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rico loosli 6924 bioggio tessin
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1. Moses 43 vo 50

 

1. Moses 43 vo 50

 

43 D Hungersnot het jetzt schwär ufem Land gleischtet.

2 Wo si alles Getreide us Ägypte ufbruucht hei, het ihre Vater zu ihne gseit: "Göh no einisch ane u choufet üs echli Narig."

3 Juda het ihm antwortet: "Dr Maa het üs dütlech gwarnt und gseit: 'Dir bruucht mir nümm unter d Auge z trätte, we eue Brüeder nid bi öich isch'.

4 Mir gö nume Nahrigsmittel choufe we üse Brüeder mitschicksch.

5 Schicksch ne nid mit, de bliebe mir hie. Schliesslich het dr Maa zue uns gsait: "Ihr bruucht ma nimi unda d Auge z trätte, wenn aicha Brueda nit bi äich isch.

6 Da het Israel gseit: "Wie hei ihr mir das chönne atue und däm Maa verzelle, dass ihr no e Brüeder hei?"

7 Si hei antwortet: "Dr Maa het sech usdrücklech nach üs und üse Verwandte erkundet u gfragt: "Läbet eue Vater no? Heit Der no e Brüeder?' Da hei mir ihm Uuskunft gä. Woher söue mer denn wüsse, dass er verlangt: "Bringt eure Brüetsch häre?"

8 Juda het denn si Vater Israel drängt: "Lo de Buebe mit mir go,h u loss üs ufbräche, damit mir am Läbe bliebe u nid schterbe – mir, du u üsi Ching.

9 Ech garantiere för sini Sicherheit. Chasch mi zur Verantwortig zieh. Wen i ne nid hie häre zu dir bringe, de wird i mi für alli Zyte o dir versündet ha.

10 Doch hättä mir nid so lang gwartet, wäre mir jitz scho zwöimau widr zrugg."

11 Ihr Vater Israel het zu ihne gseit: "Wenn's unbedingt muess sy, macht Folgendes: Nämed i öire Säck di beschtä Erzügnis vom Land als Gschänk für dä Maa mit – echli Balsam, öppis Honig, Ladanum, harzhaltigi Rinde, Pischtazie und Mandle.

12 Nämed dopplet soviu Gäud mit, ou ds Gäud wo ihre zrügg bracht hei wo obe i öine Säck isch gstande. Vilicht isch es e Versehe gsi.

13 Nämed eue Brüeder u mached euch uf. Göt zu däm Maa zru.

14 Möge Gott, dr Allmächtige, däm Maa Mitleid mit äich hän, dass er äich aicha andere Bruder un Benjamin freigbt. Ig aber – wen i mini Chind mues verlüre, de verlüren i se äbe!"

15 Die Manne hei auso ds Gschänk u die doppleti Mängi Gäut mit u o Benjamin. De hei si sech ufe Wäg uf Ägypte gmacht, wo si wider vor Joseph erschine.

16 Wo dr Joseph Benjamin bi ee het gsee, wien er sy Husverwalter sofort aae: "Bring d Manne is Huus, loo Tier schlachte u s Ässe zuebereite. D Manne sölle mit mir z Mittag esse."

17 Dr Maa het dr Uftrag unverzüglech usgfüehrt u het d Manne mit zu Josephs Huus gno.

18 Wo si zum Josephs Huus bracht worde si, hei si Angscht übercho u hei gseit: "Me bringt üs wäg em Gäut hie häre, wo letscht Mau wider i üsi Säck gleit worde isch. Jitz gheie si über üs häre u mache üs zum Sklave u näme üs d Esel wäg!"

19 Auso si si sech a Josephs Huusverwalter am Igang vom Huus gwanderet

20i und hei gseit: "Tschuldigi, Herr! Mir si ja scho einisch hie gsy zum Nahrigsmittel choufe.

21 Aber wo mir i üsere Ungerkunft acho hei und üsi Säck ufmachet, da het plötzlech ds Gäut vo jedem obe im Sack, wo voue Betrag glaget. Das möchte mir itz persönlech zrügäh.

