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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Lukas 12 vo 24

 

 

Lukas 12 vo 24

 

12 Inzwüsche hei sech Tuusigi vo Mönsche versammlet, so viu dass si sech gägesitig uf d Füess treit hei. Do het da zerscht zue sinene Jinger gsait: "Nähme äich vor rem Surdeig vu d Pharisäer in Acht, so vor ihre Heuchelei.

2 Es isch jedoch nüt sorgfältig verbote, was nid offebar wird, und nüt gheim wo nid bekannt wird.

3 Drum wird das wo dir im dunkle säge im helle ghört wärde und was dir i privatröim flüsteret wird vo de dächer verchündet wärde.

4 Ou säg i Nech, mine Fründe: Hei ke Angscht vor dene wo zwar dr Körper umbringe, aber när nüt wyter chöi arichte.

5 I wirde euch aber säge, wem dir fürchte sollt: Fürchte dä, wo d Macht het, z umbringe und när id Ghenna z rüere. Ja, i säge Nech: Ihn sölled ihr fürchte.

6 Was zahlt me scho für füf spatze? Zwei Münze wo chuum öppis wärt si. Doch Gott vergisst kein einzige vo ihne.

7 Und sogar d Hoor uf öirem Chopf sy alli zäut. Hei ke Angscht: Dir sy meh wärt als e ganzi Spatzeschwarm.

8 I säg nech: Jede wo sech vor de Mönsch zu mir bekennt, zu däm wird sech o der Mönschensbueb vor de Engel Gottes bekenne.

9 Doch wer mi vor d Mensch verlügnet, der wird au vor d Engel Gottes verlügnet werde.

10 Un jeda, der ebis gege d Menschbue sait, däm wird vugäbe wäre. Wer aba gege d heilige Geischt läschtert, däm wird nit vugäbe wäre.

11 Wenn me euch vor öffentliche Versammlige, Regierigsbeamte u höchi Instanze bringt, denn machet euch ke Sorge drüber wi ihr euch verteidige oder was ihr säge söllet,

12 denn dr heilig Geischt wird äich i däm Momänt lehre was ihr sage sollt."

13 S het nen etze jemads üs dr Lit gsait: "Lehrer, sag minem Brueda, er soll des Erbe mit ma teile."

14 Är het erwiteret: "Mönsch, wär het mi zum Schlechter zwüsche Öich beide igsetzt?"

15 Dänn het er zu dene gseit: "Haltet d Ouge offe und hetet öich vor jedere Art vo Gier, wüu we öpper o no so vil het, sy Bsitz git ihm kes Läbe."

16 Derzue het er en Verglich bracht: "Ds Land vomene Riiche het gueti Erträg glieferet.

17 Da heter überleit: 'Ich weiss nid wo i mini ganz Ernte söu ungerbringe. Was machi jitz nume?'

18 Schliesslech beschlosse er: 'So machis: I riss mini Vorratshüser ab, boue grösseri, bringe mis ganze Getreide u aui mini Güeter dert häre

19 und säg mir "Du hesch so vil Guets agsammlet, dass es vieli Jahr langet. Lehn di zru, issä, trinkä u gnüss ds Läbä."

20 Doch Gott het zu ihm gseit: 'Du Unvernünftiger, no hüt Nacht wird me dis Läbe vo Dir fordere. Wer söll den alles becho wo du agsammlet hesch?'

21 So übergahts öpper wo Schätz für sich aasammlet, aber in Gottes Ouge nid riich isch."

22 Er drillt sich etze a sini Jinger: Drum sag i äich: Häre uf, äich iba äire Läbä Sorge z mache, so was ihr ässä sollt, odr iba äire Körper, so, was ihr azlegä sollt.

23 Ds Läbe isch nämmlech meh wärt aus ds Ässe und dr Körper isch meh wärt aus d Chleidig.

24 Denkt nume einisch a d Rabe: Si säe nid u ernte nid u hei weder Schöine no Vorratshuus. Trotzdem ernährt si. Siter nid viu meh wärt aus Vöu?

25 Wer vo öich cha dür das, dass är sech Sorge macht, sini Läbesduur o nume es chlises bitz verlängere?

26 Wedr auso scho sone Chliinigkeit nid zstand bringe, warum eu de über di andere Sache sorge mache?

27 Achtet eimal druuf, wie d Lilie wachse: Sie mühe sech nid ab und spinne ke Garn. Aber i säge nech: Nid mau Salomo in all sinere Pracht isch so schön kleidet gsi wi eini vo ihne.

