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rico loosli 6924 bioggio tessin
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D Psalme 80 bis 150

 

D Psalme 80 bis 150

 

Für de musikalische Leiter. Nach "D Lilien". E Erinnerig. Vo Asaph. Es Musikstück.

80 O Hirte Israels, los zue,

dü, der dü Joseph leitisch we ne Herde.

Dä du übere Cherubim thronsch:

Strahle füre.

 2 Entfalti dini Macht

vor Ephraim, Benjamin u Manasse.

Chum u rette üs.

 3 Bring üs i üse früechere Zuestand zrü, o Gott.

Lah Dis Gsicht über üs lüchte, damit mir grettet wärde.

 4 Jehova, gott dr Heere, wie lang wirsch du däm Gebät vo dim Volk feindlech gägenüberstah?

 5 Du gibsch ne Träne aus Brot,

unzähligi Träne lahsch se trinke.

 6 Du lahsch üsi Nachbare üsetwäge striite.

Ständig hei üsi Feinde über üs gspottet, wi's ne beliebt.

 7 O Gott vo dr Heere, bring üs i üse früechere Zuestand zru.

Lah Dis Gsicht über üs lüchte, damit mir grettet wärde.

 8 Du hesch derfür gsorgt, dass e Weinstock Ägypte verlührt.

Du hesch d Völker vertribe u ne ipflanzt.

 9 E Platz hesch für ne frei gmacht

un är het Wurzle gschlage u füllt ds Land.

10 Sy Schatte bedeckt d Bärge

un sini Zwig d Zeiche Gottes.

11 Sini Ranke längt bis ans Meer

un sini Triib bis zum Euphrat.

12 Warum hesch d Steinmuure vom Wybärg niedergrisse,

sodass alli wo verbiigöhnd sini frücht pflücke?

13 D Wildschöi vom Wald verwüscht ne

un d Wildtier vum Feld ernähre sich vu nem.

14 O Gott der Heere, bitte chum zrü!

Lueg vom Himmel abe u gsehs dir a!

Kümmere di um dä Wiistock,

15 umä Setzlinga wo dini rächti Hand pflanzt het.

Lueg ufe Sohn wod starch gmacht hesch für di.

16 Dä Wystock isch verbrennt, abgschnitte.

Di Machtwort laht ds Volk umcho.

17 Dini Hand möge dr Maa a dinere rächte Site stütze,

der mönsch wo du starch gmacht hesch für di.

18 Mir wärde üs de nid vo dir abwände.

Ebe üs am Läbe, damit mir din Name chöi alüte.

19 O Jehova, Gott der Heere, bring üs i üse früechere Zuestand zru.

Lah Dis Gsicht über üs lüchte, damit mir grettet wärde.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
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D Psalme 79 bis 150

 

D Psalme 79 bis 150

 

Es Musigstück vo Asaph.

79 O Gott, d Völker si i dis Erbe igfalle.

Din heilige Tempel händs verunreinigt.

Si hei Jerusalem zumene Trümmerhuufe gmacht.

 2 Die Leiche vo dine Diener hei si de Vögu vom Himmu zum Frass gäh

un des Fleisch dine Loyale dr wilde Tier dr Erde.

 3 Ihr Bluet hei si wi Wasser vergosse rings um Jerusalem,

und es isch kene übrig bliebe zum se begrabe.

 4 Mier sy für üsi Nachbare zum Gspött worde.

Die üs umgäh, lachet üs us und verhöhne üs.

 5 Wie lang, o jehova, wirsch ufbracht sii? für immer?

Wi lang wird dis Zorn wi Füür brönne?

 6 Gang di Zorn us über d Völker wo di nid kenne,

über die Königriiche wo di Name nid alüte.

 7 Denn si hei Jakob verschlunge,

syni Heimet hei si verwüschtet.

 8 Zieh üs nid zur Rächeschaft für d Vergehe vo üsne Vorfahre.

Schnell, han Erbarme mit üs,

denn mir si sehr erniedrigt worde.

 9 Hilf üs, o Gott üsere Rettig,

wäg dim herrliche name.

Befrei üs und vergib üsi Sinde dim Name zliebe.

