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Prediger 3 vo 12

von rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 3 vo 12

 

3 Für alles git's es Ziit, e Ziit für jedes Gschehe under em Himmel:

 2 ei Zyt für d Geburt und ei Zyt für ds Stärbe, e Zyt zum Pflanze und e Zyt, Pflanze uszrisse,

 3 ei Ziit zum Töte un ei Ziit zum Heile, es Ziit zum Niederriisse un ei Ziit zum Ufboue,

 4 ei Ziit zum gränne u ei Zyt zum Lache, es Zyt zum Truure u e Zyt zum Tanze,

 5 ei Zyt zum Steiwärfe und es Zyt zum Stei sammle, e Zyt zum Umarme und e Zyt ds Umarme la z sy,

 6 ei Zyt zum sueche u ei Zyt, öppis aus verlore ufzgää, es Zyt zum Ufbewahre und es Zyt zum Wegwärfe,

 7 es Zytli zum Zerreisse und es Zyt zum Zäme löie, es Zyt zum Schweige und e Zyt zum rede,

 8 ei Ziit zum Liebe u e Ziit zum Hasse, es Zyt für Chrieg u e Zyt für Friede.

9 Was het dr Arbeiter vo au sine Müeh?

10 Ig ha d Beschäftigung gseh, wo Gott de Mönsche gä het, um si beschäftigt z haute.

11 Alles het er schön gmacht zur passende Zyt. Er het ne sogar d Ewigkeit i ds Härz gleit, doch ds Werk, wo dr wahri Gott vo Afang bis End vollbracht het, wärde d Mönsche nie ergründet.

12 I bi zu däm schluss cho dases nüt bessers für si git aus sech z'freue und ihres läbe lang guets z'tüe,

13 und o, dass jede isst u trinkt u Freud erlebt für all sini herti Arbet. S isch es Gschänk vu Gott.

14 I ha erkennt das alles wo dä wahri Gott macht für immer blibt. Nüt cha hinzuefüege u nüt weggnoh wärde. So het`s dr wahri Gott gmacht, damit d Mensche Ehrfurcht vor ihm hei.

15 Was immer gschieht isch scho gscheh, u was söu cho, isch scho gsy, doch dr wahri Gott isch uf der Suechi nachem Erstritte.

16 O das hani unter dr Sunne gseh: Wo Rächt söt gschproche wärde, herrscht Schlächtigkeit. Wo Grechtigkeit sött si, herrscht Schlächtigkeit.

17 Also i ha mir dacht: Der wahri Gott wird sowohl iba de Grechte als o de Böse urteile, denn es git es Zit für jedes Gschehe und jedes Vorgehe.

18 O dachte i mir: Der wahri Gott stellt d Mensche uf d Prob u macht ne klar, dass si sech nid vo Tier ungerscheide,

19 als we`s d Mensch gregt, goht`s au d Tier: Beide nähmä des End. We dr eint schtirbt, so schtirbt dr andre, un sie hän alli iba d Geischt. Dr mönsch isch de Tier somit nid überlege, denn alles isch sinnlos.

20 Alli göh a den glich Ort. Si chöme alli usem Staub u tüe alli zum Stoub zrügg.

21 Wer weiss scho, ob dr Geischt vum Mensch nohch obe schtiegt odr ob dr Geischt dr Tier zue d Erde sinkt?

22 Und i ha gseh dases nüt bessers fürne Mönsch git als sech a sire Arbeit zfreue, wüu das sini Belohnig isch. Denn wer cha s ihm ermögliche, z seh, was nach ihm gscheh wird?