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Johannes 4 vo 21

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Johannes 4 vo 21

 

4 Der Herr isch erfahre, was d Pharisäer über ihn ghört hei, nämlech das Jesus me Mönsche zu Jüngere het gmacht u touft het aus Johannes –

2 wobi Jesus nid säuber touft het, sondern sini Jünger.

3 Drufhin het er Judäa verlüre u het wider uf Galiläa ufbracht.

4 Allerdings het är Samaria müesse dürquere.

5 So kummt er in e samaritischi Schtadt namens Sychar in dr Nöchi vum Feld, wo Jakob sinem Bue Josef ge het.

6 Dört het sech ou dr Jakobsbrunne befunge. A dene Brunne het sech Jesus gsetzt, wüu är vor Reis erschöpft isch gsy. Es isch um die 6. Stund gsi.

7 E Samariterin isch cho zum Wasser hole, u Jesus het si gflüchtet: "Gib mir bitte öppis ztrinke."

8 (Si jünger si id stadt ga zum esse choufe.)

9 D Samariterin het ne gfragt: "Wieso bittesch du als Jude mi, ä samaritischi Frou zum öppis trinke?" (D Jude hei nämlech ke Umgang mit de Samariter.)

10 Jesus antwortet: "We du gwüsst hättsch, worin Gottes Gschänk bestoht und wer zu dir seit: 'Gib mir bitte öbis ztrinke', de hättsch ne gfrogt und är heig dir läbigs Wasser gä.

11 "Herr, du hesch nid mau ä Eimer drbi", het si entgägä, "und dr Brunne isch tüüf. Woher hesch denn das läbige Wasser?

12 Üse Vorfahr Jakob het üs dä Brunne gä u scho mit sine Söhn u sim Vieh drus trunke. Bisch öppe grösser aus er?"

13 Jesus git zantwort: "Jede, wo das Wasser trinkt, wird wider durschtig.

14 Wär aber ds Wasser trinkt, wo ig ihm gibe, wird nie widr Durscht ha. Das Wasser wird i ihm zunere sprudlende Quelle wo ewigs Läbe git."

15 D Frou het zu ihm gseit: "Herr, gib mer das Wasser, damit i nümm dürschtig wirde und ou nid ständig mues härecho zum Wasser hole."

16 Er het si itz uf gforderet: "Gang u hol di Maa."

17 "Ich ha ke Maa", het d Frou gmeint, wo Jesus erwideret het: "Es stimmt wenn du seisch: 'I ha ke Maa.

18 Bisch zwar mit füf Männer verhürotet gsi, doch dr Maa mit dem wo du jetz zäme bisch, mit däm bisch nid verhüratet. Du hesch also d Wahrheit gseit."

19 "Herr, ig merke du bisch e Prophet", het d'Frou gseit.

20 "Üsi Vorfahre hei Gott uf däm Bärg hie abäte, aber ihr behouptet, dass me ne z Jerusalem muess aabätte."

21 Jesus het erwideret: "Gloub mir, Frou, d Zyt chunnt, do wird me der Vater weder uf däm Bärg no in Jerusalem abäte.

22 Ihr bätet a, was ihr nid kennet, mir aber bätte ah, was mir kenne. D Rettig fangt nämli mit de Jude a.

23 Doch d Zyt chunt – ja sie isch scho da – da wärde di wahre Aabätter dr Vater mit Geischt u Wahrheit abäte, wüu nach söttige Aabätter suecht dr Vater.

24 Gott isch e Geischt, u wo ne aabäte müesse ne mit Geischt u Wahrheit aabäte.

25 Druf het d Frau entgägä: "Ich weiss, dass der Messias kummt, der Christus gnennt wird. Wenn er kummt, wird er üs alles erchläre."

