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Hiob 15 vo 42

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 15 vo 42

 

15 Eliphas, der Temaniter, erwideret:

 2 "Wird en Wiiser mit leere Argumänt antworte?

Wird är sy Buch mit Oschtwind fülle?

 3 Lediglech mit Wort zrächtwise bringt nüt.

Blosses Rede isch nutzlos.

 4 Du ungergröbsch nämlech d Gottesfurcht.

Jedes Interesse a Gott schwächsch.

 5 Wiu dis Vergah diktiert dir, was du seisch,

u du wählsch listigi wort.

 6 Dis eigete Muu verurteilt di – nid ig.

Dini eigete Lippe säge gäg di us.

 7 Bisch dr erst Mönsch wo je gebore worde isch?

Bisch vore hügel zur wäut cho?

 8 Ghörsch em vertrauliche Gspröch Gottes zue?

Hesch d Wiisheit für di pachtet?

 9 Was weisch du dass mir nid wüsse?

Was versteisch du dass mir nid verstöh?

10 Sowohl die Grauhaarige als ou die Betagte si under üs,

Männer wo viu euter si aus di Vater.

11 Sind Gottes Tröschtige nid gnue für di,

Wort, wo sanft gsproche wärde?

12 Warum lahnsch du di vo dim Härz furtrisse?

Werum funkle dini ouge vor zorn?

13 Gege Gott seuber richtisch din Ärger

u us dim eigete muu lahnsch so wort cho.

14 Was isch scho dr stärblich Mönsch dasser chönt dri si,

irgend e vore frau geborener daser chönt rächt si?

15 Gseh doch! Är het ke Vertraue i sine Heilige

und selbst dr Himmel isch nid dri i sine Auge.

16 Wi viu weniger, we öpper widerlech u verdorbe isch,

we öpper ungrächtigkeit trinkt wi wasser!

17 Ig wird di ungerrichte. Hör mer zue!

Ig wird verzeue was ig gseh ha,

18 was wiisi manne witer gää u nid verborge hei,

was si vo ihrne Vätere erfahre hei.

19 Ihne elei isch ds Land gä

u ke frömde het dür ihri mitti zogä.

20 E schlechte Mensch leidet all sini Täg Quale,

ja der Tyrann all die Jahr wo ihm bschide sind.

21 Erschreckendi Luute töned ihm i dä Ohrä.

Inere Zyt vom Friede wird er vo Plünderer überfalle.

22 Er glaubt ned, dass er de Finsternis entcho wird.

Uf ihn wartet ds Schwärt.

23 Uf der Suechi nach Nahrig irrt er umenand – wo isch si?

Är weiss nume z guet dass dr Tag vor Finsternis bevorsteit.

24 Eländ u Angscht erschrecke ne ständig.

Si überwältig ne wi ne Chönig wo zum Aagriff parat isch.

25 Denn er er erhebt drohend d Hand gäg Gott sälber

und versuecht, sech am Allmächtige z wiedersetze.

26 Stur secklet är gägen ihn a

mit sym dicke, starche schuud.

27 Si Gsicht isch fett

und a syne Hüft quillt der Späck füre.

28 Är läbt z Schtädt wo zerstört wärde,

z Hüüser wo keine wird wohne,

die zu Steihufe wärde.

29 Er wird nid riich u sis vermöge wird sech nid vermehre

no wird sech si Besitz über das Land usbreite.

30 Dr Finsternis wird er nid entcho.

E Flamme wird sin Zweig versenge.

Durch ä Atemschtoss üs Gottes Mul wird da umkumme.

31 Är sött nid vom Wäg abcho u uf Wertloses vertraue,

Denn was är im Tusch defür bechunnt, wird wertlos sy.

32 Das wird vor sim Tag gscheh

u sini Zwig wärde niemols deihe.

33 Er wird sini unreife Truube abschüttle wie ne Wystock.

Wie ne Olivebaum wird er sini Blüete abwerfe.

34 Wüu d Gmeinschaft vo de Gottlose isch unfruchtbar

u Füür wird d Zält vor Bestechig verzehre.

35 Unglück wird i ne zügt u Böses bringe se zur Wäut

un us ihrem Muetterleib chunnt Betrug füre.