Lukas 22 vo 24
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Lukas 22 vo 24
22 Nun isch ds Fescht vo dr ungsäuerte Brot gstande bevor, ds sogenannte Passah,
2 u d Oberpriester u d Schrift¬glehrte hei nachere Glägeheit gsuecht, Jesus gschickt loszwärde, wüu si fürchtete ds Volk.
3 Da isch dr Satan z Judas gange, gnennt dr Iskariot, wo zu dr Zwöuf zeuht het.
4 Judas isch zu de Oberpriester gange und de Houptlüt vo de Tempelwach und het mit ne bschproche win er ne chönnt verrate.
5 Sie fröit sech drüber und hei sech druf einiget, ihm silbergeld zgäh.
6 Er isch iiverstande gsi u het vo da a günschtige Glägeheit gsuecht, ihn a se z verrate, ohni dass e Mängi derbi isch gsi.
7 Es isch jetzt dr Tag vo dr ungsäuerte Brot cho, dr Tag wo das Passah het müesse gopferet wärde.
8 Jesus beuftrait het also de Petrus und Johannes: "Göh u parat für üs s Passahmahl vor.
9 Si hei ne gfragt: "Wo wotsch's vorbereitet ha?"
10 Er het antwortet: "We Der id Stadt chömet, wärdeder e Maa träffe, wo e Wasserchrug us Ton treit. Folget ihm is Huus, wo er inegoht.
11 Seit zum Huusbsitzer: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch ds Gastzimmer, wo ig mit mine Jünger ds Passahmahl cha iihneh?"'
12 Er wird nech de e grosse, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitet's dert vor."
13 Da hei si sech ufe Wäg gmacht u hei aus so vorgfunde wie ers gseit het u si hei d Vorbereitige für ds Passah troffe.
14 Wo d Stund cho isch, het sech Jesus mit de Aposchtel z Tisch gleit.
15 Er het zu nene gseit: "I ha mi sehr nächär gseh, das Passahmahl mit Öich iiznäh bevor i mues liide.
16 Denn i säg nech: I wird's nid wider ässe, bis es sech im Königrich Gottes erfüllt.
17 Un na nimmt ä Bächer entgäge, het ä Dankgebet un het gsait: "Nähme ne un länge nen unda äich zum andere witer.
18 Denn i säg nech: Vo jetz a wärdi nimme vom Erzügnis vom Wyschtock trinke, bis Gottes Königrich chunnt."
19 Des het da ä Brot gnu, het ä Dankgäbet, bricht des Brot un git's ne mit d Wort: "Es schteit fir mi Körper, der fir äich ge wird. De doet des immer wieda zue d Erinnerig a mi."
20 Genauso het er's nachem Znacht mit em Becher gmacht. Är het gseit: "De Bächer steit für dä nöiie Bund, wo dur mis Bluet i Chraft tritt, wo für Öich vergosse wird.
21 Doch see! Mi Verräter befindet sech mit mir am Tisch.
22 Der Menschesohn geit zwar sy Wäg, wi feschtgleit, aber wehe däm, der ne verrat!"
23 Da fange sie a mitenand z diskutiere wer vo ihne äuä so öppis wür mache.
24 Allerdings isch es unter ihne au zunere hitzige Usenander¬setzig drüber cho, wär vo ihne als dr Gröscht het gälte.
25 Är het jedoch zu nene gseit: "D König vo de Völker schpile sech als Herre uf, und die wo Macht über ds Volk hei wärde aus Wohltäter bezeichnet.
26 Ihr sollt aba nit so si, sundern wer unda äich dr Greschte isch, so soll we dr Jingschte wäre, un wer de Fihrig ibanimmt we ä Diena.
27 Wer isch denn gresser: der zum Tisch Liegände odr dr Bediene? Isch's nit der z Disch Legände? Ich dergäge bi unda äich we dr Bediene.
28 Doch dir sits, wo i mine Prüefige zu mir ghaute hei.
29 U i schlüsse mit öich e Bund, so wi mi Vater mit mir e Bund gschlosse het, für es Chönigrich
30 damit dir i mim Königrich a mim Tisch esset u trinket u uf Throne hocket für di zwöi Stämm Israels Rächt z rede.
31 Simon, Simon, lueg nume! Dr Satan het nach öich allne verlangt zum euch wie Weize düresiebe.
32 Aber i ha für di gfleit, dass din Gloube nid naeloht. Und du, bisch widr zruggkehrt, denn stärk dini Brüedere."
33 Druf het er gseit: "Herr, i bi parat, mit dir sowohl i ds Gfängnis als o i Tod zgah.
34 Doch Jesus het erwideret: "I säg dir, Petrus: E Hahn wird hütt nid chrähe, ehe du drü Mal abgstritte hesch, mi z kenne."
35 Är het itze gfragt: "Woni Öich ohni Gäldbüteli, Provianttäsche und Sandale useghängt, het Nech da irgendöppis gfählt?" "Nei!", hei si gantwortet.
36 Do het er se uf gforderet: "Aber jitz söll jede, wo e Gäldbüteli het, ne mitnäh und äbeso e Provianttäsche. Und wär ke Schwert het, söu si Obergwand verchoufe und sech eis choufe.
