Sprüch 27 vo 31
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Sprüch 27 vo 31
27 Rüehm di nid am morgige Tag, denn du weisch nid was eines Tag bringt.
2 Öper angersch söu di lobe u nid dis eigete Muul, angeri u nid dini eigete Lippe.
3 Ei stei isch schwär u sand wiit viu, doch dr ärger wo e dummä chopf verursacht isch schwer aus si beidi.
4 Da isch d Gruusamkeit vor Wuet und d Fluet vom Zorn, doch wär cha dr Iifersucht standaute?
5 Offeni Zuechtwiisig isch besser aus verborgeni Liebi.
6 Treu gmeint si di Wunde wo ä Fründ zuefüegt doch d Chüss vomene Feind si zahlrich.
7 Wär ke Hunger het, lähnt Wabehonig ab, aber für de Hungrige schmöckt sogar Bitteres herzig.
8 Wie e Vogu wo sis Näscht verlaat isch e Maa wo sis Dehei verlaht.
9 Öl u Röcherwärch erfreue ds Härz, ou ä gueti Fründschaft wo dür ehrleche Rat entstaht.
10 Verlah nid di Fründ no dr Fründ vo dim Vater u gang Tag dim Unglück nid is Huus vo dim Brüeder. Besser isch e nachbar ir nöchi aus e brüeder ir ferni.
11 Sig wiis, mi Sohn u mach mim Härz fröid damit ig däm wo mi verhöhnt cha e Antwort gä.
12 De Kluge gseht d Gfahr u wychtet dir us, d Unerfahre gö witer u bechöme d Folge z gspüre.
13 Nimm emene mönsch ds gwand ab wener sech für ne frömde verbürgt het. Nimm ihm ds pfand ab we ers fürne usländeri do het.
14 We öpper syne Mitmönsche früehmorge mit luter Stimm segnet, wird's ihm als Fluech aagrechnet.
15 E striitsüchtigi Ehefrau isch wienes ständig tropfends Dach amene Rägetag.
16 Wär se cha zrughalte, dä cha dr Wind zrüghalte und mit sire rächte Hand Öl festhalte.
17 Wi Iise dür Iise gschärft wird, so schärft ä Maa si Fründ.
18 Wär sech um ne Figgebaum kümmeret, wird Frücht drvo ässä u wär sech um si Herr kümmeret wird geehrt.
19 Wie sech es Gsicht im Wasser spieglet, so spieglet sech ds Härz vomene Mönsch i dem andere.
20 Das Grab und der Ort vor Vernichtig wärde nie satt und ou d Ouge vomene Mönsch si unersättlech.
21 Wi dr Lüterigstiegu für Silber isch u dr Schmelzoofe für Gold, so wird ä Mönsch dür Lob prüeft.
22 O we e dumme mit emne stössu bearbeitisch wi zerstossnigs getreide imne mörser, wird sini dummheit nid vo ihm weiche.
23 Söttsch de Zuestand vo dinere Herde guet känne. Kümmere di guet um dini Schöfli,
24 denn Riichtum bestaht nid für immer no e Chrone für alli Generatione.
25 Das grüene Gras verschwindet, nöie Gras erschiint, und d Pflanze vo de Bärge wärdid iigsammlet.
26 Bueböck liefere Öich Chleidig und Geissböck sy dr Choufpriis für es Fäud.
27 Es wird gnue Ziegmilch gäh zum di ernähre u du hesch Nahrig für dini Huus¬Gmeinschaft u für dini Dienerinne.