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Hiob 21 vo 42

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 21 vo 42

 

21 Hiob erwideret:

2 "Hört guet zu was ig säge.

Ds wär scho e Troscht vo euch.

 3 Ertragt mi, solangi rede.

Hani de usgredt, chöit Der mi vrspotte.

 4 Richtet sech mini Klag öppe gäge e Mönsch?

Wenn das so wär würdi ja da nid d Geduld verlüre?

 5 Lueget mi doch ah! Starrt mi verwunderet ah

u tuet d Hand uf ds Muu lee!

 6 Über all ds nachedänke beunruhigt mi

u mi ganze Körper zitteret vor Angst.

 7 Werum bliibe d Böse am Läbe,

wärde aut u äuähabig?

 8 Si hei ihri Ching geng um sech

u bechöme ihri Nachkomme z gseh.

 9 Ihri Hüser si sicher, si si frei vo angst

un Gott bschtraft sie nit mit sinem Schtab.

10 Ihri Stier versage nid bir Befruchtig.

Ihri Chüe chläbe u hei keh Fählgeburt.

11 Ihri Chind seckle us wi ne Schofherde,

ihri Chliine springe ume.

12 Si singe, begleitet vo Tamburin u Harfe,

u freue sech bim Klang vor Flöte.

13 In Zfriedeheit verbringe sy ihri Täg

u stiige friedlech i ds Grab abe.

14 Doch zu däm wahre Gott säge si: 'Lönd üs in Rueh!

Mir wei vo dine Wäge nüt wüsse.

15 Wär isch dr Allmächtig dass mir ihm sötte diene?

Was hätte mir dervo ds kenne?'

16 Aber i weiss: Ihrä Wohlstand hei si nid säuber ir Hand.

Mir isch ds Dänke vo de Böse färn.

17 Wie oft wird d Lampe vo de Böse usglöscht?

Wie oft chunt unglück über sie?

Wie oft bringt Gott i sim Zorn Vernichtig über sie?

18 Wärde se jemals wi Stroh im Wind

und wie Spreu, wo e Sturm wägtreit?

19 Gott wird d Straf vomene Maa für si eigeti Söhn ufbhalte.

We Gotts doch nume ihm sälber würd zrügzahle, damit ärs merkt!

20 Mit eigete Ouge söll är sy Untergang gseh

un er selbscht söll der Zorn vom Allmächtige trinke.

21 Denn was kümmeret's ne, was nach ihm mit sim Huus gschieht,

we d zahl sini mönet verchürzt wird?

22 Cha öpper Gott Erkenntnis vermittle,

wo er doch sogar über d höchste urteilt?

23 Der eint stirbt, wener no voller chraft isch,

völlig unbekümmeret u sorgefrei,

24 we sini Hüft mit Fett polschteret sy

u är starchi Chnoche het.

25 Der andere stirbt tüüf bekümmeret,

ohni jemals guets gnosse z ha.

26 Zäme wärde si im Stoub lie

und beidi wärde vo made bedeckt.t

27 Ja! ig weis genau, was dir dänket,

u kenne d Plän, wo Der ushecket, um mir z schade.

28 Denn ihr seit: "Wo isch das Huus vom berüehmte Maa?

Wo isch das Zelt wo der bös gwohnt het?'

29 Heit dir nid Reisendi befragt?

Befasset Der Nech nid ighend mit ihrne Beobachtige,

30 nämmlech dass e schlächte mönsch am tag vom unglück verschont

u am Tag vom Zorn grettet wird?

31 Wär wird ne scho mit sym Läbenswandel konfrontiere?

Wär wird ihm heizahle, was er gmacht het?

32 We me ne zum Friedhof treit,

wird me a sym Grab Wach haute.

33 Das Erdriich vom Tals nimmt ne fründlech uf

und di ganzi Mönschheit folgt ihm,

wi's o scho unzählige vor ihm isch gangä.

34 Werum mir auso leerä trost spändä?

Eui Antworte sy nüt aus es Schwindel!"