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Sprüch Kapitel 6

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Sprüch Kapitel 6

 


6:1 Mi sohn, we di für dine mitmönsche verbürgt hesch, we du emene frömde d hand gäh hesch.

 2 wenn der dis verspreche zur schling isch worde u d wort vo dim muul zunere fall,

 3 denn mach Folgendes, mi Sohn u befreie di denn din Mitmensch het di itz ir Hand: Gang u demüetig di und bestürm dine Mitmensche mit Bitte.

 4 Gönn dine Ouge ke Schlof no dine Ougelider Schlummer.

 5 Befrei di wi ne Gazelle us dr Hand vom Jäger, wi ne Vogu us dr Hand vom Vogufängere.

 6 Gang zur Ameise du Fuuler. Beobachte ihri Wäg u wirde wiis.

 7 Obwohl si ke Befählshaber, Beamte oder Herrscher het,

 8 sorget si im Summer für ihri Nahrig u sammlet im Herbst ihri Vorrät ih.

 9 Wie lang wirsch liege blibe, du Fuuler?wenn wirsch vom schlaf erwache u ufstah?

10 Chli schlafe, chli schlümmerle, chli Händ faue u usruefe

11 und dini Armuet wird cho wi ne Räuber und dini Not wi ne bewaffnete Maa.

12 E nutzlose u schlächte Mönsch geit umme u verzeut Verkehrs.

13 Är zwinkeret mit de Ouge, git mit sym Fuess Zeiche u macht mit sine Finger Aadütige.

14 Mit emne Härz voller Falschheit schmiedet er ständig bösi Plän und zettlet überall Striitigkeite.

15 Drum wird plötzlech Unglück über ihn iebräche. Imene Augeblick wird er zerschmetteret ohni Ussicht uf Wiederherstellig.

16 Es git sechs Sache, wo Jehova hasst, ja siebe Sache won er verabschütt:

17 überheblichi Auge, e verlogeni Zunge un Händ, wo unschuldigs Bluet vergässä hän,

18 es Härz, wo bösi Plän schmiedet, u Füess, wo schnäu zu schlechtem renne,

19 e fautsche Züg wo bi jedem Atemzug lügt, u jede wo Stryt unger Brüedere sässe.

20 Mi Sohn, beachte ds Gebot vo dim Vater u lehne d Aleitig vo dire Mueter nid ab.

21 Wickle se immer um dis Härz. Bind se um din Hals.

22 Bim Gah wärde si di leite, bim alege werde si di bewache u bim ufwache wärde si zu dir rede.

23 Denn des Gebot isch ä Lecht un des Gsetz isch ä Lecht un Erziehig durch Zuechtwisig isch dr Wäg zum Läbe.

24 Si wärde di vor dr schlechte Frou bewahre, vor dr verfüehrerische Zunge vor unmoralische Frou.

25 Begehrt ihri Schönheit nid i dim Härze u lah di nid vor Aziehigschraft vo ihrne Ouge ifange,

26 wüu e Prostituierti bringt eine abe bis ufne Laib Brot, doch d Ehefrau vomne angere macht Jagd uf es kostbars Läbe.

27 Cha öper Füür a sini Brust hole, ohni das sini Chleidig verbrennt?

28 Oder cha öpper uf glüehende Chole laufe ohni sech d Füess z verbrenne?

29 So geits jedem wo Beziehige mit der Frou vo sym Mitmensche het. kene wo se berüehrt wird ungstraft devo.

30 Me verachtet e Dieb nid, wen er stiehlt, für si Hunger zstille.

31 Wird er aber ertappt, mues ers siebäfach ersetzä. Er wird alles Wärtvoll us sim Huus härä.

32 Wär mitere Frou Ehebruch begoht, däm fählt s a Vernunft. Wär so öppis tuet stürzt sech sälber is Unglück.

33 Er wird nur Wunde u Unehr dervooge u sini Schand wird nid usglöscht werde.

34 Denn Eifersucht macht en Ehemann sehr hässig. Sy Rach wird kän Mitleid känne.

35 Er wird kei Entschädigung anäh, kes no so grosses Gschänk wird ihn bsänftige.