37 Denn i säge Nech, dass a miir mues wahr wärde, was i de Schrifte steit, nämlech: 'Er isch zu de Gsetzlose zeut worde.' Das erfüllt sech a mir.
38 "Herr, lueg mal! Hie si zwöi Schwerter!" hei si gseit woruf er gmeint het: "Das längt.
39 Er isch wägg u het sich wie gwöhnt ufe Wäg zum Ölberg, u d Jünger hei ihm gfolgt.
40 Dört aacho het er zu ihne gseit: "Bet witer, damit Der nid i Versuechig grote."
41 Är het sech öppe e Schteiwurf wit zoge vo ne zrü, het sech ane knüttet und het aagfange bätte:
42 "Vater, wenn de wosch, nimm dä Bächer vo mir wäg. Aber nid was i wott, sondern was de wosch, söll gscheh."
43 Da erschient ihm e Engel vom Himmel u het ihn gstärkt.t
44 Doch er litt solchi Quale, dass er umso flehlicher betet het, un sy Schwyzer isch wie Bluetstropfe, wo zur Erde gheied.
45 Won är sech vom Gbet erhob het, isch är zu de Jünger gange u het gseh, dass si sy ignickt gsi – vor Chummer erschöpft.
46 Er het si gfragt: "Warum schlafed Ihr? Schtöhnd uf u bätet wiiter, damit Ihr nid i Versuechig grote."
47 Während er no schwätzt, isch uf einisch ä Mänschmängi da gsy, agführt vu däm Maa namens Judas, eim vu dr Zwölf. Er isch uf Jesus zue gange, um nen mit nem Kuss z begrüesse.
48 Doch Jesus het ne gfragt: "Judas, verratisch du de Mönschensohn mit eme Chuss?"
49 Wo die wo bi ihm gstande hei, hei gseh was sech abahnet, hei si gfragt: "Herr, söue mer mitem Schwert zueschla?"
50 Eine vo ihne isch sogar ufe Sklaven vom Hohe Priester losgange u het ihm ds rächte Ohr ab gschlage.
51 Do het Jesus gruefe: "Hört uf!", het ds Ohr berüehrt u het der Sklaven gheilt.
52 Denn het Jesus d Oberpriester gfrogt, d Houptlüt vo de Tempelwach und di Älteschte wo sy cho sy: "Bini e Verbrächer wo Der mit Schwärter und Knüpple aagrückt sit?
53 Wo i jede Tag bi öich im Tempel bi gsi, sit ihr nid gäg mi vorgange. Aber das isch öiri Stund u d Macht vom Finsternis."
54 Denn hei si ne verhaftet, fihre ne ab u hei ne is Hus vom Hohe Priester bracht. Petrus isch aber in einige Entfernig hinterher glofe.
55 Zmittst im Hof het me es Füür azündet u der Petrus het sech dert zu de Lüt gsetzt.
56 Es Dienschtmeitli, wo ne im Schine vom Füür hocke het, het ne genau agluegt u gseit: "De Maa isch au mit ihm zäme gsi.
57 Doch är stritt's ab: "I kenne ne nid, Frou."
58 Kurz drufabe het ne öpper andersch gseh u het gmeint: "Du bisch au eine vo dene", wo dr Petrus widerspricht: "Nei, Mann, bini nid."
59 Noch öppe einere Stund het e angere felsefäscht behouptet: "Der Maa isch ganz sicher o mit ihm zämme gsy, denn er isch doch e Galiläer."
60 "Mensch! I weis nid, vo wo du redsch", het der Petrus erwideret, u augeblicklech, während er no redt het, het e Hahn kräht.
61 Do het sech dr Herr umädräit u het dr Petrus diräkt aagluegt, u dr Petrus erinneret sech a das Wort, wo dr Herr zu ihm gseit het: "Bevor hütt e Hahne kräht, wirsch mi drü Mal verlügne."
62 Er isch usegange und het bitterlich brüele.
63 D Männer wo Jesus bewachte hei, hei ne itz verspottet und schlüge ne.
64 Si hei sis Gsicht verhüllt u hei ne immer wider ufforderet: "Prophezeie! Wär het di ächt gschlage?"
65 u si werfe ihm no viu anderi Läschterige a Chopf.
66 Wo s Tag isch gsi, isch d'Versammlig vo de Ältischte vom Volk zämme – sowohl Oberpriester als au Schriftglehrti. Me fihrt nen in d Sanhetrin in d Sanhetrin un het verlangt:
67 "We du dr Chrischtus bisch, de sägs üs", uf was er entgägnet het: "Säubscht we i's Nech würd säge, Der würdet's uf ke Fall gloube.
68 U würd i Nech öppis frage, würdet Der nid antworte.
69 Doch de Menschesohn wird ab jetzt a de mächtige rächte Site Gottes Platz näh."
70 Druufhi hei si alli gfragt: "Bisch du denn dr Bue Gottes? Er git zantwort: "Ihr säubscht, dass i's bi.
71 Da hends erwideret: "Wozue bruche mer witeri Zügnussage? Mir hend's selber us sim Mul ghört."