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Daniel 4 vo 12

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Daniel 4 vo 12

 

4 "Von König Nebukadnezar a alli Völker, Natione u Schpraachgruppene uf der ganze Ärde: Öies Friede sy gross!

2 Ig fröie mi, d Zeiche u Wunder z verchünde wo dr höchscht Gott mir vollbracht het.

3 Wi gross doch sy Zeiche sy u wi mächtig sini Wunder! Sys Chünigrich isch es ewigs Königrich und sini Herrschaft beschteit vo Generation zu Generation.

4 Ig, Näbukadnezar, ha sorglos i mim Huus gläbt u es ischmer guet i mim Palast gange.

5 Da hani e Troum gha wo mir Angst iigjaget het. Woni uf mim Bett gläge ha hei mi die Biuder und Visione erschreckt woni gseh ha.

6 Ig bfaue auso aui wysse Manne Babylons vor mi z bringe, drmit si mir dr Troum dütte hei.

7 D Zauberpriester, Beschwörer, Chaldäer u Astrologe si cho, u woni ne mi Troum verzeut ha, hei si mir nid chönne düte.

8 Zletscht kunnt Daniel vor mi, der au Beltazar heisst, benennt nohch minem Gott, un in däm dr Geischt dr heilige Götter rueht. Ich ha nem d Traum vuzellt:

9 'Beltschazzar du Obersti dr Zauberpriester, i weis genau dass dr Geischt dr heilige Götter i dir rueht und dass kes Gheimnis zkompliziert für di isch. Erklär mer also d'Visione woni i mim Troum ha gseh, u teil mir d'Dütig mit.

10 I de Visione woni uf mim Bett gha ha, han i e Baum zmitzt uf d Erde gsee, u er isch usserordentlich ufe gsi.

11 Dr Baum isch gwachsä u isch chräftig worde, sis Wipfu langet bis zum Himmu u är isch bis am Ändi vo dr ganze Ärde z gseh.

12 Sis Laub isch wunderschön gsi, är het viu Frucht treit u het Nahrig gha für alli. D Tier vum Feld sin unda nem Schatte gsuecht, d Vegel vum Himmel hän in sin Zwiige un alli Läbwäse hän sich vu nem ernähre.

13 Während i uf mim Bett d Visione gha ha, han i e Wächter, e Heilige gseh, vom Himmel herabcho.

14 Är het lut grüefe: "Fallt der Baum, schnidet sy Zweige ab, schüttlet ds Loub abe u vrschtreut sy Frücht! D Tier under ihm und d Vögel i de Zwige sölle flüüge.

15 Lat sy Stumpf samt de Wuurzle im Bode, zmitzt im Gras vom Fäud bunde mit Iise u Chupfer. Är söll vom Tau vom Himmel benetzt wärde u zäme mit de Tier mitts ir Vegetation vor Erde läbe.

16 Sis Härz söu sech verändere: Är söu nümme ds Härz vomene Mönsch ha, sondern ds Härz vomene Tier übercho, u das für sibe Zyte.

17 Das gschiht uf Aaordnig vo de Wächter u uf Ersueche vo de Heilige, damit d Läbige erkenne, dass dr Höchscht vo de Herrscher über d Königrich vo de Mönsche isch u das er d Herrschaft git wem er wott, u er sogar dr niedrigscht vo de Mönsche drüber regiere laht.“

18 Das isch dr Traum gsi, woni dr König Nebukadnezar ha gha. Und itz, Beltazar, teil mir sini Dütig mit, wüu aui di angere wysse Manne vo mim Königrich chöi mir der Troum nid düte. Aber chasch es, wüu dr Geischt heilige Götter i dir rueht.'

19 Da isch dr Daniel gsi, wo o dr Beltschazzar heisst, für ne Ougäblick ganz verstört, u sini Gedanke hei ihm Angst gmacht. Dä König het gseit: 'Beltschazar, loh dir vo däm Troum und dr Dütig ke Angst ijage.'Beltschazar het antwortet: 'My Herr, dr Traum söu gäute wo di hasse, u sini Dütig dine Finge.

