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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 6 vo 42

 

Hiob 6 vo 42

 

6 Hiob erwideret denn:

2 "We mer mini Qual doch nume ganz u gar wiä

u zämä mit mim Unglück uf Waagschalä legä!

 3 Si isch itz schwärer aus dr Sand vo dr Meer.

Drum sy mini Wort unsinnigs Gerde gsy.

 4 Denn d pfiile vom allmächtige hei mi durebohrt

u mi Geischt trinkt ihre Gift.

Vo Gott kommende Schrecke si gege mi ufmarschiert.

 5 Wird es Wildesu öppe schreie wener Gras het?

Wird es Stier brülle wener Fuetter het?

 6 Isst me öppis Fades ohni Salz?

Het Eibischschleim öppe Gschmack?

 7 I ha mi gwigeret so öppis azrüere.

Es isch für mi wi huere Ässe.

 8 Ach we mini Bitte doch nume gwährt würd,

würd Gott mir min Wunsch doch nume erfülle!

 9 We gott doch nume parat wär mi zermalme,

wen er doch nume sini Hand usstrecke u mi vernichte!

10 Säubscht das würd mir Troscht spände.

I würd vor Fröid gumpe trotz mire unufhörleche Schmärze,

denn i ha de Wort vum Heilige nit abglehnt.

11 hani d chraft no witer z warte?

Weles änd erwartet mi dasi am läbe söu blibe?

12 Ha ig öppe d'Chraft vomne Felse?

Besteit mis Fleisch us chupfer?

13 Cha ig mir öppe säuber hälfe,

wo mir doch alli mittel gno worde si?

14 Wär o immer sym Mitmönsch loyal Liebi vorenthaltet,

wird d Ehrfurcht vor em Allmächtige ufgäh.

15 Mini eiget Brüeder sy trügerisch wi es Winterbach,

wi ds verrinnende Wasser vo Winterbäche.

16 Si sy trüb vom Iis,

schmelzender Schnee verbirgt sech i ihne.

17 Doch es chunt d Zyt da schwindet ihres Wasser u se versiege.

Wenns heiss wird, vertrochnet si.

18 Ihres Lauf änderet sich.

Si flüsse i d Wüesti u verliere sech.

19 D Karwanene vo Temak halte Usschou nach dene,

di Reisende us Schibal warte uf si.

20 Doch si wärde für ihres unahbrachts Vertroue beschämt.

Si chöme dert hii, nume zum enttüscht wärde.

21 So sinder für mi worde.

Ihr heit mis schreckliche Unglück gseh u fürchet euch.

22 Ha ig vilech gseit: 'Gäbe mer öppis'?

Han ig vo öich es Gschänk vo Öiem Vermöge verlangt?

23 Hani drum bätte, us dr Hand vomene Find befreit

oder vor ungerdrücker grettet z wärde?

24 Belehrt mi u i wirde schweige.

Helft mir mi Fähler zverstah.

25 Ehrlichi Wort tüe nid weh!

Doch wele Vorteil bringt öii Zurechtwiesig?

26 Plant ier, mini Wort z kritisiere,

d Rede vomene verzwiifelte Mönsch, wo dr Wind fortträgt?

27 Dir würdet sogar umnes Waisenchind Los rüere

u eue eiget fründ verchoufe!

28 Drehet nech etze um u lueget mi aa,

i würd nech doch nid is gsicht lüge!

29 Überleit bitte nomal – beurteilt mi nid falsch –,

ja, überleit nomal denn no isch mini rechtigkeit vorhande.

30 Isch öppe unrecht uf mire zunge?

Schmöckt mis Goume nid dass öppis nid stimmt?

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 5 vo 42

 

Hiob 5 vo 42

 

5 Ruef doch bitte! Isch da öpper wo dir antwortet?

A wellne heilige wottsch di wende?

 2 Ja, d Verbitterig bringt de Unvernünftige um

un dr Neid bringt d Naive zue Dod.

 3 Ha de Unvernünftige Wurzle gseh schlah,

aber mit eim mau isch si dihei verfluecht.

 4 Für sini Böhn isch Sicherheit usser Richwiiti,

ihri Rechte wäre im Schtadtor mit Füess träte un nemads rettet sie.

 5 Sini Ernte isst der Hungrig

u holts sech sogar us de Dorne.

