Prediger 7 vo 12
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 7 vo 12
7 Ä guete Ruef isch besser aus guete Öl u dr Todesag besser aus dr Tag vor Geburt.
2 Besser, me geit i das Huus wo getraut wird aus i das Huus wo gfiiret wird, denn das isch ds Ändi vo jedem Mönsche, und d Läbende sötte sech z'Härze näh.
3 Besser isch Chummer aus lache wöu es truurigs Gsicht beiiflusst ds Härz zum bessere.
4 Ds Härz vom Wise isch im Huus vor Truuer, aber ds Härz vom Unvernünftige isch im Huus vor Fröid.
5 Besser, me ghört sech d'Kritik vomene Wise a aus ds Lied vo dr Unvernünftige.
6 Denn we dr Knischtere brennende Dorne ungerem Topf, so isch ds Lache vom Unvernünftige. O das isch Sinnlosigkeit.
7 Doch Bedrückig cha e Wise i Wahnsinn tribe u Bstechig verdirbt ds Härz.
8 Besser isch ds Ändi vore Sach aus ire Afang. Besser, me isch geduldig aus überheblich.
9 Füehl di nid schnäu kränkt, wüu sech kränkt z füehle rueht im Herze vo de Unvernünftige.
10 Säg nid: "Warum isch es früehner besser gsi aus hüt?", wüu das ds frage zügt nid vo Wisheit.
11 Wiisheit zäme mitenem Erbe isch öppis Guets und für die vo Vorteil wo z Tageslicht gsehnd.
12 Denn Wiisheit isch e Schutz, so wi Gäud ä Schutz isch, aber dr Vorteil vo dr Erkenntnis isch: Wisheit haltet dä, wo se bsitzt, am Läbe.
13 Betrachtet des Werk vum wahre Gott, denn wer cha grad mache was er chrumm gmacht het?
14 amene guete tag spieglet das guete widr. Doch ame Unglückstag dänk dra, dass Gott dä äbeso wi
dä het gmacht, sodass d Mönsche nid sicher chöi si, was i Zuekunft mit ihne gschiht.
15 I mim sinnlose Läbe han i alles gseh: vom Grächte, wo i sinere Grechtigkeit zugrunde geit, bis zum Böse, wo trotz sinere Schlächtigkeit lang läbt.
16 Seg nid allzu grächt no zeige di übertribe wiis. warum söttsch di zugrund richte?
17 Sig nid übermässig schlächt und ou nid unvernünftig. Warum söttsch vorzitig stärbe?
18 Z beschte isch wo e Warnig festzhalte ohni aber di anderi loszloh, denn wer Gottesfurcht het, wird beidi beachte.
19 Wiisheit macht e Wiise mächtiger aus zäh starki Männer ire Stadt.
20 Denn es git ke grechte Mönsche uf dr Ärde wo immer nume Guets tuet und nie sündigt.
21 Nimm dr usserdem nid jedes Wort z Härze wo d Lüt säge, süsch wirsch vilech ghöre wie di Diener schlächt über di redt.
22 Denn dis Herz wüsst nume z guet, dass du sälber oft schlächt über anderi gredet hesch.
23 All das hani mit Wisheit prüeft u gseit: "I wirde weis." Aber es isch für mi unerreichbar gsi.
24 Was gscheh isch, isch usser Richwiiti und überuus tüf. Wär cha's verstah?
25 Ig ha mis Härz druf, Wysheit u dr Grund hinger z erchänne, z erforsche u z sueche u d Schlächtigkeit vor Unvernunft und d Dummheit vom Wahnsinn z verstah.
26 I ha de usegfunde: Bitterer aus dr Tod isch d Frou, d Fangnetze glicht, dene ihre Härz Schleppnetz ähnlet u dene ihre Händ wi Gfängnisskette sy. Wer däm wahre Gott gfallt, wird ihr entkumme, aba dr Sinda wird vu ihr gfange.
27 "Das hani usegfunde", seit der Versammler: "I ha eini Sach nach der angere ungersuecht für zumene Schluss z cho,
28 aber wonachi unufhörlich suecht, das hani nid gfunde. Unger 1000er hani e einzige Maa gfunde, aber e Frou hani unger ihne aune nid gfunge.
29 Nume das hani usegfunde: Der wahri Gott het die Mensche so gschaffe, dass sie ufrichtig gsi sy, aber hei vieli eigeni Plän verfolgt.