28 We Gott scho d Pflanze uf e Fälder, wo hütt da sy und morn i es Ofe gworfe wärde, so chleidet, de wird er doch ersch rächt euch achleide! Hend Der so wenig Glaube?

29 Höret also uf euch sorge drüber z mache was dir ässe u was ihr söue trinke u höret uf vor ungwüsseheit agspannt zsi.

30 Denn auem loufe d Wäutvöu hingerhär, doch üche Vater wüsse, dass dir das aues bruchet.

31 Macht stattdesse immer sys Königreich zum Wichtigste i euem Läbe u dir wäret aues no drzuezbecho.

32 Häb ke Angscht, chlyni Härde, wüu üche Vater het's für guet befunde euch ds Chönigrich zgäh.

33 Verchouft öie Bsitz u gäbe dervo de Arme. Machet Nech Gäldbüteli, wo sech nid abnütze – e unerschöpfleche Schatz im Himmel, wo kes Dieb häre chunt und keni Motte öppis zerfrisst.

34 Denn wo üch Schatz isch, da wird o öiches Härz si.

35 Sit fertig azoge u parat, u löhet eui Lampe brenne.

36 Syt wi Mönsche wo druf warte das ihre Herr vo dr Hochzyt zrükehrt, damit si ihm wen er chunt u aklopft, sofort chöi öffne.

37 Glücklech si die Sklave wo dr Herr wachend vorfingt wenn er chunnt! I versichere euch: Är wird sech zum Bediene fertig mache, si am Tisch Platz löh la ne u de chöme und si bediene.

38 U wen er ir zwöite Wach chunt oder sogar ir dritte und gseht, das si parat si, wi glücklech chöi si sech de schätze!

39 Eis isch klar: We dr Huusbsitzer wüsst, we dr Dieb chunnt, de laht er ne nid bi sech iibräche.

40 Haute ou dir euch parat, wüu dr Mönschesohn chunnt zumene Ziitpunkt wo ihr nid für wahrschinlech haltet."

41 Drufhin het dr Petrus gfragt: "Herr, bringsch du dä Vergliich nume für üs oder für alli?"

42 Dr Herr het erwideret: "Wer isch in Wahrheit dr treue Vuwalter, der vuschtändig, däm si Herr d Vuantwortig fir sini Dienerschaft ibatrage wird, dmit er ne immer zur richtige Ziit ihr Mass a d Nahrig git?

43 Glücklech isch dere Sklave we si Herr chunt u gseht das er genau das duet!

44 I säge nech d Wahrheit: Si Herr wird ihm d Verantwortig für si ganz Bsitz übertrage.

45 Faus sech aber dä Sklave jemals söt säge: 'My Herr verspätet sech', u afo d Diener u Dienerinne z schlah, u faht a z ässe u trinke, ja sech z betrinke,

46 wird dr Herr vo däm Sklave a eim Tag kumme, wo er ne nid erwartet, un zue einere Schtund, woner nid kennt, un nen üsserscht hert bestrafe un nem si Platz under d Untreue zwisse.

47 Denn wird dä Sklave wo zwar verstande was si Herr het wölle, sich aber weder parat het no sin Uftrag erfüllt, vil Schläg übercho.

48 Degäge wos nid verstande het, aber eppis gmacht het für was er Schläg verdient wird wenig becho. Vo jedem wo viu gä isch wird viu verlangt wärde u wäm viu avertraut worde isch, vo däm wird me meh aus ds Übleche verlange.

49 Bi cho zum es Füür uf Erde z entfache, u was wünschi meh als dass es scho entzündet wär!

50 Aber da git's no e Toufi wo mir bevorsteit u wi sehr bini doch i Sorg bis si vollzoge isch.

51 Denket ihr i bi cho zum der Erde Friede bringe? Nei säg i öich, sondern zum trenne.

52 Denn vo jitz aa wärde füf imene Huus entzwyyt sy: Drü gäge zwöi und zwöi gäge drei.

53 Si wärde entzweit sy: Vater mit Sohn u Sohn mit Vater, Muetter mit Tochter und Tochter mit Muetter, Schwiegermuetter mit Schwiegertochter und Schwiegermuetter.“

54 Nähr het är sech o a d Mängi gwanne: "We dir im Weste e Wulche gsehsch ufstige, säget Der sofort: 'Es Unwätter zieht uf', und so chunnts.

