D Psalme 78 bis 150
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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D Psalme 78 bis 150
Maskil. Vo Asaph.
78 Min Volk, höred uf mis Gsetz.
D Wort vo mim Muul wännd dis Ohr zue.
2 I wirde mis muul öffne u es sprichwort lose.
Rätsel aus längst vergangener Zyt wirdi vortrage.
3 Was mir ghört hei u kenne,
was üsi Vätere üs verzellt hei,
4 wärde mr ihre Söhn nid verschwiige.
Vo de Ruhmestate Jehovas und sinere Stärchi,
vo däm Wunderbare woner gmacht het,
wärde mir der kommende Generation brichte.
5 Är het Jakob ä verordnig gäh
un erlest in Israel ä Gsetz.
Üse Vorfahre het er d Aawiisig geh,
das alles ihrne chind mitzteile,
6 damit di nächscht Generation,
di no ungeborene Chind dervo erfahre.
Und si widerum würde irne Chind dervo verzeue.
7 Di würde de ihres Vertraue uf Gott setze.
Gottes Tate würdeds nid vergässe,
sondern sini Gebot halte.
8 Sii wäre nid wi ihri vorfahre,
e sture u rebellischi generation,
e generation mit emne unbeständige herze,
Diren Geischt Gott nit treu war.
9 D Ephraimiter sy mit em Böög bewaffnet gsy,
doch am Tag de Schlacht hei si dr Rückzug aagleit.
10 Si hei sech nid a bund gottes ghaute
un weigere sich nohch sinem Gsetz z läbä.
11 Ou vergässe si, was er gmacht het,
syni wunderbare Taate, wo er se het la gseh.
12 Vor de Ouge vo ihrne Vorfahre het är Erstuunlichs
z Ägypte, ir gägend vom Zoan.
13 Är het ds Meer teilt, um se la dürrezieh,
u türmet ds Wasser uf wi ne Damma.
14 Tagsüber het är se mitere Wulche gleit
und di ganz Nacht lang mit em Liecht vomene Füür.
15 Er het Felse ir Wildnis gspaltet,
loh si richlech trinke wi us tiefem Wasser.
16 Us emene Felse het er Bäch cho,
wie Flüss het er s Wasser aabströme loh.
17 Doch si sündiget witer gäg ihn,
wo si ir wüesti gäge d höchschte rebelliert hei.
18 Sie forderet Gott in ihrem Herz use,
wo si ässe verlangt hei, nach däm si sech gsähne.
19 So hei si schlächt über Gott gredt
u hei gseit "Chasch Gott öppe ir Wildnis e Tisch decke?"
20 Gseht! Är het e Felse gschlage,
sodass Wasser floss u Bäch hei useströmte.
"Cha är üs denn o Brot gäh?
Chan är sys Volk mit Fleisch versorge?"
21 Wo d Jehova si ghört het, isch är zornig worde.
Füür flammte gäg Jakob uf
un si Zorn entzindet sich gege Israel,
22 wöu si ke Gloube a gott hei gha.
Si vertroue nid druf, dass är si het chönne rette.
23 Drum het er em Wulchehimmel ufe Befähl gäh
un het d Tore vum Himmel ufdoe.
24 Manna zum Esse het er für si rägne.
Ds Korn vom Himmu het er ne gä.
25 Mönsche ässe ds Brot vo Mächtige.
Är het ne gnue zum Sattwärde gäh.
26 Der Ostwind het er am Himmel losbräche
un durch sini Macht het da ä Südwind lo wehre.
27 U är het Fleisch wi Schtoub uf si rägne,
Vögu wi Sand am Meer.
28 Mitte i sys Lager het är se la gheie,
rings um sy Zält.
29 Si ässe u het sech vou gschtoppt.
Är het ne derby, was sy vrlanget.
30 Doch bevor si ihres Verlange ganz hei gstillt,
während ds Ässe no i ihrem Muul isch gsi,
31 het Gottes Zorn gäg si abbroche.
Ihri stärchschte Manne het er tötet.
Die junge Manne Israels het er nieder gstreckt.
32 Trotzdäm hei si wyter gsy
u hei nid a sine wunderbare Tate gloubt.
33 Da het er ihre Täg vergah aus wäre si e blosse Houch,
und ihri Jahr mit plötzleche Schrecke.
34 Doch sooft er dä Tod über si bracht het, hei si nach ihm gsuecht.
Jedesmol kähre sie um un halte Üsschau nohch Gott,
35, we si sech erinneret hei: Gott isch ihr Fels gsi,
dr höchscht Gott ihr Erlöser.
36 Doch mit ihrem Muul hei si ne wöue tüüsche
u mit ihrer Zunge belogeds ne.
