Markus 14 vo 16
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Markus 14 vo 16
14 Es sy no zwöi Täg bis zum Passaha u zum Fescht der ungsäuerte Brot gsy. D Oberpriester und d Schrift¬glehrte hei nach ere Glägeheit gsuecht, Jesus dür ne Lischt feschtznäh u töte,
2 denn sie hei gseit: "Nöd bim Fest. es chönt underem Volk vilicht z Unrueh cho."
3 Wo Jesus in Betanie isch gsi un im Hus vom Simon, em Ussätzige, isch e Frau kumme, wo es Alabastergfäss mit ächtem, sehr tüürem duftende Nardöl debii gha het. Si het ds Gfäss uf brocht und het agfange, ihm ds Öl übere Chopf z'güsse.
4 Da hei einigi ärgerlech zoenang gseit "Wieso isch das duftende Öl verschwendet worde?
5 Mi hätt das duftendi Öl für meh aus 300 Denar verchoufe u ds Geld de Arme chöne gä." Si hei sech sehr über d'Frou ergregt.
6 Doch Jesus het gseit: "Löt se i rueh! Mache Der doch ds Läbe nid schwär! Si het öppis Guets für mi ta.
7 Di Arme heit dir ja immer bi öich, u dir chöit ne guets tue we immer dir wei, aber mi wärde ihr nid immer ha.
8 Si het do, was si het chönne, u het für mis Begräbnis scho im Vorus duftends Öl über mi Körper gosse.
9 I versichere euch: Wo immer uf dr ganze Wäut di gueti Botschaft bekannt wird, da wird me o das, wo di Frou do het, zur Erinnerig a se verzeue."
10 Judas Iskariot, eina vo dr Zwöuf, isch drno zu d Oberpriester gange zum ne verrate.
11 Wo si das ghört hei, fröie si sech und versproche, ihm Silbergäld z gäh. Da het er nachere Glägeheit agfange sueche ne z verrate.
12 Am erschte Tag vor ungsäuerte Brot, wo me, wi's Bruch isch gsy, ds Passahier opferet het, hei sech d Jünger bi Jesus erkundiget: "Wo söue mer ga zum ds Passahmau für di vorbereite?"
13 Da het er zwei vo sine Jünger mit em Uftrag los schickt: "Göh id Stadt, und ihr werdet en Maa träffe, wo en Wasserchrug us Ton treit. Folget ihm,q
14 u sobaud er nöime inegoht, seit zum Huusherr: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch das Gastzimmer, wo ich mit mine Jünger cha s Passahmahl iihneh?"'
15 Er wird nech de e grosse, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitet's dert für is vor."
16 Da si d Jünger weg, si id Stadt cho u hei aus so vorgfunde win ers gseit het u si hei d Vorbereitige für ds Passah troffe.
17 Nochdem s Abe wore isch, isch Jesus mit de Zwölf kumme.
18 Un während sie am Disch lege un ässä, het Jesus gsait: Eina vu äich wird mi vurote, eina, der mit ma isst.
19 Betroffe het ne eine nachem andere gfragt: "Ich bin's aber nid, oder?"
20 Er het erwiteret: "Es isch eine vo de Zwölf – dere, wo sini Hand mit mir i d Schüssle täucht.
21 Wiu dr Mönschensohn geit wäg, so wi's i de Schrifte über ihn steit, aber wehe däm, wo dä Menschesohn verrat! Für de mensche wärs besser er wär nie gebore worde."
22 Un während sie witer sin, nimmt da ä Brot, sait ä Gebet, bricht des Brot un git's ne mit d Wort: "Nähme, s schtoht fir mi Körpera."
23 O het är e Bächer gno, het es Dankgäbet, het ne wyter gäh und alli trunke drus.
24 Är het zu nene gseit: "Das steit für mys 'Bluet des Bundes', wo für vili vergosse wird.
25 I versichere Nech: Vo jitz a werdi uf ke Fall me vom Erzügnis vom Wyschtock trinke bis zu däm Tag, wo ig z Gottes Königrich nöie Wy trinke."
26 Nach Lobgsäng sy si schliesslech use zum Ölberg.
27 Jesus het etze zue nene gsait: "Ihr wäre alli ins Stolpere kumme, denn in d Schrifte steit: 'Ich wird d Hirte agriffe un d Schof werde usenandlaufe.
28 Aber nachdem i uferweckt worde bi, wird i Nech nach Galiläa vorausga."
29 Doch Petrus entgägnet: "Säubscht we aui angere i Stolperä chöme – ig nid."
30 Do het Jesus zu ihm gseit: "I versichere dir: Hütt, ja no i dere Nacht, bevor e Hahne zwöi mau kräht, wirsch mi drü mau verlügne."
31 Doch Petrus betüürt: "Und wenn i mit dir muess stärbe, i wirde di niemaus verlügne." S gliiche hei aui angere gseit.
32 Sie kumme etze zue einarä Schtell, de Gethsemane heisst, un Jesus sait zue sinene Jinger: "Blibt do hocke, solang i bäte."
33 Petrus, Jakobus und Johannes het er mitgnoh. Uf einisch isch är tüüf bekümmeret gsi u ne überfit e starchi inneri Unrueh.
34 Är het zu nene gseit: "I bi z'Tod betrüebt. Wartet hie u blibt wachsam!"
35 Er isch es paar Schritt wyter gange, het sech a Bode gwürzt und het drum bätet, das ihm die schwer Stund we müglech erspart blibe isch.
36 Un är het gsait: "Abba, Vater, dir isch alles möglech. Nimm däne Bächer vo mir wäg. Mou nid, was i wott, sondern was de wotsch."
