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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 26 vo 42 l3

 

Hiob 26 vo 42 l3

 

26 Hiob erwideret:

2 "Wie sehr häsch em Chraftlose ghulfe!

Wi du dä schwache Arm doch grettet hesch!

 3 Wie brillant hesch doch dä berate wos a Wiisheit fählt!

Wie grosszügig hesch du din gsunde Menscheverstand enthüllt!

 4 Wem verzellsch da eigentlech öppis?

Wär het di drzue inspiriert so öppis z säge

 5 Die im Tod Chraftlose zittere.

Si sy tüüf une, tüüfer aus ds Wasser u sini Bewohner.

 6 Nackt lit ds Grab vor gott

u der Ort vor Vernichtig isch unbedeckt.

 7 Är spannt d Nordhimel über em lääre Ruum uus,

hanget d Ärde a nüt uf.

 8 Är wicklet ds Wasser so i sine Wouche i,

dass sie nit unda ihrem Gwicht vurisse.

 9 Är versperrt dr Aablick vo sym Thrones,

indem är sini wulche vorhär usbreitet.

10 Är markiert dr Horizont uf dr Oberflächi vom Wasser.

Är ziet ä Gränze zwüsche Liecht u Dunkelheit.

11 Sälbscht d Süüle vom Himmel schwanked –

sy Machtwort versetzt se i Schrecke.

12 Dür sini Chraft tuet er ds Meer uuf

u dür si Verstand zerschmetteret er ds Seeigeheuer.

13 Mit sym Atem chlaart er dr Himmu uf.

Sy Hand düregboert di schwär zu fassendi Schlange.

14 Das aues sy nume d Säum vo sinere Wäg!

Nume es lisigs Flüschterli isch vo ihm z verneh!

Drum: Wär cha sy machtvolle Donner vrschtah?"

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 25 vo 42 l2

 

Hiob 25 vo 42 l2

 

25 Bildad, der Schüchiter, erwideret:

 2 "Herrschaft und furchterregende Macht ghöred ihm.

Är schafft Friede im Himmu.

 3 Chönd sini Truppe zählt wärde?

Über wem geit sis liecht nid uf?

 4 Wie also cha der stärblich Mensch vor Gott grächt si?

Wie cha es vore Frou Geborener unschuldig si?

 5 Säuber dr Mond isch nid hell

u d Stärne si i sine Ouge nid dye –

 6 wi viu weniger dr stärblich mönsch wo e made isch,

u e Mönschensohn, wo ne Wurm isch!"

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 24 vo 42 l1

 

Hiob 24 vo 42

 

24 Werum leit der Allmächtig keni Ziit fescht?

Warum gsend die, wo ne kenne, si Tag nid?

 2 Mönsche versetze Gränzmarkierige.

Si raube Herde für ihri eigeti Weid.

 3 Si vertrybe der Esel vaterloser Ching

u näme dr witwe dr stier wäg aus sicherheit fürne kredit.

 4 Si verjaged d Arme vo dr Stross.

D Hilflose vo dr Erde müesse sech vor ihne verstecke.

 5 Di Arme si uf Nahrigssuechi wi Wildesu ir Wildnis.

Ir wüesti sueche si für ihri ching nach öppis ässbarem.

 6 Si müesse uf em Fäud vomne angere ernte

u im Wigarte vom schlechte Mönsche Nachläse haute.

 7 Nackt vrbringe si d Nacht, ohni Chleider.

Si hei nüt zum sech zum Schutz vor dr Chälti zuezdecke.

 8 Der Räge vo de Bärge tuet se dürre.

Da si kei Unterschlupf hei, drucke si sech a d'Felse.

 9 Das Vaterlose Chind wird vom Brust wäggrisse,

un d Kleider vum Arme wäre als Sicherheit fir ä Kredit gnumme,

10 sodass si zwunge si nackt umezlaufe ohni chleidig,

u hungerend d Garbe müesse trage.

11 Zwüsche de Terassemuure müeh si sech ab ir Hitz vom Tag.

Si träte d Wykelter u blibe trotzdäm durschtig.

12 Unufhörlech stöhn d Sterbände ir Stadt.

Di tödlech Verwundete schreie um Hilf,

doch Gott gseht dra nüüt schlimms.

13 Es git Mönsche wo sech gäg ds Liecht uflehne.

Si erkenne nid däm si Wäg

und folge nid däm Pfadä.

14 Bi Tagesanbruch steit dr Mörder uf.

Är tötet dr Hilflose und dä Arme

u nachts begaht är Diebstau.

