Hiob 28 vo 42
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 28 vo 42
28 Es git en Ort womer Silber abbaut,
u e Ort für Gold, wo glüteret wird.
2 Ise wird usem Bode gwunne
und Kupfer us Gestei usgschmolzen.
3 Der Mensch besiegt d Finsternis.
Im Dunkle u Finschter stösst er bis a d Gränze vor
uf der Suechi nach Erz.
4 Er briebt es schacht, wiit weg vo det wo mönsche wohne,
a vergässene Orte, wyt wäg vo dert wo si umenandzie.
Manne lönd sech abe u schwebe ir Luft.
5 Uf dr Erde wachst Nahrig,
aber drunter wird alles umgwült wi dür füür.
6 Dert im Gestei fingt me dr Saphir
u dr Stoub enthaltet Goud.
7 Kei Raubvogu kennt der Pfad dert häre.
Ds Oug vom Schwarze Mailand het ne nid erspäht.
8 Kes majestätischs Tier het ne beträtte.
De jung Löwe isch det nid umenandgschliche.
9 Der Mönsch bricht mit sinere Hand herts Gestei uuf.
D Berge wählt er vo Grund uf um.
10 Är hout Wasserkanäl i Fels.
Sini Ouge entdecke aues Choschtbari.
11 Är schtaut Flüss a ihrne Quellene uf
u bringt Verborgenes as Liecht.
12 Aber Wiisheit – wo isch se z finde?
Wo isch d Quelle vom Verständnis?
13 Ke Mönsch erkennt ihre Wärt
und im Land vo dä Läbä isch si nid z finde.
14 Das tüüfe Wasser seit: 'Sii isch nid in mir!'
Ds Meer seit: 'Bi mir isch si nid!'
15 Mit reinem Gold chame se nid chaufe
no cha me silber aus gägewert drfür abwäge.
16 Mer cha se nid mit Gold us Ophiri chaufe
no mitem seltene Onyxstei und em Saphir.
17 Gold u glas chame nid mit ihre vergliche,
no cha me se gege es Gfäss us feinschte Gold iitusche,
18 ganz z schweige vo Koralle und Bergkristall.
Wüu es Böötli mit Wiisheit isch meh wärt aus eine vou Perle.
19 Mit em Topas vo Chusch laht si sech nid vergliche.
Nid mau mit reinem Goud chame se erwärbe.
20 Doch woher chunt d Wiisheit eigentlech?
Wo isch d Quelle vom Verständnis?
21 Si isch vor d Ouge aues Läbände versteckt
un vor d Vegel vum Himmel vuborge.
22 Vernichtig u Tod säge:
'Üssi Ohre hei nume ei Bricht über si vernoh'.'
23 Gott verstahts dr Wäg zu ihre z finde.
Er weis, wo sie wohnt,
24 dänn er luegt zum Endi vo dr Erde
u gseht aues ungerem Himmu.
25 Won er d Stärchi vom Wind het gfäschtleit
un des Wassa usmacht,
26 aus er e Vorschrift für d Räge erliesst
un e Wäg für d donnerndi Gwitterwolke vorgha,
27 da het er Wiisheit gseh u het si erklärt.
Är het gründet u erprobt.
28 U är het zum Mönsche gseit:
"D Ehrfurcht vor Jehova – das isch Wiisheit,
und sech vom Schlechte abwände – das isch Verstand.'"