Daniel 2 vo 12
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Daniel 2 vo 12
2 I sim 2. Regierigsjahr het Nebukadnezar e Reihe vo Träum gha. Isch so ufgwühlt gsi, dass er nümm het chönne schlofe.
2 Da het dr König d Zauberprieschter, Beschwörer, Zauberer und Chaldäer aalüte, damit si ihm gseit hei was er tröimt het. Si si auso yrecho und si vor e König gstosse.
3 Der König het zu nene gseit: "I ha e Troum gha, und i bi ganz ufgwühlt, willi wott wüsse wasi tröimt ha."
4 D Chaldäer hei ihm uf Aramäisch erwideret: "Der König läbt ewig! Verzell üs, dine Diener, was du tröimt hesch und mir säge dir d Dütig."
5 Der Chünig het de Chaldäer antwortet: "I säg Öich für alli mal: We Der mir der Troum und sini Dütig nid mitteile, wärdeder i Stück ghaue und eui Hüüser wärde zu öffentleche WC gmacht.
6 Säget dir mir aber dr Traum u sini Dütig, de wärde ihr vo mir Gschänkli u ä Belohnig übercho u sehr geehrt wärde. Säget mr also dr Traum u sini Dütig."
7 Si hei zum zwöite Mau erwideret: "O König, verzeu dine Diener doch, was du tröimt hesch und mir wärde dr Troum düte."
8 Der König entgägä het: "I weis ganz genau, dass Der nume Zyt wei gwinne, wüu der wüsse, dass das mis letschte Wort isch.
9 Wenn ihr mir de Traum nid mitteilet, werded ihr alli ii und glichi Strof übercho. Doch dir heit beschlosse, mir öppis fauschs u Erlogenes z verzeue, bis sech d Laag änderet. Auso seit mir dr Troum, de weis i, dass Der ne ou chöi düte."
10 D Chaldäer hei em Chönig erwideret: "Es git uf der Erde ke einzige Mönsch wo cha mache, was der König forderet. So öppis het no ke grosse König oder Statthalter vo irgendemene Zauberprieschter oder Beschwörer verlangt.
11 Dr Chünig forderet da öppis Schwirigs, und es git niemer, wo s em König chönnt säge, ussert de Götter, wo nid unger de Stärbleche wohne.
12 Das het dr König dermasse in Rage versetzt, dass er dr Befähl het gä, aui wyse Männer Babylons umzbringe.
13 Wo dr Befähl isch cho und di wiise Manne sötte tötet wärde, gsuecht me o nach Daniel und syne Fründe zum se töte.
14 Da het sech dr Daniel taktvoll u vorsichtig a Arjoch gwandet, dr Oberschte vo de königleche Lybwach, wo scho ungerwägs isch gsi zum di wyse Manne Babylons töte.
15 Er het der Arjoch gfragt, der Beamte vom König: "Wieso het der König sone stränge Befähl gäh?" Druf het em Arjoch alles verzellt.
16 Daniel erschine vorem König u erbat sech vo ihm Zit, damit er ihm d Dütig chönnt mitteile.
17 Aaschlüssend isch dr Daniel i sys Huus gange u het sini Fründe Hananja, dr Mischaël u Asarja informiert.
18 Dr Daniel het si, dr Gott vom Himmel wäg däm Gheimniss für Erbarme azflee, drmit er und sini Fründe nid zäme mit de übrige wyse Manne Babylons umchämme.
19 Inere nächtleche Vision isch dr Daniel denn ds Gheimnis enthüllt worde und är priesst dr Gott vom Himmel.
20 Daniel vukündet: " Dr Name Gottes soll bis i alli Ewigkeit priese wäre, denn Wiisheit un Macht ghöre nem ällei.
21 Er änderet Zyte u Zytabschnitte, setzt Chönige ab u setzt Chönige ii, git Wiisheit de Wiisheit und Erkenntnis dene, wo Ungerscheidigs¬vermöge hei.
22 Er offebar töifi und verboorgni Sache, är weiss was im Dunkle isch, bi ihm wohnt ds Liecht.
23 Gott vo mire Vorfahre, dir danke ig u di priise wöu du mir Wiisheit u Macht gäh hesch. U itz hesch du mir das mitteilt worum mir di bätte hei, du hesch üs mitteilt was der König beschäftigt."
24 Aaschlüssend isch dr Daniel zum Arjoch gange, wo dr Kenig beuftragt het, di wyse Manne Babylons umzbringe, het zu ihm gseit: "Töte keini vo de weisse Männer Babylons! Bring mi zum König und i wirde ihm d Dütig mitteile."
25 Der Arjoch het der Daniel schnäll vor der König bracht u het ihm gmäudet: "Ich ha unter de Verschleppte us Juda e Maa gfunde, wo der Traum vom Chönig cha düte."
26 Der König het drufabe d Daniel gfragt, wo o der Beltschazar het gheisse: "Chasch mr würklech säge, wasi tröimt ha u wie dä Troum z düte isch?"
