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rico loosli 6924 bioggio tessin
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Lukas 23 vo 24

 

 

Lukas 23 vo 24

 

23 Die gsamti Mengi isch etz ufgstande u het ne zu Pilatus gfohrt.

2 Si erhobe folgendi Aaklag gäge ne: "Wie mir usegfunde hei, het der Maa üses Volk uf, verbietet, der Cäsar Schtüüre z zahle, u bhouptet, er säuber isch dr Chrischtus, e Kenig."

3 Also het ihm de Pilatus d'Frag stellt: "Bisch du der König vo de Jude?", woruf er antwortet het: "Du hesch es selber gseit.

4 Da het Pilatus zu de Oberpriester und de Mängi gseit: "I gseh ke Grund, dä Maa z verurteile.

5 Doch si gschtange druf: "Mit syne Lehre het er i ganz Judäa ds Volk uf, afa vo Galiläa bis da ane!"

6 Wo de Pilatus das ghört het, het er gfragt, öb dr Maa es Galiläer syg.

7 Nochdem er sech vrgwüsst het, dass Jesus usem Herrschafts¬gebiet vom Herodes cho isch, het er ne zu ihm gschickt. Herodes het sech zur Zyt ebefaus in Jerusalem ufghaute.

8 Wo ihm Herodes gseh het, freut er sech sehr. Är het scho lang dr Wunsch gha, Jesus zum Gsicht überzcho, wüu er viu vo ihm ghört het, u er ghofft, irgend es Zeiche vo ihm z gseh.

9 Herodes het ne iigehend befragt, het aber ke Antwort becho.

10 D Oberprieschter und d Schrift¬glehrte si aber immer wider uufgschtange und hei ne heftig a klatscht.

11 Herodes u sini Soldate hei nä druf ihri Verachtig la spüre, u dr Herodes het sech über ihn luschtig gmacht, indäm er ihm ä prächtigs Gwand aazoge het. Aaschliessend het är ne z'Pilatus zrugg gschickt.

12 Am gliche Tag si Herodes u Pilatus Fründe worde – vorhär sy si nämlech verfeindet gsy.

13 Pilatus het denn d Oberpriester, d Vorsteher und s Volk zäme grüefe

14 un het gsait zue nene: "Ihr hän ma däm Ma als Ufrührer brocht. We ihr sähn, ha i nen vor äich vuhert, finde aba kei Beschtätigung fir äiri Aschuldigunge.

15 O dr Herodes het nüt chönne feschtschteue, denn är het ne zu üs zrüggschickt. U är het ja nüt do für was är dr Tod verdient.

16 ig wird ne auso bestrafe u när freilah."

17 ––

18 Doch di ganz Mängi het grüefe: "Wäg mit ihm! Loss Barabbas frei!"

19 (Wege eines Ufstand i dr Stadt u wäg Mord isch Barabbas im Gfängnis gsässe.)

20 Pilatus het nomal a si aglütte, denn er het Jesus welle freilah.

21 Doch si schreie gällend: "An der Pfahl mit ihm! An den Pfahl mit ihm!"

22 Da hetter zum dritte mal gseit: "Warum? Was für es verbräche het dä Maa denn begange? Ha nüt chönne feststelle wofür er dr Tod verdient. I wirde ne also bestrofe u freila."

23 Doch si druf bestande, hei si lutstarch sini Hinrichtig verlangt u hei sech mit ihrem Gschrei durezoge.

24 Pilatus entschiede daher, dass ihri Forderig erfüllt werde söt.

25 Er het d Ma hirote losse, de sie verlangt hän, un der wägä Ufschtand un Mord im Gfängnis hockt, Jesus aba leferet er däm Wille vum Volk üs.

26 Me het ne also abgholt, het ungerwägs e gwüsse Simon us Kyrene packt, wo grad vo de Fälder isch cho, und het em d Marterpfahl uf, das er ne hinger Jesus vertruckt het.

