Markus 2 vo 16
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
-
Zugriffe: 504
Markus 2 vo 16
2 Nach paar Täg isch er aber wieder uf Kapernaum cho, und es het sich umegsproche, dass er dehei gsi isch.
2 Zum Huus strommed so viel, dass nirgends meh Platz gsi isch, nid mal bi de Tür. Jesus het mit de Lüt etz über die guet Botschaft gredt.
3 Da het mä ihm e Glähmte bracht wo vo vier Manne treit worde isch.
4 Doch wäg der Mänschmängi hei si ne nid diräkt zu Jesus chönne bringe. Sie decke also iba Jesus des Dach ab un nohchdem sie ä Öffnig grabe hän, len sie de Trage mit däm Glähmte abe.
5 Wo Jesus sieht, was füren Glaube sie hei gha, het er zu däm Gleähmte gseit: "Chind, dini Sinde sind vergä".
6 S hän au ä baar Schriftglehrti dert ghockt un ibalegt in ihrem Herz:
7 "Wie cha dä Maa so öppis säge? Das isch doch Gottesläschterig! Nume Gott cha Sünde vergäh, süsch niemer!"
8 Jesus het aber sofort i sim Innere gmerkt, was si überleit hei und het si gfragt: "Warum überleit Der so öppis im Härze?
9 Was isch lichter? Zum Glämmte säge: 'Dini Sünde sy vergäh', oder: 'Steh uf, nimm dini Trag und gang umehänge'?
10 Aber damit dir wüsset, dass dr Mönschesohn drzue berechtigt isch, uf dr Erde Sünde z vergäh …" Und so het er de Gleähmte ufforderet:
11 "Ich sag dir: Stah uf, nimm dini Trag und gang hei."
12 Sofort isch dr Maa ufgschtande, het sini Trag gno u isch vor de Ouge vo allne usegange. Ussert sech vor Schtune verherrlicht hei d Lüüt Gott und gseit: "So öppis hei mer no nie gseh!"
13 Wo Jesus wider am See entlang isch, het di ganzi Mängi zu ihm ström und er het agfange lehre.
14 Underwägs isch sy Blick uf dr Levi, dr Sohn vom Alphäus, wo im Stüürbüro hockt. Är het ne gforderet: "Folg mir noche!", u so isch dr Levi ufgstande u het ihm gfolgt.
15 Schpeter hockt Jesus bi nem diheim, un vieli Schtürinehma un Sinda zsämme mit Jesus un sinene Jinger, denn ä baar vu nene folge nem.
16 Wo d Schrift¬glehrte vo dr Pharisäer ne mit de Sünder u Stüreinehmer hei gha ässe, hei si zu syne Jünger gseid: "Issed er öppe mit Stüüreinehmer u Sünder?"
17 Jesus het das ghärt un het zue nene gsait: "Nöd d'Starche bruche en Arzt, sondern di Kranke. I bi nid cho zum Grechte rüefe, sondern Sünder."
18 Als Johannes Jünger u d Pharisäer fascht hei, sy si zu ihm cho u gfrogt hei: "D Jinger vom Johannes faste, wo Jinger dr Pharisäer faste, nume dyni Jünger nid. Wiso nid?"
19 Jesus git zantwort: "Wieso sötte d Fründe vom Brütigam faste, während dr Brütigam bi ihne isch? Solang si dr Brütigam bi sich hei chönne si doch nid faschte!
20 Es wärde aber Tag cho, da wird ihne dr Brütigam wäggnoh – denn a jedem Tag werde si faste.
21 Niemer flickt es alts Obergwand mit emene Stück Stoff, wo no nid ygloffe isch. Schüsch zieht dr nöi Stoff a däm alte und dr Riss wird no grösser.
22 Es tuet ja o niemer nöie Wii i alti Wii schlüüch. Schüsch bringt dr Wy d Schlüüch zum Platze und dr Wy isch samt de Schlüüch verlore. Nöie Wii füllt me i nöiji Wiinschlüüch."
23 Won er amene Sabbat dür d Getreidefälder isch gange, hei sini Jünger ungerwägs aagfange, Ähre abzreisse.
24 Da hei d Pharisäer zu ihm gseit: "Sieh dir das a! Warum tüe si öppis, wo am Sabbat verbote isch?"
25 Er het erwideret: "Heit der nie gläse was David gmacht het wo er z Not isch gsi u er u sini Männer Hunger hei gha?
26 Wen er nach em Bricht über e Oberprieschter Abjathar is Huus Gottes isch gange u di darbrochtete Brot ässe het – obwohl das usser de Prieschter niemer darf –x und wi er o sine Manne öppis dervo git?“
27 Denn het är zu nene gseit: "Dr Sabbat isch für de Mönsch gschafft worde u nid dr Mönsch für e Sabbat.
28 Drum isch dr Mönschäsohn sogar Herr überä Sabbat."