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Lukas 12 vo 24

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Lukas 12 vo 24

 

12 Inzwüsche hei sech Tuusigi vo Mönsche versammlet, so viu dass si sech gägesitig uf d Füess treit hei. Do het da zerscht zue sinene Jinger gsait: "Nähme äich vor rem Surdeig vu d Pharisäer in Acht, so vor ihre Heuchelei.

2 Es isch jedoch nüt sorgfältig verbote, was nid offebar wird, und nüt gheim wo nid bekannt wird.

3 Drum wird das wo dir im dunkle säge im helle ghört wärde und was dir i privatröim flüsteret wird vo de dächer verchündet wärde.

4 Ou säg i Nech, mine Fründe: Hei ke Angscht vor dene wo zwar dr Körper umbringe, aber när nüt wyter chöi arichte.

5 I wirde euch aber säge, wem dir fürchte sollt: Fürchte dä, wo d Macht het, z umbringe und när id Ghenna z rüere. Ja, i säge Nech: Ihn sölled ihr fürchte.

6 Was zahlt me scho für füf spatze? Zwei Münze wo chuum öppis wärt si. Doch Gott vergisst kein einzige vo ihne.

7 Und sogar d Hoor uf öirem Chopf sy alli zäut. Hei ke Angscht: Dir sy meh wärt als e ganzi Spatzeschwarm.

8 I säg nech: Jede wo sech vor de Mönsch zu mir bekennt, zu däm wird sech o der Mönschensbueb vor de Engel Gottes bekenne.

9 Doch wer mi vor d Mensch verlügnet, der wird au vor d Engel Gottes verlügnet werde.

10 Un jeda, der ebis gege d Menschbue sait, däm wird vugäbe wäre. Wer aba gege d heilige Geischt läschtert, däm wird nit vugäbe wäre.

11 Wenn me euch vor öffentliche Versammlige, Regierigsbeamte u höchi Instanze bringt, denn machet euch ke Sorge drüber wi ihr euch verteidige oder was ihr säge söllet,

12 denn dr heilig Geischt wird äich i däm Momänt lehre was ihr sage sollt."

13 S het nen etze jemads üs dr Lit gsait: "Lehrer, sag minem Brueda, er soll des Erbe mit ma teile."

14 Är het erwiteret: "Mönsch, wär het mi zum Schlechter zwüsche Öich beide igsetzt?"

15 Dänn het er zu dene gseit: "Haltet d Ouge offe und hetet öich vor jedere Art vo Gier, wüu we öpper o no so vil het, sy Bsitz git ihm kes Läbe."

16 Derzue het er en Verglich bracht: "Ds Land vomene Riiche het gueti Erträg glieferet.

17 Da heter überleit: 'Ich weiss nid wo i mini ganz Ernte söu ungerbringe. Was machi jitz nume?'

18 Schliesslech beschlosse er: 'So machis: I riss mini Vorratshüser ab, boue grösseri, bringe mis ganze Getreide u aui mini Güeter dert häre

19 und säg mir "Du hesch so vil Guets agsammlet, dass es vieli Jahr langet. Lehn di zru, issä, trinkä u gnüss ds Läbä."

20 Doch Gott het zu ihm gseit: 'Du Unvernünftiger, no hüt Nacht wird me dis Läbe vo Dir fordere. Wer söll den alles becho wo du agsammlet hesch?'

21 So übergahts öpper wo Schätz für sich aasammlet, aber in Gottes Ouge nid riich isch."

22 Er drillt sich etze a sini Jinger: Drum sag i äich: Häre uf, äich iba äire Läbä Sorge z mache, so was ihr ässä sollt, odr iba äire Körper, so, was ihr azlegä sollt.

23 Ds Läbe isch nämmlech meh wärt aus ds Ässe und dr Körper isch meh wärt aus d Chleidig.

24 Denkt nume einisch a d Rabe: Si säe nid u ernte nid u hei weder Schöine no Vorratshuus. Trotzdem ernährt si. Siter nid viu meh wärt aus Vöu?

25 Wer vo öich cha dür das, dass är sech Sorge macht, sini Läbesduur o nume es chlises bitz verlängere?

26 Wedr auso scho sone Chliinigkeit nid zstand bringe, warum eu de über di andere Sache sorge mache?

27 Achtet eimal druuf, wie d Lilie wachse: Sie mühe sech nid ab und spinne ke Garn. Aber i säge nech: Nid mau Salomo in all sinere Pracht isch so schön kleidet gsi wi eini vo ihne.

28 We Gott scho d Pflanze uf e Fälder, wo hütt da sy und morn i es Ofe gworfe wärde, so chleidet, de wird er doch ersch rächt euch achleide! Hend Der so wenig Glaube?