22 Und mir hei zuesätzlechs Gäut drbi um Nahrigsmittu z'choufe. mir wüsse nid wer üses Gäut i üsi Säck gleit het."

23 Drufabe het er gseit: "Ke Angst, es isch alles in Ordnig. Euch Gott und dr Gott eure Vater het euch e Schatz i d Säck gleit. I ha eure Geld damals erhalte. Dnoh het är Simeon zu ne usebracht.

24 Dänn het dä Maa sie z Josephs Huus gführt. Er het ne Wasser zum Füesswäsche und Fuetter gäh für ihri Esel.

25 Si hei ds Gschänkli für Joseph parat glegt, wo am Mittag sött cho, denn si hei ghört, dass si dert würde ässe.

26 Als Joseph is Hus gange isch, hän sie ihr Gschänk zu nem ine brocht un werfe sich vor ihm z Bode.

27 Nachhär het er sech erkundet, wi's ne geit, u het gfragt: "Wie geit's öiem betagte Vater, wo Der gredet heit? Isch er no am Läbe?"

28 "Dim Diener, üsem Vater, geit's guet", hei si gantwortet. "Er läbt no." De hei si sech verbügt u niedergschmöckt.

29 Won er ufegluegt het u sy Brüeder dr Benjamin het gsee, der Sohn sy Mueter, het er gfragt: "Isch da eue jüngschte Brüetsch, wo Der mir verzellt heit?" Dänn het er gseit "Gott schenke dir sini Gunscht, mi Bueb."

30 Joseph het sini Gfüehl für sin Brüeder nüme chönne zrughalte. Är isch schnäll usegloffe u het e Platz gsuecht, woner het chönne hüüle. Är isch i ne Privatrum u het dert sy Träne frei Louf la.

31 Danach het är sech ds Gsicht gwäsche u isch zrügg cho. Är het sech itz wider im Griff gha u het gfauut: "Serviert das Ässe".

32 Er un sini Brüeder wäre trennt, un au d Ägypter, de bi nem ware, ässä fir sich. D Ägypter hei nämlech nid mit de Hebräer chönne ässe, wüu das für d Ägypter öppis Abscheulichs isch.f

33 Me het d Brüedere ir Reihefoug vo ihrem Alters vor Joseph Platz la näh – vom erschtgeborene entsprächend sym Rächt als Erschtgeborener bis häre zum Jüngschte – und si hei sech ganz verwunderet aagluegt.

34 Är het geng wider Portione vo sym Tisch zu ne bringe u het derfür gsorgt, dass d Portione für Benjamin föifmau so gross sy, wi d Portione vo aune angere gsy. So ässä un trinke sie mit nem, bis sie satt ware.

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1. Moses 42 vo 50

 

1. Moses 42 vo 50

 

42 Wo Jakob erfahre het, dass es z Ägypte Getreide het, het är zu syne Bueb gseit: "Warum lueget Der Nech gägesitig ständig nume a?"

2 Witer het er gseit: "Ich han ghört, dass es in Ägypte Getreide git. göt dert hii u choufet öppis für üs, damit mir am Läbe bliebe u nid sterbe."

3 Do sin zehn vum Josephs Brüder nohch Ägypte gange, um Getreide z kaufe.

4 Jakob het dr Josephs Brüeder dr Benjamin äbe nid mit syne Brüedere mit, denn er het gseit "S chönnte ihm jo öbbis zuestosse."

5 So hei Israels Söhn zämme mit dene angere wo Nahrigsmittu hei wöue choufe nach Ägypte wo d Hungersnot het o ds Land Kanaan erfasst gha.

6 Joseph herrscht übers Land, un er wars, dr Getreide a Mensche vo überallhär verkauft het. Do kumme sini Brüeder un vubiege sich def vor nem mit däm Gsicht zue d Erde.

7 Wo Joseph sini Brüeder gsäh het, het er se sofort erkennt, aber er het ne nid z erkenne. "Woher kunnt iar?", het er si barsch gfragt, was si antwortet hän: "Us em Land Kanaan. Mir möchte Narigsmittel chaufe.

