Translate Wähle deine Sprache

Suchen

rico loosli 6924 bioggio tessin
Zugriffe: 483

Prediger 5 vo 12

 

Prediger 5 vo 12

 

5 Achti uf dini Schritt, we immer du zum Huus vom wahre Gott gasch. Besser me necheret sech zum zuelose als dass me es Opfer darbringt, so wies die Dummchöpf tuet, denn ihne isch nid bewusst, dass sie öppis schlächts mache.

2 Sig nit vorschnell mit dinem Muul un losch di Herz nit ibaeilt vor däm wahre Gott schwätze, denn dr wahre Gott isch im Himmel, dü aba bisch uf d Erde. Drum söttsch nid vil Wort mache.

3 Tröim chöme vo zu viu Beschäftigunge u dumms Geplapper chunnt vo zu viu Wort.

4 Wenn immer du vor gott es glübde ableisch zögere nid z erfülle, denn er het kes gfalle a de unvernünftige. heb dis glübe.

5 Besser, du legsch ke Glübe ab aus dass de öppis globsch und es nid ilöst.

6 Lah di vo dim Muul nid zum Sündige veralah u säg nid vorem Engel, es seg es Versehe gsi. Werum dr wahre Gott dür dini Wort zornig mache, dass er ds Werk dine Händ zerstöre mues?

7 Denn so, we zviel Beschäftigunge zu Träum füehre, so ende zviel Wort in Sinnlosigkeit. Doch ha Ehrfurcht vor däm wahre Gott.

8 We gsehsch wi i dim Bezirk die Arme unterdrückt wärde u gäge Rächt u Gerächtigkeit verstosse wird, de sig nid überrascht. Denn der hohe Beamte wird vu jemads beobachtet, der hecha isch als er, un s git anderi, de no höcher sin als sie.

9 O wird dr Ertrag vom Land ungerne aui verteilt. Säubscht em König wird mit däm dient wo vom Fäud chunnt.

10 Wer Silber liebt, wird nie vo Silber satt, u wär Riichtum liebt, nie vo Ikünfte. O das isch Sinnlosigkeit.

11 Gits immer meh gueti Sache, de gits o immer meh Lüt, wo das aues verbruche. Und was het dr Bsitzer drvo, usser sech die guete Sache chönne ahluege?

12 Sanft isch dr Schlaf vom Dienende, öb är nun wenig oder vil z ässe het, aber dr Überfluss vom Ryche raubt ihm dr Schlaf.

13 I ha unger der Sunne öppis üsserscht Tragisches gseh: Riichtum, wo sis Bsitzer zu sim eigete Schade ghört het.

14 Dä Riichtum isch durnes verhängnisvolls Unternähme verlore gange, u är steit ohni Bsitz da,w wener Vater vomne Sohn wird.

15 Wi öpper us em Muetterlib cho isch – nackt, wiener isch cho – wird er o go. Und vo däm, wo für das er so hert gschaffet het, cha er nüt mitnäh.

16 O das isch üsserst tragisch: Genau wiener cho isch wird er o gah, u was het öpper drvo ständig für dä Wind hert z schaffe?

17 Zudem isst er jede Tag im Fenschter, mitere Hufe Frustration u Chrankheite u Verärgerig.

18 Nach mire Obsachtig isch Folgendes guet u richtig: dass öpper isst u trinkt u Fröid erläbt für all sy härti Arbeit, mit dere er sech unger dr Sunne abmüeht während syre wenige Läbästäg, wo dr wahri Gott ihm gä het – denn das isch sy Belohnig.

19 Usserdem: We dr wahri Gott emene Mönsch Rychtum u materielle Bsitz git samt der Fähigkeit, das aues z gnüsse, de söu er syni Belohnig o aahne u sech a syre härte Arbeit fröie. Das isch es Gschänk Gottes.

