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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 34 vo 42

 

Hiob 34 vo 42

 

34 Elihu het wyter erwideret:

 2 "Hört uf meine Wort, ihr Wise.

Loset mer zue, dir wo Der so vil wüssed.

 3 Denn ds Ohr prüeft Wort,

so wi d Zungea speise chostet.

 4 Lönd üs zäme beurteile was richtig isch.

Löt üs zäme entscheide, was guet isch.

 5 Hiob het nämlech gseit: 'I bi im Rächt,

aber gott het mir ds rächt verweigeret.

 6 Würdi öppe lüge wenns drum geit, welem Urteil ig söu übercho?

Mini wunde isch unheilbar obwohl kei überträtig da isch.'

 7 Wo isch e Maa wi Hiob,

der spott wi wasser trinkt?

 8 Är gseut sech zu dene wo vercheert handle

u git sech mit de böse ab.

 9 Denn er het gseit: 'E Maa het nüt dervo,

dass är sech bemüeht, Gott zgfalle.'

10 Höret mer auso zue, Ihr Mönsche mit Verstand!

Für de wahre Gott isch es undenkbar schlächt z handle.

Für de Allmächtige isch es unvorstellig öppis Verchehrts z tue!

11 Denn er wird e Mönsch nach sim Tue belohne

un ne d folge sire Handligswis la träge.

12 Gott handlet mit Sicherheit nid schlächt,

dr Allmächtigi verdräit ds Rächt nid.

13 Wär het ne über d Erde igsetzt?

Wär het ihm di ganzi Wält avertraut?

14 Würd är sini Ufmerksamkeit uf d Mönsche konzentriere,

würd er ihre Geischt un Atem zue sich hole,

15 so würeds allsamt umcho

u d Mönschheit würd zum Stoub zrüchere.

16 Wenn also Verstand bsitzisch, denn acht uf mini Wort.

Hör guet zue was ig dir z sege ha.

17 Söu öpper wo Grächtigkeit hasst d Macht hei?

Würsch e Mächtige verurteile wo rächt isch?

18 Würdsch öppe zum ne Chönig säge: 'Du bisch zu nüüt z bruche',

oder zu iiflussriiche Männer: 'Ihr seid schlächt'?

19 Es git eine wo nid fürsti Partei ergrifft

un der d Riche nit gegeüber däm Arme bevorzugt,

denn sie alli sin des Werk vu sinere Händ.

20 Ganz plötzlech chöi si sterbe, zmitzt ir Nacht.

Es schüttlet se heftig u si gö zugrund.

Sälbscht die Mächtige wärde bsitigt, jedoch nid dür Menschehand.

21 Gottes Ouge si nämlech uf d Wäg vomene Mönsch grichtet

u är gseht aui sy Schritt.

22 Es git weder Finsternis no tiefe Schatte,

wo sech übeltäter chöi verstecke.

23 Dü Gott het für ke Mensch e Ziit feschtgsetzt,

um vor ihm als em richter z erschiine.

24 Er zerbricht d Mächtige ohni e Untersuechig müesse astelle,

u setzt a ihre Steu angeri i.

25 Er weis nämlech was si mache.

Bi Nacht stürzt er si u si wärde zermau.

26 Är schlat se für iri Schlächtigkeit

amene ort wo's alli chönne gseh,

27 wüu si sech vo ihm abgwandt hei

u ke Achtig vor irgendemne sire Wäg hei.

28 Si bringe dä Arme so wit, das er zu ihm schriit.

un na ghört d Ufschrei vum Hilflose.

29 Wänn Gott schwygt, wär cha ne verurteile?

Wen er sis gsicht verbirgt, wär cha ne gseh?

Öb er's vor emene Volk oder emene einzelne Mönsch vrbiirgt, ds Ergäbnis isch ds glyche:

30 E gottloser söu nid regiere

oder fürs volk schlinge uslege.

31 Wird öpper zu Gott säge:

'I bi bestraft worde, obwohl ech keis Verbräche begange ha.

32 Erklär mir was i überseh ha.

Wenn ig öppis verchehrt ha,

werdis ned weder tue!'?

33 Söll är dech öppe zu dine Bedingige entschädige, wennd sis Urteil ablehnsch?

Das muesch entscheide, nid ig.

