Hiob 22 vo 42
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 22 vo 42
22 Eliphas, der Temaniter, erwideret:
2 "Chan a Maa für Gott vo Nutze sii?
Cha ihm öpper wo iisicht het nütze?
3 Kümmerets de Allmächtige dass recht bisch?
Isches für ne e Gwünn das de wäg vor Integrität geisch?
4 Wird är dich bestrafe
und vor gricht stelle für dini Ehrfurcht?
5 Oder isch de Grund defür nid vielmeh dini grossi Schlächtigkeit
u dass dini Vergehe kes Ändi näme?
6 Denn nimmsch dine Brüedere grundlos es Pfand ab,
entriesst d Lüt d Chleider und löh si nackt das.
7 Am müed gisch kes wasser z trinke
u em hungrige enthautisch ässe vor.
8 Em Mächtige ghört ds Land
u dr Begünschtigti bewohnts.
9 Doch du hesch Witwe mit leere Händ wägschickt
und vaterlose Chind d Arme zerschlage.
10 Drum bisch vo Fäll umgäh
u plötzlechi Schrecke versetze di i Angst.
11 Darum isches so dunkel dasde nüt gsehsch,
drum bedeckt di e wasserfluet.
12 Isch Gott nid ir Himmelshöchi?
Und gseh nume wi witt obe all d Sterne sy!
13 Doch du hesch gseit: 'Was weiss Gott scho?
Cha är öppe dür dichtes Dunku düre es Urteil rede?
14 Wulche schirme ne ab, sodass er nüt gseht,
wen er am Himmelsgwölbe umenandzieht.'
15 Wirsch de Pfadä früenerer Zyte folge,
uf denä schlächti Manne si gange,
16 Manne, wo vor ihrer Zyt wäggrisse si worde,
dere Fundament vonere Fluet wäggspüelt worde isch?
17 Si hei gseit zum wahre Gott: 'Lönd üs in Rueh!',
und: 'Was cha dr Allmächtig üs scho atue?'
18 Debi ischer's doch gsi, wo ihri Hüser mit guetem gfüllt het.
(Mir liege settigi böse Gedanke fern.)
19 Di Gerächte wärde das gseh und sech fröie
un di Unschuldige wäre sie vuschpotte un sage:
20 "Eusi Gegner sy vernichtet worde,
und was vo ihne übrig isch, wird es Füür uffrässe.'
21 Lehr Gott kenne u du hesch Friede.
De wird Guets uf di zuecho.
22 Nimm ds Gsetz aa, wo us sim Muu chunnt,
un bhaltet sini Wort in dinem Herz.
23 Wennd zum Allmächtige umchehrsch, wirsch widerhärgstellt.
Wennd Ungrächtigkeit us dim Zelt entfernsch,
24 wenn dys Golda i Staub rüersch
un ds Gold us Ophir i d Felschluechte,
25 denn wird de Allmächtigi zu dim Golda werde,
är wird zu dim erlesenschte Silber.
26 Denn wird de Allmächtigi d Quelle vo dinere Fröid si
un dü wirsch di Gsicht zue Gott erhebe.
27 Du wirsch zu ihm flehe u är wird di lose.
U dini Gelübde wirsch erfülle.
28 Was immer du beschlüssisch, es wird glinge,
u uf di Pfad wird Liecht schiine.
29 Denn wennd überheblich redsch wirsch demüetigt werde,
doch de Demüetige wird er rette.
30 Är wird di Unschuldige rette.
We dini Händ auso dri si, wirsch mit Sicherheit grettet."