20 Denn er wird chum merke, wie sini Läbensdäg vuschtriiche, wel dr wahri Gott nen mit de Fräid vo sim Härz beschäftigt hebt.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
Zugriffe: 515

Prediger 4 vo 12

 

 

Prediger 4 vo 12

 

4 Wider hani mini Ufmerksamkeit uf all die Taate vo dr Unterdrückig grichtet, wo unger dr Sunne begange wärde, i ha di Unterdrückte gseh gränne u niemer het se troscht. Niemer het si tröschtet u d Ungerdrücker hei d Macht gha.2 Und i beglückwünscht di Tote, wo scho gstorbe si, statt der Läbige, wo no am Läbe sy gsy.

3 U besser dran aus beidi isch dä wo noni gebore isch wo z deprimierende Tüe unger dr Sunne nid gseh het.

4 U ig ha gseh wieviu Isatz u gueti Leistig dür d Rivalität zwüsche Mönsche usglöst wird. O das isch Sinnlosigkeit – so, aus het me dr Wind welle yfange.

5 Der Dumme Chopf faut d Händ während är zugrundet geit.

6 Besser isch es Handvoll Rue aus e doppleti Handvoll härter Arbeit und dr Wind wöue zfah.

7 Ig ha mini Ufmerksamkeit ufnes wyters Bispiu für Sinnlosigkeit unger dr Sunnä richtet:

8 Da isch eine wo ganz elei isch ohni irgendöper a sinere site. är het weder sohn no brüeder und doch nimmt all sini hert arbeit kes end. Sini Ouge wärde vom Rychtum niemaus satt, aber fragt er sech jemals: "Für wen schaf i eigentlech so hert und gönne mer nüt guets?"?i O das isch sinnlosigkeit und e elendi beschäftigung.

9 Zwöi si besser aus eine elei wüu si grössere Nutze vo ihrere herte Arbeit hei.

10 Denn wenn eine vo dene fallt, cha dr ander sim Partner ufhälfe. Was aber wird us dem, der fallt und niemer het, wo ihm ufhilft?

11 Usserdem: We zwöi näbänang liege wärme si sech gägesitig. Wie aber cha sech eine älei warm halte?

12 Öpper cha e Einzelne liecht überwältige, doch zwöi zäme chöi gäge ihn standhalte. Und e drüfachi Schnur laht sech nid so schnäu zerrisse.

13 Besser isch e arme aber wiise Bueb als e alte, aber dumme Chönig wo nüm gnueg Verstand het e Warnig zbeachte.

14 Denn na isch üs däm Gfängnis kumme, um Kenig z wäre, obwohl na unda däm Herrschaft arm uf d Welt kumme isch.

15 Ig ha über aui Läbige nachedänkt, wo unger dr Sunne umegöi, ou übere jung Nachfolger, wo a d steu vom angere tritt.

16 Obwou är unzähligi Ungerstützer het, wärde die wo später chöme, mit ihm nid glücklech sy. O das isch sinnlosigkeit – so aus het me dr Wind wöue iifange.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
Zugriffe: 494

Prediger 3 vo 12

 

 

 

Prediger 3 vo 12

 

3 Für alles git's es Ziit, e Ziit für jedes Gschehe under em Himmel:

 2 ei Zyt für d Geburt und ei Zyt für ds Stärbe, e Zyt zum Pflanze und e Zyt, Pflanze uszrisse,

 3 ei Ziit zum Töte un ei Ziit zum Heile, es Ziit zum Niederriisse un ei Ziit zum Ufboue,

 4 ei Ziit zum gränne u ei Zyt zum Lache, es Zyt zum Truure u e Zyt zum Tanze,

 5 ei Zyt zum Steiwärfe und es Zyt zum Stei sammle, e Zyt zum Umarme und e Zyt ds Umarme la z sy,

 6 ei Zyt zum sueche u ei Zyt, öppis aus verlore ufzgää, es Zyt zum Ufbewahre und es Zyt zum Wegwärfe,

 7 es Zytli zum Zerreisse und es Zyt zum Zäme löie, es Zyt zum Schweige und e Zyt zum rede,

 8 ei Ziit zum Liebe u e Ziit zum Hasse, es Zyt für Chrieg u e Zyt für Friede.