55 Und we dr gsehsch das Südwind weht, säget Der 'Es git e Hitzwelle' und es trifft ii.

56 Ihr Hüüchler! Ds Usgseh vom Erde u Himmel wüsset Der izschätze – werum chöit Der de die bsundrigi Zyt nid ischätze?

57 Und warum chöit ihr nid säuber beurteile was grächt isch?

58 We zum Bispiu mit dim Prozessgägner zumene Vorsteher geisch, de du ungerwägs dis Möglechscht, di mit ihm z einige, dass är di nid vor de Richter schleppt und dr Richter di am Grichtsbeamte übergit und dr Grichtsbeamte di is Gfängnis wirft.

59 I säg dr: Du chunnsch dert uf ke Fall use bis dini letschti chliini Münze zahlt hesch."

 

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Lukas 11 vo 24

 

 

Lukas 11 vo 24

 

11 Einisch het Jesus amene bestimmte Platz inne ghebet und betet het. Als sa etze fertig war, sait eina vu sinene Jinger zue nem: Herr, bring uns mit, we ma bätet, so we`s au Johannes sini Jinger bibracht het.

2 Da het er zu ihne gseit: "We dir bätet, seit: 'Vater, di Name söll gheiligt werde. Lah dis Chönigrich cho.

3 Gib üs jede Tag z Brot nach üsem tägliche Bedarf.

4 U vergibt üsi Sünde, denn ou mir säuber vergäbe jedem, wo bi üs verschuldet isch. U bring üs nid i Versuechig.'"

5 Denn het er no gseit: "Agno, eine vo Öich geit um Mitternacht zum ne Fründ u bittet ne: 'Mi Fründ, lig mir doch drü Brot.

6 E fründ vo mir isch nämlech grad agreist u i ha nüt zum abiete'

7 Doch vo inne chunnt d Antwort: 'Hör uf, mi z störe. D Türe isch scho verschlosse und mini Chind liege bi mir im Bett. I cha iz nid ufstah u dir öbis gäh.'

8 I säg nech: Är wird ganz sicher ufstah u ihm alles gä wo är brucht – säubscht wener's nid us Fründschaft tuet, sondern wüu dr anger so hartnäckig isch.

9 Drum säg i Nech: Bittet geng wider, und Der werdet übercho, suecht witer und Ihr werdet finde, chlopfet immer wider aa und es wird Öich göffnet werde.

10 Denn jeda, der bittet, u jeda, der suecht, findet, u jedem, der aklopft, wird ufdoe.

11 Wele Vater unger öich wird sim Chind scho e Schlange geh wes um en Fisch bittet?

12 Oder o wenns um es Ei bittet, git er ihm de öppe e Skorpion?

13 We also scho Der's verstöh, öie Chind guet zschänke, obwohl Der schlächt sit, wi vil meh wird denn der Vater im Himmel dene, wo ne bitte, heilige Geischt gäbe!“

14 Spöter het er e Dämon us triebe, wo Stummheit verursachet het. Wo dr Dämon verschwunde isch gsi, het der Stumme aagfange rede, u d Lüt hei nume so gstunke.

15 Doch einigi gseit: "Dä cha di Dämonä doch nume dür Beelzebueb, dä Herrscher vo dä Dämonä ustrybe."

16 Angeri hei ne uf d Prob wöue steue u hei vo ihm drum es Zeiche vom Himmu verlangt.

17 Da er gwüsst het, was si denkt hei, het er zu ne gseit: "Jedes Rich, wo i sech gspalte isch, geit unger und jedi Familie, wo i sech gspalte isch, zerfallt.

18 So isches o mit Satan. We er i sich selber gspalte isch wie söu sis Riich besteh? Schliesslech behauptet Der ja, i würd di Dämone mithilf vo Beelzebueb ustrybe.

19 Weni di Dämonä dür Beelzebueb usstribä, wi tribä öiri Söhn sis de uus? Drum wärde si öiri Richter sy.

20 Wenn i di Dämonen aber dür den Finger Gottes ustrib, denn isch Gottes Königrich scho cho, ohni das drs gmerkt heit.

21 Solang e starke, guet bewaffnete Maa si Palascht bewacht, isch si Bsitz i Sicherheit.

22 Doch we ne no Stärker aagrifft und besiegt, nimmt er ihm alli Waffe weg wo er vertraut het. Und denn verteilt er was er ihm weggnoh het.