20 Der Baum, den dü gsähne hesch, der gross un stark isch, däm si Wüpfel bis zum Himmel richtet un der für di ganz Erde z säh isch,

21 vo däm Laub wunderschön isch gsy u dä viu Frucht het treit u d Nahrig für aui het gha, unger däm d Tier vom Fäud gwohnt u i däm Zweige d Vögu vom Himmu hei nischt, 22 das bisch du, o König. Denn dü bisch gross un stark wore un hesch alliziit me a Greschte zuegno. Di Greschte reicht bis zum Himmel un dini Herrschaft bis an d End dr Erde.

23 Un dr Kenig sieht ä Wächter, ä Heilige, vum Himmel rabkumme, der sait: "Fallt d Baum un vuschten nen, aba len si Schtumpf samt d Wurzle im Bode, midde im Gras vum Feld, bunde mit Ise un Kupfa. Er soll vum Dau vum Himmel bsetzt wäre un zsämme mit d Tier vum Feld läbä un des fir siebä Ziite."

24 Das isch d Dütig, my Chönig, es isch d Aaordnig vom Höchschte – das, wo mym Herr u König söll widerfahre:

25 Du wirsch vertribe wärde, wäg vo de Mönsche u bi de Tier vom Fäld läbe. Me wird dr pflanze z'ässe gäh so wi stiere und dr tuu vom himmu wird di benetze. Sibe Zyte wärde vrgah bis de erkennsch das dr höchscht vor herrscher über d königrich vo de mönsche isch u daser d herrschaft git wem er wott.

26 Doch es het ja gheisse, dass me der Stumpf vom Baum samt de Wurzle sell la stah. Drum wird dis Chönigrich wider dir ghöre, nachdäm du erkennt hesch, dass dr Himmel regiert.

27 Drum, o König, nimm mi Rat a: Wend di vo dine Sünde ab und tue, was richtig isch. Wend di vo dinere Schlächtigkeit ab und bisch barmherzig mit de Arme. Denn chas si dass di Wohlstand bestah bliibt'"

28 All das widerfuhr König Nebukadnezar.

29 Zwölf Mönet speter isch är uf em Dach vom Königspalascht vo Babylon umenandgange

30i und het gseit "Isch das nid Babylon die Grosse, wo ig sälber aus königleche Residänz mit mire eigete Chraft u Macht zum Ruhm vo mire Majestät bout ha?"

31 Während der König no het gredt, isch e Stimm us em Himmel cho: "Dir, König Nebukadnezar, isch gseit: 'Ds Chünigrich ghört der nümm

32 u du wirsch vertriebe, weg vo de mönsche. bi de tier vom feld wirsch lebe und me wird dir pflanze z esse ge wie stiere. Sibe Zyte wärde vergää bis de erkennsch das dr höchscht vor herrscher über d königrich vo de mönsche isch u daser d herrschaft git wem er wott."

33 Die Wort hei sech augäblicklech a Näbukadnezar erfüllt. Er wird vutriebe, vu d Mensche, isst Pflanze we d Schtiire, un dr Dau vum Himmel het si Körper gsait. Schliesslech isch sy Hoor so lang wi Adlerfäder und sini Nägel wi Vogukralle worde.

34 "Nach Ablouf derä Zyt han i gluegt, Näbukadnezar, zum Himmu u mi Verstand het widr zrügg kehre. Da priesi dä Höchschtä, i priis u verherrlichtä dä, wo für immer läbt, wüu sini Herrschaft ä ewigi Herrschaft isch u sys Königrich vo Generation zu Generation beschteit.

35 Alli Erdbewohner sin we nis, un na vufoht mit däm Heer vum Himmel un d Bewohner vu dr Erde so we er will. Und es git niemert wo ihn ufhalte oder zu ihm cha säge: 'Was hesch du doh?'

36 Zu dere Zyt het my Verstand wider zrügg gchehrt u i ha dr Ruhm vo mim Königrich, mini Majestät u mini Pracht zrügg übercho. Mini höche Beamte und Edle hei mi wider gsuecht. I ha mis Chönigrich zrügg übercho u mir isch sogar no meh Grössi verlüre worde.

37 Ig, Näbukadnezar, priise, rüehme u verherrlech dr König vom Himmu, wüu aui sy Tate Wohrheit und sy Wäg Grechtigkeit sy und wüu er di cha ärniederige, wo schtouz dür ds Läbe göh.“