27 Daniel het em König gantwortet: "Keine vo de wysse Manne, Beschwörer, Zauberpriester und Astrologe cha em König ds Gheimnis enthülle, nach däm er fragt.
28 Aber es existiert e Gott im Himmel, wo e Offebarer vo Gheimnisse isch, u är het dr, dr König Näbukadnezar, eröffnet, was am Ändi vo dr Täg gscheh wird. Das isch di Traum u das sy d Visione wo uf dim Bett hesch gha:
29 O König, uf dim Bett hei dini Gedanke id Zuekunft gwanderet, u dr Offebarer vo Gheimniss het dir eröffnet, was gscheh wird.
30 Was mi betrifft isch mir das Gheimnis nid drum enthüllt worde wüu ig grösseri Wiisheit bsitze aus irgend es Läbände, sondern damit du, König, d Tütig und somit o d Gedanke vo dim Härz erfahrsch.
31 Während du träumt hesch, o König, hesch e gwaltigi Statue gseh. Di Statue isch riesig gsi, glänzti usergwöhnlich u het furterregend usgseh.
32 Der Kopf vor Statue isch us feinem Gold, Brust u Arme si us Silber, Puuch u Oberschenkel us Chupfer gsy,
33 d Bei us Ise un d Fess teils üs Ise un teils üs Ton.
34 Während witer ahluegt hesch, isch es Schtei usghaue worde – nid dür Mönschehand. Är het d Statue a irne Füess us Ise und dr Ton treit u het se vrschmätteret.
35 Da sy ds Ise, dr Ton, ds Chupfer, ds Silber u ds Gold, aues zäme, zerschmetteret u sy wie Spreu uf em Summerdreschplatz worde. Dr Wind het alles furt treit und es isch ke Schpur me drvo gsi. Doch dr Schtei, wo d'Statue troffe het, isch zumene grosse Berg worde u het di ganz Erde usfüllt.
36 Das isch dr Traum und itz wärde mr der Chönig d Dütig lo wüsse. 37 Du, o König – du König vo dr König, däm dr Gott vom Himmu ds Chönigrich, d Macht, d Stärchi u dr Ruhm het verloh
38 u i däm Hand het är Mönsche gä, wo si geng o wohne, we o d Tier vom Fäud u d Vögu vom Himmu u won är zum Herrscher über sie alli gmacht het – du sälber bisch dr Chopf us Gold.
39 Doch nach dir wird es anders Chönigriich ufträtte – gringer aus dis. Aaschliessend wird es wyters Königrich, es dritts, über di ganz Ärde herrsche – das us Chupfer.
40 Und ds vierte Königreich, es wird starch si wi Iise. Denn so we Ise alles andere vrtrümmeret un zue Schtoub zermahlt, ja we Ise, des zerschmetteret, so wird's alli di Kenigrich vrtrümmle un zerschmettere.
41 Und du hesch gseh, dass d Füess und d Zäh teils us Töpferton und teils us Ise bestande hei. Genauso wird ds Kenigrich teilt si, aber dennoch öppis vo dr Härte vom Eis i sich ha. Wüu wi du ja gseh hesch, isch ds Ise mit weichem Ton vermischt gsi.
42 Un so, we d Fuesszäh teils üs Ise un teils üs Ton gsare, so wird des Kenigrich teil stark un teils zerbrechlich si.
43 So wie du Iise mit weichem Ton vermischt hesch gseh, so wärde si mit em Volk vermischt sii, aber nid anenand hafte, das einte am andere, genauso wenig, wie sech Iise mit Ton vermischt.
44 Zur Zyt vo dere König wird der Gott vom Himmel es Chünigrich errichte, wo nie wird ungergah. Das Chünigriich wird a kei anderes Volk übergah. Es wird aui die Chönigriche zertrümmere u ihne es End mache, u selbst wirds für immer bestah.
45 Wüu du hesch ja gseh, dass usem Bärg es Schtei useghoue isch worde – nid dür Mönschhand – u är het ds Ise, ds Chupfer, dr Ton, ds Silber u s Gold vrschtrümmeret. Der grossi Gott het em König eröffnet, was ir Zuekunft passiert wird. Der Traum isch wohr u sini Dütig zueverlässig."
46 Da het sech dr König Näbukadnezar vor Daniel mit däm Gsicht zur Erde niedrig gworfe un het ihm sini Ehrerbietig erwiese. Usserdäm bfrogt er, ihm es Gschänkli z'gäh und Röicherwärch druf z'bringe.
47 Dr Kenig sait zum Daniel: "In dr Tat, aicha Gott isch ä Gott dr Götter un ä Herr dr Kenig un ä Offenbara vu Gheimnisse, denn dü hesch des Gheimnis lüfte."
48 Dr König het dr Daniel denn e höchi Rang verlore, het ihm viu choschtbari Gschänkli gä und het ne zum Herrscher über di ganzi Provinz Babylon und zum Oberpräfekte über aui wyse Manne Babylons ernennt.
49 Uf Daniel Wunsch hii het der König Schadrach, Meschach und Abednegos mit der Verwaltig vo der Provinz Babylon betrout. Dr Daniel säuber aber dient am Königshof.