23 Wär nid für mi isch gäge mi u wär nid mit mir isammlet dr zerstreut.t

24 We e böse Geischt usemene Mönsch uszieht, irrt er uf dr Suechi nach me Ruheplatz i verlassene Gägände ume. Nachdäm är keni gfunde het, seit är sech: 'I kehre i mis Huus zrü, wo ig uszoge bi.'

25 Und bi syre Akunft findet är ds Huus suuber gfägt u schön härgrichtet vor.

26 Är nimmt de sibe wyteri Geischter mit, wo no bösartiger sy als er sälber, und si zieh y und blybe. So isch dä Mönsch am Ändi schlimmer dra als vorher.

27 Won er das alles gseit het, het e Frou us der Mänschemängi grüeft: "Glücklech isch der Muetterleib, wo di treit het, u glücklech sy die Brüscht, wo di hei gschtillt!"

28 Doch är entgägnet: "Nei, sondern glücklech isch, wär Gottes Wort lost u de nächär läbt!"

29 Wo d Lüt i Masse zämelöfe, het er aagfange erkläre: "Di Generation isch e bösi Generation. Si verlangt es Zeiche, wird aber kes übercho – nume ds Zeiche Jonas.

30 Denn so, wie de Jona für d Ninivite zumene Zeiche worde isch, wirds o dr Mönschensohn für die Generation si.

31 D Königin vom Süde wird mit de Manne vo dere Generation im Gricht ufstoh u sie verurteile, denn sie isch vom End vo de Erde cho, um d Wysheit Salomos z lose. Aber luege! Hie isch öper wo bedütender isch aus Salomo.

32 D Iiwohner vo Ninive wärde mit dere Generation im Gricht ufstah und si verurteile, denn si bereue uf das hi, was Jona predigt het. Aber gseht! Hie isch öper wo bedütender isch aus de Jona

33 Nachdem me e Lampe azündet het, versteckt me se nid und stellt se ou nid undereme Mässgfäss sondern ufe Lampeständer sodass jede wo inechunnt s Liecht cha gseh.

34 Ds Oug isch d Lampe vom Körper. We dis Oug fokussiert isch, de isch o di ganz Körper voller Liecht. Doch wenns niidisch isch, de isch o di Körper finster.

35 achti drum druff dass ds Liecht i dir nid Finsternis isch.

36 We auso di ganz Körper vou Liecht isch u nüt drvo finschter, de wird er so hell sy, aus würd der e Lampe dür ihri Strahle Liecht spende."

37 Nochdem er das gseit het, isch er vomene Pharisäer zum Ässe iglade worde. So isch er zu ihm gange und het sich z Tisch gleit.

38 Der Pharisäer isch aber überrascht gsi, woner het gseh, dass er sech vor em Ässe nid wösch.

39 Do het dr Herr zue nem gsait: Ihr Pharisäer, ihr mache d Becher un d Schissle üsä suuber, aba inne sin ihr voll vu Gier un Schlechtigkeit.

40 Ihr Unvernünftige! Het nit dä, wo das Üssere gmacht het, o ds Innere gmacht?

41 Gänd de Arme wo us em Innere chunnt, und Dir werdet gseh: Alles a euch wird dri sii.

42 Wehe Nech, Dir Pharisäer! Denn ihr gen ä Zehnte vu d Minze un d Raute un vu jedem andere Gartekrut, aba d Grechtigkeit un d Lebi zue Gott vunachlässige ihr! Ds einte isch zwar öiri Pflicht gsi, aber s andere hättet dir nid vernachlässige dörfe.

43 Wehe äich, ihr Pharisäer! Denn ihr liebt's, in de Synagoge di vordere Sitze z beko un uf d Marktplätz bsunders gresst z werde.

44 Wehe öich, deer sit wi die Gräber wo nid klar z erkenne si u über die me unwüssentlech hiwäglouft!"

45 Druf het es Gsetzesexperte erwideret: "Lehrer, damit beleidigsch ois."

46 Är het aber gseit: Weh öich, ihr Gsetzesexperte, wel ihr de Mönsche Laste uflade, wo se chuum chöi träge, doch ihr säuber rüehret di Laschte mit keinem Finger ah!

47 Wehe äich, denn ihr bäut Gräber für d Prophete, drbi hei äiri Vorfahre sie umbrocht!

48 Zweifelos sin ihr Ziige vu d Tate vu äire Vorfahre un glich heisst ihr sie guet. Sie hän d Prophete umbrocht, aba ihr errichte ihra Gräba.