8 Joseph het auso sini Brüeder erkennt, doch sie hei ne nit erkenne.

9 Joseph het sech sofort a die Tröim erinneret, wo er vo ihne gha het. Är het zue nene gsait: "Ihr sy Spion! Ihr syt cho, wül ihr wei usefinde, wo das Land ungschützt isch!"

10 "Nei, Herr", hei si abegwehrt, "mir, dini Diener, si cho zum Nahrigsmittel choufe.

11 Mir si alli Söhn vomene einzige Maa. Mir si aständigi Lüt. Dini Dine spioniere nüt us."

12 "Das isch nid wohr!", het erwideret. "Dir syt cho, wül Der wei usefinde, wo das Land ungschützt isch!"

13 Druf hänn si gseit: "Dini Diener sind zwölf Brüedere. Mir sind d Buebe vumene einzige Maa, wo im Land Kanaan lebt. Dr Jüngscht isch bi üsem Vater bliebe und dr ander isch nüm."

14 Doch Joseph entgägnet: "S isch eso, wi i gseit ha – dir sy Spion!

15 I wirde äich prüefe. So wohr dr Pharao läbt: Ihr kumme nit vu do wäg, bis aicha Jüngschte Brüder do isch.

16 Eine vo oich söll eue Brüeder hole, di andere bliebe solang in Haft. De wird sech usestelle ob ihr d'Wahrheit säget. We nid, de sy eres Spion – so wahr der Pharao läbt!"

17 Drufabe het er alli zäme drü Täg lo isperre.

18 Am dritte Dag sait Joseph zue nene: "Ich ha Ehrfurcht vor Gott. Drum doet Folgendes un bliebt am Läbä.

19 We dir aaständigi Lüt sit, de löhnd e öie Brüetsch hie im Gfängnis zru. Ihr andere chöi ga und Getreide mitnäh für bi Öich deheim dr Hunger z lindere.

20 Bringt de eue jüngschte Brüeder zu mir, damit i gseh, das ihr d Wohrheit gseit heit u damit ihr nid stärbt." So hei sies gmacht.

21 Si hei aber zunenang gseit: "Jetzt wärde mir bestimmt wäg üsem Brüeder bestroft. Mir hei gseh, wi er glitte het, wo er üs um Mitleid aagflegt het, aber mir hei nid druf ghört. Drum simer itz i dere schwirige Lag."

22 Rube entgägnet: "Hani nech nid gseit: 'Versündet euch nid a däm Buebe'? Aber dir heit ja nid ghört.t Itz wird bestimmt sein Blut zurückgforderet."

23 Si hei allerdings nid gwüsst, dass dr Joseph si verstande, denn är het dür ä Dolmetscher mit ne gredt.

24 Är isch vo ihne wägg u het afa gränne. Won er zrüggcho isch u wider mit ne gredt het, het er dr Simeon la ergriffe u vor ihrne Ouge go fässele.

25 Danach befahlt Joseph ihri Säck mit Getreide z fülle, ds Gäud vo eim i si Sack z lege und ihne Proviant für d Reis mitzgäh. So isches gsi.

26 Si loude de ds Getreide uf ihri Esle u hei sech uf e Wäg gmacht.

27 Aus einä vo ihnä unterwägs ir Ungerkunft si Sack öffnet het zum sy Esel zfüettere, het är plötzlech sis Gäut obe im Sack liege.

28 Drufabe het er zu syne Brüedere gseit: "Hie isch ja mis Gält! Öpper het's i Sack zrüggleit!" Da verschrocke si. Zitternd hei si sech aagluegt u hei gseit "Was het Gott üs da ataa?"

29 Wo si zu ihrem Vater Jakob i ds Land Kanaan si cho, hei si ihm verzeut, was aues passiert isch. Si hei brichtet:

30 "Dr Maa wo über das Land herrscht het Barsch mit üs gredt und üs beschuldigt, mir würde das Land usspioniere.

