1. Moses 19 vo 50
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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1. Moses 19 vo 50
19 Di beide Engel si am Obe z Sodom acho. Lot isch grad im Stadttor vo Sodom gsässe. Als sa sie aluegt, schtoht er uf, goht ne entgegä un vubiegt sich mit däm Gsicht zum Erde.
2 Er het gseit: "Bitte, mini Herre, chömet doch mit zu mir, öiem Diener, hei und blybt über Nacht. Lönd Nech d'Füess wäsche. Morn früeh chönd ihr eu dän ufmache u witterzieh." Si hei abeglähnt: "Nei, mir übernachte ufem öffentliche Platz."
3 Er het si aber so huere drängt, dass si mit ihm i sis Huus cho sy. Dänn het är se fescht bewirt. Är het ungsäuerts Brot backt und se gesse.
4 Bevor si sech hei chönne schlafe lege, hei sech d Manne vo de Stadt um ds Huus drängt – alli Manne vo Sodom, vom Buebe bis zum alte Maa.
5 Lutstarch verlangt hei si vo Lot: "Wo si d'Männer, wo hüt Abe zu dir si cho? Bring se zu üs üs, damit mir mit ihne Sex chöi ha."
6 Lot isch de zu ne use gange u d Türe hinger sich verschlosse.
7 "Bitte mini Brüedere", het er zu ihne gseit, "tüe doch nid so öppis schlächts.
8 Bitte! Hie hani zwöi Töchter wo no nie sexuelli Beziehige miteme Mah gha hei. Bitte, löt mi se zu euch usebringe, de chöit dir mit ihne mache was ihr wend. Aber däne Manne nüt, we si under mys Dach cho u schtöhn unter mym Schutza."
9 "Us em Wäg!", schreie sy. "Dä Maa chunnt ällei aus Frömder dahärä u waaget s, sech aus üse Richter ufzspile, Jitz wärde mer der no schlimmer zuesetze aus ne!" Si hei sech um Lot drängt u hei scho weue d Türe ufbräche.
10 Da griffe d Manne im Huus uf Lot, hei ne ine gholt u d Türe verschlosse.
11 Si hei d Manne am Huusigang mit Blindheit – vom Chliinschte bis zum Gröschte – so das si bim Sueche vom Iigang ermüde hei.
12 De hei d Manne z Lot gseit: "Hesch süsch no öpper hie? Schwiegersöhn, dini Böhn u Töchter und all dini Lüt i der Stadt – bring se vo hie wäg!
13 Mir wärde dä Ort nämlech vernichte, wüu dr Ufschrei über d Iiwohner wo Jehova erreicht het, isch würklech luut worde. Drum het d Jehova üs gschickt, um d Stadt z vernichte."
14 Da isch Lot zu syne Schwiegersöhn, wo sy Töchter söue hürote, u het geng wider gseit: "Beilet euch! Göhnd wäg vo hie! D Jehova wird d Schtadt vernichte!" Abr sini Schwiegersöhn hei dänkt, är macht Spass.
15 Bi Tagesanbruch hei d Ängel Lot afa dränge: "Schnell! Nimm dini Frou und dini beide Töchter wo hie bi dir si, das du nid umchunnsch we d Stadt wäg ihrem Vergehens bestraft wird!"
16 Won er no zögeret het, nähmä nen d Männa, sini Wieb un sini beide Töchter a d Hand; denn Jehova het Mitleid mit ihm. Si bringe ne üsä un len nen üserhalb vor Schtadt schtoh.
17 Sobald die Manne si an dr Stadtrand hei bracht, het eine vo ihne gseit: "Lauf um dis Läbe! Lueg di nid um! Mach nirgends im ganze Bezirk halt! Rett di ids Bärgland damit du nid umchunsch!"
18 "Bitte nid dert häre, Jehova!", het Lot zu ne gseit.
19 "Bitte! Du hesch mer, diim Diener, dini Gunscht gschänkt. Du zeigsch mer so grossi Güet u losch mi am Läbe – aber i ds Bärgland chan i nid flüge. I ha Angst das mir öppis schlimms passiert und i stärbe.
20 Bitte, di stadt da isch nid wiit wäg. Dert ane chani flüge. Es isch nume e chline Ort. Chani bitte dert häre flüge? Es isch nume e chline Ort. Dänn wird i überläbe."
21 "Guet" het er antwortet, "i nimme o drin Rücksicht uf di und wirde d Schtadt, wo du redsch, nid zerstöre.
22 Beil di! Flieh dert ane. Ich cha nüt mache bevor du dert aacho bisch!" Deswege het d Stadt de Name Zoar übercho.
23 Wo Lot Zoar erreicht, isch d Sunne über em Land ufgange.
24 Jehova het denn Schwefel u Füür uf Sodom u Gomorra regne – es isch vo Jehova usem Himmel cho.
25 So het är die Städt zerstört, ja dr ganz Bezirk, alli Iiwohner u d Pflanze ufem Bode. 26 Lots Frou het sech aber hinger ihm afa umzluege u isch zure Salzsüüle worde.
27 Abraham etze het sich früeh am Morge uf d Wäg zue däm Ort, wo er vor Jehova gschtande het.
28 Won er i Richtig Sodom u Gomorra un uf ds ganze Gebiet vom Bezirk abegluegt het, bot sech em e usergwöhnleche Aablick: Dicker Rauch wi us emene Brennofe schtieg vom Land uf.
29 Wo Gott d Schtädt vom Bezirk zerstört het, het er also an Abraham denkt: Er het Lot us de Schtädt gschickt, in däne gwohnt het, wäg.
30 Lot isch später mit sine zwöi Töchter ids Bärgland ueche gange wüu är Angst het gha i Zoar z wohne. Är het mit ne inere Höhli glebt.
31 Di Erschtgeborene het denn zur Jüngere gseit: "Eusi Vater isch alt, und es git ke Maa im Land, wo mit üs chönnti Beziehige ha, wi's uf dr ganze Ärde bruuch isch.
32 Chum mir gänd üsem Vater Wy z trinke u leged üs zu ihm, dass mir vo üsem Vater Nachkomme übercho."
33 Also hei si ihrem Vater a däm Obe immer wieder Wy gäh. Denn isch d Erschtgeborene inne gange und het sech zu ihm gleit. Lot het aber nid gwüsst wenn si sech häreleit het und wenn si ufstand.
34 Am nächschte Tag het d Erschtgeborene zu de Jüngere gseit: "I ha mi geschter Nacht zu mym Vater gleitet. Chum, mir gänd ihm hütt au wider Wy z trinke. När geisch ine u legsch di zu ihm, dass mir vo üsem Vater Nachkomme überchöme."
35 Da hei si ihrem Vater o i dere Nacht wiederholt Wy gäh, z trinke. D jüngere isch denn gange und het sich zu ihm gleit. Är het aber nid gwüsst, wenn si sech häregleit het u wenn si ufschtange.
36 So si die beide Töchter Lots vo ihrem Vater schwanger worde.
37 Di Erschtgeborene het e Sohn zur Wält bracht u het ne Moab gnennt. Är isch dr Vater vo de hütige Moabiter.
38 O di Jüngere het e Sohn zur Wält bracht u het ihm dr Ben-Amm gä. Är isch dr Vater vor hütige Amoniter.