Aposchtelgschicht 26 vo 28
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Aposchtelgschicht 26 vo 28
26 Agrippa sait zum Paulus: "Dü darfsch fir di selbscht schwätze." Do schtreckt Paulus d Hand üs un fangt sini Vuwandte a:
2 "I schätze mi glücklech, König Agrippa, dasi mi hütt wäg all de Aaklage vo de Jude vor dir darf verteidige,
3 bsunders wöu di mit aune brüch u striitfrage unger de jude bestens uskennsch. drum bitte di, mi mit geduld azlose.
4 Iba d Läbenswandel, den i vu Jugend a unda minem Volk un in Jerusalem gführt ha, wisse alli Jude Bscheid,
5 wo mi vo früecher här kenne. Wenn si nume wöue, chöi si bezeige, dass i nach dr strengschte Richtig vo üsere Art vor Aabetig aus Pharisäer gläbt ha.
6 Doch jitz stand i vor Gricht, wüu i uf das hoffe was Gott üsne Vorfahre het versproche.
7 Uf d Erfüllig genau däm Verspräch hoffe ou üsi zwöuf Stämm, während si Tag und Nacht beharrlech heilige Dienscht verrichte. Wäg dere Hoffnig, o König, wirdi vo Jude aaklagt.
8 Werum wirds unter euch als unglaubhaft betrachtet, dass Gott die Tote uferweckt?
9 Ig minersiits bi überzügt gsi, dasi mit allne Mittel gäge Name vom Nazare Jesus müesst vorgah.
10 Genau das hani z jerusalem denn o do. I ha mit Befugnis dr Oberpriester viu vo de Heilige i ds Gfängnis gsperrt u wenn si söue hingerichtet wärde, hani gäge si gstumme.
11 Ig ha se i aune Synagoge oft bestraft für se z zwinge ihrem Gloube abzschwöre. Und i mire groosse Wuet bin i sogar sowyt gange, sie i uswärtige Städt z verfolge.
12 Won i i i dere Absicht mit der Befugnis u im Uftrag vo der Oberprieschter uf Damaskus reistiere,
13 hani ungerwägs zur Mittagszyt es Liecht gseh, o König wo häller aus dr Glanz vor Sunne isch gsi u mi u mini Begleiter vom Himmu ume blitzt.
14 Mir sin alli ufe Bode gfloge und i ha e Schtimm ghört uf Hebräisch zu mir sage: 'Saulus, Saulus, warum verfolgsch du mi? Ständig gäge d Stachelä uszschlah machts hert für di.'
15 I ha erwideret: 'Wär bisch du, Herr?', woruf der Herr gseit het: 'I bi Jesus wo du verfolgsch.
16 Doch stah uf u stell di uf d Füess. I bi dr erschine, für Diener und Züge uswähle – sowou für das, wo du gseh hesch, aus o für das, wo ig di i Bezug uf mi no wirde la gseh.
17 Und ig wirde di vor däm Volk u de angere Vouk beschütze, zu dene ig di schicke,
18 zum ne d Ouge öffne und se us dr Dunkelhit zum Liecht z füehre und us dr Gwalt Satans zu Gott. So kenne ne de Sinde vugeh wäre, un sie kenne ä Erbe unda däne grege, de durch ihre Glaube a mich gheiligt sin.'
19 Drum, König Agrippa, han i mi dr Vision usem Himmel nid widersetzt,
20 sondern i ha zersch dene z Damaskus u när dene in Jerusalems u im ganze Land Judäa u o di angere Vöuker d Botschaft überbracht, dass si bereue, sech Gott zuwände und so söue handle, dasses dr Rue entspricht.
21 Wäg däm ergriffe mi d Jude im Tempel u versueche mi umzbringe.
22 Wel i aba vu Gott Hilf gregt ha, trätte i bis uf d hiitig Dag vor Klii un Gross als Ziige uf. Drbi sag i nur das, was sowohl d Prophete als au Moses akündet hän,
23 nämmlech das dr Chrischtus het müesse liide u aus dr Erscht wo vo de Tote söt uferstah, däm Volk we au de andere Vöuker ds Liecht verchünde würd.
24 Während Paulus des zue sinere Vusteidigung gsait het, het Festus usgruefe: "Paulus, du hesch d Vuschtand verlore! Dini grossi Glehrsamkeit tribt di in Wahnsinn!"
25 Paulus het jedoch erwideret: "I ha dä Verstand nid verlore, Exzellänz Festus, sondern was i säge, isch wohr und vernünftig.
26 Der König wo i mi so offe wende, wüs doch über all das guet Bescheid. Ig bi überzügt dass sech nüt vo auem sire Kenntnis entzieht, denn nüt drvo isch imene verborgene Winkel gscheh.
27 Glaubsch dr Prophete, König Agrippa? I weiss, dass du gloubsch."
28 Do het Agrippa zum Paulus gseit: "Dü würdsch mi in kurzer Ziit ibawätte, ä Chrischtus z wäre."
29 Paulus het druf gwideret: "I bätte zu Gott, dass über churz oder lang nid nume du, sondern o alli, wo mi hütt ghöre würde, Mönsche wi ig's bi – nume ohni die Fessle.".
30 Der König isch denn ufgstande, ebeso der Schtatthalter u Bernice sowie die Manne, wo bi ihne gsässe hei.
31 Während si wäggange, hei si sech ungerhaute u gmeint: "De Mensch tuet nüt was Tod oder Fessle verdient.
32 Druf het Agrippa zum Festus gseit: "Der Mensch hätte konnte freigla werden, wenn er nid bi der Cäsar Bruefig ygleit hätt."