31 Aber mir hei zu ihm gseit: 'Mir si aständigi Lüt. Mir si ke Spion.

32 Mir si zwölf Brüedere, Söhn si gliche Vater. Eine isch nümm und dr jüngscht isch bi üsem Vater im Land Kanaan bliebe.'

33 Der Maa, wo über das Land herrscht, het zu üüs gseit: 'I wirde usefinge, öb ihr aständigi Lüt sit: Lönd eim vo eure Brüedere bi mir. När nimmt öppis mit für bi öich deheim dr Hunger z lindere u geit.

34 Bringt eue jüngste Brüeder zu mir. So weis i, das ihr aständigi Lüt si u ke Spion. I gibe nech de eue Brüetsch zrü u de chöi witer im Land Handel tribe.'"

35 Bim Lääre vo de Säck het jede si Gäudbüüteli i sim Sack gfunge. Wo si u ihre Vater d Büüte gse hei, verschrake si.

36 Ihr Vater Jakob het gschroue: "Dir roubt mir mini Ching! Dr Joseph isch nümme da, de simeon isch nümme da, u itz näme Der mir o no Benjamin wäg! Warum mues i das alles erträge?"

37 Ruebe aber het zu sym Vater gseit: "Falls i ne der nid zruggbringe, chasch mini beide Söhn umbringe. Vertrau ihm mer a. I wirde ne der zrübringe."

38 "My Bueb geit nid mit öich!", entgägneti Jakob. "Sin Brüeder isch dot un er ällei isch ibrig bliebe. Wenn ihm uf d Reis öppis zuestosst, bringet ihr bestimmt mi grausige Hoor mit Kummer i ds Grab."

 

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1. Moses 41 vo 50

 

1. Moses 41 vo 50

 

41 Nach zwöi volle Johr het dr Pharao e Traum gha: Är isch am Nil gstande,

2 aus plötzlech sibe schöni, fetti Chüe usem Fluss cho u im Nilgras hei gwidmet.

3 Nach ihne si nomal siebe Chüeh usem Nil cho. Si si gruusig u mängisch gsy u hei sich näbe die fette Chüe as Ufer gschteue.

4 Die hässliche, magere Chüeh frässe denn die sibe schöne, fette Chüe uf. Do isch dr Pharao wach worde.

5 Danach het er wider iigschlafe u het e zwöite Traum gha: Er het sibe vou gsee, gueti Ähre am ne Halm wachse.

6 Aaschliessend wachse da siebe dünne, vom Ostwind ustrochneti Ähre.

7 Die dünne Ähre finge ah, wo siebe volle, guete Ähre z verschlinge. Da het dr Pharao ufgwachse u gmerkt, dass er träumt het.

8 Am Morge isch är wäge däm aber beunruhigt gsi. Är het alli Zauberpriester lo u wysse Manne Ägypte holen und verzellt ne syni Tröim. Doch kene het si für ne chönne dütte.

9 Do wandlet sech dr oberscht Mundschänk a de Pharao u het gseit: "Ich gschtah hüt mini Sünde.

10 Dr Pharao het sech einisch über sini Diener gärgeret und mi im Gfängnis vom Huus vom Oberschte vor Leibwach isperre la – mi u dr oberscht Bäcker.

11 Da hei er u i der glyche Nacht e Troum gha. Jede Troum het sini eigeti bedütig gha.

12 Doo isch ä junge Hebräer bi üüs gsi, ä Diener vom Oberschte vo dr Leibwach. Wo mir ihm üsi Tröim hei verzellt, het är se für üüs düttet.

13 U aues isch genauso cho wi er's üs i sinere Dütig gseit het. I bi wider i mi Amt igsetzt worde, de ander Maa aber het me ufghänkt."

14 Do het dr Pharao Joseph chönne rüefe und me het ne schnell usem Gfängnis gholt. Är het sich rasiert, het sich anderi Kleider azoge und isch zum Pharao inne gange.