Säg mer auso was so genau weisch.

34 Mönsche mit Verstand wärde zu mir säge,

ja jede wys, wo mi ghört:

35 "Hiob redt ohne Erkenntnis,

sine Wort fäut's a Ysicht.'

36 Hiob söll bis zum Üsserschte uf d Probe gstellt wärde,

denn är antwortet wi di schlächte Mönsche!

37 Zu sinere Sünde füegt er Ufelehnig hinzue.

Spöttisch chlatscht er vor üs i d Händ

u git geng meh Wort gäge de wahre Gott vo sich!"

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 33 vo 42

 

Hiob 33 vo 42

 

33 Doch jitz, Hiob, lose bitte mini Wort.

Los der alles aa wasi z sege ha.

 2 Bitte! Ig mues mis Mul öffne.

Mini Zunge mues rede.

 3 Mini Wort verrated d Uffrichtigkeit vo mim Herz,

un mini Lippe üssere ehrlich, was i weiss.

 4 Gottes eigete Geischt het mi gmacht,

dr Atem vom Allmächtige het mi zum Läbe brocht.

 5 Antwort mir we d chasch.

Bring dini Argument vor, bezieh Stellig.

 6 Lueg mau! I bi vor dem wahre Gott genau wi du.

O I bi vo Lehm gformt.

 7 Drum söu di keinerlei angst vor mir erschrecke

u ke Druck vo mir söu uf dir laschte.

 8 Doch du hesch vor mine Ohre gseit,

ja, folgendi Wort han i geng wider ghört:

 9 'I bi rein, ohni überträtig.

Rein bi ig, ohni Vergah.

10 Gott aber findet Gründ, mir Widerstand z leiste.

Är betrachtet mi aus sy Feind.

11 Är legt mini Füess i Stock.

Alli mini Pfadi bhaltet er genau im Oug.'

12 Doch demit hesch nid rächt und drum antworte i dir:

Gott isch viel grösser als dr stärblich Mensch.

13 Warum beschwärsch di über ihn?

Ligts dran, dass är uf all dini Wort nüt erwideret het?

14 Gott redt nämlech einisch u es zwöits Mal –

aber niemmer achtet druf –,

15 imene Troum, ire Vision vo de Nacht,

we tiefer schlaf uf d mönsche gheit,

ja während si ire bett schlafe.

16 De öffnet är ne d Ohre

un prägt ne sini Aleitig i,

17 um e mönsch vo verchehrtem handle abzbringe

und e Maa vor Stolz z schütze.

18 Gott verschont sini Seele vom Grab,

sys Läbe vo der Vernichtig dür ds Schwärt.

19 Än Mönsch wird o dür d Schmerze zrächtgwiese, woner uf sym Bett erleidet,

und dür di ständige quale wo i sy chnoche stecke,

20 sodass sim ganze Ig ds brot zuewider isch

u erb sogar feinsti Spise ablehnt.

21 Zuesehends schwindet sy Fleisch

un sini verborgene Chnoche träte jitz füre.

22 Si Seel nächeret sech em Grab,

sys Läbe däne, wo d Tod bringe.

23 Wänns für ne e Bote git,

e verteidige unter 1000,

wo em mönsch seit was richtig isch,

24 dänn schenkt Gott ihm sini Gunscht u seit:

'Erspar's ihm, i ds Grab z gah!

I ha es Lösegeld gfunde!

25si Körper söu gsünder wärde aus ir Jugend.

Är söll zur Chraft syner Jugendtääg zrüchere.'

26 Er wird zu Gott flehe, wo ihn denn wird anäh.

Jubelend wird er Gottes Güte erfahre.

Und Gott wird sini Grechtigkeit däm schterbliche Mensche wieda zuekumme lo.

27 Der Beträffend wird der Mänsch erchläre:

"I ha gsündet u verdräit, was richtig isch,

aber i ha nid becho was i verdient ha.

28 Är het mini Seel dervo erlöst, is Grab z gah,

u i wirde witerhin ds liecht gseh.'

29 I de Tat, Gott tuet all das zwo,

ja drü mau fürne mönsch,

30i zum ne usem grab zrügghole,

damit ds Liecht vom Läbe uf ne strahlt.

