üs s'Land vo dene, wo Jehova, üse Gott, vor üs vertribe het.
25 Bisch de besser als König Balaka vo Moab, de Sohn Zippors? Het er jemals a Strich mit Israel agfange oder gege Israel kämpft?
26 Israel het 300 Jahr z Heschbon u de abhängige Ortschafte, z Aroër u de abhängige Ortschafte u i allne Städt a de Ufer vom Arnon gwohnt. Warum hesch i dere Zyt nie versuecht d Orte zrübere?
27 I ha dir ke Unrecht ta, aber du machsch e Fähler we di aagriifsch. Jehova, der grossi Richter, soll hütt zwische de Israelite un de Ammonitre Richter si.'"
28 Der König vo der Ammoniter het aber nid uf Jephas Botschaft ghört.
29 Jehovas Geischt isch iba Jephtha kumme, un er het dür Gilead un Manasse bis uf Mizpe z Gileadf un vo dert witer zu de Amonitere.
30 Denn het Jephtha vor Jehova es Glübde abegleit und gseit: "We du d'Ammoniter i mire Hand gisch
31 und i Friede vo de Amonitär zrüchere, de söu dä wo mir us dr Tür vo mim Huus entgägechunnt, Jehova ghööre, und i wirde ne aus Brandopfer opfere.
32 Da isch Jephtha gäge d'Ammoniter i Kampf u Jehova het si i d'Hand gä.
33 Är het ne sehr schwäri Niederlag zue gfügt, dr ganz Wäg vo Aroër bis Minnith – 20 Städt – u bis uf Abel-Kerami. So sy d'Ammoniter de Israelite underworfe worde.
34 Schliesslech het Jephtha zu sim Huus uf Mizpaj zrügg kehre. U do isch ihm sini Tochter tanzend cho u Tamburin schpilend usem Huus entgäge. Sie isch sys einzige Chind gsi. Ussert är het weder Sohn no Tochter gha.
35 Won er se gseh het, zerriss er sy Chleidig u het gsait: "Ach, mini Tochter, du brichsch mer s Herz! Itz muess ig di wägschicke. I ha's Jehova versproche u cha nid zrügg."
36 Si het jedoch zu ihm gseit: "My Vater, we d Jehova es Vrspräche gäh hesch, du mit mir was du versproche hesch, denn Jehova het für di a dine Feind, de Ammonitere, Rach gno."
37 Denn het si zu ihrem Vater gseit: "I ha nume e Bitte: Loh mi zwöi Mönet elei la sy. La mi i d Bärge ga und mit mine Fründinne drüber gränne, das i nie hürate wirde."
38 "Gang" het er gseit u het se für zwe Monet wäg gschickt. Si isch mit irne Fründine i d Bärge u het brüelet, wüu si nie würd hürate.
39 Nach zwe Monet isch sie zu ihrem Vater zru cho, u er het sis Glübe erfüllt. Sie het niemols sexuelli Beziehige gha mit eme Ma. Und es isch Bruch z Israel worde,
40 das di junge Israelitinne jedes Jahr vier Täg lang zur Tochter Jephthas us Gilead si um ihres Lob z spende.