Matthäus 12 vo 28
- von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Matthäus 12 vo 28
12 Damol isch Jesus amene Sabbat dür d Getreidefelder gange. Sini Jinger hei Hunger übercho u fange a, Ähre abzrisse und d Körner z ässe.
2 Wo d Pharisäer das gsähne hei, hei si zu Jesus gsait: "Sieh dir das a! Dini Jünger tüend öppis, wo am Sabbat verbote isch."
3 Er het si gfragt: "Heit der nid gläse, was David gmacht het woner u sini Männer Hunger hei gha?
4 We er is Huus Gottes isch gange u we si di darbroche Brot gesse hei, obwohl er u sini Männer das nid hei dörfe, sondern nume d Priester?
5 Oder heider nid im Gsetz gläse das d Priester im Tempel nid dr Sabbat hebe und trotzdäm unschuldig bliebe?
6 Doch i sag äich: Hie isch öpper wo grösser isch als dr Tempel.
7 We Der aber verstande hättet, was das bedütet: 'I wott Barmherzigkeit und nid Opfer', de hättet Der kei Unschuldige verurteilt.
8 Denn der Menschsohn isch Herr über de Sabbat."
9 Nacher isch Jesus witer gange. Er isch ine Synagoge cho
10i u het dert e Maa mitere verkümmerte Hand gseh. Da hei ne es paar Lüt gfragt: "Isches erloubt am Sabbat z heile?" Si hei ne nämlech wöue aaklage.
11 Är het zue nene gsait: "Agno, är heigi es Schöfli u es gheit am Sabbat ine Grube. Wär vo öich wirds de nid packe u usezieh?
12 Wi vil wärtvoller isch doch e Mönsch als e Schaf! Auso isch es erloubt am Sabbat öppis Guets z tüe."
13 Denn het er zu dem Maa gseit: "Streck dini Hand us!", woruuf er se usgstreckt het u si widerhär ¬gstellt worde isch – so gsund wi di anderi Hand.
14 Doch d Pharisäer si use und hei Plän gschmiedet für ne z umbringe.
15 Wo Jesus das mitbecho isch, het er witerzoge. Vieli hei ihm gfolgt und är het sie alli gheilt,
16 befehl ihne aber usdrücklich, anderne nüt vo ihm mitzteile,
17 damit sich erfillt het, was durch d Prophete Jesaja akündigt worde isch:
18 "Gseht! Mi Diener woni usgwählt ha, mi gliebte Diener woni gfalle ha! I wirde mi Geischt uf ne legge, u är wird de Vöuker z Rächt erchläre.
19 Är wird weder striite no luut rüefe. Uf de Houptstrosse wird me sini Stimm nid ghöre.
20 Es gknickts Schiilfrohr wird er nid zerbräche und e glimmende Docht wird er nid uslösche bis er em Rächt zum Sieg verhilft.
21 Ja, uf si Name wärde d Völker ihri Hoffnig setze."
22 Damau het me ä blinde u stumme Maa zu ihm bracht, wo vomene Dämon bsesse isch gsy. Nachdäm er ne gheilt het, het der Stumme chönne rede u gseh.
23 Alli Lüt hei nume so stuunet u hei sech gfragt: "Öb das äch dr Sohn Davids isch?"
24 Wo d Pharisäer das hei ghört, hei si gseit: "Dä cha di Dämonä doch nume dür Beelzebueb, de Herrscher vo de Dämonä ustrybe.
25 Aber Jesus het gwüsst, was si dänkt hei, u het gsait: "Jedes Rich, wo i sech gspalte isch, geit under, u jedi Stadt oder jedi Familie wo i sech gspalte isch wird ke Bestand ha.
26 So isches o we dr Satan dr Satan ustribet. Er isch denn i sich selber gspalte. Wie söll da siis Riich bestoh? 27 U übrigens: Weni di Dämone mithilf vo Beelzebueb usstrybe, wi tribe öiri Söhn se de us? Si wärde also öiri Richter sy.