27 Unzähligi Mönsche hei ihm gfolgt, drunter klagendi Froue, wo sech immer wieder truurend a d Bruscht schlugge.

28 Jesus drillt sich zue d Wieba um un sait: "Töchter Jerusalems, härt uf, iba mi z brüele. Hilet stattdesse iba äich un iba äiri Kinda,

29 denn es chöme Tag, da wird me säge: 'Glücklech si di unfruchtbare Froue, d Muetterleiber, wo nid gebore hei, und di Brüschte wo nid gschtillt!'

30 Mer wird denn zu de Berge säge: 'Fallt über üs!', und zu de Hügel: 'Decket üs zue!'

31 Weme das aues tuet solang der Baum saftig isch was erscht wener vertrochnet isch?"

32 zwöi anderi Manne, Verbrächer, si äbefaus zur Hinrichtig gfüehrt worde.

33 Ar Steu acho, wo me "Schädel" het kennt, het me ne a d Pfau näb de Verbrächer – der eint hing rächts u der anger lins vo ihm.

34 Doch Jesus sait: "Vater, vugib ne, denn sie wisse nit, was sie den." Ma wirft au Los, um sini Gwänder z vurteile.

35 Während d Lüt derfe gschtange un zuegluegt hän, hän d Vorschteher spötisch des Gsicht verzoge un hän gsait: "Ander het er grettet. Wenn er dr Chrischtus Gottes isch, dr Userwählti, denn soll er sich doch sälber rette."

36 Sogar d Soldate verspötet nen. Sie sin zu ihm ane gange, hän ihm suure Wy botte

37 u sage: "We dr König vo dr Jude bisch, denn rett di sälber."

38 Über ihm isch es Schild mit dr Uufschrift aabrocht gsy: "Das isch dr König vo dr Jude.

39 Eine vo de Verbrächer, wo dert hingere, het abgfällig zu ihm gseit: "Bisch nid dr Chrischtus? Denn rett di doch sälber u au üs!"

40 Druf het dr anger gschimpfe: "Hesch denn gar kei Gottesfurcht, wo di doch ds gliiche Urteil troffe het? 41 Üs gschihts jo rächt. Mir bechöme für üsi Tate das wo mir verdiene. Aber dä Maa het nüt schlächts do."

42 Denn het er gseit "Jesus, denk a mi we du i dis Chönigriich chunnsch."

43 Er het erwideret: "I versichere Dir hütt: Du wirsch mit mir im Paradies sy.

44 Inzwüsche isch es um di 6. Stund, doch plötzlech hei über ds ganze Land e Finsternis iebracht, wo bis zur 9. Stund aaghautet,

45 wüu ds Sunnälecht wäg isch gsy. Denn isch dr Vorhang vom Heiligum ir Mitti zerrisse worde.

46 Un Jesus brellt uf un het gsait: Vater, di Händ vertrau i mi Geischt a. Noh däne Wort isch scha gschtorbe.

47 Was der Offizier da beobachtet het, het ne veralasst, Gott z verhärrleche u säge: "De Maa isch würklech grächt gsi.

48 Wo di viele Lüt wo sech zu däm Schauspiel versammlet hei gha, hei gseh was dert alles gsi isch, si hei hei hei gange u di ganz Zyt a d Brust schlüge.

49 Alli wo Jesus guet hei chönne, sy i einige Entfärnig gstange. O d Froue, wo nen vo Galiläa hei us begleitet, sy dert gsy und hei das alles gsäh.

50 Da isch o ä Maa namens Joseph gsi, äs Mitglid vom Hoche Rat u ä guete u grächte Maa.

51 (De Ma het nid für di hinderhältige Plän und s Vorgehe vo de andere gstumme.) Er isch us Arimathia, einere Schtadt vu Judäer kumme un het gwartet uf Gottes Kenigrich.

