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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 30 vo 42

 

Hiob 30 vo 42

 

30 Jetz lachet se über mi

Manne wo jünger si aus i,

ihne vätter ig nid mau zu de wachhünd vo mine herde glah hätt.

 2 Vo welem Nutze isch mir d Chraft vo ihrere Händ gsi?

Ihri Energie isch gschwunde.

 3 Mangu u Hunger het si usglaugt.

Si naget a däm durre Land,

das scho verwüschtet und verödet isch gsi.

 4 Si sammle ds Salzchruut vo de Strüücher.

Ihri Nahrig sy Ginschterwurzle.

 5 Us dr Gmeinschaft wärde si vertribe.

Me schreit se nach wie ne Dieb.

 6 A de Abhäng vo Schluchte wohneds,

in Erdlöcher u Felsehöhli.

 7 Inmitte vo de Strüücher schreie se

unger de Nessle dränge si sech zäme.

 8 Aus Böhn vo de Unverständige u Namelose

het me se usem Land verjagt.

 9 Aber iz mache si sech sogar i ihrne Lieder über mi lustig.

I bi für si zum Gspöt worde.

10 Si verabschöue mi und hebe Abschtand zu mir.

Sie zögeret nid mir is Gsicht zspucke.

11 Da Gott mi entwaffnet u gedämüetet het,

lö si i minere gegewart jedi zrühautig la gheie.

12 Rächts vo mir erhebe si sech wi ne Mob.

Si trybe mi i d Flucht

un errichte tödlichi Barriere uf mi Pfad.

13 Si riisse mi Wäg uf

u mache mis elend no schlimmer,

u da isch niemer, wo se ufhaltet.

14 Si chöme wi dür ne breiti Bräsche i dr Muur.

Zmittzt ir Verwüschtig wähle si ane.

15 Schreckä überwältiget mi.

Mini Würd isch wi vom Wind verwäit

u mini rettig löst sech uf wie e wulche.

16 Jetz flüsst mis Läbe da ane.

Täg vom Chummer erfasse mi.

17 Nacht dürebohre Schmerze mini Chnöche,

de nachendi schmärz hört niemals uf.

18 Mit aller Gwalt isch mis Gwand verunstaltet worde.

Es schnüürt mr d Luft ab wi dr chrage vo mire Chleidig.

19 Gott het mi i Schlamm gworfe.

I bi nume no Staub u Äsche.

20 Ig schreie zu dir um Hilf, aber du antwortisch mr nid.

Stah uf, aber luegsch mi eifach nume aa.

21 Grausig hesch di gege mi gwandt.

Mit dr ganze Macht diner Hand geisch uf mi los.

22 Du hebsch mi uf u treisch mi mitem Wind dervo.

De schluderisch mi im Sturm häre u här.

23 Wüu i weis, dassd mi i Tod schicksch,

i das huus wo sech aui läbige versammle wärde.

24 Aber es würd doch niemer e brochne Maa schlah,

we er i sire Not um Hilf schreit.

25 Hani nid um di gränne, di harti Ziite düreläbe?

Hani nid um dä Arme trout?

26 Obwohl i uf guets ghofft ha isch schlächt cho.

Ig erwartet Liecht, aber Finsternis isch cho.

27 Der Ufruhr i mim Innere het kes Endi gno.

Täg vom Chummer hei mir begägnet.

28 I düschterer Stimmig gahni umenand – es git ke Sunneliecht.

Ir versammlete Mängi stahni uf u schreie um Hilf.

29 E brüetsch bini der schakale worde

un ä Fründ d Töchter vum Schtross.

30 Mini Hut isch schwarz worde u abgfaue.

Mini Chnoche glüehed vor Hitz.