9 Was het dr Arbeiter vo au sine Müeh?

10 Ig ha d Beschäftigung gseh, wo Gott de Mönsche gä het, um si beschäftigt z haute.

11 Alles het er schön gmacht zur passende Zyt. Er het ne sogar d Ewigkeit i ds Härz gleit, doch ds Werk, wo dr wahri Gott vo Afang bis End vollbracht het, wärde d Mönsche nie ergründet.

12 I bi zu däm schluss cho dases nüt bessers für si git aus sech z'freue und ihres läbe lang guets z'tüe,

13 und o, dass jede isst u trinkt u Freud erlebt für all sini herti Arbet. S isch es Gschänk vu Gott.

14 I ha erkennt das alles wo dä wahri Gott macht für immer blibt. Nüt cha hinzuefüege u nüt weggnoh wärde. So het`s dr wahri Gott gmacht, damit d Mensche Ehrfurcht vor ihm hei.

15 Was immer gschieht isch scho gscheh, u was söu cho, isch scho gsy, doch dr wahri Gott isch uf der Suechi nachem Erstritte.

16 O das hani unter dr Sunne gseh: Wo Rächt söt gschproche wärde, herrscht Schlächtigkeit. Wo Grechtigkeit sött si, herrscht Schlächtigkeit.

17 Also i ha mir dacht: Der wahri Gott wird sowohl iba de Grechte als o de Böse urteile, denn es git es Zit für jedes Gschehe und jedes Vorgehe.

18 O dachte i mir: Der wahri Gott stellt d Mensche uf d Prob u macht ne klar, dass si sech nid vo Tier ungerscheide,

19 als we`s d Mensch gregt, goht`s au d Tier: Beide nähmä des End. We dr eint schtirbt, so schtirbt dr andre, un sie hän alli iba d Geischt. Dr mönsch isch de Tier somit nid überlege, denn alles isch sinnlos.

20 Alli göh a den glich Ort. Si chöme alli usem Staub u tüe alli zum Stoub zrügg.

21 Wer weiss scho, ob dr Geischt vum Mensch nohch obe schtiegt odr ob dr Geischt dr Tier zue d Erde sinkt?

22 Und i ha gseh dases nüt bessers fürne Mönsch git als sech a sire Arbeit zfreue, wüu das sini Belohnig isch. Denn wer cha s ihm ermögliche, z seh, was nach ihm gscheh wird?

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
Zugriffe: 610

Prediger 2 vo 12

 

 

Prediger 2 vo 12

 

2 De hani mer dänkt "Chum, i probiere das us was Spass macht. Mol luege was debi Guets usechunnt." Aber lueg da! O das isch sinnlosigkeit gsi.

 2 Über ds Lache han i gseit: "Was füre Irsinn!", und über dä Spass: "Was bringt das scho?"

3 Ig forste gründlech noche was drbi usechunnt weni mi mit wii verwöhn, wobi mini Wisheit di ganz zit über bhaute. Sogar di Unvernunft hani mit offnige Arme zum usefinde, was dr Mönsch am beschte mit de wenige Täg vo sim Läbe unger em Himmel chönnt afange.

4 Ig ha grossi Projekt in Aagriff gno. Ig boue mir Hüser, pflanzti Wingärte für mi.

5 Ig ha mer Gärtä und Parks aagleit und bi drinne Obstböim vo allne Art pflanzt.

6 I ha mir Wasserteich aagleit zum drmit e Walda mit prächtig wachsende Böim z bewässere.

7 Ig erwarb Diener u Dienerinne u es si mir Diener i mim Huus gebore worde. O erwarb i e hufe Vieh – Rinder, Schaf u Geisse, me als alli myni Vorgänger z Jerusalem.