52 Der Ma isch etze z Pilatus un bittet nen um d Leichnam vu Jesus.

53 Er het dr Leichnam abegno, het ne i feine Leine wicklet u het ne i es Grab gleit, wo i ne Felse ghaue isch u wo no niemer het gläge.

54 Es isch dr Vorbereitigstags gsi u dr Sabbatt isch churz bevor gschtange.

55 D Froue wo mit Jesus us Galiläa si cho, si hingerhärä, hei sech ds Grab agluegt und hei zuegseh, wie dr Lychnam inegleit isch worde.

56 Denn sinds weg gange zum aromatischi Substanze und duftendi Öle vorzbereite. Doch am Sabbat hends natürli di vorgschribni Rueh iighalte.

 

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Lukas 22 vo 24

 

 

Lukas 22 vo 24

 

22 Nun isch ds Fescht vo dr ungsäuerte Brot gstande bevor, ds sogenannte Passah,

2 u d Oberpriester u d Schrift¬glehrte hei nachere Glägeheit gsuecht, Jesus gschickt loszwärde, wüu si fürchtete ds Volk.

3 Da isch dr Satan z Judas gange, gnennt dr Iskariot, wo zu dr Zwöuf zeuht het.

4 Judas isch zu de Oberpriester gange und de Houptlüt vo de Tempelwach und het mit ne bschproche win er ne chönnt verrate.

5 Sie fröit sech drüber und hei sech druf einiget, ihm silbergeld zgäh.

6 Er isch iiverstande gsi u het vo da a günschtige Glägeheit gsuecht, ihn a se z verrate, ohni dass e Mängi derbi isch gsi.

7 Es isch jetzt dr Tag vo dr ungsäuerte Brot cho, dr Tag wo das Passah het müesse gopferet wärde.

8 Jesus beuftrait het also de Petrus und Johannes: "Göh u parat für üs s Passahmahl vor.

9 Si hei ne gfragt: "Wo wotsch's vorbereitet ha?"

10 Er het antwortet: "We Der id Stadt chömet, wärdeder e Maa träffe, wo e Wasserchrug us Ton treit. Folget ihm is Huus, wo er inegoht.

11 Seit zum Huusbsitzer: 'Der Lehrer laht frage: "Wo isch ds Gastzimmer, wo ig mit mine Jünger ds Passahmahl cha iihneh?"'

12 Er wird nech de e grosse, fertig hergrichtete Ruum im Obergschoss zeige. Bereitet's dert vor."

13 Da hei si sech ufe Wäg gmacht u hei aus so vorgfunde wie ers gseit het u si hei d Vorbereitige für ds Passah troffe.

14 Wo d Stund cho isch, het sech Jesus mit de Aposchtel z Tisch gleit.

15 Er het zu nene gseit: "I ha mi sehr nächär gseh, das Passahmahl mit Öich iiznäh bevor i mues liide.

16 Denn i säg nech: I wird's nid wider ässe, bis es sech im Königrich Gottes erfüllt.

17 Un na nimmt ä Bächer entgäge, het ä Dankgebet un het gsait: "Nähme ne un länge nen unda äich zum andere witer.

18 Denn i säg nech: Vo jetz a wärdi nimme vom Erzügnis vom Wyschtock trinke, bis Gottes Königrich chunnt."

19 Des het da ä Brot gnu, het ä Dankgäbet, bricht des Brot un git's ne mit d Wort: "Es schteit fir mi Körper, der fir äich ge wird. De doet des immer wieda zue d Erinnerig a mi."

20 Genauso het er's nachem Znacht mit em Becher gmacht. Är het gseit: "De Bächer steit für dä nöiie Bund, wo dur mis Bluet i Chraft tritt, wo für Öich vergosse wird.