31 Mini Harfe isch nume no für d truur da

u mini Flööt füre Klang vom Wy.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 29 vo 42

 

Hiob 29 vo 42

 

29 Hiob het sy Red fortgsetzt u het gseit:

 2 "Wär ig nume wider i de früechere Mönet,

in däne Tag, wo Gott über mi wachte,

 3 wo er si Lampe über mi Chopf het la schine,

Won i i sim Liecht dür d Dunkelheit bi,

 4 aus i ir Blüete vo mim Läbe bi gsi,

wo Gottes Fründschaft i mim Zelt z gspüre isch,

 5 aus der Allmächtig no bi mir isch gsy,

wo mini Chind rings um mi här sy gsy,

 6 aus mini Schritt z Butter schwamme

u d Felse Bäch vom Öl für mi usgosse.

 7 Woni no use zum Schtadttor

u mi Sitz ufem öffentliche Platz het gno,

 8 da hei mi di junge manne gse u hei zur siite kah,

u sogar di alte Manne erhobe sech u blibe stah.

 9 Di füehrende Manne hei sech bim Rede zrügg ghaute.

Si hei d Hand vors Muul gleit.

10 D Stimme vo de agsehene Männer verstumme.

Ihri Zunge het a ihrem Gaume kläbt.

11 Wär mi geng ghört het, het guet vo mir gredet,

un die mi gseh hän, sage zu mine Gunschte.

12 Denn stets befreiti de Arme, wo um Hilf g'ruefe het,

sowie ds vaterlose chind u jede wo ke häufer gha het.

13 Die em Undergang nöch si gsi, hei mi gsägnet,

u ds Herz dr Witwe hani fröhlech gmacht.

14 Mit Gerechtigkeit hani mi bekleidet.

Mini rächtsprächig isch wi es langs gwand und es turban gsi.

15 Ouge bini em Blinde worde

un Fiss däm Glähmte.

16 Ufm Arme bini e Vater gsi.

Ig ungerstütze dr rächtsfau mir Unbekannter.

17 Dem wo schlächt het, brachi der Kiefer,

u sy Zähne entriss i d Büüte.

18 I ha geng gseit: "I wirde i mim diheime sterbe

u mini tag wärde so zahlrich si wi d sandkörner.

19 Mini Wurzle wärde sech zum Wasser hii usbreite

un dr Tau wird di ganz Nacht uf mi Zwig bliebe.

20 Min Ruhm wird ständig erneueret

un dr Böge in minere Hand wird nit ufhöre z schüsse.'

21 Erwartigsvoll het me zueglost,

het schwigend uf mi Rat gwartet.

22 Hani gsproche, hei si nüt me chönne hinzuefüege.

Mini Wort rieselte sanft uf ihri Ohre.

23 Si hei uf mi erwartet wi uf d Räge.

Wit öffnete sy ihres Muul wi uf Früeligsrege.

24 Hani ne zueglächlet, hei sys chuum chönne gloube.

Mis strahlends Gsicht het si montiert.

25i i ha se ah als ihres Oberhoupt leitet

un läbt we ä Kenig unda sinene Truppe,

wi eine wo di truurige tröschtet.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 28 vo 42

 

Hiob 28 vo 42

 

28 Es git en Ort womer Silber abbaut,

u e Ort für Gold, wo glüteret wird.

 2 Ise wird usem Bode gwunne

und Kupfer us Gestei usgschmolzen.

 3 Der Mensch besiegt d Finsternis.

Im Dunkle u Finschter stösst er bis a d Gränze vor

uf der Suechi nach Erz.

 4 Er briebt es schacht, wiit weg vo det wo mönsche wohne,

a vergässene Orte, wyt wäg vo dert wo si umenandzie.

Manne lönd sech abe u schwebe ir Luft.

 5 Uf dr Erde wachst Nahrig,

aber drunter wird alles umgwült wi dür füür.

 6 Dert im Gestei fingt me dr Saphir

u dr Stoub enthaltet Goud.

 7 Kei Raubvogu kennt der Pfad dert häre.

Ds Oug vom Schwarze Mailand het ne nid erspäht.

 8 Kes majestätischs Tier het ne beträtte.

De jung Löwe isch det nid umenandgschliche.

 9 Der Mönsch bricht mit sinere Hand herts Gestei uuf.

D Berge wählt er vo Grund uf um.

10 Är hout Wasserkanäl i Fels.

Sini Ouge entdecke aues Choschtbari.

