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Jesaia 59 vo 66

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Jesaia 59 vo 66

 

59 Gseht nume! D Hand jehovas isch nid z churz zum rette,

no isch sy Ohre z schwärhörig zum lose.

 2 Nei, euri eigene Vergehe hei euch vo eurem Gott trännt.

Äiri Sinde hän dzue gfihrt, dass sa si Gsicht vor äich vubirgt,

u er wott nech nid ghöre.

 3 Wüu eui Handflächi sy mit Bluet beleckti

u euchi finger mit vergehe.

Euri Lippe lüge u öii Zunge murmlet Ungrächts.

 4 Niemer rüeft nach Gerechtigkeit,

niemer geit mit ehrleche Absichte vor Gricht.

Si vertraue uf Unwürklechs u gäbe unnütz Wort vo sich.

Unglück wird i ne zügt u Schädlechs bringe si zur Wäut.

 5 Si brüete Giftschlangeneier us

u webe es Spinennetz.

Wer ihri Eier isst, wird sterbe,

und us em zedrückte Ei schlüpft e Otter.

 6 Ihr Spinnenetz wird nid aus Chleidig diene,

no wärde si sech mit däm wo si chöi hersteue, bedecke.

Ihri Handlige sy schädlech,

Gwalttate sy i irne Händ.

 7 Si loufe für Schlächts tüe,

un sie schtürme los, um unschuldigs Bloet z vugisse.

Ihri Gedanke sy schädlechi Gedanke.

Undergang u Elend sy uf ihre Wäg.

 8 Dr Wäg vom Friede kenne se nid

und uf ihrne Spure gits ke Grechtigkeit.

Si mache ihre Pfadi chrumm,

und niemer wo se betrittet wird de Friede kenne.

 9 Darum isch ds Rächt wyt wäg vo üs

un d Grechtigkeit erreicht uns nit.

Mir hoffe ständig uf Liecht, doch da isch Finsternis,

uf Helligkeit, doch mir gö witer im Dunkle ume.

10 Wie Blinde tastet mir üs ar Wand entlang,

mir tippet umenand als hettemer keni Auge.

Mir stolperiere zmitzt am Tag wi ir Abedämmerig.

Unger de Starche sy mir wi Toti.

11 Ständig bröme mir alli wi bäre

u grure volle Trouer wie Taube.

Mir hoffe uf Gerechtigkeit, doch es git keni,

uf rettig, doch si isch wyt wäg vo üs.

12 Wüu üsi Uflehnige sy zahlriich vor dir.

Jedi üsere Sünde seit gäg üs uus.

Ja üsi uflehnige si bi üs.

Nume z guet kenne mir üsi Vergehe.

13 Mir hei gsündet u Jehova verlügnet.

Mir hei üsem Gott d Rue kehrt.

Mir hei vo Unterdrückig u Uflehnig gredt.

In uns sin Lege ziigt un vulognes Gemurmel kummt üs üs däm Herz.

14 Das Recht isch zrügdrängt worde

u d Grechtigkeit steit i dr Färn.

Wül d Wahrheit isch uf em öffentliche Platz i ds Stolper grate

u d ufrichtigkeit findet ke ilass.

15 D Wahrheit isch verschwunde,

u wär sech vo schlächtem abwändet, wird usplünderet.

Jehova het das gseh u es gfiel ihm nid,

denn's het kei Grechtigkeit gäh

16i Er het gseh, dass ke Mönsch da isch gsy,

es het ne gwunderet, dass niemer ischritt.

Drum het sy eigeti Arm für Rettun gsorgt

un sini eigeni Grechtigkeit schtützt nen.

17 Är het när Grächtigkeit a wine Panzerhemd

un hockt sich dr Helm dr Rettig uf e Chopf gsetzt.

Als Chleidig het är Rachegwänder aagleit

u het sech z Eifer wie ines Mantel ghüllt.

18 Är wird ne dr Lohn für ihri Tate zahle:

Zorn sy Gägner, Vergältig sy Fyde.

U dr Insle wird er das zru zahle, wo si verdiene.

19 Wo d Sunne untergeit wird me Furcht vorem Name Jehovas ha,

un wo d Sunne ufgoht, Angscht vor sinere Herrlichkeit,

denn er wird we ne Riissende Fluss herbroche,

d Geischt Jehovas herbt.

20 "Nach Zion wird der Rückchäufer cho,

zu de Nachkomme Jakobs wo sech vo Überträtig abwände", erklärt d Jehova.

21 "Was mi betrifft, dies ist mein Bund mit ihnen",i seit d Jehova. "My Geischt, der uf Dir isch, un mi Wort, wo i dir is Mul ha gleit – si wärde nid us dim Muul, usem Muu vo dine Chind oder us em Muu vu dinere Enkle entfernt wärde, vo etze a bis in Ewigkeit", seit d Jehova.