Was si bsitze, wird wäggschnappet.

 6 Allerdings spriisst Schädlechs nid usem Stoub

un Schwierigkeite schiesse nit üs däm Bode.

 7 Dr Mönsch isch nun einisch fürs Unglück gebore,

so sicher wie Funke nach obe flüge.

 8 I jedoch, i würd Gott alüte,

i würd mi fall vor gott bringe,

 9 vor dä, wo grossi u unerforschlechi Sache tuet,

Wunderbars ohni Zahl.

10 Er git dr Erde Rege,

schickt wasser uf d fälder.

11 Der Niedrige hebt er i d Höchi

u de nieder¬gschlage richtet är retend uf.

12 D Intrige vo de Hinterlischtige verteilt er,

sodass ds Wärch vo ihrere Händ nid glingt.

13 Di Wiise fangt er mit ihrere eigete Lischt,

um d Plän vo de Schlaue z dürchrüütze.

14 Am Tag begägnet ne Finsternis,

u am Mittag si umenand teschte aus wärs Nacht.

15 Er rettet vor ihrere scharfe Zunge,

us dr Hand vom Starche rettet är d Arme,

16 sodasses füre hilflose Hoffnig git,

dr Ungrechtigkeit aba dr Mul gschtopft wird.

17 Glücklech isch dr Mönsch wo Gott zrächtwiist.

Drum lehne d Erziehig vom Allmächtige nid ab!

18 Wil er verursacht Schmerz, verbindet aber d Wunde.

Är zerschlaat, heilt aber mit sine eigene Händ.

19 Aus sächs Unglück wird är di rette

u ou ds siebte wird di nid träffe.

20 Während dr Hungersnot wird är di vom Tod erlöse

u während em Krieg vor Macht vom Schwert.

21 Vor de Peitschiebe vor Zunge wirsch beschützt,

u wenn verwüschtig chunnt wirsch di nid fürchte.

22 Über Vernichtig u Hunger wirsch lache

u vor de wilde Tier dr Erde wirsch ke Angst ha.

23 Wüu d'Stei vom Fäld wärde dir nid schade

un de wilde Tier vum Feld wäre mit dir Friede halte.

24 Dir wird klar sii das dis Zält sicher isch,

u wenn dis weideland inspiziersch wirsch nüt vermisse.

25 Du wirsch viu Chind ha

u dini nachkomme wärde so zahlrich si wi d pflanze vo dr erde.

26 Wed is Grab chunsch wirsch no vou Chraft si,

wi Garbe wo igsammlet wärde wes Zit drfür isch.

27 Ja, das hei mir erforscht u so isches.

Los zue u akzeptiers.

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 4 vo 42

 

Hiob 4 vo 42

 

4 Eliphas, der Temaniter het iez erwideret:

 2 "Wirsch uneduldig, wänn me versuecht mit Dir z'rede?

Wüu wer söu da still blibe?

 3 Es stimmt, hesch viu korrigiert,

u di chraftlose händ hesch gstärkt.

 4 Dini Wort hei jede ufgrichtet, wo is Stolper griegt,

un wer weiches Knie gregt het, däm hesch Kraft ge.

 5 Aber iz hets di troffe u es erschlit di.

Es trifft di und du bisch bestürzt.

 6 Schänkt dir dini Ehrfurcht vor Gott ke Zuesicht?

Git dir di wäg vor integrität ke hoffnig?

 7 Dänk doch bitte mal na: Wele Unschuldige isch je um cho?

Wenn si d Ufrichtige je vernichtet worde?

 8 Was ig beobachtet ha isch: Wär ds Fäud vor Bosheit pflügt

u Schwierigkeite sät, wird genau das ernte.

 9 Dür e Atem Gottes chöme si um

u dür ds Schnoube vo sym Zorn geit's mit ne z Ändi.

10 Dä Löw brüllt und e junge Löwe knurrt,

doch sälber d Zähn starker Löie wärde usbroche.

11 Es Löwe chunnt um wenns ke Büte git,

u d'Löwejige wärde usenang¬getribe.

12 Nun het me mir heimlich es Wort zuetrage,

im flüschterton isch es a mys ohr drunge.