37 Ihres Herz het nid fescht zu ihm gheisse.
Ihm Bund sy si nid treu gsy.
38 Är isch aber barmherzig gsi,
vergab immer wieder ihres vergehe u het si nid zugrunde grichtet.
Oft hebt er sy Ärger im Zaum,
statt si ganz Zorn wachzrüefe.
39 Är het dänkt, dass sy nume us Fleisch sy gsy,
es Wind wo vorüberwäht u nid zrüchehrt.
40 Wie oft hei sy gäge ne ir Wildnis rebelliert
u hei ne ir Wüschte kränkt!
41 Wider u wider hei si Gott uf d Probe gstellt
un mache däm Heilige Israels Schmerz.
42 Si hei sech nid a sini Macht erinneret,
a dä Tag, won är se vom Gägner befreit:
43 wi är z Ägypte sy Zeiche het
u sy Wunder ir Gägend vo Zoan
44 u wi är d Nilkanäl z Bluet verwandlet het,
sodass d lüt nid hend chönne us ihrne bäch trinke.
45 Är het Schwärm vo Bremse gschickt wo über si sötte härfaue,
u Frösch zu ihrem Undergang.
46 Ihri Ernte het är dr unersättlech Heuschrecke gäh,
d'Frucht vo ihrne Arbet dr Heuschrecke¬schwärme.
47 Ihri Wystöck het är dür Hagel vernichtet,
ihri Mulbeerfeige¬böim dür Hagelkörner.
48 Ihri Lasttier het er em Hagelschlag überloh
u ihres Vieh em Blitzschlag.
49 Er het si glüehende Ärger la gspüre,
Zorn, Entrüschtig u Elend,
Unglück dür Scharä vo Ängle.
50 Sim Zorn het er e Wääg baahnt.
Er het se nid vorem Tod verschonde.
Der Pest het er sib Priis ge.
51 Schliesslech het är aui Erschtgeborene Ägypte tötet,
dr Aafang vo irer Zügigsschraft i de Zelte Hams.
52 Dänn het er sis Volk usegfüehrt wie Schaf
un lit sie in dr Wildnis we ä Herde.
53 Er het se sicher gführt
und si hei ke Angscht gspürt.
Ds Meer het ihri Feind bedeckt.
54 U är het si i sys heilige Gebiet bracht,
das Bergland wo sini rächti Hand erwarb.
55 Vor ihne het er d Völker vertribe.
Mit dr Messschnur het er ne es Erbe zue teilt.
D Stämme Israels het er i ihrne Hüser aagsproche.
56 Doch immer wieder forderet si Gott, de Höchste, use u rebelliert hei gägenüber.
Die vo ihm kommende Erinnerige hei si nid beachtet.
57 O si sech abwandlet u si so treulos gsy wi iri Vorfahre.
Si si so unzuverlässig gsi wi ne schlaffer Böög.
58 Ständig hei si ne mit ihrne Höhe beleidiget,
mit ihrne Götzebiuder hei si Zorn erregt.
59 Gott hets ghört u isch zornig worde,
un so vuschtosst er Israel ganz un gar.
60 Schliesslech het är d Wohnig z Silo ufä,
ds Zelt, woner unger de mönsch gwohnt het.
61 Ds Symbol vo sinere Stärchi het er i d Gfangeschaft gloh.
Sy Praacht isch i d Hand vom Gegner gsy.
62 Är het sys Volk em Schwärt usglieferet
un wird zornig uf si Erbe.
63 Sini junge Manne frisst ds Füür uf
u für syni Jungfroue sy kener Hochzitslieder gsunge worde.
64 Sini Prieschter fiire dür ds Schwärt
u ihri witwä gränne nid.
65 Denn het d Jehova uf wachet wie usm Schlaf,
wi ne mächtige usem wyrusch.
66 U är het sy Gägner zrügg triebe.
Blybendi Schand het er über se bracht.
67 Er het ds Zält Josephs verwarf.
Dr Stamm Ephraim het är nid usegwählt.
68 Der Stamm Juda dergäge het är uusgwählt,
der Bärg Zion, won er liebt.
69 Sis Heiligtum het är so unvergänglech gla wärde wi dr Himmu,
wie d'Ärde, woner für immer Bestand het gä.
70 Är het si David us gwählt
u het ne vo de Schafhürde wäg gholt,
71 vom Hütte vor süügende Mueterschaf.
Er het nen zum Hirte iba Jakob gmacht, si Volk,
un iba Israel, si Erbe.
72 Är isch ne ein vo ganzem Härz tröuer Hirte gsy,
mit gschickte Händ het är se gfüert.