10 Wieso sötte d Völker säge: Wo isch dr Gott?

Vor üsne Auge söll under de Völker bekannt werde:

Ds vergosse Bluet vo dinere Diener isch grächt worde.

11 Hör doch ds Süüfze vom Gfangene.

Bewahr di zum Tod Verurteilt dür dini grossi Macht.

12 Lah üsi Nachbare sibefach füre Spott zahle,

mit däm si di verhöhnt hei, o Jehova.

13 Mir, dis Volk u d Herde vo dire Weid,

wärde dr de für immer danke.

U vo Generation zu Generation wärde mir di Ruehm verkünde.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
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D Psalme 78 bis 150

 

D Psalme 78 bis 150

 

Maskil. Vo Asaph.

78 Min Volk, höred uf mis Gsetz.

D Wort vo mim Muul wännd dis Ohr zue.

 2 I wirde mis muul öffne u es sprichwort lose.

Rätsel aus längst vergangener Zyt wirdi vortrage.

 3 Was mir ghört hei u kenne,

was üsi Vätere üs verzellt hei,

 4 wärde mr ihre Söhn nid verschwiige.

Vo de Ruhmestate Jehovas und sinere Stärchi,

vo däm Wunderbare woner gmacht het,

wärde mir der kommende Generation brichte.

 5 Är het Jakob ä verordnig gäh

un erlest in Israel ä Gsetz.

Üse Vorfahre het er d Aawiisig geh,

das alles ihrne chind mitzteile,

 6 damit di nächscht Generation,

di no ungeborene Chind dervo erfahre.

Und si widerum würde irne Chind dervo verzeue.

 7 Di würde de ihres Vertraue uf Gott setze.

Gottes Tate würdeds nid vergässe,

sondern sini Gebot halte.

 8 Sii wäre nid wi ihri vorfahre,

e sture u rebellischi generation,

e generation mit emne unbeständige herze,

Diren Geischt Gott nit treu war.

 9 D Ephraimiter sy mit em Böög bewaffnet gsy,

doch am Tag de Schlacht hei si dr Rückzug aagleit.

10 Si hei sech nid a bund gottes ghaute

un weigere sich nohch sinem Gsetz z läbä.

11 Ou vergässe si, was er gmacht het,

syni wunderbare Taate, wo er se het la gseh.

12 Vor de Ouge vo ihrne Vorfahre het är Erstuunlichs

z Ägypte, ir gägend vom Zoan.

13 Är het ds Meer teilt, um se la dürrezieh,

u türmet ds Wasser uf wi ne Damma.

14 Tagsüber het är se mitere Wulche gleit

und di ganz Nacht lang mit em Liecht vomene Füür.

15 Er het Felse ir Wildnis gspaltet,

loh si richlech trinke wi us tiefem Wasser.

16 Us emene Felse het er Bäch cho,

wie Flüss het er s Wasser aabströme loh.

17 Doch si sündiget witer gäg ihn,

wo si ir wüesti gäge d höchschte rebelliert hei.

18 Sie forderet Gott in ihrem Herz use,

wo si ässe verlangt hei, nach däm si sech gsähne.

19 So hei si schlächt über Gott gredt

u hei gseit "Chasch Gott öppe ir Wildnis e Tisch decke?"

20 Gseht! Är het e Felse gschlage,

sodass Wasser floss u Bäch hei useströmte.

"Cha är üs denn o Brot gäh?

Chan är sys Volk mit Fleisch versorge?"

21 Wo d Jehova si ghört het, isch är zornig worde.

Füür flammte gäg Jakob uf

un si Zorn entzindet sich gege Israel,

22 wöu si ke Gloube a gott hei gha.

Si vertroue nid druf, dass är si het chönne rette.

23 Drum het er em Wulchehimmel ufe Befähl gäh

un het d Tore vum Himmel ufdoe.

24 Manna zum Esse het er für si rägne.

Ds Korn vom Himmu het er ne gä.

25 Mönsche ässe ds Brot vo Mächtige.

Är het ne gnue zum Sattwärde gäh.

26 Der Ostwind het er am Himmel losbräche

un durch sini Macht het da ä Südwind lo wehre.

27 U är het Fleisch wi Schtoub uf si rägne,

Vögu wi Sand am Meer.

28 Mitte i sys Lager het är se la gheie,

rings um sy Zält.