49 Drum het d Wisheit Gottes au gsait: 'Ich wäre Prophete un Aposchtel zue nene schicke, un sie wäre einigi vu nene umbringe un vufolge.

50 So wird di Generation fürs Bluet vo allne Prophete, wo sit Grundlegig vo dr Wält vergosse worde isch, zur Rächeschaft zoge,

51 vom Bluet Abels aa bis zum Bluet Sacharjas wo zwüsche em Altar u em Tempel umbracht worde isch.' Ja i säg eu, die Generation wird dafür zu de Rächeschaft zoge.

52 Wehe äich, ihr Gsetzsexperte! Denn ihr hän d Schlüssel dr Erkenntnis wäggnoh. Selbst sin ihr nit inegange, hinderet aba au alli, de wei inegange.

53 Won er de nach dusse isch, hei ne d Schriftgelehrte und d Pharisäer heftig unter Druck ghocket und ne mit vielne wytere Frage bestürmt.

54 Si hei nume druf gwartet, ihn mit sine eigene Wort i d Fau z locke.

 

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Lukas 10 vo 24

 

 

Lukas 10 vo 24

 

10 När het dr Herr 70 witer bestimmt u het se z zwöit i aui Städt u Orte vorus gschickt woner säuber het wöue ga.

2 Er het zue nene gseit: "Ja d Ernte isch gross, aber es git nume wenigi Arbeiter. bittet drum de Herrn vo de Ernte, meh Arbeiter für sini Ernte uszsende.

3 Geit auso! Aber passt uf, i schicke öich us wi Lämmer zmitzt unger Wöuf.

4 Nämet weder e Gäldbütu no e Provianttäsche no Sandale mit u grüesst niemer ungerwägs.

5 Wo geng der es Huus aaleget säget zersch: 'Friede sig mit däm Huus.'

6 We dert öpper isch wo Friede liebt, bliebt öie Friede bi ihm, wenn aber nid, chunnt er zu euch zru.

7 Blibt i däm Huus u ässet u trinkt was me euch aabietet, wüu dr Büezer het si Lohn verdient. Wächslet nid ständig vomene Huus ines angers.

8 U we dir ines Stadt göh u me euch dert ufnimmt de isst was me euch anestellt,

9 heilt die chranke wo dert si und seit: 'Ds Königrich Gottes isch nah bi öich.'

10 We dir aber in ei Stadt chunnt und me euch nid ufnimmt, de geit dert uf d Houptstrosse u seit:

11  "Als Warnig für eu wünsche mir sogar der Staub eurer Stadt ab, wo a üsne Füess haftet. Aber eis söttet Der wüsse: Ds Königrich Gottes isch nooch."

12 i säg nech: Sodom wirds a dem tag nid so schlimm cho wi dere stadt.

13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Betsaida! We z Tyrus u Sidon die gliiche mächtige Tate gscheh wäre wi bi öich, de hätte si sech längscht z Sack u Asche häre gsetzt u bereut.

14 Drum wirds Tyrus und Sidon im Gricht nid so schlimm ergah wi eu.

15 U du Kapernaum, dänksch öppe, du wirsch i Himmel ghobe? Abe is Grab wirsch cho!

16 Wer uf euch lost, hört uf mi. U wär öich missachtet, missachtet o mi. U wär mi missachtet, missachtet o dä, wo mi gschickt het."

17 Schliesslech si di 70 vou Fröid zrügg cho u hei gseit: "Herr, säuber di Dämone wärde is ungerworfe we mir di Name bruche."

18 Do het är zu nene gsait: "I gseh scho, wi dr Satan wie ne Blitz usem Himmel gheit isch.

19 Lueg, i ha öich outorisiert, Schlange u Skorpione z verträte u die ganz Macht vom Find z bezwinge, u absolut nüt wird Nech schade.

20 Dennoch: Fräit äich nit, dass d Geischta äich undaworfe wäre, sundern freut äich, wel äiri Name im Himmel iiträge sin."

21 I däm Momänt het dr heilig Geischt grossi Fröid bi ihm usglöst und är het gsait: "I priise di öffentlech, Vater, Herr vom Himmu u der Ärde wüu du das aues vor de Wyse u Intellektuelle guet verborge u chlyne Ching mitteilt hesch. Ja, Vater, denn genau so hesch es wölle.

22 Mir isch alles vo mim Vater übergäh worde. Nemad weiss, wer dr Bueb isch, nur dr Vater, un nemads weiss, wer dr Vater isch, nur dr Bueb un Jeda, der nen dr Bueb zeige will."

