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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 12 vo 12

 

 

Prediger 12 vo 12

 

12 Denk also a dine grosse Schöpfer i dinere Jugend, bevor die beschwerliche Täg chöme und sech die Jahre ihsteue wo du säge wirsch "Si gfaue mir gar nid",

2 bevor sech d Sunne u ds Liecht u dr Mond u d Stärne verfinschtere u nachem Räge d Wulche wider zrüchere,

3 a dem Tag wo d Wächter vom Huus zitrig wärde und di starche Manne sech krümmere und d Froue ufhöre z mahle, wöu nume no wenig vo ihne da sy, u die Dame wo us de Fenster luege, es dunku finde,

4 we d Türe zur Stross si gschlosse we ds Grüsch vo de mahlende Müehli lislig wird we me bim Lut vomene Vogu ufsteit u aui Töchter vom Gsang dämpft töne.

5 Ou fürchtet me sech vor dr höchi und uf dr strass loufe schrecke. Der Mandelbaum treit Blüete, der Grashüpfer schleppt sech derhii u d Kapernbeeri platzt wüu der Mönsch zu sym blybende Huus geit u di Truurige dür d Schtrooss zieh.

6 Bevor die silberne Schnur entfernt und die goldigi Schale zertrümmeret wird, bevor dr Krug a dr Quelle zerbroche wird und ds Schöpfrad für d Zischterni zerschlage wird.

7 Denn kehrt der Schtaub zur Erde zrü, so wien er gsi isch, u der Geischt kehrt zum wahre Gott zrü, der ne ge het.

8 "Die grösst Sinnlosigkeit" seit der Versammler. "Alles ist sinnlos!"

9 Dr Versammler isch nid nume wys worde, sondern är het ds Volk o fortloufend das glehrt wo är gwüsst het, u är het dänkt und het gründlechi Nochforschige aagsteut um vili Sprüch zäme¬zstelle.

10 Dr Versammler het sech, asprächendi Wort z finge u di exakte Wort vor Wahrheit ufzzeichne.

11 D Wort vor Wise sy wi Ochsestachle u ihri Sprüch Sammlige wi fescht iigschlageni Nägel gä vomene einzige Hirte.

12 Lah di vor allem, wo drüber usegoht, warne, mi Sohn: Ds Schrybe viil Büecher wird nie ufhöre, und ne vil z widme, ermüedet de Körper.

13 Das Fazit nachdem mer alles ghört het isch: Hab Ehrfurcht vor em wahre Gott und halte sini Gebot - das isch die ganzi Pflicht vom Mensche.

14 Denn dr wahri Gott wird iba jedi Tat Gricht halte, au iba alles Vuborgene zum drüber Urteile obs guet oder schlächt isch.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 11 vo 12

 

 

Prediger 11 vo 12

 

11 Wirf dis Brot uf ds Wasser, denn nach vilne Täg wirschs wiederfindä. 2 Gib siebä oder sogar acht ä Ateil, denn weisch nid was für nä Unglück sich uf d Erde erignä wird.

3 We d Wulche vou Wasser sy, rägnets uf d Erde, u we e Baum uf Süde oder Norde gheit – wo dr Baum anegheit, dert wird er lie.

4 Wer ufe Wind achtet wird ke Same säe u wär nach de Wulche luegt wird nid ernte.

5 So, we dü nit weisch, we dr Geischt in d Glieder vumene Kind im Muetterleib wirkt, so kennsch dü au nit des Werk vum wahre Gott, der alles macht.

6 Säe dini Saat am Morge u leg dini Händ nid vor em Abe in Schoss, denn du weisch nid was vo Erfolg krönt wird sy – dies oder jenes, oder ob beides guet glinge wird.

7 Süess isch ds Liecht, u es isch guet, dass d Ouge d Sunne gseh.

8 Denn falls en Mensch vili Jahr lebt, de söll er se aui gnüsse. Doch är söll dra dänke, dass di finschtere Täg lang chöi aaduure. Alles, was chunnt, isch sinnlosigkeit.

9 Fröu di, junge Maa, solang dü jung bisch, un dis Herz soll froh si in dinere Jugend. Folg dr Wäg dinem Härz u gang, wo dini Auge di füehre. Aber du söttsch wüsse, dass dr wahri Gott di für all das wird zur Rächeschaft ziehe.

10 Drum entferne Belastends us dim Härz u heb der Schädlechs vom Leib, denn Jugend u die beschte Jahr si Sinnlosigkeit.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Prediger 10 vo 12

 

 

Prediger 10 vo 12

 

10 So wi toti Flüüge ds Öl vom Salbemischer zum Stinke u Gäre bringe, so wigt e chli Unvernunft schwer als Wisheit u Ruhm.

2 De Weise füehrt sis Härz ufe richtig Wäg, de Unvernünftige aber füehrts ufe falsch Wäg.

3 Wele wäg dr Dummkopf o immer geit, es fäut ihm a Vernunft, und er laht jede wüsse daser dumm isch.

4 Sött dr Zorn vomene Herrscher gäge di ufflamme, de verlah din Platz nid, denn Rueh z bewahre beugt grossi Sünde vor.

5 Da isch öppis Deprimierends woni unger der Sunne ha gseh – d Art Fähler, wi si d Mächtige begöhnd:

6 Unvernunft wird uf vili höchi Pöschte gsetzt, doch di Riiche blibe i niedriger Stellig.

7 I ha Diener z'Ross gseh u Fürschte wo wi Diener z'Fuess si gange.

8 Wer e Grube gräbt cha inegheie, u wär e Steinmürürli durebricht cha vonere Schlange bisse wärde.

9 Wer Stei bricht, cha sech dra verletze, und wär Holz hackt, cha sech i Gfahr bringe.

10 Isch es Iisewärchzüg stumpf und me schärft d Schnide nid, mues me viu Chraft ufwände. Doch Wiisheit verhilft zum Erfolg.

11 Wenn d Schlange biisst bevor si beschwore wird brucht me o ke gschickte Schlange¬beschwörer.

12 D Wort usem Mul vom Wyse bringe Anerkennig, aber der Unvernünftigi richtet sech dür sini Lippe zugrund.

13 Di erste Wort us sim Mul si Unsinn u sini letschte Wort si folgeschwere Wahnsinn.

14 Doch der Unvernünftige redt geng witer. E Mensch weiss nit, was gscheh wird. Wer kann ihm sage, was noch ihm kummt?

15 Der Unvernünftig laat sech vo sinere herte Arbeit uslauge, denn er weis nid emal, wie me der Wäg zur Stadt findet.

16 Wi schlimm fürnes Land, we dr Chönig no ä Jungi isch u di Fürste scho morn mit ihrne Feschtmähler aföh!

17 Wi froh cha das Land sy, we dr König dr Sohn vo Edle isch u di Fürschte zur richtige Zyt tafle zum starch wärde und nid zum sech betrinke!

18 Extremi Fuulheit füehrt derzue das sech d Dachbauke senke, und träg Händ lö ds Huus undicht wärde.

19 Brot sorgt für Lache u Wy macht z Läbe agnähm, aber Gäld stillt jedes Bedürfnis.

20 Nid emau z Gedanke verfluechet dr Chönig und dä Riiche verfluechet nid i dim Schlafzimmer, de vilech wird e Vogu dr Lut witertrage, es gflüchtets Gschöpf die Wort wide