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Daniel 5 vo 12

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Daniel 5 vo 12

 

5 König Belsazar het es grosses Fäschtli für 1000 vo sine Edle geh. Är het vorne ghocket u Wii trunke.

2 Under em Yfluss vom Wyy het Belsazar d Gfäss us Gold un Silber inezbringe, wo sy Vater Nebukadnezar us em Tempel z Jerusalem mitgnoh. Dä Chünig het zäme wele mit sine Edel, si Näbefroue und sine Konkubine drus trinke.

3 Me het also d Gfäss us Gold gholt, wo me usem Tempel vom Huus Gottes in Jerusalem het mitgnoh, u dr Kenig, sini Edel, sini Näbefroue und sini Konkubine trinke drus.

4 Si trunke Wii u priese d Götter us Gold u Silber, us Kupfer, Iise, Holz u Stei.

5 Im glyche Ougäblick erschiene d Finger vore Mönschhand u schribe uf e Putz vo dr Wand vom Königspalaschte gägeüber em Lüchter. Der Chünig het der Rugge der schrybende Hand chönne gseh.

6 Da isch dr König ganz blass worde, sini Gedanke hei erschreckt, sini Hüft hei zämä ghocket u ihm hei d Chnü gschlotteret.

7 Dr König isch lut grüeft, me sött d Beschwörer, Chaldäer und Astrologe hole. Är het zu de wyse Manne Babylons gseit: "Wär di Schrift läse und mir cha düüte, wird i Purpur gchleidet, chunt e goldigi Chetti um e Hals über u wird aus Dritter im Chönigriich härrsche."

8 Druf si aui wysche Manne vom König ine cho, aber si hei d Schrift weder chönne läse no am König düte.

9 Do het dr König Belsazar grossi Angscht übercho un nem d Farb üs däm Gsicht. Syni Edle sin verwirrt gsi.

10 Wo d Chönig d Wort vom Chönig u syre Edle mitbecho, isch si i Fäschtsaal yne gange u het gseit: "Der König läbt ewig! Lah di vo dine Gedanke nid erschrecke u wirde nid blass.

11 Git da e Manna i dim Chönigrich wo dr Geischt heiliger Götter het. Zue dinem Vater het sich in nem Erlüchtig un Iisicht sowie Wisheit, we sie de Götter hän. Din Vater, König Näbukadnezar, het ne als Oberschte vo de Zauberprieschter, Beschwörer, Chaldäer und Astrologe iighockt. Ja, das het di Vater ta, o König.

12 Daniel, wo dr König Beltschazzar gno het, het e ussergwöhnleche Geischt bsesse u het ds Wüsse und ds Vrständnis gha, Tröim z düte, Rätsel z entschlüssle u verzwickti Problem z löse. Loss der Daniel itz rüefe und er wird der dütig mitteile."

13 Daniel isch vor dr Kenig brocht worde un vu nem gfrogt worde: "Bisch Du Daniel, wo zue de Verschleppte us Juda ghört, den mi Vater, wo Kenig, us Juda herbrocht het?

14 Ich ha iba di ghört, dass dr Geischt dr Götter in dir rueht un das sech in dir Erlüüchtig un Isicht un ussergwöhnlichi Wisheit finde.

15 Di weise Manne und Beschwörer si gholt worde zum die Schrift lese und z düte, aber si chöi mir d Botschaft nid düte.

16 Über di hani jedoch ghört dass du dütige chasch mitteile und verzwickti problem löse. We also d Schrift chasch läse u dütsche, wirsch z Purpur gchleidet, bechunnsch e goldigi Chetti ume Hals u wirsch aus Dritter im Chönigriich herrsche."

17 Druf het dr Daniel em König gantwortet: "Bhalt dini Gabe u gib dini Gschänk angere. Doch d Schrift wird i em König vorläse und ihm d Dütig mitteile.

18 O König, dr höchscht Gott het dim Vater Nebukadnezar ds Königtum ge, Grösse, Ehre und Majestät.

19 Wäge däm verliehne Grössi zitterä alli Völker, Natione u Schpraachgruppä us Angscht vor ihm. Er het umbrocht, wen na wot, un het am Läbä, wen na wot – er het ufghert un na nimmt.

20 Wo sys Härz aber überheblich isch worde und sy Geischt sech verhärtet het, so das er amassend handlet het, isch er vom Thron sim Kenigrich gschtosse worde u sy Würd isch nem gno worde.

21 Er isch vrtriebe worde, weg vu de Mensche. Sis Härz isch däm einte Tier glich gmacht worde und er het bi de Wildesle glebt. Är het Pflanze übercho z ässe so wi d Schtier, u der Tau vom Himmel het sy Körper benutzt – so lang, bis er er erkennt het, dass der höchscht Gott der Herrscher über d Königrichi vo de Mönsche isch u dass er drüber regiere lat, wen er wott.

22 du degäge, si Sohn Belsazar, du hesch dis Herz nid demüetigt obwohl das alles gwüsst hesch.

23 Stattdesse hesch di gäge d Herr vom Himmel erhobe u dir d Gfäss vo sim Huus la bringe. De hesch zäme mit dine edle, dyn Näbefroue u dine Konkubine Wy drus trunke u Götter us Silber u Gold, us Chupfer, Yse, Holz u Stei priese – Götter, wo nüüt gseh u nüüt wüsse. Doch der Gott, der di Atem u di ganz Läbenswäg ir Hand hebt, de hesch nid verherrlicht.

24 Drum het är d'Hand gschickt u di Wort la schribe.

25 D Schrift lutet: MENE, MENE, TEKEL und PARSIN.

26 Das isch dütig vo de Wörter:

MENE: Gott het d Täg vo dim Chönigrich zellt u ihm es End gmacht.

27 TEKEL: Du bisch uf dr Waag gwogä u aus z liecht befundä.

28 PERES: Dis Chünigrich isch teilt worde u de Meder u de Perser gä.

29 Drufhin het Belsazar begeit, Daniel i Purpur z chleide und ihm e goldigi Chetti zum e Hals legge. Usserdäm isch vrchündet worde, dass är dr dritt Herrscher im Königrich würd sy.

30 In der gliche Nacht isch Belsazar, der chaldäisch König umbrocht worde.

31 Der Meder Darius het s'Chönigrich übercho. Är isch öppe 62 Jahr alt gsi.