29 Si ässe u het sech vou gschtoppt.

Är het ne derby, was sy vrlanget.

30 Doch bevor si ihres Verlange ganz hei gstillt,

während ds Ässe no i ihrem Muul isch gsi,

31 het Gottes Zorn gäg si abbroche.

Ihri stärchschte Manne het er tötet.

Die junge Manne Israels het er nieder gstreckt.

32 Trotzdäm hei si wyter gsy

u hei nid a sine wunderbare Tate gloubt.

33 Da het er ihre Täg vergah aus wäre si e blosse Houch,

und ihri Jahr mit plötzleche Schrecke.

34 Doch sooft er dä Tod über si bracht het, hei si nach ihm gsuecht.

Jedesmol kähre sie um un halte Üsschau nohch Gott,

35, we si sech erinneret hei: Gott isch ihr Fels gsi,

dr höchscht Gott ihr Erlöser.

36 Doch mit ihrem Muul hei si ne wöue tüüsche

u mit ihrer Zunge belogeds ne.

37 Ihres Herz het nid fescht zu ihm gheisse.

Ihm Bund sy si nid treu gsy.

38 Är isch aber barmherzig gsi,

vergab immer wieder ihres vergehe u het si nid zugrunde grichtet.

Oft hebt er sy Ärger im Zaum,

statt si ganz Zorn wachzrüefe.

39 Är het dänkt, dass sy nume us Fleisch sy gsy,

es Wind wo vorüberwäht u nid zrüchehrt.

40 Wie oft hei sy gäge ne ir Wildnis rebelliert

u hei ne ir Wüschte kränkt!

41 Wider u wider hei si Gott uf d Probe gstellt

un mache däm Heilige Israels Schmerz.

42 Si hei sech nid a sini Macht erinneret,

a dä Tag, won är se vom Gägner befreit:

43 wi är z Ägypte sy Zeiche het

u sy Wunder ir Gägend vo Zoan

44 u wi är d Nilkanäl z Bluet verwandlet het,

sodass d lüt nid hend chönne us ihrne bäch trinke.

45 Är het Schwärm vo Bremse gschickt wo über si sötte härfaue,

u Frösch zu ihrem Undergang.

46 Ihri Ernte het är dr unersättlech Heuschrecke gäh,

d'Frucht vo ihrne Arbet dr Heuschrecke¬schwärme.

47 Ihri Wystöck het är dür Hagel vernichtet,

ihri Mulbeerfeige¬böim dür Hagelkörner.

48 Ihri Lasttier het er em Hagelschlag überloh

u ihres Vieh em Blitzschlag.

49 Er het si glüehende Ärger la gspüre,

Zorn, Entrüschtig u Elend,

Unglück dür Scharä vo Ängle.

50 Sim Zorn het er e Wääg baahnt.

Er het se nid vorem Tod verschonde.

Der Pest het er sib Priis ge.

51 Schliesslech het är aui Erschtgeborene Ägypte tötet,

dr Aafang vo irer Zügigsschraft i de Zelte Hams.

52 Dänn het er sis Volk usegfüehrt wie Schaf

un lit sie in dr Wildnis we ä Herde.

53 Er het se sicher gführt

und si hei ke Angscht gspürt.

Ds Meer het ihri Feind bedeckt.

54 U är het si i sys heilige Gebiet bracht,

das Bergland wo sini rächti Hand erwarb.

55 Vor ihne het er d Völker vertribe.

Mit dr Messschnur het er ne es Erbe zue teilt.

D Stämme Israels het er i ihrne Hüser aagsproche.

56 Doch immer wieder forderet si Gott, de Höchste, use u rebelliert hei gägenüber.

Die vo ihm kommende Erinnerige hei si nid beachtet.

57 O si sech abwandlet u si so treulos gsy wi iri Vorfahre.

Si si so unzuverlässig gsi wi ne schlaffer Böög.

58 Ständig hei si ne mit ihrne Höhe beleidiget,

mit ihrne Götzebiuder hei si Zorn erregt.

59 Gott hets ghört u isch zornig worde,

un so vuschtosst er Israel ganz un gar.

60 Schliesslech het är d Wohnig z Silo ufä,

ds Zelt, woner unger de mönsch gwohnt het.