21 Doch see! Mi Verräter befindet sech mit mir am Tisch.

22 Der Menschesohn geit zwar sy Wäg, wi feschtgleit, aber wehe däm, der ne verrat!"

23 Da fange sie a mitenand z diskutiere wer vo ihne äuä so öppis wür mache.

24 Allerdings isch es unter ihne au zunere hitzige Usenander¬setzig drüber cho, wär vo ihne als dr Gröscht het gälte.

25 Är het jedoch zu nene gseit: "D König vo de Völker schpile sech als Herre uf, und die wo Macht über ds Volk hei wärde aus Wohltäter bezeichnet.

26 Ihr sollt aba nit so si, sundern wer unda äich dr Greschte isch, so soll we dr Jingschte wäre, un wer de Fihrig ibanimmt we ä Diena.

27 Wer isch denn gresser: der zum Tisch Liegände odr dr Bediene? Isch's nit der z Disch Legände? Ich dergäge bi unda äich we dr Bediene.

28 Doch dir sits, wo i mine Prüefige zu mir ghaute hei.

29 U i schlüsse mit öich e Bund, so wi mi Vater mit mir e Bund gschlosse het, für es Chönigrich

30 damit dir i mim Königrich a mim Tisch esset u trinket u uf Throne hocket für di zwöi Stämm Israels Rächt z rede.

31 Simon, Simon, lueg nume! Dr Satan het nach öich allne verlangt zum euch wie Weize düresiebe.

32 Aber i ha für di gfleit, dass din Gloube nid naeloht. Und du, bisch widr zruggkehrt, denn stärk dini Brüedere."

33 Druf het er gseit: "Herr, i bi parat, mit dir sowohl i ds Gfängnis als o i Tod zgah.

34 Doch Jesus het erwideret: "I säg dir, Petrus: E Hahn wird hütt nid chrähe, ehe du drü Mal abgstritte hesch, mi z kenne."

35 Är het itze gfragt: "Woni Öich ohni Gäldbüteli, Provianttäsche und Sandale useghängt, het Nech da irgendöppis gfählt?" "Nei!", hei si gantwortet.

36 Do het er se uf gforderet: "Aber jitz söll jede, wo e Gäldbüteli het, ne mitnäh und äbeso e Provianttäsche. Und wär ke Schwert het, söu si Obergwand verchoufe und sech eis choufe.

37 Denn i säge Nech, dass a miir mues wahr wärde, was i de Schrifte steit, nämlech: 'Er isch zu de Gsetzlose zeut worde.' Das erfüllt sech a mir.

38 "Herr, lueg mal! Hie si zwöi Schwerter!" hei si gseit woruf er gmeint het: "Das längt.

39 Er isch wägg u het sich wie gwöhnt ufe Wäg zum Ölberg, u d Jünger hei ihm gfolgt.

40 Dört aacho het er zu ihne gseit: "Bet witer, damit Der nid i Versuechig grote."

41 Är het sech öppe e Schteiwurf wit zoge vo ne zrü, het sech ane knüttet und het aagfange bätte:

42 "Vater, wenn de wosch, nimm dä Bächer vo mir wäg. Aber nid was i wott, sondern was de wosch, söll gscheh."

43 Da erschient ihm e Engel vom Himmel u het ihn gstärkt.t

44 Doch er litt solchi Quale, dass er umso flehlicher betet het, un sy Schwyzer isch wie Bluetstropfe, wo zur Erde gheied.

45 Won är sech vom Gbet erhob het, isch är zu de Jünger gange u het gseh, dass si sy ignickt gsi – vor Chummer erschöpft.

46 Er het si gfragt: "Warum schlafed Ihr? Schtöhnd uf u bätet wiiter, damit Ihr nid i Versuechig grote."

47 Während er no schwätzt, isch uf einisch ä Mänschmängi da gsy, agführt vu däm Maa namens Judas, eim vu dr Zwölf. Er isch uf Jesus zue gange, um nen mit nem Kuss z begrüesse.