29 Höret also uf euch sorge drüber z mache was dir ässe u was ihr söue trinke u höret uf vor ungwüsseheit agspannt zsi.

30 Denn auem loufe d Wäutvöu hingerhär, doch üche Vater wüsse, dass dir das aues bruchet.

31 Macht stattdesse immer sys Königreich zum Wichtigste i euem Läbe u dir wäret aues no drzuezbecho.

32 Häb ke Angscht, chlyni Härde, wüu üche Vater het's für guet befunde euch ds Chönigrich zgäh.

33 Verchouft öie Bsitz u gäbe dervo de Arme. Machet Nech Gäldbüteli, wo sech nid abnütze – e unerschöpfleche Schatz im Himmel, wo kes Dieb häre chunt und keni Motte öppis zerfrisst.

34 Denn wo üch Schatz isch, da wird o öiches Härz si.

35 Sit fertig azoge u parat, u löhet eui Lampe brenne.

36 Syt wi Mönsche wo druf warte das ihre Herr vo dr Hochzyt zrükehrt, damit si ihm wen er chunt u aklopft, sofort chöi öffne.

37 Glücklech si die Sklave wo dr Herr wachend vorfingt wenn er chunnt! I versichere euch: Är wird sech zum Bediene fertig mache, si am Tisch Platz löh la ne u de chöme und si bediene.

38 U wen er ir zwöite Wach chunt oder sogar ir dritte und gseht, das si parat si, wi glücklech chöi si sech de schätze!

39 Eis isch klar: We dr Huusbsitzer wüsst, we dr Dieb chunnt, de laht er ne nid bi sech iibräche.

40 Haute ou dir euch parat, wüu dr Mönschesohn chunnt zumene Ziitpunkt wo ihr nid für wahrschinlech haltet."

41 Drufhin het dr Petrus gfragt: "Herr, bringsch du dä Vergliich nume für üs oder für alli?"

42 Dr Herr het erwideret: "Wer isch in Wahrheit dr treue Vuwalter, der vuschtändig, däm si Herr d Vuantwortig fir sini Dienerschaft ibatrage wird, dmit er ne immer zur richtige Ziit ihr Mass a d Nahrig git?

43 Glücklech isch dere Sklave we si Herr chunt u gseht das er genau das duet!

44 I säge nech d Wahrheit: Si Herr wird ihm d Verantwortig für si ganz Bsitz übertrage.

45 Faus sech aber dä Sklave jemals söt säge: 'My Herr verspätet sech', u afo d Diener u Dienerinne z schlah, u faht a z ässe u trinke, ja sech z betrinke,

46 wird dr Herr vo däm Sklave a eim Tag kumme, wo er ne nid erwartet, un zue einere Schtund, woner nid kennt, un nen üsserscht hert bestrafe un nem si Platz under d Untreue zwisse.

47 Denn wird dä Sklave wo zwar verstande was si Herr het wölle, sich aber weder parat het no sin Uftrag erfüllt, vil Schläg übercho.

48 Degäge wos nid verstande het, aber eppis gmacht het für was er Schläg verdient wird wenig becho. Vo jedem wo viu gä isch wird viu verlangt wärde u wäm viu avertraut worde isch, vo däm wird me meh aus ds Übleche verlange.

49 Bi cho zum es Füür uf Erde z entfache, u was wünschi meh als dass es scho entzündet wär!

50 Aber da git's no e Toufi wo mir bevorsteit u wi sehr bini doch i Sorg bis si vollzoge isch.

51 Denket ihr i bi cho zum der Erde Friede bringe? Nei säg i öich, sondern zum trenne.

52 Denn vo jitz aa wärde füf imene Huus entzwyyt sy: Drü gäge zwöi und zwöi gäge drei.

53 Si wärde entzweit sy: Vater mit Sohn u Sohn mit Vater, Muetter mit Tochter und Tochter mit Muetter, Schwiegermuetter mit Schwiegertochter und Schwiegermuetter.“

54 Nähr het är sech o a d Mängi gwanne: "We dir im Weste e Wulche gsehsch ufstige, säget Der sofort: 'Es Unwätter zieht uf', und so chunnts.

55 Und we dr gsehsch das Südwind weht, säget Der 'Es git e Hitzwelle' und es trifft ii.

56 Ihr Hüüchler! Ds Usgseh vom Erde u Himmel wüsset Der izschätze – werum chöit Der de die bsundrigi Zyt nid ischätze?

57 Und warum chöit ihr nid säuber beurteile was grächt isch?

58 We zum Bispiu mit dim Prozessgägner zumene Vorsteher geisch, de du ungerwägs dis Möglechscht, di mit ihm z einige, dass är di nid vor de Richter schleppt und dr Richter di am Grichtsbeamte übergit und dr Grichtsbeamte di is Gfängnis wirft.

59 I säg dr: Du chunnsch dert uf ke Fall use bis dini letschti chliini Münze zahlt hesch."