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Jeremia 50 vo 52

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Jeremia 50 vo 52

 

50 Folgende Botschaft het der Prophet Jeremia vom Jehova über Babylon, über ds Land vo der Chaldäer gschtellt:

 2 "Machts unter den Völker bekannt und verkündet es. Stellt es Signal auf und verkündet es. Verheimlich nünt! Seit: 'Babylon ist ingenommen worden. Bel steht beschämt da. Merodach isch erschrocke. Sini Götzebilder sy beschämt worde. Sini widerleche Götze sy erschrocke.'

 3 Denn usem Norde isch es Volk gäge Babylon agrückt. Es macht ds Land zum ne Biud vom Grau, niemer wohnt drin. Mönsch u Tier hei d Flucht ergriffe. Si sy wäggange."

4 "In jene Tag und zu jedere Zyt", erklärt d Jehova, "wärde ds Volk Israel und ds Volk Juda gmeinsam cho. Wenend werde sie de Wäg goh und gmeinsam ihre Gott Jehova sueche.

5 Si wärde nach em Wäg nach Zion frage, ihre Blick dert häre grichtet, und säge: 'Chömed, mir schliesset üs Jehova ime ewige Bund ah, wo nid i Vergässeheit grate wird.‘

6 Us mim Volk isch e Herde verloorene Schaf worde. Ihri eigete Hirte sys i d'Irre gleitet. Si hei sy wäg uf d'Bärge gführt und so hei sy vo Bärg zu Hügel zoge. Si hei ihre Ruheort vergässe.

7 Vo aune wo si gfunge hei, sy si ufgfrässe worde und ihri Feind hei gseit: 'Mir sy nid schuldig, denn si hei gäge d'Jehova gsündigt, gäge d'Wohnort vor Gerechtigkeit und d'Hoffnig vo ihrne Vorfahre, Jehova.‘“

 8 "Flieht us der Mitte Babylons, zieht ewäg usem Land vor Chaldäer u syt wi d Leittier vo der Herde.

 9 Denn e Gmeinschaft grosse Völker us em Norde biete i gäge Babylon uf u bringe se häre. I Kampfformation wärde si sech gäge d Stadt ufsteue u dert wird si igno wärde. Di feindleche pfiil si wi dä vomne chrieger, wo d eltere vo ihrne ching beroubt, si chehre nid ohni erfolg zrü.

10 Chaldä wird zur Büte wärdä. Aui wos erbütä wärdä meh aus gnuäg überchömä", erklärt Jehova.

11 "Denn ihr heit öich di ganzi Zyt über gfreut u gjuble, wo ihr mis eigete Erb plünderet heit. Ja ihre heit unufhörlech gstampft wi ne jungi Chue ufem Gras u wi Hengscht gwehrt.

12 Euri Mueter steit beschämt da. Die euch gebore het isch enttüscht worde. Gseht! Si isch ds gringschte vo de Vouk, e wasserlose Wildnis und e Wüeschti.

13 Wege Zorn Jehovas wird sie nid bewohnt werde. sie wird völlig verlasse si. Wer a Babylon verbiiieht wird entsetzt hindere und wäg all ihrne Plage verächtlich pfiife.

14 Rückt in Kampfformation vo allne Siite geg Babylon, ihr alli wo ihr de Bög spenned. Schiesset uf si, spaart nid a Pfiile will gäge d Jehova het se gsündigt.

15 Brecht vo allne Siite i Kriegsgschrei gäge si uus. Si het sech ergäh. Ihri Süüle sy gfalle, ihri Muure niedergrisse worde wüu es isch d Rachi Jehovas. Rächt nech a ihre. Mached mit ihre genau das wo si gmacht het.

16 Löscht us Babylon alli uus, wo Samen säen und zur Erntezyt d Sichle füehre. Wäg em grausige Schwert wird jede zu sym eigene Volk zruggchehre,

jede wird i siis eigete Land flüge.

17 D Israelite sind usenand¬tribeni Schoof. Sie sind vo Löie zerstreut worde. Zersch het dr König vo Assyrie si verschlunge u när het dr König Nebukadnezar vo Babylon a ihre Chnoche gnagt.

18 Drum seit Jehova, dr Herr vu dr Heere, dr Gott Israels: 'Ich wird mit däm Kenig vu Babylon un sim Land genauso verfahre wie mitem Kenig vu Assyrie.

19 U Israel wird i zu sym Weideplatz zrügfüehre Es wird uf em Karmel u z Baschan wyde, u uf de Bärge Ephraims u Gilead wird s satt wärde.'"

20 "I denen Täg und zu jedere Zyt", erklärt d Jehova, "wird me nach de Schuld Israels sueche, aber es wird keni da si, und d Sünde Judas wird me nid finde, will i dene wo i überlah wirde."

21 "Uf zum Kampf gäge ds Land Merathhajim und gäg d Bewohner vo Pekod! Si söue niedergmetzlet u restlos vernichtet wärde", erklärt Jehova. "Due alles wo i dir befohle han.

22 Chriegslärm isch im Land z lose, e grossi Katastrophe.

23 Wi der Schmiedehammer der ganze Ärde doch zerschlage u zerbroche worde isch! Wi Babylon doch zumene Biud vom Grauen unger de Vöuker isch worde!

