Lukas 18 vo 24
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Lukas 18 vo 24
18 Denn het är veraaschoulicht, warum's so wichtig isch, immer z Bätte und nie uufzgäh.
2 Er het gseit: "Ire Stadt hets e Richter gä, wo ke Gottesfurcht u ke Respekt vor Mönsche het gha.
3 E Witwe us der glyche Stadt isch geng wider zu däm Richter gange u het gseit: 'Verhilf mir zu mym Rächt i däm Schtryt mit mym Prozessgägner!'
4 E Zyt lang heter nid welle druf iigah, doch denn het er sech gseit 'I ha zwar ke Gottesfurcht u ke Respekt vor Mönsche,
5 aber wüu diä Witwe mir ständig ds Läbe schwär macht, wird ig ihre zu ihrem Rächt verhälfe, damit si nid duurend chunnt und mir mit ihrer Forderig zuesetzt.'"
6 Dr Herr het hinzue gfügt: "Hört was der Richter, obwohl er ungrächt gsi isch, gseit het!
7 Wird Gott auso nid sine Userwählte, wo Tag und Nacht zu ihm schreie, ganz bestimmt zu ihrem Rächt verhälfe, während er gliichzitig geduldig mit ihne isch?
8 I säg nech: Är wird ne schläunigst zu ihrem Rächt verhälfe. Doch wird der Mönschensohn, wen er chunnt, würklech sone Gloube uf der Ärde finde?"
9 Er drillt sich aba au ä baar, de sich uf ihri eigeni Grechtigkeit vulosse un in d Auge andere nigs wert ware, un na het folgende Vuglichnis brocht:
10 "Zwöi Manne sy zum Tempel ueche zum bätte – dr eint isch e Pharisäer gsy u der anger e Stüürinehmer.
11 Dr Pharisäer isch da gschtande u bätet bi sich: 'O Gott, i danke dir, dass i nid wie alli andere bi – Erprässer, Ungrächt, Ehebrächer – und scho gar nid wie dä Stüürinehmer.
12 Ig faste zwöi mau ir Wuche u gibe es Zähni vo auem woni erwerbe'
13 Der Stüürinehmer dergäge, wo in einige Entfernig isch gschtande, het sech nid emal traut, zum Himmel zluege, sondern het sech immer wider a d Bruscht gschlage u het gseit: 'O Gott, han mit mir, e Sünder, Erbarme.‘
14 I säge Nech: Wo dä Maa wider hei isch gange, het er sech aus grächter erwiese als der Pharisäer. Denn jeda, der sich selbscht erhöht, wird erniedrigt, aba wer sich selbscht niedrig macht, wird erhöht."
15 Jetz hei d Lüt o ihri chline Chind zum Jesus bracht, damit er se berührt het, aber wo d Jinger das gseh hei, fange si a, sie abzwise.
16 Doch Jesus het di chline Chind zu sich gruefe und het gsait: "Löh d Kinder zu mir cho! Hinderet si nid dra, denn Gottes Königrich ghört settigi Mönsche.
17 I vrsichere euch: Wer Gottes Kenigrich nid wie es Chind willkomme heisst, wird uf kein Fall dert inecho."
18 Ein Vorsteher het vo ihm wölle wüsse: "Guete Lehrer, was muesi mache zum ewigs Läbe z erbe?"
19 Jesus entgägä: "Warum nennsch du mi guet? Nemad isch guet üsser eim: Gott.
20 Du kennsch d Gebot: 'Brich nid d Ehe', 'Morde nid', 'Stiehl nid', 'Mach keh falschi Zügnussag', 'Ehr di Vater und dini Muetter'.
21 Der Maa het gseit: "A all das han i mi vo Jugend ah ghalte.
22 Als Jesus das ghört het, het er gsait: "Eis fehlt dir no: Verchauf alles, was du hesch, un gib d Erlös d Arme, und du wirsch e Schatz im Himmel ha. U chum, folg mer noche!"
23 Wo der Maa das het ghört, isch är tieftruurig worde, wüu är isch sehr rich gsy.
24 Jesus het ne agluegt u het gsait: "Wie schwirig wird's für die sy wo Gäld hei, i Gottes Königrich z glange!
25 Es isch tatsächlech liechter fürnes Kamel, dür z Öhr vonere Nähnade z gah, als fürnes Riiche, in Gottes Chünigrich z cho."
26 D Zuehörer hei gfragt: "Wär cha de no grettet wärde?"
27 "Was für Mönsche unmöglech isch, isch für Gott müglech", het er gseit,
28 was dr Petrus gmeint het: "Lueg mau, mir hei alles ufgää, was mir hei gha, u si dir gfolgt."
29 Er het sich erwideret: "I vssichere euch: Niemer het wäg Gottes Königrich Hus odr Frau odr Brüeder odr Eltere odr Kinda vurote,
30 wo nid i dere ziit es vielfachs erhaltet und im kommende weltsystem ewigs läbe."
31 Do nimmt da de Zwölf biis un sait zue nene: Mir gehn nuf nohch Jerusalem, un alles, was durch d Prophete iba d Menschbue gschriebe isch, wird sich erfille.
32 Zum biispiel wird mer ihn mensche vo andere völker übergeh, mer wird ihn verspotte, entwürdigend behandle und aspöcke.
33 Und nachdem mer ihn usgpeitscht het, wird mer ihn töte, aber am dritte Tag wird er uferstah."
34 Si begriffe allerdings nid, was das alles bedütet het, wüu dr Sinn vo däm Wort isch ihne verboge gsi. Si hei ds Gsagte nid verstande.
35 Wo sich Jesus etze Jericho nihmt, het ä Blindä am Schtrosse ghockt un bäut het.
36 Er het e Menschemöngi verbi gah u het welle wüsse was da los isch gsi.
37 Me het ihm teilt mit: "Jesus, de Nazarener, gaht grad verbi."
38 Do het er lut gruefe: "Jesus, Sohn Davids, ha Erbarme mit mir!"
39 D Lüt vorne hei nen ärgerlech uf gforderet, Still z sy, aber er schreie nume no lüter: "Sohn Davids, ha Erbarme mit mir!"
40 Do bliebt Jesus schtoh un losst d Ma hole. Als dr Blindi bi nem war, frogt Jesus nen:
41 "Was möchtisch? Was söui für di mache?", woruf er batet: "Herr, i wett wider gseh chönne."
42 Jesus het zue nem gsait: "Du söllsch wider chönne gseh. Dis Glaube het di gsund gmacht."
43 Im gliiche Moment het er sini Sehkraft zrugg ghalte. Er het ihm folgt un het Gott vuherrlicht. Au alli Lüt, wo das beobachtet hän, priese Gott.