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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 18 vo 42

 

Hiob 18 vo 42

 

18 Bildad, der Schüchiter, erwideret:

 2 "Wie lang duuret's no, bis Der mit Öiem Rede ufhöret?

Zeigt e chli Verstand, de chöi mir rede.

 3 Wieso sötte mir aus Tier agse wärde

und i öire ouge aus dummschöpf gälte?

 4 Sälbscht we di vor Wuet zerfleisch –

wird d erde öpe dinetwäge entvöukeret werde

oder dr Felse vo sire Stell rücke?

 5 Ja, ds Liecht vom schlächte Mönsch wird usglöscht werde

u d Flamme vo sim Füür wird nid lüchte.

 6 Ds Liecht i sim Zält wird gwüss dunku wärde

u d Lampe über ihm wird usglöscht.

 7 Sini chräftige Schritt wärde chürzer

u si eigeti Rat wird ne z Fau bringe.

 8 Wüu sy Füess wärde ne i es Netz länke

u uf däm Maschä wird er loufä.

 9 E Fau wird ne ar Färse packe.

E Schlinge wird ne fanga.

10 E Strick isch für ne ufem Bode versteckt

un e fall befindet sech uf sym Pfad.

11 Vo allne Siite angstige ne Schrecke

u hefte sech a syni Färse.

12 Sini Chraft verseit

u ds unglück wird ne zum schwanke bringe.

13 Sini Hut wird zerfresse.

Di tödlechscht Chrankheit verzellt sini Glieder.

14 Us dr Sicherheit vo sim Zelt wird er fortgrisse

und zum Chönig vo dr Schrecke abgfüehrt.

15 Frömdi wärde i sym Zält läbe.

Schwefel wird uf sis dihei gstreut wärde.

16 Sini Wurzle unger ihm wärde vertrochnä

un sini Zwig iba nem vudorrt.

17 D Erinnerig an ihn wird vo dr Erde verschwinde

un uf dr Schtross wird ma si Name nit kenne.

18 Me wird ne usem Liecht i d Finsternis jage

u vom fruchtbare Land vertrybe.

19 Är wird ke Nachwuchs u ke Nachkomme unger sim Volk ha

un a sinem Wohnort wird nen nemads ibaläbe.

20 We si Tag chunnt, werde d Mönsche im Weschte entsetzt sy,

u d Mönsche im Oschte wird ds Graue packe.

21 Das passiert mit de Zelte, wo verchehrt handlet,

un mit däm Platz, der Gott nit kennt het.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 17 vo 42

 

Hiob 17 vo 42

 

17 My Geischt isch broche, mini Täg sy usglöscht.

Der Friedhof wartet uf mi.

 2 I bi vo Spötter umgäh,

mis Oug muess uf ihres rebellische verhalte starre.

 3 Bitte nimm d Bürgschaft für mi a u phalt si bi dir.

Wär süsch wird für mi istah u mir d Hand druf gäh?

 4 Denn dis Herz hesch am Underscheidigs¬vermöge verschlosse.

Drum erhöhsch se nid.

 5 Mönch biete ihrne Fründe ah mit ihne z teile,

während d Auge vo ihrne eigete Chind vor Sehsucht vergöh.

 6 Är het mi zum Gspöttli gmacht unger de Völker.

So bini zu öpperem wo me is Gsicht spuckt worde.

 7 Mini Ouge si trüb vor luter Chummer

u i bi nume no e Schatte vo mire säuber.

 8 Uf all ds stärre ufrichtige Mönsche voll Entsetze

un dr Unschuldige isch üssa Fassig iba d Gottlose.

 9 Der Gerächt blybt unbeirrt uf sym Wäg

u dä mit reine Händ wird geng stärcher.

10 Ihr chönnt jedoch alli cho u witer argumentiere,

denn i ha kei Wiise unda äich entdeckt.

11 Mini Täg sy abgloffe.

Mini Plän, d Wünsch vo mim Herz hei sech zerschlage.

12 Ständig git me d Nacht aus Tag

u seit: 'Es isch dunku, drum mues ds liecht no si.'

13 Weni warte wird ds Grab mis dihei.

Ir Finsternis wird ig mi Nachtlager usbreite.

14 Em Grab wiir i zruefe: 'Dü bisch mi Vater!',

u der Made: "Mini Mueter u mini Schwöschter!"

15 Wo isch auso mini hoffnig?

Wär gseht Hoffnig für mi?

16 Zu de verrieglete Tor vom Grab wird sib nabfahre,

wenn mir alli zäme i Stoub härebsinked."

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 16 vo 42

 

Hiob 16 vo 42

 

16 Hiob erwideret:

 2 "Wie oft han i so öppis scho ghört!

Dir alli sy elendi Tröschter!

 3 leer Wort de nie es End?

Was provoziert di so z antworte?

 4 Ig chönnt ou so rede wi Ier.

We der a mire stell währed,

chönnt ig überzügendi rede gäge öich schwinge

u dr Chopf über euch schüttle.

 5 Doch stattdesse würd i Nech mit de Wort vo mim Muul stärche

u dr Trost vo mire Lippe würd Erliechterig bringe.

 6 Red i, so wird mi Schmerz nid liechter,

u höre i uf z rede, wird mi Schmerz o nid weniger.

 7 Doch itz het Gott mi zur Erschöpfig bracht.

Är het mini ganzi Hus¬gmeinschaft zugrunde grichtet.

 8 No derzue packt er mi u das dient aus Bewiis.

Mini eigeni Magerkeit steit aus Züg uf u klagt mi is Gsicht a.

 9 Sis zorn het mi verrisse, er feindet mi a

u knirscht mit de Zähne.

Mi Gägner dürebohrt mi mit sym Blick.

