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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 9 vo 12

 

 

Prediger 9 vo 12

 

9 So ha i ma des alles zue Herze gnumme un kummt zum Schluss, dass de Grechte un de Weise samt ihre Werke in dr Hand vum wahre Gottes sin. Di Mönsche wüsse nüt vor Liebi und em Hass us dr Zyt vor ihne.

2 Aune ergaats genau gliich – de Grächte wi de Böse, de Guete u de Rine wi de Unreine, de Opferende wi de Nichtopfernde. Dr Guete isch so wi dr Sünder u dr eint Eid schwört isch so wi dä wo mit em Schwöre vorsichtig isch.

3 Ds Deprimierende a däm, wo unger der Sunne gschickt isch: Da aui ds glyche Änd näme, isch ds Härz vo de Mönsche vou schlechtem, u Wahnsinn steckt i ihrem Härze i ihrem Läbe lang, u de stärbe sib!

4 Für jede unger de läbige gits Hoffnig wüu e lebende Hung besser dran isch aus e tote Löwe.

5 Wüu di Läbände wüsse das si stärbe, aber di Tote wüsse gar nüt, o bechöme si ke Belohnig me, wüu jedi Erinnerig ah se i Vergässäheit isch grote.

6 O ihri Liebi u ihres Hass u iri Iifersuecht si längscht erlosche u si hei a nüt me teil, wo unger dr Sunne tah wird.

7 Gang u iss dys Ässe mit Fröid u trink dine Wy mit frohem Härze, denn dr wahri Gott het scho a dim Tue Gfalle gfunde.

8 Dini Chleider söue immer wüsse si und versuumes nid Öl uf di Chopf z'tüe.

9 Gnüss des Läbe mit dinere gliebte Frou alli Däg vum sinnlose Läbe, wo Gott dir ge het unda dr Sunne, alli dini sinnlose Däg. Denn des isch di Los im Läbä un dr Lohn fir di herti Arbet, mit däm dü di unda d Sunne abmachsch.

10 Alles, was de chasch mache, das due mit dinere ganze Chraft, denn es git weder Tüend no Plane no Wüsseheit im Grab, dert woane du gasch.

11 No öppis hani unter dr Sunne gseh: dass nid immer d Schnelle ds Renne gwünne no d Starche d Schlacht no dass d Wise immer z ässe hei no d Kluge immer Rychtum no die mit viu Wüsse immer Erfolg de Zyt und unerwarteti Ereignis träffe si alli.

12 Denn dr Mönsch kennt sini Zyt nid. Wi Fisch im ne gruusige Netz gfange wärde u Vögu i ei Fall grate, so wärde d Mönsche ire Zyt vom Unglück gfange, we's plötzlech über sie chunnt.

13 O das hani unter dr Sunne zum Thema Wisheit beobachtet u es het Idruck uf mi gmacht:

14 Da isch e chlini Schtadt gsi mit wenig Manne drin, und es het e mächtige König gege si vor grüert, het si umzinglet und het grossi Belagerigsalage baut.

15 Dört hets o ä arme gä, aber wyse Maa, wo dür sini Wisheit d Schtadt het rettet. Doch niemer bhaltet dä armi Maa in Erinnerig.

16 Da hani mir gseit "Wisheit isch besser als Macht, aber d Wisheit vomene Arme wird verachtet und uf sini Wort ghört me nid."

17 Besser, me ghört uf di ruhige Wort vom Wiise aus uf ds Gschrei vomene Herrscher, wo unger Unvernünftige regiert.

18 Wiisheit isch besser aus Chriegswaffe, aber nume e einzige Sünder cha viu Guets zerstöre.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 8 vo 12

 

 

Prediger 8 vo 12

 

8 Wär grad em Wiise? Wär kennt d Lösig vomene Problem? D Weisheit vomene Mönsch loht sis Gsicht strahle und sini stränge Züg weicher wärde.

2 Ich säge: "Befolge d Befehl des König aus Achtung vor dem Eid gegenüber Gott.

3 Entfern di nid hassig us sinere gägewart. Bezieh nid stellig für öppis schlächts. Er cha ja schliesslich mache was ihm immer gfallt,

4 denn dr Chönig het ds letschte Wort. Wär cha zu ihm säge: 'Was tuesch du do?'?