61 Ds Symbol vo sinere Stärchi het er i d Gfangeschaft gloh.

Sy Praacht isch i d Hand vom Gegner gsy.

62 Är het sys Volk em Schwärt usglieferet

un wird zornig uf si Erbe.

63 Sini junge Manne frisst ds Füür uf

u für syni Jungfroue sy kener Hochzitslieder gsunge worde.

64 Sini Prieschter fiire dür ds Schwärt

u ihri witwä gränne nid.

65 Denn het d Jehova uf wachet wie usm Schlaf,

wi ne mächtige usem wyrusch.

66 U är het sy Gägner zrügg triebe.

Blybendi Schand het er über se bracht.

67 Er het ds Zält Josephs verwarf.

Dr Stamm Ephraim het är nid usegwählt.

68 Der Stamm Juda dergäge het är uusgwählt,

der Bärg Zion, won er liebt.

69 Sis Heiligtum het är so unvergänglech gla wärde wi dr Himmu,

wie d'Ärde, woner für immer Bestand het gä.

70 Är het si David us gwählt

u het ne vo de Schafhürde wäg gholt,

71 vom Hütte vor süügende Mueterschaf.

Er het nen zum Hirte iba Jakob gmacht, si Volk,

un iba Israel, si Erbe.

72 Är isch ne ein vo ganzem Härz tröuer Hirte gsy,

mit gschickte Händ het är se gfüert.

 

rico loosli 6924 bioggio tessin
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D Psalme 77 bis 150

 

D Psalme 77 bis 150

 

Für de musikalisch Leiter. Uf Jeduthuna. Vo Asaph. Es Musikstück.

77 Mit minere Schtimm werd i zu Gott schreie.

Zu Gott wird i schreie u er wird mi ghöre.

 2 Am Tag dr Not suech i nach Jehova.

Nachts strecki ihm unermüedlich d Händ entgäge.

Nüt cha mi tröste.

 3 Ir Erinnerig a Gott stöhn ig,

bi beunruhigt u mi verlaht d chraft. sela

 4 Du haltisch mini Augelider offe.

I bi ufgwühlt und cha nid rede.

 5 Mini Gedanke wandere i längst vergangeni Ziite,

i di Jahr ferner Vergangeheit.

 6 Ir Nacht erinnere ig mi a mis Lied.

Mis Herz isch i Gedanke versunke.

Gründlech forsche ig noche.

 7 Wird üs Jehova für immer verstosse?

Isches für immer vrbi mit sire gunst?

 8 Isch sy loyal Liebi für immer z'änd?

Löst sech sini Verspräche für alli Generatione i nüt uf?

 9 Het Gott vergässe sini gunst z zeige

oder het siis zorn sini barmherzigkeit versperrt? sela

10 Muesi geng wider säge: "Das isch's wo mi schmerzt:

dass dr Höchscht sini Hautig üs gegenüber gänderet het"?

11i wirdi a d Werchä Jahr zrüdänke,

a dini erstuunleche tate vo früecher.

12 Über all dis Tue wirdi intensiv nachedänke,

mi mit dine Handlige befasse.

13 O Gott, dini Wäg sy heilig.

Wele Gott isch so gross we dü, o Gott?

14 Du bisch de wahri Gott, wo Erstuunliches vollbringt.

De Vouker hesch dini Sterchi zeigt.

15 Dür dini Macht hesch dis Volk befreit,

de Bueb Jakobs un Josefs. Sela

16 Die Wasserfluete händ dich gseh, o Gott.

Si hei di gsäh u si unruhig worde.

Ds tiefe Wasser isch ufgwüut gsi.

17 Us de Wulche het ds Wasser aagstürzt,

der Wolkenhimmel het donneret,

hie häre u dert häre schosse dini Pfili.

18 Di Donner het wi Wageräder pouteret.

Blitze hei di bewohnti Ärde erlüchtet.

D Erde het zitteret u bebäte.

19 Dür ds Meer het di Wäg gführt,

dür grossi wassermasse di pfad.

Doch dini Fuessspure sy unuffindbar gsy.

20 Du hesch dis Volk gleitet wie e Herde,

es under d Fürsorg vo Moses und Aaron gstellt.