31 Schenk mer dini Ufmerksamkeit, Hiob! Hör mer zue!

Bliib still u ig wirde witerrede.

32 Faus was z säge hesch, de antworte mir.

Red wüu i möcht bewiise dass du im Rächt bisch.

33 Hesch aber nüt z sege de söttsch mer zuelose.

Bliib still u i lehre di Weisheit."

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Hiob 32 vo 42

 

Hiob 32 vo 42

 

32 Da hei di drü Manne nümme probiert, Hiob z'antworte, wüu är isch ja vo sire eigete Gerechtigkeit überzügt gsy.

2 Doch Elihu, der Sohn Barachels, vom Busiter, vor Familie Ram, het sech sehr ärgeret. Sis Zorn het gägä Hiob entbrennt wüu är versuecht het sech säuber z rächtfertige statt Gott.

3 O über Hiobs drü Fründe het är sich sehr ärgeret wüu si kei Antwort hei chönne finde sondern gott für schuldig erklärt.

4 Elihu het dermit gwartet, Hiob öppis z erwidere, wüu sy äuter sy gsy aus är.

5 Wo d Elihu jedoch gseh het, dass di drü Manne nüt hei gwüsst z antworte, flammte sis Zorn uf.

6 Elihu, der Sohn Barachels, der Busiter, ergriff auso ds Wort u het gseit: "I bi jung u dir sit betagt. Drum han i mi respektvoll zrügg un trout mi nit, äich z sage, was i weiss.

 7 I ha dänkt "Ds Altera söll rede u di vile Jahr söue Wisheit verkünde.'

 8 Doch es isch dr Geischt i de Mönsche, der Atem vom Allmächtige, wo se vrschtändig macht.

 9 altera ellei macht nid wiis, no wüsse bloss alti manne, was richtig isch.

10 Drum sägi: 'Hör mer zue, un au i wird dir sage, was i weiss.'

11 Gseht! I ha uf Wort vo öich gwartet. Di ganzi Zyt han i mir öii Argumänt aaghört, wo dir überleit hei, was dir chöit säge.

12 I ha genau anneghört, doch keine vo euch het chönne bewiise, dass Hiob im Unrecht isch, oder si argument öppis entgägehaute.

13 Seit auso nid: 'Mir händ Wiisheit gfunde. Es isch Gott, wo ne widerleit, nid e Mensch.'

14 Da är sini Wort nid gäg mi grichtet het, wirdi ihm nid mit euchne argument antworte.

15 Si si bestürzt, si hei ke Antworte meh. D Wort sy ne uusgange.

16 I ha gwartet aber si rede ned witer. Si stöh eifach nume da und hei ke Antwort me z biete.

17 Drum wirdi o chly erwidere, au i wird sage, was i weiss,

18 denn i bi randvoll mit Wort. Mi drängt der Geischt i mir.

19 Mis Inneres isch wi wi Wi wo sech ke Luft cha mache, wie nöii Wyschlüüchi wo grad platze.

20 Löt mi rede, damit mir liechter wird. I wirde mini Lippe öffne u e Antwort gä.

21 Für niemer wird ig Partei ergriffe u ke mönsch schmeichle.

22 I weiss nämlech gar nid wie me schmeichlet, süsch würd mi de wo mi gmacht het sofort wäggä.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 31 vo 42

 

Hiob 31 vo 42

 

31 Ha mit mine Ouge e Vertrag gmacht.

Wie chönnt ig auso e Jungfrau unagmässeni Ufmerksamkeit schänke?

 2 Was wäri den min Ateil vo Gott ir Höchi,

was wär min erbe vom allmächtige höch obe?

 3 Erwartet dä wo verchehrt handelt nid unglück

und Elend die, wo Schade stiftet?

 4 Gseht är nid mini Wäg

und zellt alli mini schritt?

 5 Beni je dr weg vor unwahrheit gange?

Isch mi Fuess zum Betrug geilt?

 6 Gott söll mi ufere gnauä Woog wiä,

de wirder mini integrität erkenne.

 7 We mini Schritt vom Wäg abchöme

oder we mis Herz min Ouge gfolgt isch

oder mini Händ sind schmutzig worde,

 8 denn söll en andere ässe wasi säe,

u was i pflanze, söu usgrisse wärde.