5 Wer sech a das Gebot haltet, wird ke Schade erliide, u ds wisse Härz wird di richtig Ziit und Vorgehenswiis kenne.

6 Für jedi Aglägeheit gits e Ziit und Vorgehenswiis, denn Problem gits unter de Mönsche meh als gnueg.

7 Da weis niemer was passiere wird, wär cha ihm da säge wies passiere wird?

8 So wi ke Mönsch macht über e Geischt het oder dr Geischt cha zrüghalte, so het o ke Macht übere Tag vom Tod. So wi niemer während emene Chrieg freigsteut wird, wird o ds Böse die nid la entcho, wo s tribe.

9 Au das hani gseh u mis Härz het sich uf jedi Tätigkeit unger dr Sunne richtet. I dere ganze Zyt het dr Mönsch über de Mönsch zu däm Schade gherrscht.

10 U i ha gseh, wi di Böse si begrabe worde, die wo am heilige Ort ii- u usgige, doch scho glii sy si ir Stadt vergässe gsy, wo si so ghandlet hei. O das isch sinnlosigkeit.

11 Wills Urteil über e schlechti Tat nid schnäu vollstreckt wird, füehlt sech ds Härz vo de Mönsche ermuetigt, Schlächts z tue.

12 We ä Sünder o 100 Mal Schlächts tuet u när doch lang läbt, so weis i doch, dass es mit de Gottesfüürchtige guet wird usgoh, wüu si Ehrfurcht vor em wahre Gott hei.

13 Mit em böse wirds aber nid guet usgoh no wird er sini täg verlängere wo wien es schatte si, wüu er ke gottesfurcht het.

14 Git öppis frustrierends wo uf dr Ärde gschieht: Da si grächti Mönsche, wo me umgeit, aus heige sie schlächt ghandlet, u schlächti Mönsche, mit dene me umgeit aus heige si grecht ghandlet. I säge: O das isch sinnlosigkeit.

15 Drum empfiu aune, sech z'freue, es git für de Mönsch nämlech nüt bessers unger dr Sunne aus z'ässe und z'trinke und sech z'freue. Des soll nen bi sinere herte Arbet begleite während sinere Läbäschtäg, de dr wahri Gott nem unda dr Sunne git.

16 Ig ha mis Härz druf richtet, mir Wisheit az'igne u aues Tüe u triibe uf dr Ärde z gseh – nid einisch Schlaf gönnti mir, weder am Tag no bi Nacht.

17 Denn hani dänggt über ds ganze Wärch vom wahre Gott noche u mir isch klar worde, dass d Mönsche nid chöi verstah, was unger dr Sunne gschiht. So sehr sech di Mönsche o bemühe, si chöis nid verstah. Säubscht wesi bhoupte, si sige wysi gnue zum z erchenne chöi si ne nid würklech verstah.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 7 vo 12

 

 

Prediger 7 vo 12

 

7 Ä guete Ruef isch besser aus guete Öl u dr Todesag besser aus dr Tag vor Geburt.

2 Besser, me geit i das Huus wo getraut wird aus i das Huus wo gfiiret wird, denn das isch ds Ändi vo jedem Mönsche, und d Läbende sötte sech z'Härze näh.

3 Besser isch Chummer aus lache wöu es truurigs Gsicht beiiflusst ds Härz zum bessere.

4 Ds Härz vom Wise isch im Huus vor Truuer, aber ds Härz vom Unvernünftige isch im Huus vor Fröid.

5 Besser, me ghört sech d'Kritik vomene Wise a aus ds Lied vo dr Unvernünftige.

6 Denn we dr Knischtere brennende Dorne ungerem Topf, so isch ds Lache vom Unvernünftige. O das isch Sinnlosigkeit.

7 Doch Bedrückig cha e Wise i Wahnsinn tribe u Bstechig verdirbt ds Härz.

8 Besser isch ds Ändi vore Sach aus ire Afang. Besser, me isch geduldig aus überheblich.

9 Füehl di nid schnäu kränkt, wüu sech kränkt z füehle rueht im Herze vo de Unvernünftige.

10 Säg nid: "Warum isch es früehner besser gsi aus hüt?", wüu das ds frage zügt nid vo Wisheit.

11 Wiisheit zäme mitenem Erbe isch öppis Guets und für die vo Vorteil wo z Tageslicht gsehnd.

12 Denn Wiisheit isch e Schutz, so wi Gäud ä Schutz isch, aber dr Vorteil vo dr Erkenntnis isch: Wisheit haltet dä, wo se bsitzt, am Läbe.

13 Betrachtet des Werk vum wahre Gott, denn wer cha grad mache was er chrumm gmacht het?

14 amene guete tag spieglet das guete widr. Doch ame Unglückstag dänk dra, dass Gott dä äbeso wi

dä het gmacht, sodass d Mönsche nid sicher chöi si, was i Zuekunft mit ihne gschiht.