23 Druf het er sich d Jinger zue gwanderet und het zue nene ällei gseit: Glücklech si d Ouge, wo gsähne was Der gsehnd.

24 Denn i sag äich: Vieli Prophete un Kenige wen unbedingt säh, was ihr sähn, sähns aba nit, un wen härä, was ihr ghärt hän, häns aba nit ghärt.

25 Da isch es Gsetzesexperte ufgstande zum ihn uf d Prob z stelle. Er het gfragt: "Lehrer, was mues i mache, um ewigs Läbe z erbe?"

26 Är entgägnet: "Was steit de im Gsetz? Was lisisch dert?"

27 Der Maa het antwortet: "Liebe Jehova, di Gott, mit dim ganze Härz, dyre ganze Seel, dyre ganze Chraft u dim ganze Dänke" u 'dine Mitmensche wie di sälber'.

28 Er het gseit: "Hesch richtig gantwortet. Halt di witer dra und du wirsch Läbe becho."

29 Da der Maa aber bewiise het welle, das er Grecht isch, het er Jesus gfrogt: "Wer isch denn eigentlich mi Mitmensch?"

30 Jesus git zantwort: "E Maa isch vu Jerusalem nab nohch Jericho un wird vu Räuber überfalle. Si hei ihm aues wäggno, gschlüge uf ihn i und hei ne de haubi tot zrü lo.

31 Zuefällig isch e Prieschter s gliiche Wäg abe cho, doch wo er de Verletzte het gseh, isch er uf dr andere Strossesiite vrbi gange.

32 O ä Levit, wo a d Stell cho isch u dr Maa sieht, isch uf dr andere Strossesiite verbii gange.

33 Aber als e gwüsse Samariter, wo uf der gliiche Stross ungerwägs isch gsi, dert hine isch cho, het er tüüfs Mitgfüeu gregt.

34 Er isch zum Maa hii gange, het sini Wunde mit Öl u Wi versorgt u het si verbote. Dänn het er ne uf sys eigete Tier ghockt, het ihn in e Herberge brocht u het sich um ihn kümmeret.

35 Am nächste Tag het er 2 Denar gno, het si dem Wirt gä u gseit: 'Sorg für ihn, u wenn das Gäut nid längt, zahle ig dr Räscht, sobaud ig wieder chume.'

36 Wär vo de drü het sech dire Meinig na für d Überfallene aus Mitmönsch erwiese?"

37 Der Ma git zantwort: "Der, der nen barmherzig behandlet het." Druf het Jesus gseit: "Gang und mach's o so.

38 Wo si wyterzoge hei, isch är ines Dorf cho, wo ne e Frou namens Martha i ihres Huus yludet.

39 Sie het au e Schweschter gha, wo Maria het gheisse. Maria het sich anekockt zue d Fess vum Herrn un het nem di ganzi Ziit zue ghärt.

40 Martha degäge het sech dür ihri vile Arbeite la ablenke. Schliesslich kummt sie zue Jesus un frogt nen: Herr, störts di nit, dass mi Schweschta ma di ganzi Arbet iba losst? Sage ihr, sie soll kumme un ma helfe."

41 Dr Herr het antwortet: "Martha, Martha, du machsch Dir um so viel Gedanke u Sorge.

42 Derbi bruucht me doch nume wenig, eigentlech nume ei Sach. Maria het sech für ds Guete entschiede und es wird Ihr nid wäggno wärde."

 

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Lukas 9 vo 24

 

 

Lukas 9 vo 24

 

9 Denn het er d Zwölf zämme grüeft u het ne Macht u Autorität gäh über alli Dämonne u d Macht Krankheite z heile.

2 Er het se usgsändet s'Königrich Gottes z'predige und Kranki gsund z'mache.

3 "Nimmt für ungerwägs nüt mit", wu er se a, "weder e Schtab no e Provianttäsche no Brot no Gäld und o ke zuesätzlechs Gwand.

4 Doch wo geng dir ines Huus iiträtte, dert bliibt u vo da geits witer.

5 U wo me nech nid ufnimmt, da schüttlet bim Verlah vo öine Füess aus Warnig für d Bewohner."

6 Da si los gange u hei dürs Gebiet vo Dorf zu Dorf zoge, hei überau di gueti Botschaft bekannt gmacht und hei chrank gheilt.