24 I ha der e Schlinge gleit und du bisch inegrate Babylon doch hesches nid gmerkt. Du bisch gfunde und gfange gno worde will di Jehova widersetzt hesch.

25 Jehova het sy Waffelager offe und är haut d Waffe vo sim Zorn füre. Denn für d Souveräne Herr, ja Jehova, dr Herr vo dr Heere, git es Arbeit im Land vo dr Chaldäer.

26 Rückt aus fernen Orten gegen sie vor. Öffnet ihri Speicher. Schüttet se uf wie Getreidehuufe. Vernichtet se räschtlos.aw Keine soll in ihre übrig bleiben.

27 Metzlet alli ihri junge Schtiere ane. Si sölled zum Schlachte aabzieh. Wehe ihne, denn ihre Tag isch cho, ihri Ziit dr Abrächnig!

28 Me ghört d Fliehende, die wo us em Land Babylon entchöme, um in Zion d Rache vo üsem Gottes Jehova z verchünde, d Rache für sy Tempel.

29 Rüeft Bogeschütze gäg Babylon zäme, alli wo de Böög spanne. Belagereds ringsum, lönd keini entcho. Gebed der, was se für ihres Tüend verdient. Mached mit ihr genau das, was sie gmacht het. Denn gege Jehova het sie arrogant ghandlet, gege de Heilige Israels.

30 Drum wärde ihri junge Manne uf ihre öffentleche Plätz gheie u a däm Tag wärde aui ihri Soldate umcho", erklärt d Jehova.

31 "I bi gäg di, du Ufsässige", erklärt de Souverän Herr, ja Jehova, dr Herr vo dr Heere, "wiä din Tag mues cho, die Zyt woni di zur Rächeschaft zieh.

32 Du Uufsässige, du wirsch stolpere u gheie, u niemer wird dir ufhälfe. U ig wirde dini Stedt in Brand stecke u ds Füür wird aus um di ume uffrässe."

33 Das seit d Jehova, dr Herr vo dr Heere: "D Völker Israel und Juda wärde unterdrückt und vo allne wo si gfange hei feschtghalte. Me weigeret sech, si gö la z la.

34 Doch ihr Rückchäufer isch starch. Jehova, dr Herr vo dr Heere, isch sy Name. Är wird ihre Rächtsfau ganz bestimmt füehre zum em Land Rueh z verschaffe und d Bewohner vo Babylon i Ufregig z versetze."

35 "Es Schwärt richtet sech gäge d Chaldäer" erklärt d Jehova, "gäge d Bewohner vo Babylon, gäge ihri füehrende Manne u gäg ihri Wys.

36 Es Schwärt richtet sech gäge die wo läär dahärrede und si wärde unvernünftig handle. Äs Schwärt richtet sech gäg ihri Chrieger und si wärde erschrecke.

37 Äs Schwärt richtet sech gäg ihri Ross u gäg ihri Kriegswäge u gäg die verschidene Volksgruppe i ihrer Mitti u si wärde Froue glych. E Schwert richtet sech gäg ihri Schätz und si wärde plünderet.

38 Vernichtig isch uf ihrne Gwässer und si wärde ustrochnet wärde. Wüus isch es Land vo de Götzebiuder und wäg ihrne furchträgende Visione handle se ständig wi wahnsinnig.

39 Drum wärde d'Wüschtentier bi de hüülende Tierhüüs, o d'Schtrooss wärde i ihrere Hüüser. Si wird nie wider bewohnt werde no es Wohnort si alli Generatione hindedure."

40 "Wie bi Sodom und Gomorra und de Nachbarstädt wo Gott het la untergah", erklärt d Jehova, "wird keiner dert wohne und kein Mensch wird sich dert aasiedle.

41 Gseht! E Volk chunnt usem Norde. E grosses Volk und grossi Könige wärde sech ufmache vo de entligschte Teil vo de Erde här.

42 Si kämpfe mit Bööög und Wurfspiess. Si sy grausig und wärde kei Erbarme ha. Ihr Lärm glicht däm tosende Meer, wenn si uf ihrne Ross herrsche. Gschlosse steue si sech i Kampfformation uf gäge di, Tochter Babylon.

43 Dä König vom Babylon het d Nochricht über si ghört und er loht d Händ sinke. Ihn packt s Graue, Schmerze wi binere Gebärende.

44 Gseht! Wie ne Löwe, wo us de undurchdring-leche Dickichte entlang vom Jordan fürechunnt, wird öpper di sichere Weidplätz überfalle, aber im ne Ougenblick wird i se dervo wägloufe la. Un i wirde d Userwählte drüber iisetze. Denn wer isch we i un wer wird mi usefordere? Wele Hirte ka vor ma beschtoh?

45 Drum ghört d Beschluss, wo d Jehova gäge Babylon gfasst het, und was er sech gäge ds Land vo de Chaldäer usdänkt het:D Chliine vo de Herde wärde mit Sicherheit weggschleppt wärde. Är wird ihre Wohnort irewäg verwüeschte.

46 Bim Lärm vo de Eroberig Babylon wird d Erde bebe und under de Völker wird Geschrei z ghöre sy."