37 Wo er zrugg isch, het er gseh, si hei gschlofe. Do het er zum Petrus gseit: "Simon, schlofsch du? Hesch nid d Chraft gha, e einzigi Stund wach z blybe?
38 Blibet wachsam u hört nid ufzbätte damit ihr nid i Versuechig chömmet. Dr Geischt isch zwar vou Eifer, aber dr Körper isch schwach.
39 Druuf isch er wider wäggange u het no einisch s'gliche betet.
40 Wo er zru cho isch, hei d Jünger wider gschlafe. D Auge si ne zuegfalle gsi, und si hei nid gwüsst, was si ihm sötte erwidere.
41 Won er zum dritte mal isch zue nene cho, het er gseit: "Wie chöit Der nume zu sonere Zyt schlofe und Nech usrüebe! Aber gnue dermit. D Stund isch cho! Der Menschensohn wird iz Sünder usgliferet.
42 Staht uf, lönd eus go! Gseht nume! Mi Verräter isch scho ganz nah."
43 I dem Moment, won er no gredet het, isch Judas, eine vo de Zwölf cho, wo mit em ne Trupp Manne und Chnüppel bewaffnet sy. D Oberpriester, Schrift¬glehrte und Ältiste hends gschickt.
44 Sy Verräter het mit ne es Zeiche vereinbaret gha: "Es isch dä woni küsse. Den nimmt fescht u füehrt ne under Bewachig ab."
45 Är isch diräkt uf ne zue gange, isch nöcher cho, het gsait: Rabbi!, u het ne sanft küsset.
46 Da hei ne d Manne packt u ne fescht gno.
47 Doch eine wo derby isch, isch sy Schwärt gange u het am Sklave vom Hohe Priester ds Ohr ab gschlage.
48 Drufhin het Jesus zue nene gsait: "Bin ich e Verbrächer, dass ihr mit Schwerter und Knüppel chömed, zum mi feschtznäh?
49 Bi jede Tag bi öich im Tempel gsi u ha glehrt, doch da hei ihr mi nid verhaftet. Aber es isch so cho, damit sech das erfüllt, was i de Schrifte steit."
50 Denn lönd ne alli im Stich lah u floh.
51 nume e junge Maa het ihm i einiger Entfernig gfolgt. Er het lediglich e Gwand us feinem Leib treit, u wo me ne het welle packe,
52 riss er sech los u floh ohni sis gwand.
53 Jesus isch etze zum Hohe Prieschter bracht worde und alli Oberpriester und d Älteschte und Schrift¬glehrte hei sech versammlet.
54 Petrus folgt ihm in sicherem Abstand bis i d Hof vom Hohe Priester, het sich zu de Husdiener gsetzt und wärmt sich am Füür.d
55 D Oberpriester und der ganz Sanhedrin hei nun nach Züüg gsuecht wo gäge Jesus würde ussäge, damit me ne chönnt umbringe – doch vergäbt.
56 Es hei zwar viu fauschi Züg gäge ihn gseit, aber ihri Ussage hei nid überi gstumme.
57 O einigi fauschi Züg ufgstande und behauptet:
58 "Wir hei ghört, wien er gseit het: 'I wird dä mit Händ erboute Tempel abriisse und i drü Täg e andere boue, wo nid mit Händ gmacht isch.'
59 Aber o i däm Punkt widerspräche sech ihri Ussage.
60 Schliesslich erhobt sich dr Hohe Priester i ihrer Mitti un het Jesus gfrogt: "Hesch kei Antwort vorzbringe? Was sage die Manne do gege di üs?"
61 Doch er het kei einzigi Antwort ge, sundern schwieg. Do het nen dr Hohe Prieschter vu Neuem gfrogt un het welle wüsse: "Bisch dü dr Chrischtus, dr Bue vum Hechschte?"
62 Jesus git zantwort: "Das bi ich. Un ihr den d Menschebue an dr rechte Site dr Macht hocke un mit d Wolke vum Himmel kumme seh."
63 Druf dr Hohe Priester sini Gwänder zerrissä u het grüefe: "Wozue bruche mr no Züge?
64 Ihr heit d Gottesläschterig ghört. Wie lutet öichen Urteil?" Alli hei urteilt, är seig schuldig u heig dr Tod verdient.
65 Einigi fange a, ne azpöcke, sys Gsicht verhüllet, ne mit Füschte gschlage u gschpottet: "Prophezeie!" Un d Grichtsdiener nähme nen un schlen nem ins Gsicht.
66 Während Petrus jitz unde im Hof isch gsy, isch es Dienschtmäitli vom Hohe Priester cho.
67 Wo si gseh het, wi dr Petrus sech wärmä, het si ne grad a blickt u het gsait: "Bisch doch o mit däm Nazareener gsi, däm Jesus, zäme.
68 Doch er stritt's ab: "I kenne ne nid u weiss o nid, wovu du schwätzeisch." Damit isch er usegange zum Iigang.
69 Wo ne das Dienschtmeitli dert het gseh, het si wider zu de Umschtehend gseit: "Das isch eine vo dene.
70 Wider stritt ers ab. Doch churz drufabe föge o d Umschtehende a: "Du bisch bestimmt eine vo dene. Du bisch schliesslich e Galiläer."
71 Doch er isch e Fluech uusgschtande un schwor: "I kenne den Maa nit, vu däm ihr schwätze."
72 Im glyche Momänt het e Hahn zum zwöite Mau kräht, u dr Petrus erinneret sech a das, wo Jesus zu ihm gseit het: "Vor ä Hahn zwöi mau kräht, wirsch mi drü mau verlügne.t Do het er zämme u fangt a wyle