8 Ig hüüfe o Silber u Gold a, d Schätz vo Könige u Provinze. I umgab mi mit Sängere u Sängerinne u däm, wo de Mönschensöhne grossi Fröid macht – e Frou, ja vil Froue.

9 So bi i gressa un ha alli vor ma in Jerusalem ibrocht. Un mini Wisheit bliebe ma.

10 Nüt, was i mir wünscht, enthalte i mir vor. Nigs, was Schpass macht, i vuwehr i minem Herz, denn alli mini herti Arbet het mi Herz mit Fräid erfillt, un des war d Belohnig fir alli mini herti Arbet.

11 Doch woni über all die Werke nahdänkt ha, wo mini eigete Händ vollbracht hei gha, u über all di herti Arbet, woni mit viu Müeh gleistet ha, han i gseh, dass alles sinnlos isch gsi – so als het me dr Wind wele afange. Unger dr Sunne het's nüt vo ächteem Wärt gäh.

12 Denn hani mini Ufmerksamkeit uf Wiisheit u Wahnsinn u Dummheit grichtet. (Weu was cha scho dä mache wo nachem Chönig chunnt? Nume das wome scho het ta.)

13 Und i ha gseh, dass d Wisheit gägeüber dr Dummheit e Vorteil het, so wie ds Liecht gägeüber dr Dunkelheit e Vorteil het.

14 Dr Wissi het Ouge im Chopf, aber die dumme geit im dunkle ume. O i ha erklärt, dass aui i u s gliiche Ändi näme.

15 Da han i bi mir dänkt: "Was dem Dummchopf passiert wird o mir passiere." Was hets mir also bracht so überus wiis z wärde? Drum han i mir gseit: "O das isch sinnlosigkeit.

16 Denn es git weder e bliibendi Erinnerig a de Wise no a d Dummkopf. I de Tag, wo no chöme, wird jede vergässe sy. U wi wird dr Wiis stärbe? Zäme mitem dumme.

17 Ig ha auso aagfange, ds Läbe z hasse, wüu mir aues, wo unger dr Sunne wird gmacht, deprimierend erschine – aues isch sinnlos gsi, so aus het me dr Wind wöue igfange.

18 I ha afa alles z hasse wofür i unger dr Sunne so hert gschaffet ha, i mues es ja schliesslich für de Mönsche zruggloh wo nach mir chunnt.

19 Un wer weiss, ob der di weis odr unvernünftig si wird? Dennoch wird er über alles d Kontrolle übernäh, was i unger dr Sunne mit grosse Müeh u Wysheit ha erworbe. O das isch Sinnlosigkeit.

20 Ig ha drum agfange i mim Härz zverzwifle wäge aui de härti Arbeit woni mi unger dr Sunne ha abgmüet gha.

21 We e Mönsch o no so hert schaffe mit Wisheit, Erkenntnis u Gschick, mues er doch aues öpperem überlah wo nid derfür gschaffet het. O das isch sinnlosigkeit und üsserscht tragisch.

22 Was het e Mönsch eigentlech vo au sine harte Arbeit u em Ehrgiiz, wo ne drzue tribt härt z schaffe unger dr Sunne?

23 Denn alli sini Tag bringt ihm sini Beschäftigung Schmerz und Frustration i, und sälber Nacht chunt sis Härz nid zur Rueh. O das isch Sinnlosigkeit.

24 Für e Mönsch gits nüt bessers aus z ässe und z trinke und a sinere herte Arbeit Fröid z finde. Au des, so ha i erkennt, kummt üs dr Hand vum wahre Gottes,

25 den wär isst u wär trinkt besser aus i?

26 Dem Mensch, der ihm gfallt, schenkt er Wisheit, Erkenntnis u Fröid, aber d Sinde beschäftigt er drmit, izsammle u azhüüfe, nume damit er's denn däm git, wo däm wahre Gott gfallt. O das isch Sinnlosigkeit – so, aus het me dr Wind welle yfange.