48 Doch Jesus het ne gfragt: "Judas, verratisch du de Mönschensohn mit eme Chuss?"

49 Wo die wo bi ihm gstande hei, hei gseh was sech abahnet, hei si gfragt: "Herr, söue mer mitem Schwert zueschla?"

50 Eine vo ihne isch sogar ufe Sklaven vom Hohe Priester losgange u het ihm ds rächte Ohr ab gschlage.

51 Do het Jesus gruefe: "Hört uf!", het ds Ohr berüehrt u het der Sklaven gheilt.

52 Denn het Jesus d Oberpriester gfrogt, d Houptlüt vo de Tempelwach und di Älteschte wo sy cho sy: "Bini e Verbrächer wo Der mit Schwärter und Knüpple aagrückt sit?

53 Wo i jede Tag bi öich im Tempel bi gsi, sit ihr nid gäg mi vorgange. Aber das isch öiri Stund u d Macht vom Finsternis."

54 Denn hei si ne verhaftet, fihre ne ab u hei ne is Hus vom Hohe Priester bracht. Petrus isch aber in einige Entfernig hinterher glofe.

55 Zmittst im Hof het me es Füür azündet u der Petrus het sech dert zu de Lüt gsetzt.

56 Es Dienschtmeitli, wo ne im Schine vom Füür hocke het, het ne genau agluegt u gseit: "De Maa isch au mit ihm zäme gsi.

57 Doch är stritt's ab: "I kenne ne nid, Frou."

58 Kurz drufabe het ne öpper andersch gseh u het gmeint: "Du bisch au eine vo dene", wo dr Petrus widerspricht: "Nei, Mann, bini nid."

59 Noch öppe einere Stund het e angere felsefäscht behouptet: "Der Maa isch ganz sicher o mit ihm zämme gsy, denn er isch doch e Galiläer."

60 "Mensch! I weis nid, vo wo du redsch", het der Petrus erwideret, u augeblicklech, während er no redt het, het e Hahn kräht.

61 Do het sech dr Herr umädräit u het dr Petrus diräkt aagluegt, u dr Petrus erinneret sech a das Wort, wo dr Herr zu ihm gseit het: "Bevor hütt e Hahne kräht, wirsch mi drü Mal verlügne."

62 Er isch usegange und het bitterlich brüele.

63 D Männer wo Jesus bewachte hei, hei ne itz verspottet und schlüge ne.

64 Si hei sis Gsicht verhüllt u hei ne immer wider ufforderet: "Prophezeie! Wär het di ächt gschlage?"

65 u si werfe ihm no viu anderi Läschterige a Chopf.

66 Wo s Tag isch gsi, isch d'Versammlig vo de Ältischte vom Volk zämme – sowohl Oberpriester als au Schriftglehrti. Me fihrt nen in d Sanhetrin in d Sanhetrin un het verlangt:

67 "We du dr Chrischtus bisch, de sägs üs", uf was er entgägnet het: "Säubscht we i's Nech würd säge, Der würdet's uf ke Fall gloube.

68 U würd i Nech öppis frage, würdet Der nid antworte.

69 Doch de Menschesohn wird ab jetzt a de mächtige rächte Site Gottes Platz näh."

70 Druufhi hei si alli gfragt: "Bisch du denn dr Bue Gottes? Er git zantwort: "Ihr säubscht, dass i's bi.

71 Da hends erwideret: "Wozue bruche mer witeri Zügnussage? Mir hend's selber us sim Mul ghört."

 

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Lukas 21 vo 24

 

 

Lukas 21 vo 24

 

21 Wo Jesus etze ufblickt het, het er gsäh, we die Riche ihri Gabe i d Schatzchäschte iwarfe.

2 De het er beobachtet, wiene bedürftigi Witwe zwöi chlini Münze vo ganz gringem Wert iwarf,

3 und är het gseit "I versichere euch, dass di armi Witwe meh iigworfe het aus aui angere.

 4 Denn si alli hei us ihrem Überfluss usegworfe Gabe iigworfe. Si het drgäge us ihre Armuet use alles iigworfe, was si zum Läbe gha het.