10 Si hei ire Muu wit ufgrisse

u mir verächtlech uf d wange gschlage.

I grosser Zahl tüe si sech gäg mi zäme.

11 Gott übergit mi junge Bursche

un schtosst mi in d Händ vu d Bese.

12 I bi sorgefrei gsi aber het mi zerschlage.

Er het mi am Nacke packt u het mi zerschmetteret.

Dänn het er mi zu syre Zielschiibe gmacht.

13 Sini Bogeschütze umringe mi.

Är dürebohrt mini Niere u empfindet kes Mitgfühl.

Är schüttet mini Galle ufe Bode.

14 E Brieschi nach dr andere schlaht er i mi.

Wi ne Chrieger stürmt er gäg mii ah.

15 I ha Sacktuech zämägä, um mini Huut z bedecke,

u mini Würd hani im Stoub begrabe.

16 Mis Gsicht isch grötet vom Weine

und uf mini Augelider het sech töifer Schatte gleit,

17 obwou mini Händ ke gwaut verübt hei

u mi Gibet dri isch.

18 O Erde, bedecke nid mis Bluet!

Für mis Gschrei sölls ken Ruehort gäh!

19 Säuber itz hani e Züg im Himmu.

I de Höchi isch de wo für mi cha ussäge.

20 Mini Fründe mache sech über mi lustig,

während mis Oug vor gott träne vergisse

21 Öpper söu zwüsche nem Maa u Gott aus Vermittler ufträte

wie zwüsched em ne Maa und sym Mitmönsche.

22 Wels sy nume no wenig Jahr,

und i wirde ufem Pfad furtgah wos ke Rückkehr git.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 15 vo 42

 

Hiob 15 vo 42

 

15 Eliphas, der Temaniter, erwideret:

 2 "Wird en Wiiser mit leere Argumänt antworte?

Wird är sy Buch mit Oschtwind fülle?

 3 Lediglech mit Wort zrächtwise bringt nüt.

Blosses Rede isch nutzlos.

 4 Du ungergröbsch nämlech d Gottesfurcht.

Jedes Interesse a Gott schwächsch.

 5 Wiu dis Vergah diktiert dir, was du seisch,

u du wählsch listigi wort.

 6 Dis eigete Muu verurteilt di – nid ig.

Dini eigete Lippe säge gäg di us.

 7 Bisch dr erst Mönsch wo je gebore worde isch?

Bisch vore hügel zur wäut cho?

 8 Ghörsch em vertrauliche Gspröch Gottes zue?

Hesch d Wiisheit für di pachtet?

 9 Was weisch du dass mir nid wüsse?

Was versteisch du dass mir nid verstöh?

10 Sowohl die Grauhaarige als ou die Betagte si under üs,

Männer wo viu euter si aus di Vater.

11 Sind Gottes Tröschtige nid gnue für di,

Wort, wo sanft gsproche wärde?

12 Warum lahnsch du di vo dim Härz furtrisse?

Werum funkle dini ouge vor zorn?

13 Gege Gott seuber richtisch din Ärger

u us dim eigete muu lahnsch so wort cho.

14 Was isch scho dr stärblich Mönsch dasser chönt dri si,

irgend e vore frau geborener daser chönt rächt si?

15 Gseh doch! Är het ke Vertraue i sine Heilige

und selbst dr Himmel isch nid dri i sine Auge.

16 Wi viu weniger, we öpper widerlech u verdorbe isch,

we öpper ungrächtigkeit trinkt wi wasser!

17 Ig wird di ungerrichte. Hör mer zue!

Ig wird verzeue was ig gseh ha,

18 was wiisi manne witer gää u nid verborge hei,

was si vo ihrne Vätere erfahre hei.

19 Ihne elei isch ds Land gä

u ke frömde het dür ihri mitti zogä.

20 E schlechte Mensch leidet all sini Täg Quale,

ja der Tyrann all die Jahr wo ihm bschide sind.

21 Erschreckendi Luute töned ihm i dä Ohrä.

Inere Zyt vom Friede wird er vo Plünderer überfalle.

22 Er glaubt ned, dass er de Finsternis entcho wird.

Uf ihn wartet ds Schwärt.

23 Uf der Suechi nach Nahrig irrt er umenand – wo isch si?

Är weiss nume z guet dass dr Tag vor Finsternis bevorsteit.

24 Eländ u Angscht erschrecke ne ständig.

Si überwältig ne wi ne Chönig wo zum Aagriff parat isch.

25 Denn er er erhebt drohend d Hand gäg Gott sälber

und versuecht, sech am Allmächtige z wiedersetze.

26 Stur secklet är gägen ihn a

mit sym dicke, starche schuud.

27 Si Gsicht isch fett

und a syne Hüft quillt der Späck füre.

28 Är läbt z Schtädt wo zerstört wärde,

z Hüüser wo keine wird wohne,

die zu Steihufe wärde.

29 Er wird nid riich u sis vermöge wird sech nid vermehre

no wird sech si Besitz über das Land usbreite.

30 Dr Finsternis wird er nid entcho.

E Flamme wird sin Zweig versenge.

Durch ä Atemschtoss üs Gottes Mul wird da umkumme.

31 Är sött nid vom Wäg abcho u uf Wertloses vertraue,

Denn was är im Tusch defür bechunnt, wird wertlos sy.

32 Das wird vor sim Tag gscheh

u sini Zwig wärde niemols deihe.

33 Er wird sini unreife Truube abschüttle wie ne Wystock.

Wie ne Olivebaum wird er sini Blüete abwerfe.

34 Wüu d Gmeinschaft vo de Gottlose isch unfruchtbar

u Füür wird d Zält vor Bestechig verzehre.

35 Unglück wird i ne zügt u Böses bringe se zur Wäut

un us ihrem Muetterleib chunnt Betrug füre.