Prediger 5 vo 12
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 5 vo 12
5 Achti uf dini Schritt, we immer du zum Huus vom wahre Gott gasch. Besser me necheret sech zum zuelose als dass me es Opfer darbringt, so wies die Dummchöpf tuet, denn ihne isch nid bewusst, dass sie öppis schlächts mache.
2 Sig nit vorschnell mit dinem Muul un losch di Herz nit ibaeilt vor däm wahre Gott schwätze, denn dr wahre Gott isch im Himmel, dü aba bisch uf d Erde. Drum söttsch nid vil Wort mache.
3 Tröim chöme vo zu viu Beschäftigunge u dumms Geplapper chunnt vo zu viu Wort.
4 Wenn immer du vor gott es glübde ableisch zögere nid z erfülle, denn er het kes gfalle a de unvernünftige. heb dis glübe.
5 Besser, du legsch ke Glübe ab aus dass de öppis globsch und es nid ilöst.
6 Lah di vo dim Muul nid zum Sündige veralah u säg nid vorem Engel, es seg es Versehe gsi. Werum dr wahre Gott dür dini Wort zornig mache, dass er ds Werk dine Händ zerstöre mues?
7 Denn so, we zviel Beschäftigunge zu Träum füehre, so ende zviel Wort in Sinnlosigkeit. Doch ha Ehrfurcht vor däm wahre Gott.
8 We gsehsch wi i dim Bezirk die Arme unterdrückt wärde u gäge Rächt u Gerächtigkeit verstosse wird, de sig nid überrascht. Denn der hohe Beamte wird vu jemads beobachtet, der hecha isch als er, un s git anderi, de no höcher sin als sie.
9 O wird dr Ertrag vom Land ungerne aui verteilt. Säubscht em König wird mit däm dient wo vom Fäud chunnt.
10 Wer Silber liebt, wird nie vo Silber satt, u wär Riichtum liebt, nie vo Ikünfte. O das isch Sinnlosigkeit.
11 Gits immer meh gueti Sache, de gits o immer meh Lüt, wo das aues verbruche. Und was het dr Bsitzer drvo, usser sech die guete Sache chönne ahluege?
12 Sanft isch dr Schlaf vom Dienende, öb är nun wenig oder vil z ässe het, aber dr Überfluss vom Ryche raubt ihm dr Schlaf.
13 I ha unger der Sunne öppis üsserscht Tragisches gseh: Riichtum, wo sis Bsitzer zu sim eigete Schade ghört het.
14 Dä Riichtum isch durnes verhängnisvolls Unternähme verlore gange, u är steit ohni Bsitz da,w wener Vater vomne Sohn wird.
15 Wi öpper us em Muetterlib cho isch – nackt, wiener isch cho – wird er o go. Und vo däm, wo für das er so hert gschaffet het, cha er nüt mitnäh.
16 O das isch üsserst tragisch: Genau wiener cho isch wird er o gah, u was het öpper drvo ständig für dä Wind hert z schaffe?
17 Zudem isst er jede Tag im Fenschter, mitere Hufe Frustration u Chrankheite u Verärgerig.
18 Nach mire Obsachtig isch Folgendes guet u richtig: dass öpper isst u trinkt u Fröid erläbt für all sy härti Arbeit, mit dere er sech unger dr Sunne abmüeht während syre wenige Läbästäg, wo dr wahri Gott ihm gä het – denn das isch sy Belohnig.
19 Usserdem: We dr wahri Gott emene Mönsch Rychtum u materielle Bsitz git samt der Fähigkeit, das aues z gnüsse, de söu er syni Belohnig o aahne u sech a syre härte Arbeit fröie. Das isch es Gschänk Gottes.
20 Denn er wird chum merke, wie sini Läbensdäg vuschtriiche, wel dr wahri Gott nen mit de Fräid vo sim Härz beschäftigt hebt.