7 Das aues isch o Herodes cho, em Bezirksherrscher, z Ohre, u er isch zimlech irritiert gsi, wüu die einte hei gseit Johannes sig vo de Tote uferweckt worde,

8 di andere, der Elia sy erschiene, u no anderi, e Prophet vo früecher sy uferschtange.

9 Herodes het sich gwunderet: "Ich ha Johannes doch la enthaupte. Wer isch den bloss dere Maa über woni das alles ghöre?" Er het ne drum wele unbedingt gseh.

10 Wo d Aposchtel zru cho sind, hei si Jesus verzellt, was si alles do hei. Nächhär het er se mitgno u zoge id Schtadt Betsaida zrugg, um ellei z sy.

11 Doch vieli erfahre drvo und hei ihm gfolgt. Er het se fründlech empfihrt, het ne vo Gottes Königrich verzeut u het d'Kranke gheilt.

12 Denn isch dr Tag allmählech z Änd gange u d Zwölf si cho und hei zu ihm gseit: "Schick d Lüt wäg, damit si sech i Dörfer ringsum und uf em Land chöi e Unterkunft sueche u Proviant beschaffe, denn da dusse sy mer amene abglägene Ort."

13 Er het erwideret: "Gänd dir ne öppis z'ässe" wo si gseit hei "Mir hei nume fünf Brot u zwöi Fisch. Ussert vilech, mir gö säuber und koufe für aui Ässe."

14 Es sy nämlech um di 5000 Maa gsy. Är het itz zu sine Jünger gseit: "Sorgt derfür, dass si sech i Gruppe vo ungefähr 50i zämesetze.

15 Das hei si ta und alli hei sech gsetzt.

16 Er nimmt etze de fünf Brot un de zwei Fisch, het zum Himmel bliebe un segnet sie. Dann het da de Brot brocht un reichtet sie d Jinger, dmit sie sie d Lit ge hän.

17 Alli ässe u si satt worde. Di übrig bliebene Schtück het me i gsammlet u het dermit zwöi Chörb gfüllt.

18 Spöter wo er ällei bett het, si d Jünger zu ihm cho und er het si gfragt "Für wen halte d Lüt mi?"

19 Sie antworte: "Für Johannes der Täufer. Aber anderi sage: Elia, und no anderi sage: E Prophet vo früecher isch uferschtange."

20 Do het da sie gfrogt: "Und ihr, für wäm hebed ihr mich?" Petrus git zur Antwort: "Für d Chrischtus Gottes."

21 När wies är se ire ärnschte Red a, das niemerem z säge.

22 Er het dezue gführt: "Der Menschensohn muss viel durchmache und von den Ältesten, Oberpriester und Schrift¬gelehrte abglehnt werden, man wird ihn umbringe, und am dritte Tag wird er auferweckt werden."

23 Denn het er no zu allne gseit: "Wer e Nachfolger vo mir wett sy, mues sech sälber verlügne, Tag für Tag si Marterpfahl ne und mir ständig folge.

24 Denn wer si Läbä grettet will, wird`s vuliere, aba wer si Läbä vuliert, der wird`s grettet.

25 Was bringts eim mönsch scho wener die ganzi Wält gwinnt aber sech sälber verlürt oder sech zgrond richtet?

26 Denn wer sich fir mi un mi Wort schämt, fir den wird sich dr Menschebue schäme, wenn er in sinere Herrlichkeit un dr Vater un dr heilige Engel kummt.

27 Doch i vrsichere euch: Ä Teil vo dene, wo hie stöh, wärde uf ke Fall stärbe, ohni ds Königrich Gottes z gseh."

28 Un so nimmt er, öppe acht Tag nachdäm er das gseit het, dr Petrus, Johannes un Jakobus mit un isch uf e Bärg gstige zum bäte.

29 Bim Bätte het sech ds Usgseh vo sim Gsicht veränderet u sini Chleidig isch strahlend wiis worde.

30 Uf einisch hei sech zwöi Manne mit ihm – Moses u Elia unterhaute. 31 Sie erschiene in Herrlichkeit un schwätze iba si Wäg, der sich in Jerusalem a nem erfille soll.

32 Petrus u di andere si vom Schlaf überwältigt worde, doch wo si wider hellwach sy, hei si sini Herrlechkeit gsähne und die zwo Manne, wo bi ihm gschtande si.