5 Aus später einigi über e Tämpu hei gredt, win er mit schöne Schtei u Weihgschänke gschmückt isch gsy,

6 het er gseit "Es wärde Tag cho, da wird vo däm wo Der hie gsehsch ke einzige Schtei uf em andere blibe. Alles wird zerstört."

7 Druuf hei si ne gfragt: "Lehrer, wenn wird das de passiere, u a welem Zeiche wird me erkenne wenns sowiit isch?"

8 Er git zantwort: "Passet uf, dass ihr nid tüüscht werded. Denn vieli wärde unter minem Name ufträtte u sage: 'Ich bin's', un: 'D Zyt isch nah.'Louft ne nid noche.

9 U we dir vo chriege u unrueh ghöre de erschreckt nid. Wüu das aues mues zersch passiere, aber ds ändi chunnt no nid sofort."

10 Wyter het er zu ne gseit: "Es Volk wird sech gäg ds andere erhebe und es Landa gäg ds andere.

11 Es wird grossi Erdbebe gäh und ire Gegend nach dr andere Läbesmittel¬knappheit und Süüche. O wird's erschreckendi Ablick gäh u vom Himmel us grosse Zeiche.

12 Doch bevor das alles passiert, wird me gäge öich vorgah und öich verfolge, indem me nech vor Synagoge und i Gfängnis bringt. Wäg mim Name wird me euch vor Könige u Statthalter steue.

13 Das wird derzue füehre, dass der aus Züg für mi uftretet.

14 Nähme euch in öirem Herze fescht vor, nid im Vorus izüebe, we ihr euch verteidige wäre,

15 denn i wird äich Wort un Wisheit ge, gege de alli äiri Gegner zsämme nit akumme un den sie nit widerspreche kenne.

16 Üsdäm wäre ihr sogar vu äire Eltere, Gschwischta, Vuwandte un Fründe üsglieferet wäre, un ma wird ä baar vu äich umbringe,

17 u aui Mönsche wärde euch wäg mim Name hasse.

18 Doch euch wird nid mal es Haar krüzt.

19 Dür das, dass Der usharrt, wärdeder öiches Läbe rette.

20 Doch we dir Jerusalem vo Heere umlageret gseh, de syder euch drüber im Klarä, dass d Zerstörig vor Stadt nooch isch.

21 De söue die wo z Judäa si afö id Berge flüge, die söue ir Stadt usegah u die ufem Land söue nid inegah,

22 denn das isch e zit wo für grächtigkeit gsorgt wird, damit sich alles erfüllt, wo i de schrifte steit.

23 Wehe d Schwangere un d schtillende Muetter in däne Däg! Denn grossi Not wird iba des Land kumme un Zorn iba des Volk.

24 Si wärde dür ds Schwert umcho u aus Gfangeni i aui Länder verschleppt wärde, u Jerusalem wird vo de angere Vouker verträtte bis di feschtgleitete Zyte vo de andere Vouk si abgloffe.

25 O wird's Zeiche a Sunne, Mond u Stärnli gä u uf dr Ärde Angscht u Schrecke under de Vöuker, wüu si wäg em tosende Meeres u syre Brandig weder us no e wüsse.

26 D Mensche wärde ohnmächtig wärde vor Angscht un Erwartig desse, was uf di bwohnti Erde zuekunnt, denn d Kräft vum Himmel wäre erschütteret.

27 Denn wärde si dr Mönsch mit Macht u grossi Herrlichkeit ire Wulche cho.

28 Doch we das aues afaat, de richtet Nech uf u hebt dr Chopf, wüu öii Befreiig isch nah."

29 Aaschliessend het är e Vergliich bracht: "Achtet auf den Fieigenbaum und alli andere Bäum.

30 Wenn se usschlage gsehder selber und wüssed, dass itz de Summer nah isch.

31 So erkennt o Dir, we Der die Dinger gschehne gseh, dass Gottes Königreich nooch isch.

32 Ig versichere euch: Di Generation wird uf ke Fall vergah, bis aues passiert.

33 Himmel u Erde wärde vrgoh aber mini Wort wärde uf ke Fall vergoh.

34 Pass aber uf öich uf, damit öiches Härz niemaus dür zviu Ässe u zviu Trinke u d Sorge vom Läbe schwär lade wird u dä Tag plötzlech, imne Ougblick über euch chunt

35 wiä e Schlinge. Denn er wird über alli cho, wo uf dr ganze Erdoberflächi wohne.