28 Wenn i di Dämonen aber dür Gottes Geischt ustrib, denn isch Gottes Königrich scho cho, ohni das drs gmerkt heit.
29 Oder: Wie cha öpper i ds Huus vomene starche Maa ibräche und s uusrube, ohni ne vorher z fessle? Ersch denn cha er ds Huus usruume.
30 Wär nid für mi isch, isch gägä mi u wär nid mit mir isammlet dr zerstreut.
31 Wäg däm sag i äich: Jedi Art vu Sinde un Läschterig wird d Mensche vuge, aba wer gege d Geischt läschtert, däm wird nit vuge.
32 We z.b öpper öppis gäge mönschensohn seit de wird ihm vergäh wärde. Wär aber gäge ds heilige Geischt redt, däm wird nid vrgäh – weder i däm Wältsystem no im kommende.
33 E Baum wird nach sine Frücht beurteilt. Entweder dir sorge drfür, dass dr Baum guet wird und gueti Frücht treit, oder dir löh d Boum schlächt wärde und schlächti Frücht trage.
34 Ihr Otternbrut! We söll o öppis Guets us öirem Mul cho, we Der so schlächt sin? Denn wovon des Härz voll isch, dervo redt dr Mul.
35 Der gueti Mensch holt Guets us sim guete Schatz füre. Doch der schlächti Mönsch holt schlächt us sim schlächtä Schatz füre.
36 I säg Nech: Am Grichtstag wärde sech d Mönsche für jedi nutzlosi Üsserig müesse verantworte.
37 Denn ufgrund vo dinere Wort wirsch für grächt erklärt und ufgrund vo dinere Wort wirsch verurteilt."
38 Drufhin hei einigi vo de Schrift¬glehrte und Pharisäer verlangt: "Lehrer, mir wei es Zeiche vo dir gseh."
39 Är het erwideret: "E bös, untreui Generation verlangt immer wider es Zeiche, doch si wird kes becho – nume ds Zeiche vom Prophet Jona.
40 So we dr Jona dräi Däg un dräi Nächt im Buch vum riesige Fisch gsi isch, so wird dr Menschebue dräi Däg un dräi Nächt im Herze dr Erde si.
41 Iiwohner vo Ninive wärde mit dere Generation im Gricht ufstah und si verurteile, denn si beruete uf das hi, was Jona predigt het. Aber gseht! Hie isch öper wo bedütender isch aus de Jona
42 D Königin vom Süde wird mit dere Generation im Gricht ufstoh u se verurteile, denn si isch vom End vo dr Erde cho, um d Wisheit Salomos z lose.m Aber gseht! Hie isch öper wo bedütender isch aus Salomo.
43 We e böse Geischt usemene Mönsch uszieht, irrt er uf dr Suechi nach me Ruheplatz i verlassene Gägände ume, findet aber keine.
44 Schliesslech seit är sech: 'I ga i mis Huus zrügg wo ig usgzoge bi.Und bi syre Akunft findet er ds Huus unbewohnt vor, aber suber gfägt u schön härgrichtet.
45 Är nimmt de sibe angeri Geischter mit, wo no bösartiger si aus er säuber, und si zieh ih und blibe. Dä mönsch isch am ändi schlimmer dra als vorher. So wird's o dere böse Generation ergaa."
46 Während er no zum Mängi schwätzt, sin uf einisch sini Muetter gschtande un sini Brüder drusse un hän nen welle schwätze.
47 Jemads het zue nem gsait: "Dert dusse sin dini Muetter un dini Brüeder. Sie wänd mit dir schwätze."
48 Wo Reaktion drufabe het Jesus ne gfragt: Wer isch mini Mueter, u wär si mini Brüedere?
49 Är zeigt uf syni Jünger u het gseit: "Das hie sy mini Mueter u mini Brüedere!
50 Denn wer das tuet, was mi Vater im Himmel wett, der isch mi Brüeder, mini Schwöschter u mini Mueter."