33 Wo die beide Manne ne grad verlah hei, het dr Petrus zu Jesus gseit: "Lehrer, we guet das mir hie si! Loss uns drü Zelt ufbaue: eis für di, eis für Moses und eis für Elia." Är het nid gwüsst was är da redt.

34 Doch während er das gseit het, het sech e Wulche bildet u het se bedeckt. Wo d Wulche si iighüllt het, het si Angst übercho.

35 Denn isch e Schtimm us der Wulche cho: "Das isch mi Bueb, der userwählt het. Hört uf ihn!"

36 Wo d Stimm het het het, isch Jesus wieder allein gsi. D Jünger hei das ganze für sich bhalte und verzellt damals niemertem was si gseh hei.

37 Am Tag druf sy si dr Bärg abe gange und e grossi Mängi isch Jesus entgäge cho.

38 Uf einisch het e Maa us der Mängi grüefe: "Lehrer, i bitte di, e Blick uf my Sohn z gheie – i ha nume dä einti!

39 Ei Geischt packt ne u är fangt plötzlech a schreie, wird i Chrämpf gstürzt u het Schuum vor em Muul. Der Geischt verletzt ne u laat ne nid so liecht wider los.

40 Ig ha dini Jünger gäbä ne usztribe aber si hei es nid chönne."

41 Als Reaktion druf het Jesus gseit: "Was für e ungläubigi, verdräi Generation! Wie lang mues i no bi öich blibe u euch vertrage? Bring di Sohn her."

42 Sogar wo der Bueb nächär isch cho, het ne dr Dämon ufe Bode gschluderet u het ne mit heftige Chrämpf plaget. Doch Jesus isch d bese Geischt a, het d Junge gsund gmacht un git nen sinem Vater zruck.

43 Alli stuuned nume so über di grossi Macht Gottes.

Während sech d Lüt über alli sini Tate gwunderet hei, het er zu syne Jünger gseit:

44 "Höret guet zue u merke Nech di Wort, denn dr Mönschesohn wird a Mönsche verrate."

45 Doch si hei nid verstange was er da gseit het. Es isch ne verborge gsi, das sies nid begriffe hei und si sech ou nid traut.

46 När fö si a diskutiere wär vo ihne äuä dr gröscht sig.

47 Da Jesus het gwüsst, was si i ihrem Herz überleit hei, het er es Chind gno, het's näb sich stellt

48 un erchlärt: "Wer in minem Name des Kind ufnimmt, der nimmt mi au uf. Un wer mi ufnimmt, nimmt au den uf, der mi gschickt het. Denn wer sich unda äich alle dämuetig vuhaltet, der isch gross."

49 Wo Reaktion druf het dr Johannes gseit: "Lehrer, mir hei gseh wie öpper di Name brucht het zum Dämone ustribe. Mir hei probiert, ihn dran z hinderä, wüu er dir nid mit üs zäme folgt."

50 Jesus entgägnet: "Hinderet ne nid dra, denn wer nid gege äich isch, isch für euch."

51 Da d Tag vo sire Himmelfahrt nöcher si cho, isch er entschlosse gsi, nach Jerusalem z gah.

52 Er het Botene voruus gschickt, wo ines samaritischs Dorf si ga Vorbereitige für ihn z träffe.

53 Doch me het ihn nid ufgnäh will er fescht vor gha het nach Jerusalem z gah.

54 Wo d Jünger Jakobus u Johannes das hei gseh, hei si gfragt: "Herr, wotsch dass mer Füür vom Himmel herabrüefed und se vernichte?"

55 Doch är het sech um dreiht und het ne deswäge Vorhaltige gmacht.

56 Drufhin si si ines angers Dorf.

57 Underwägs het öpper zu ihm gseit: "I folge dir, wo du o gasch."

58 Doch Jesus het erwideret: " D Füchs hei ihre Bau u d Vögu vom Himmu ihr Nescht, aber der Menschesohn het kes eigets Dehei."

59 E andere Maa het er uf gforderet: "Folg mir noche!", doch dä het entgägnet: "Herr, erloube mir, dass i zersch ga u mi Vater begrabe."

60 Druf het Jesus gseit: "Lah di Dote ihri Totä begrabe, du aber gang und mach ds Kenigrich Gottes wit und breit bekannt."

61 No en andere gseit: "I wirde dir folge, Herr, doch erloube mir zersch mi vo dene z verabschiede wo i mim Huus sy."

62 Jesus het erwideret: "Niemer, wo sini Hand a Pflug leit u naa hine blickt, eignet sech für Gottes Königrich."