26 Da het Jesus gseit: "Du redsch grad mit ihm – i bi's.

27 I däm Momänt si sini Jünger iitroffe u hei sich gwunderet, das är mitere Frou redt. Natürlech het kene gfragt: "Was machsch du do?", oder: "Warum redsch du mit ire?" 28 D Frou het ihre Wasserchrug la schtah, isch i d Stadt gange u het de Lüt brichtet:

29 "Chunnt u luege öich der Maa aa, wo mir alles gseit het, was i doe ha. Ob das wohl dr Chrischtus isch?"

30 Drufhin si d Lüt us dr Stadt use cho u si zu ihm.

31 Inzwüsche hend d Jünger uf ihn ii: "Rabbi, iss doch öppis."

32 Er het entgägnet: "Ich ha e Nahrig wo ihr nüt wüssed."

33 Da hei d Jünger zunenand gseit: "Aber es het ihm doch niemer öppis z'esse bracht, oder?"

34 Jesus het ne erchlärt: "Mini Narig isch, dr Wille vu däm uszführe, der mi gschickt het, un si Werk z End z fihre.

35 Säget dir nid dass es no vier Monet bis zur Ernte sind? I degäge säge Nech: Gsehnd Nech d Fälder a, dass si riif sind für d Ernte. Scho itze

36 überchunnt dr Erntearbeiter sy Lohn u sammlet Frucht für ds ewige Läbe, sodass sech beidi chöi fröie – wo gsät het u dä erntet.

37 Hie trifft ds Sprichwort zue: Der eint sät u der ander erntet.

38 I ha nech usgsandt, damet ihr das ärnteet, wofür ihr euch nid abmüetet hei. Anderi hei sech abgmüet und ihr profitiert vo ihrere herte Arbeit."

39 Vi Samariter us dere Stadt hei a ne gloubt, wüu d'Frou bezügt het: "Er het mir aues gseit, was i gmacht ha."

40 Wo drum d Samariter zu ihm cho si, hei si ihm böötle, u är isch zwöi Tag dert bliebe.

41 Ds Ergäbnis isch gsy: Dür das, wo er gseit het, sy no vil me zum Gloube cho,

42 und si hei gseit zur Frou: "Mir gloube jitz nid nume wäg dim Bricht, denn mir heis säuber ghört u wüsse dass dä Maa würklech dr Retter vo dr Wäut isch."

43 Nach de zwe Tag het er witer uf Galiläa zoge.

44 Jesus het allerdings selber bezügt, dass e Prophet im eigene Heimatland nid geehrt wird.

45 Wo er etze in Galiläa aagange isch, hei ne d Lit wiu si z Jerusalem bim Fescht gsy un gsähne hei, was er dert alles doe het.

46 Är isch de wider uf Kana i Galiläa gange, won är Wasser z Wii vrwandlet het. E chynige Beamter z Kapernaum het e chranke Sohn gha.

47 Wo der Maa erfahre isch, dass Jesus vu Judäa uf Galiläa kumme isch, isch er zue nem hi gange un bittet nen, nach Kapernaum abzkumme un si Bue, der im Schtärbe gläge het, z heile.

48 Doch Jesus sait zue nem: "Wenn ihr nit Zeiche un Wunda sähn, wäre na nimi glaube."

49 "Herr, chum, bevor mys Chind stirbt!", het der königlichi Beamte gfleit.

50 Jesus erwideret: "Gang hei, di Bue läbt." Der Ma het däm gloubt, was Jesus gsait het, un isch wäg gange.

51 Er isch no unterwegs gsi wo ihm sini Sklave entgegecho hei und gseit si bueb läbt.

52 Da het er se gfragt, sit wenn genau's ihm besser isch, woruf si antwortet hei: "Gestern zur 7. Stund war das Fieber weg."

53 Em Vater isch jetzt bewusst worde, dass es genau i de Stund isch gsi, wo Jesus zu ihm gseit het: "Din Sohn läbt." Und so sind er und sini gsamti Huusgmeinschaft gläubig worde.

54 Das isch z zwöite Zeiche gsy, wo Jesus vollbracht het, won er us Judäa uf Galiläa isch cho.