Daniel 6 vo 12
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Daniel 6 vo 12
6 Darius hetts für guet gfunde, im ganze Königriich 120 Satrape iizsetze.
2 Si hei drei höche Beamte unterschtange, eini vo ihne isch dr Daniel gsi. De hoche Beamte hei d Satrape Bricht müesse erstatte, damit dr König ke Verluscht erlitt.
3 Daniel het schliesslich di andere hoche Beamte un d Satrape, denn ä üssergwöhnliche Geischt in nem rueh. Dr König het ne daher wöue befördere und ihm d Verantwortig für ds ganze Königriich übertrage.
4 Da hei di höche Beamte und d Satrape nach eme Grund gsuecht, dr Daniel wäg syre Amtsfüehrig aazklage. Si hei aber ke Aaklaggrund gfunge u hei nüt Korruptes bi ihm chönne feschtsteue, wüu är vertrauenswürdig isch gsi u ihm ke Nachlässigkeit oder Korruption nochezwiise isch gsy.
5 "Mir wärde däm Daniel überhoupt nüüt zur last chöi lee", hei die Manne gseit, "s syg de, mir finde öppis im Gsetz vo sym Gott, wo mir gäg ne chöi verwände."
6 Auso si di höche Beamte u Satrape gschlosse zum König ie u hei zu ihm gseit: "Ewig läbe König Darius!
7 Aui mügleche Beamte, Prefekte, Satrape, hoche königleche Beamte u Statthalter hei sech zäme berate für e chingleche Erlass usezgää und es Verbot i Chraft z setze: Wär innerhaub vo
30 Täg ä Bitte a irgend ä Gott oder Mönsche richtet üsser a di, o König, söu i d Löwegrube gworfe wärde.
8 O König, gib itze dr Erlass use u ungerschrib ne drmit er nid gänderet cha wärde, so wies ds unwiderruefleche Gsetz vo dr Meder u Perser wott."
9 Da het dr König Darius dr Erlass u ds Verbot ungerschribe.
10 Sobald Daniel het erfahre, dass dr Erlass ungerschribe worde isch, isch er i sis Huus gange. D Fänschter i sim Dachzimmer si richtig Jerusalem göffnet gsi. Dreimol am Dag het da sich anekniet, bäte un priest Gott, we er's vorher regelmässig do het.
11 Da hei d Manne inegstürmet u gseh, wi dr Daniel sini Bitte a si Gott richtet het und ihn um Gunst het afleit.
12 Drufhin hei si sech a dä Chönig gwandet und erinneret ne a das königliche Verbot: "Hesch nid es Verbot unterschribe, wonach jede wo innerhalb vo 30 Täg e Bitte a irgend e Gott oder Mönsche richtet usser a di, o König, i d Löwegrube sell gworfe wärde?" Der Kenig antwortet: "Die Sach steit nach em unwiderrueflichen Gesetz der Meder und Perser fescht."
13 Sofort hei si am König brichtet: "Daniel, der zu den Verschleppten aus Juda gehört, achtet weder di, o König, no das vo dir ungerschribnige Verbot, sondern betet drü Mal am Tag."
14 Dr König het sehr betroffe uf die Nachricht reagiert u het nachere Möglichkeit gsuecht, em Daniel z'befreie. Bis zum Sunneuntergang het er alles i Bewegig gsetzt, für ne z rette.
15 Schliesslech si d Männer gschlosse vor däm Kenig un sage zue nem: "Beachte, o König: Das Gesetz der Meder un Perser schreibt vor, dass keini Verbot odr Erlass des Kenig gänderet derf."
16 Auso het dr König dr Bfähl gä. Me het dr Daniel gholt u wirft ne i d Löwägrube. Dr Kenig het zum Daniel gseit: "Din Gott, dem du so unbirrt dienst, wird dich befreie."
17 Denn het me e Stei bracht u het ne uf d Öffnig vor Grube gleit. Dr Kenig het nä mit sym Siegelring u mitem Siegelring vo sire Edel versieglet, so das im Fall dr Daniels nüt het chönne gänderet wärde.
18 Nochane isch dr König i si Palast gange u het di ganz Nacht faschtet. Er het uf jeglichi Unterhaltig verzichtet u het nid chönne schlofe.
19 Schliesslech isch dr König bim erschte Morgeliecht ufgschtange u isch schnäu zur Löwägrub gloffe.
20 Won er sich dr Grube nööcher het, het er mit trurige Schtimm uf Daniel gruefe und het nen gfrogt: "O Daniel, Diener vom läbige Gott, het di Gott, däm du so unbirrt dientsch, vor de Löie chönne rette?"
21 Sofort het Daniel antwortet: "Der König läbt ewig! 22 Mi Gott het sine Engel gschickt u ds Muul vo de Löie verschlosse. Si hei mr nüt doh, denn i sine Ouge bi unschuldig gsi, und o dir, o König, hani kes Unrächt ta."
23 Dr Kenig isch iba glücklich un bfohle gsi, dr Daniel üs dr Grube uszhole. Dr Daniel isch völlig unverletzt worde üs dr Gruebe gholt worde, wel er uf si Gott vutrout het.
24 Uf Befähl vom König sy denn d Manne, wo Daniel aaklagt hei, gholt u samt ihrne Söhn u Froue i d Löwegrube gworfe. Si hei der Bode no nid erreicht, da sy d Löie scho über si här gfloge und hei aui ihri Chnoche zermumiert.
25 Nähr het der König Darius a alli Völker, Natione u Schpraachgruppe uf der ganze Ärde gschribe: "Euch Frieden soll überströme!
26 Ig erlah dr Befähl, dass i jedem Gebiet vo mim Königrich d Mönsche us Angst vorem Gott Danie söue zittere. Denn er isch dr lebändige Gott un na bliebt fir alliziit. Si Kenigrich wird nemol undergoh un sini Herrschaft bschtoht ewig.
27 Er rettet un befreit, er vollbringt Zeiche un Wunder im Himmel un uf dr Erde, denn er het dr Daniel üs d Klaue vu d Löie befreit.
28 U so isch es dr Daniel guet im Chönigrich vom Darius u im Königriich vom Cyrus, em Pererser gang