15 Ds Aug vom Ehebrächer wartet uf d'Dämmerig.

Är seit: 'Keine wird mi säh!',

un verhüllt sys Gsicht.

16 Im Dunkle breche si i d Hüser ii.

Tagsüber schliesse si sech ii.

Ds Liecht isch ne frömd.

17 Wüu dr Morge isch für si z'gliiche wi tüüfi Dunkuheit.

Di Schreckä tüüfer Dunkelheit si vertrout.

18 Doch schnäu wärde si vo de Fluete fortgschwemmt.

Ihres Stück Land wird verfluecht sii.

Si wärde nid zu ihrne Wigärte zrüggchehre.

19 Wi Dürre u Hitz dr schmelzend Schnee la verschwinde,

so lässt das Grab die verschwinde, wo gsündet hei!

20 Sini Muetter wird ne vergässe – d Made wird ne schmecke la.

Me wird nie me a ne dänke.

Un d Ungrechtigkeit wird umgschtosse wäre we ne Baum.

21 Er macht Jagd uf d Unfruchtbari

u behandlet d witwe schlecht.

22 Gott wird de Starche dür sini Chraft es Ändi mache.

Säubscht wenn si sötte ufstoh, isch ne ihres Läbe nid sicher.

23 Gott laht se zueversichtlich und i Sicherheit si,

aber sini Ouge beobachte alles, was si tüe.

24 Si schüsse für churzi Zyt id Höchi, de sy si nümme da

Si wärde umgeknickt u igsammlet wi jede anger o.

Wi Ähre wärde si abgschnitte.

25 Wär cha mi jitz aus Lügner häresteue

oder mini wort widerlege?"

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 27 vo 42

 

Hiob 27 vo 42

 

27 Hiob het sy Red fortgsetzt u het gseit:

 2 "So wahr Gott lebt wo mir Grechtigkeit vorenthalte het,

so wahr der Allmächtig läbt, wo mir das Läbä bitter gmacht het:

 3 solang no atem i mir isch

un Geischt vu Gott in minere Nase,

 4 so lang wird ke ungrächtigkeit über mini lippe cho

u mini zunge wird nüt betrügerischs murmle!

 5 Es isch für mi undenkbar euch für grächt z erchläre!

Bis i stärbe wirdi mini Integritität nid ufgäh!

 6 I wirde a minere Grächtigkeit festhalte u se niemols loslah.

Mis Herz wird mi nid verurteile solang ig läbe.

 7 Mis Find söll wi d Böse werde,

mini Agriifer wi di Ungerechte.

 8 Denn was für ne Hoffnig het dr Gottlose, wenn er vernichtet wird,

we Gott sis Läbe wägnimmt?

 9 Wird Gott si Schrei lose,

we unglück über ihn härebricht?

10 Wird der Allmächtig d Quelle vo sinere Freud sii?

Wird är jederzyt Gott alüte?

11 I wirde euch Wüsse über d'Macht Gottes vermittle.

Nüt was de allmächtige betrifft wirdi verheimliche.

12 Ihr alli hend doch Visione gseh,

werum gäbet dir de völlig läärs Gred vo euch?

13 Das isch de Ahteil wo dr schlächti Mensch vo Gott bechunt,

ds Erbe, ds Tyranne vom Allmächtige übercho:

14 Het är viu Söhn, wärde si dür ds Schwärt umcho,

u sini Nachkomme wärde nid gnue z'ässe ha.

15 Die ne überläbe, wird e Süüchi begrabe,

un ihri Witwe wäre nit um si gränne.

16 Wän er o Silber wi Staub ufhouft

un edele Kleider lagert we Lehm,

17 ja obwohl er das alles aasammelt,

wird doch der Grechte si träge

und di Unschuldige wärde sy Silber ufteile.

18 Ds Huus woner baut isch so vrbrechlech wi der Kokon vonere Motte,

wi ne Unterschlupf wo sech e Wächter gmacht het.

19 Riich wird er sech schlafe lege aber nüt aasammle.

We är d'Ouge öffnet, wird nüt da si.

20 Schreckä überrollt ihn wi ne Fluet.

Ir Nacht wird er vom ne Sturm wäggrisse.

21 Es ostwind wird ihn forttrage, u wäg isch er.

Dr Wind fägt ne vo sinere Stell.

22 Ohni Mitleid stürzt er sech uf ne,

während är verzwiiflet versuecht siner macht z entcho.

23 Är chlatscht vor ihm i d Händ

u vo sym Platz us verspottet er ne.