36 Blibet also wach u fleet drbi ständig damit ihrs schaffet, alles was mues gscheh, z entcho u vor em Mönschesohn ds stah.

37 Tagsüber het Jesus im Tempel glehrt, aber Nacht isch er use gange u het uf em sogenannte Ölberg übernacht.

38 Ds ganze Vouk isch immer scho früehmorge zum Tempel gange zum ne lose.

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Lukas 20 vo 24

 

 

Lukas 20 vo 24

 

20 A eim vo de Tag woner s'Volk im Tempel glehrt het u di gueti Botschaft bekannt het, si d'Oberpriester und d'Schrift ¬glehrte mit de Ältiste cho.

2 u hei wöue wüsse: "Säg üs, mit welem Rächt du das aues tuesch. wär het di drzue berechtigt?"

3 Er het erwiteret: "I ha o e Frag a euch. Seit mir:

4 Isch d Toufi gsy, wo Johannes het düregfüehrt, vom Himmel oder vo Mensche"

5 Druf hei si gmeinsam gfolgt: "We mir säge: 'Vom Himmel', wird er froge: 'Warum hender ihm denn nid glaubt?'

6 Und wenn mir säge: 'Von Mensche' werde üs alli Lüt steinige, denn sie sind überzügt, dass Johannes ä Prophet isch gsy.

7 Drum händs antwortet, si wüsst nid, wohär si stammt,

8 woruf Jesus het erwideret: "De säg i Nech o nid, mit welem Rächt i das alles tue."

9 Er het etze e Vergliich bracht u het zu de Lüt gseit: "E Maa het e Wyberg pflanzt, het ne a Wybuure verpacht u het lenger Zyt ewäg ryschtet.

10 Wo s a dr Zyt isch gsi, het er e Sklave zu de Wybuure gschickt, um sech vo ihne e Teil vo dr Truubernte la z gäh. Aber d Wybuure hei ne verprüglet und hei ne mit lääre Händ wägg gschickt.

11 Der Bsitzer het jedoch e witere Sklave ane gschickt. Au ne hei verprüglet und demüetiget und hei ne mit leere Händ furt gschickt.

12 Er het denn no eine dritte gschickt, u o ne hei si verwundet und het ne usegrüert.

13 Drufhin het der Wybergbsitzer gseit: 'Was sölli nume mache? I wirde mi Sohn schicke, mi gliebte Sohn. Vor ihm wärde si wohl Respekt ha.'

14 Sobald d Wybuure hei ne gseh, hei si überleit u gseid zunenang: 'Das isch dr Erbe. Los, mir bringe ne um, damit's Erbe üs ghört!'

15 Da wärfe si ne usem Wybärg gworfe und hei ne umbracht. Was wird der Wybärgbsitzer äue mit ne mache?

16 Er wird cho u di Wybuure töte u dr Wybärg angere gä. Wo d Lüt das ghöört hei, hei si gseit: "Das darf nie gscheh!"

17 Doch är het si direkt gseh u gfragt: "Was bedütet de daas, wo i de Schrifte steit: 'Der Schtei, wo d Bouleute verworfe hei, dä isch zum Houptteckschtei worde'?

18 Jede, wo uf dä Schtei gheit wird zerschmetteret. Und uf wen dä Schtei gheit, dä zermalm er."

19 D Schrift¬glehrte und Oberpriester hei nä i der gliiche Stund wöu si gmerkt hei, dass är mit däm Vergliich uf si aaspielt het. Aber si fürchtete ds Volk.