 9 We sech mis Härz vonere Frou het la verfüere

un i ar Tür vo mym Nachbare uf der Lauer ha gläge,

10 denn söu miini Frou fürne angere Maa ds Getreide fahre

u angeri Manne söue sech zu ihre lege.

11 Wüu das wär schamloses Verhalte gsi,

e Vergah wo bestrafig dür richter verlangt.

12 Es wär es Füür wo verschlingt u zerstört,

das sogar d'Wurzle vo mim ganze Ertrags würd verzelle.

13 Sött ich mein Sklaven oder Sklavinen das Recht verweigeret haben,

wo si Klag gäg mi erhobe,

14 was chani de tue, we Gott mi drmit konfrontiert?

Was chani ihm antworte, wen er Rächeschaft vo mir forderet?

15 Het nid dä, wo mi im Mueterläb gmacht het, ou sä gschafft?

Ischs nid eini gsi u der gliche gsi wo üs vor üsere Geburt biud het?

16 Weni d Wünsch vo de Arme zrüggwiese

oder d Auge vo de Witwe truurig gmacht ha,

17 weni mini mahlziit allei gässe ha,

ohni se mit de Waisechinder z teile

18 (Sit mire Jugend isch nämlech ds Waisekind bi mir ufgwachse wie bimne Vater

u sit mire chindheit hani der witwe ghulfe),

19 weni öpper gseh ha wüu är keni Chleidig het gha.

oder e arme mann gseh wo nüt gha het zum sech bedecke,

20 wen er mir nid dankt het,

wo er sech mit dr Wulle minere Schaf wärmti,

21 weni am Waisekind mit dr Fust droh ha,

wo's im Stadttor mi Beischtand bruucht het,

22 när söu mir der Arma vor Schulter gheie,

mi Arm söll am Ellboge bräche.

23 Denn i ha mi gfärchtet vor em Unglück, wo vo Gott chunnt,

und ig ha vor sire erhabenheit nid chönne bestah.

24 Weni mis Vertraue uf Gold gsetzt ha

oder zu feinste Gold gseit ha: 'Du bisch mini Sicherheit!',

25 we mi groosse Riichtum mini ganz Fröid isch gsy,

wöu ig so viu Bsitz erworbe ha,

26 weni d Sunne ha gse

oder dr Mond i syre Pracht dahiizieh

27 u mi Herz het sech insgeheim la verfüere,

si mit Kusshand z verehrä,

28 de wär das a Vergah wo bestrafig dür d richter verlangt,

denn i hätt dr wahri Gott hoch obe verlügnet.

29 Hani mi je über d Vernichtig vo mim Find gfreut,

oder bini schadefroh gsi wo ihm öppis schlimms zuestüsst?

30 I ha mis Muuu nie gstattet z'sündige,

indem ig mit em ne fluch ds läbe vo mim feind gforderet hetti.

31 Hei nid d Lüt i mim Zält gseit:

'Wer cha o nume 1 Person nenne wo nid vo sim Ässe satt worde isch?'?g

32 Ke Frömde het usse d Nacht müesse verbringe.

Em Reisende hani mini Türe öffnet.

33 Hani je probiert mini Überträtige zudecke wi anderi Mönsche,

indem ich mis vergehe i minere gwandtäsche hetti verborge?

34 hani d Reaktion vo de Mängi gfärchtet

oder graut mir vor der verachtig vo anderne familie,

sodass i schwieg u mi nümme nach dusse trout het?

35 Würd mi doch nume öpper lose!

I würd das woni gseit ha unterschribe.

Dä Allmächtig söll mir antworte!

Hätt min Aschuldigunge doch nume imne Schriftstück feschtghalte!

36 I würds uf dr Schulter träge

u s mer aus Krone um e Gring bing.

37 I würd mim Akläger über jede vo minere Schritt Rächeschaft ablege.

Zuversichtlech würdi uf ne zuegah wi ne Fürscht.

38 We sech mi eigete Acker luthals über mi würd beklage

un sini Furche würde gmeinsam gränne,

39 weni si ertrag gässe ha ohni z zahle

oder weni sini Bsitzer zur Verzwiiflig ha bracht,

40 denn söue Dorn statt Weize für mi wachse

und stinkends Unkrut statt Gerschte."

Hie endet d Wort Hiobs.