13 In beunruhigendi Gedanke versunke, während nächtliche Visione,

we tiefer schlaf über d mönsche gheit,

14 da het mi furchtbars zittern packt

u d Angst isch mer i d Glieder gfahre.

15 E Geischt het a miim Gsicht vorübergschwäbt.

I ha e Gänsehuut becho.

16 Dänn blib er stah,

doch i ha nid chönne erkenne wi er usgseh het.

E Gstalt isch vor mine Ouge gsy.

Es herrscht Still und denn hani e Stimm ghört:

17 'Chan e stärbliche Mönsch grächter si aus Gott?

Cha e Mönsch dri sy aus dä wo ne gmacht het?'

18 Säuber si Diener vertrout er nid

u bi sine Engel suecht är Fehler.

19 Wieviu me de bi dene wo i Lehmhüüser wohned

deren Fundament aus Staub isch,

die me so liecht cha zedrucke wi ne Motte!

20 Völlig zerdrückt wärde si vom Morge bis zum Abe.

Si gö für immer zugrund u kene achtet druf.

21 Si si nid wines zäut wo dr strick usegrisse isch?

Si stärbe ohni Wisheit.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
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Hiob 3 vo 42

 

Hiob 3 vo 42

 

3 De ersch fing Hiob a z rede u dr Tag vo sire Geburt z verflueche.

2 Hiob het gseit:

 3 "Dä Tag woni gebore bi söu usglöscht wärde,

und o d Nacht, wo öpper gseit het: "E Bueb isch zügt worde!"

 4 Dä Tag söll zu Finsternis werde.

Är söll Gott ir Höchi glichgültig si,

keis Liecht söll ne erlüchte.

 5 Tüüfsti Dunkelheit söll ne zrügfordere.

E Rägewulke söll ne bedecke.

Was immer der Tag verfinschteret söll ne i Schrecke versetze.

 6 Jene Nacht – Dunkelheit söll si packe.

Unger dä Täg vom Jahr söll si sech nid fröie,

ir Monate söu si nid uftouche.

 7 Ja, di Nacht söu unfruchtbar wärde.

Ke Freudeschrei söll i ihrer ghört werde.

 8 Diä Tag verflueched, sölleds mit emene Fluech belege,

ja die wo imstand si dr leviatan z wecke

 9 D Stärne vo ihrere Dämmerig söue sech verfinschtere.

Verglech söu si uf ds Liecht warte,

d strahle vo de morgeröte sölls nid gseh.

10 Wül si het der Leib vo mire Mueter nid verschlosseni

no ds unglück vor mine ouge verborge.

11 Warum bin ich nid bi de Geburt gstorbe?

Warum bin i nid umgekumme, wo i dr Muetterleib ha?

12 Warum sy da Chnü gsy wo mi ufnahme

u Brüscht wo mi schtigte?

13 Ungstört würi itz deliege.

I würd schlafe und rueh

14 zäme mit de Chönige vo dr Ärde u ihre Ratgäber,

di längst verfalleni Stätt für sech boute,

15 oder mit Fürschtä, d Gold bössä,

derä Hüser mit Silber gfüllt si gsi.

16 Oder warum bini nid wi ne verborgeni Fählgeburt gsi,

wie ching wo nie ds liecht gseh hei?

17 Dert rege sech sogar d Böse nümme uf.

Dert rueh di Erschöpfte.

18 Dert sy di Gfangene auesamt unbesorgt.

Si lose nid d Stimm vo ihrem Arbeitsatrieber.

19 Dert sy Chlii u Gross glych

un dr Sklave isch frei vu sinem Herr.

20 Warum schenkt Gott am Leidend Liecht

und dene wo bitteri Not liide, Läbe?

21 Werum chunt ihr Tod nid, we si sech doch när gseh?

Si grabed eifriger nachher als nach verborgene Schätze,

22 ja die, wo sech sehr freue,

die glücklech si, we si ds grab finge.

23 Warum schenkt Gott däm Maa, wo si Wäg nümme findet, Liecht,

däm Maa woner izeigt het?

24 Denn statt z ässe süüfli

un mi Schtöhn ergisst sich we Wasser.

25 Das, won i mi gförchtet ha isch über mi cho,

u das woni Angst gha ha, das het mi troffe.

26 I ha ke friede, ke rueh, ke erholig gha,

sondern d Problem göh immer witer."