20 Nachdäm si ne genau beobachtet hei, hei si heimlech Manne zahlt und hei si zu ihm gschickt. Si söue sech aus grächt usgää, damit si ihm mit syne eigete Wort e Falle steue und ne de dr Regierig uslieferere und dr Grichtsbarkeit vom Statthalter übergä.

21 Die Manne hei ne gfragt: "Lehrer, mir wüsse: Was du seisch und lehrsch, isch richtig, und du bisch nid parteiisch, sondern lehrsch wohrheitsgetreu, wie me nach em Wille Gottes läbe soll.

22 Isch es richtig das mir Cäsar Stüüre zahle oder nid?"

23 Doch är het ihri Lischt düreluegt u het erwideret:

24 "Zeigt mir e Denar. Wisse Bild u Ufschrift isch druf?" "Cäsars", hei si gantwortet,

25 woruf er gsait het: "De gäbe uf aui Fäu Cäsar zrü, was der Cäsar ghört, und Gott, was Gott ghört."

26 Es het ne also nid glanget, ihm mit sine eigene Wort vor de Lüt e Fall z stelle, sondern si hei über sini Antwort gstunke und schwiege.

27 Doch de si einigi Sadduzäer cho, wo ja behoupte, es gäb ke Uferschtehig, u hei ne gfragt:

28 "Lehrer, Moses het für üs ufgschribe: "Wenn a Maa stirbt u e Frou ohni Ching hingerlait, de söu sy Brüeder d Witwe hürate, für ihm Nachkomme z sichere.'

29 Es het eimal sieb Brüedere gäh. Dr erscht het hürate, isch aber chinderlos gstorbe.

30 Auso het dr zwöit gno

31 u när dritt si zur Frou, ja sogar aui sibe hürate si, doch aui gstorbe chinderlos.

32 Schliesslech isch o d Frou gstorbe.

33 Wesse Frou wird si etz bi dr Uferschtehig wärde? Sind ja alli siebä mit ihre verhüratet gsi."

34 Jesus het zue nene gsait: "D Kinda vu däm Wältsystem hürote un wäre vrhürote,

35 aber die wo für würdig befunde worde si das ihne jeseses Wäutsystem und d Uferstehig vo de Tote zuteil wird hürate nid u wärde nid verhüratet.

36 Si chöi o nümme sterbe, denn si si wie d'Engel und wüu si Chind dr Uferschtehig sy, sy si Gottes Chind.

37 Aber das d Tote uferweckt wärde, het scho Moses i däm Bricht über ä Dornbusch dütlech gmacht, wen er Jehova 'de Gott Abrahams, de Gott Isaaks und de Gott Jakobs' nennt.

38 Er isch nit ä Gott vu d Dote, sundern dr Läbä, denn fir nen läbä sie alli."

39 Druf hei einigi vo de Schrift¬glehrte erwyderet: "Lehrer, du hesch guet gredet."

40 Si trauet sech nämlech nümme, ihm o nume ei einzigi Frag z steue.

41 Er aba het sie gfrogt: "Wie chunts, dass ma sait, dr Chrischtus isch David Bue?

42 David seit doch sälber im Buech vo de Psalme: 'Jehova het zu mim Herrn gseit: "Setz dich a mini rechti Site,

43 bis ig dini feind aus schemel für dini füess hingere."

44 David nennt ne also Herr. Wieso isch er denn si Sohn?"

45 Vor d Ohre vo aune het Jesus de zu sine Jünger gseit:

46 "Nähmet Nech vor de Schrift¬glehrte in Acht, wo gärn i länge Gwänder umeloufe u es liebe, uf de Marktplätz bsunders grüesst z wärde, wo di vordere Sitz i Synagoge u di beschte Plätz wei znachtässe,

47 d Witwe um ihre Bsitz bringe und langi Gebät rede zum sich wichtigzmache. Si wärde es härters Urteil becho.