15 I mim sinnlose Läbe han i alles gseh: vom Grächte, wo i sinere Grechtigkeit zugrunde geit, bis zum Böse, wo trotz sinere Schlächtigkeit lang läbt.

16 Seg nid allzu grächt no zeige di übertribe wiis. warum söttsch di zugrund richte?

17 Sig nid übermässig schlächt und ou nid unvernünftig. Warum söttsch vorzitig stärbe?

18 Z beschte isch wo e Warnig festzhalte ohni aber di anderi loszloh, denn wer Gottesfurcht het, wird beidi beachte.

19 Wiisheit macht e Wiise mächtiger aus zäh starki Männer ire Stadt.

20 Denn es git ke grechte Mönsche uf dr Ärde wo immer nume Guets tuet und nie sündigt.

21 Nimm dr usserdem nid jedes Wort z Härze wo d Lüt säge, süsch wirsch vilech ghöre wie di Diener schlächt über di redt.

22 Denn dis Herz wüsst nume z guet, dass du sälber oft schlächt über anderi gredet hesch.

23 All das hani mit Wisheit prüeft u gseit: "I wirde weis." Aber es isch für mi unerreichbar gsi.

24 Was gscheh isch, isch usser Richwiiti und überuus tüf. Wär cha's verstah?

25 Ig ha mis Härz druf, Wysheit u dr Grund hinger z erchänne, z erforsche u z sueche u d Schlächtigkeit vor Unvernunft und d Dummheit vom Wahnsinn z verstah.

26 I ha de usegfunde: Bitterer aus dr Tod isch d Frou, d Fangnetze glicht, dene ihre Härz Schleppnetz ähnlet u dene ihre Händ wi Gfängnisskette sy. Wer däm wahre Gott gfallt, wird ihr entkumme, aba dr Sinda wird vu ihr gfange.

27 "Das hani usegfunde", seit der Versammler: "I ha eini Sach nach der angere ungersuecht für zumene Schluss z cho,

28 aber wonachi unufhörlich suecht, das hani nid gfunde. Unger 1000er hani e einzige Maa gfunde, aber e Frou hani unger ihne aune nid gfunge.

29 Nume das hani usegfunde: Der wahri Gott het die Mensche so gschaffe, dass sie ufrichtig gsi sy, aber hei vieli eigeni Plän verfolgt.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 6 vo 12

 

 

Prediger 6 vo 12

 

6 No öppis tragischs hani unger der Sunne gseh u es chunnt unger de Mönsche hüfig vor:

2 Dä wahri Gott git eim Mensch Riichtum u materielle Bsitz u Ruhm, sodass's ihm a nüt fählt was er sich wünscht. Doch dr wahre Gott ermeglicht nem nit, des alles z gnüsse, wo hingege e Fremde cha gnüsse. Des isch Sinnlosigkeit un schweres Leid.

3 Sött e Maa o 100 mau Vater wärde u viu Jahr läbe u es höchs Auter erreiche, aber er gnüesst sini guete Sache nid bevor er is Grab chunnt, de muesi säge, isch e Totgeburt besser dra aus er.

4 Denn umsüsch isch sä cho u im Dunkle isch si gange u ihre Name isch z Dunkelheit ghüllt.

5 Obwou si nie d Sunne het gseh u nüt het gwüsst, isch si immer no besser dran aus er.

6 Was bringts scho, 1000 Jahr zwöi mau z düreläbe aber ke freud z ha? Chöme nid aui a ds gliiche Ort?

7 Alli di harti Arbeit vomene Mönsch isch drfür da, sis Muul zfülle, doch si Hunger wird nie gstillt.

8 Was het dr Wiis am Unvernünftige auso vorus? was bringts däm arme z wüsse wie me überläbt?

9 Besser isch es z'gniesse, was d'Ouge gseh, aus sine Wünsch hingerhärzloufe. O das isch Sinnlosigkeit – so aus het me wöue dr Wind iifange.

10 Was immer cho isch het scho e Name. U es isch bekannt wie dr Mönsch isch. Er cha sech nid mit em alege wo mächtiger isch als er.

11 Je me Wort desto meh Sinnlosigkeit. Was fürne vorteil bringe si am Mönsch?

12 Wär weis scho, was e Mönsch am beschte afoht mit de wenige Täg vo sim sinnlose Läbe woner wi ne Schatte verbringt? Denn wer cha däm Mensch mitteile, was nach däm unda dr Sunne gschähe wird?