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Prediger 8 vo 12

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 8 vo 12

 

8 Wär grad em Wiise? Wär kennt d Lösig vomene Problem? D Weisheit vomene Mönsch loht sis Gsicht strahle und sini stränge Züg weicher wärde.

2 Ich säge: "Befolge d Befehl des König aus Achtung vor dem Eid gegenüber Gott.

3 Entfern di nid hassig us sinere gägewart. Bezieh nid stellig für öppis schlächts. Er cha ja schliesslich mache was ihm immer gfallt,

4 denn dr Chönig het ds letschte Wort. Wär cha zu ihm säge: 'Was tuesch du do?'?

5 Wer sech a das Gebot haltet, wird ke Schade erliide, u ds wisse Härz wird di richtig Ziit und Vorgehenswiis kenne.

6 Für jedi Aglägeheit gits e Ziit und Vorgehenswiis, denn Problem gits unter de Mönsche meh als gnueg.

7 Da weis niemer was passiere wird, wär cha ihm da säge wies passiere wird?

8 So wi ke Mönsch macht über e Geischt het oder dr Geischt cha zrüghalte, so het o ke Macht übere Tag vom Tod. So wi niemer während emene Chrieg freigsteut wird, wird o ds Böse die nid la entcho, wo s tribe.

9 Au das hani gseh u mis Härz het sich uf jedi Tätigkeit unger dr Sunne richtet. I dere ganze Zyt het dr Mönsch über de Mönsch zu däm Schade gherrscht.

10 U i ha gseh, wi di Böse si begrabe worde, die wo am heilige Ort ii- u usgige, doch scho glii sy si ir Stadt vergässe gsy, wo si so ghandlet hei. O das isch sinnlosigkeit.

11 Wills Urteil über e schlechti Tat nid schnäu vollstreckt wird, füehlt sech ds Härz vo de Mönsche ermuetigt, Schlächts z tue.

12 We ä Sünder o 100 Mal Schlächts tuet u när doch lang läbt, so weis i doch, dass es mit de Gottesfüürchtige guet wird usgoh, wüu si Ehrfurcht vor em wahre Gott hei.

13 Mit em böse wirds aber nid guet usgoh no wird er sini täg verlängere wo wien es schatte si, wüu er ke gottesfurcht het.

14 Git öppis frustrierends wo uf dr Ärde gschieht: Da si grächti Mönsche, wo me umgeit, aus heige sie schlächt ghandlet, u schlächti Mönsche, mit dene me umgeit aus heige si grecht ghandlet. I säge: O das isch sinnlosigkeit.

15 Drum empfiu aune, sech z'freue, es git für de Mönsch nämlech nüt bessers unger dr Sunne aus z'ässe und z'trinke und sech z'freue. Des soll nen bi sinere herte Arbet begleite während sinere Läbäschtäg, de dr wahri Gott nem unda dr Sunne git.

16 Ig ha mis Härz druf richtet, mir Wisheit az'igne u aues Tüe u triibe uf dr Ärde z gseh – nid einisch Schlaf gönnti mir, weder am Tag no bi Nacht.

17 Denn hani dänggt über ds ganze Wärch vom wahre Gott noche u mir isch klar worde, dass d Mönsche nid chöi verstah, was unger dr Sunne gschiht. So sehr sech di Mönsche o bemühe, si chöis nid verstah. Säubscht wesi bhoupte, si sige wysi gnue zum z erchenne chöi si ne nid würklech verstah.