11 Är schtaut Flüss a ihrne Quellene uf

u bringt Verborgenes as Liecht.

12 Aber Wiisheit – wo isch se z finde?

Wo isch d Quelle vom Verständnis?

13 Ke Mönsch erkennt ihre Wärt

und im Land vo dä Läbä isch si nid z finde.

14 Das tüüfe Wasser seit: 'Sii isch nid in mir!'

Ds Meer seit: 'Bi mir isch si nid!'

15 Mit reinem Gold chame se nid chaufe

no cha me silber aus gägewert drfür abwäge.

16 Mer cha se nid mit Gold us Ophiri chaufe

no mitem seltene Onyxstei und em Saphir.

17 Gold u glas chame nid mit ihre vergliche,

no cha me se gege es Gfäss us feinschte Gold iitusche,

18 ganz z schweige vo Koralle und Bergkristall.

Wüu es Böötli mit Wiisheit isch meh wärt aus eine vou Perle.

19 Mit em Topas vo Chusch laht si sech nid vergliche.

Nid mau mit reinem Goud chame se erwärbe.

20 Doch woher chunt d Wiisheit eigentlech?

Wo isch d Quelle vom Verständnis?

21 Si isch vor d Ouge aues Läbände versteckt

un vor d Vegel vum Himmel vuborge.

22 Vernichtig u Tod säge:

'Üssi Ohre hei nume ei Bricht über si vernoh'.'

23 Gott verstahts dr Wäg zu ihre z finde.

Er weis, wo sie wohnt,

24 dänn er luegt zum Endi vo dr Erde

u gseht aues ungerem Himmu.

25 Won er d Stärchi vom Wind het gfäschtleit

un des Wassa usmacht,

26 aus er e Vorschrift für d Räge erliesst

un e Wäg für d donnerndi Gwitterwolke vorgha,

27 da het er Wiisheit gseh u het si erklärt.

Är het gründet u erprobt.

28 U är het zum Mönsche gseit:

"D Ehrfurcht vor Jehova – das isch Wiisheit,

und sech vom Schlechte abwände – das isch Verstand.'"

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 23 vo 42

 

Hiob 23 vo 42

 

23 Hiob erwideret:

2 "Ou hüt wird ig mi hartnäckig beklage.

Mini Chraft isch erschöpft vor luter Süüfze.

 3 Weni doch nume wüsst woni gott finde!

I würd zu sim Wohnort ga.

 4 I würd ihm mi Rächtsfau vortrage

u mi müu mit argumänt füue.

 5 I würd erfahre wi er mir antwortet,

u druf achte, was er zu mir seit.

 6 Würd är sini grossi Macht ufbiete zum mit mir striite?

Nei, bestimmt würd er mi lose.

 7 Dä Ufrichtig chönnt dört dr Sachverhalt mit ihm kläre,

u min richter würd mi eis für alli mal freispreche.

 8 Gangi aber uf Oste, ischer nid dert,

u chumi zrüg, fingi ne nid.

 9i ischer links tätig, erblicki ne nid,

u wendet er sech nach rechts o de gsehni ne nid.

10 Doch är kennt de Wäg woni iigschlage ha.

Nach däm är mi prüeft het, wird i aus reins Goud füre gah.

11 Mini Schritt sy sy Fuessspure genau gfolgt.

I bi uf sim Wäg blibe ohni drvo abzwiiche.

12 Vom Gebot sire Lippe hani mi nid entfernt.

I ha sini Wort no besser ufbewahrt als mes vo mir erwartet het.

13 Het är öppis bestimmt – wär cha ne vou abbringe?

Wen er öppis wett mache, tuet er's.

14 We das woner für mi beschlosse het wird är o völlig usfüehre.

u er haltet vili settig Sache parat.

15 Drum bini sietwäge ängstlech.

Wenn ig a ne dänke, wachsch mi Furcht.

16 Gott het mir de Muet gno,

dr Allmächtig het mi ängstlich laa.

17 Doch d'Finsternis het mi noni zum Schweige bracht,

ou ned d'Düschterkeit wo mis gsicht bedeckt.