15 De Pharao het denn zum Joseph gseit: "Ich ha e Traum gha aber es isch niemer da wo ihn cha düte. Nun het mr brichtet, dass du e Traum chasch dütte, wenn du ne ghörsch."

16 Drufa het Joseph em Pharao zur Antwort geh: "Nöd i - Gott wird däm Pharao Guets aakündige."

17 Wiiter het dr Pharao zum Joseph gseit: "I mim Traum isch i am Ufer vom Nil gstande.

18 Plötzlech sy sibe schöni cho, fetti Chüe usem Nilg und fige a, im Nilgras z weide.

19 Nach ihne si no einisch sibe Chüeh usecho. Si si schwach gsi u mänger u hei sehr schlächt usgseh. Ig ha i ganz Ägypte no nie Chüe gseh wo so schlächt usgseh hei.

20 Di abgmagerte, schlächte Chüe finge aa, die sibe fette Chüe ufzfrässe.

21 Doch wo si si hei ufgfrässe, het me ne das überhoupt nid gmerkt. Si hei no genauso schlächt gseh wi vorhär. De bini wach worde.

22 Nochane hani i mim Troum sibe volle gseh, gueti Ähre am ne Halm wachse.

23 Nach ihne si da siebe verkümmeret worde, dünni Ähre wo vom Ostwind ustrochnet si gsi.

24 Die dünne Ähre finge aa, die sibe guete Ähre z verschlinge, i ha das dr Zauberpriester verzeut, aber niemer hets mir chönne erkläre."

25 Joseph het denn zum Pharao gseit: "D'Träum vom Pharao hei ein und des gliche Bedütig. De wahri Gott het dem Pharao mitteilt, was er tue wird.

26 Di sibe guete Chüeh stöh für sib Jahr – genauso wie di sibe guete Ähre. D Treum hei i u s gliiche Bedütig.

27 Di sibe abgmagerte, schlächte Chüe wo nach ihne ufecho si, stöh für sibni Jahr. U die sibe lääre, vom Oschtwind ustrochnete Ähre bedütet sibe Jahre Hungersnot.

28 Es isch eso, wi igs em Pharao gseit ha: Dr wahri Gott het de Pharao gläh, was er wird mache.

29 I ganz Ägypte wirds sib Jahr grossi Überfluss gäh.

30 Aber när chöme mit Sicherheit siebe Jahr Hungersnot und dr ganz Überfluss in Ägypte wird vergässe sy. D Hungersnot wird ds Land entkräffe.

31 D Hungersnot wird so schwär si das me sech a Überfluss wo vor dem Land herrscht wird nimme erinnere.

32 Dä Pharao het dä Traum zwöi mou gha, wöu dä wahri Gott die Sach feschtgleit het, u dr wohri Gott wird s gli usfüehre.

33 Deswäge sött sech dr Pharao nach emne verständige, wiise Ma umgseh und ihm d Verantwortig über Ägypte übertrage.

34 Dr Pharao sött handle und Ufseh im Land iisetze und während dr siebe Jahr vom Überfluss es Füftel vo de Erträg Ägypte iizzieh.

35 Si söue aui Nahrigsmittu vo de kommende guete Jahr isammle u im Uftrag vom Pharao i de Städt Getreide aus Nahrig iilagere u dert ufbewahre.

36 Vo dene Nahrigsvorrät söll sech ds Land i de sibe Jahr Hungersnot, wos in Ägypte wird, ernähre, damit ds Land dür d Hungersnot nid zugrund geit.“

37 Dr Pharao und alli sini Diener hei dä Vorschlag guet gfunge.

38 Da het dr Pharao zu syne Diener gseit: "Isch öpper besser geignet als dä Maa, wo dr Geischt Gottes isch?"

39 Zu Joseph het dr Pharao gseit: "Keine isch so verständig u wiis wie du, denn Gott het di das aues la wüsse.

40 Ech ungerstöue der persönlech mis Huus, u mis ganze Volk söu der bedingigslos ghorche. Nume ig i minere Position als König werde über dir stah."

41 Wiiter het dr Pharao zum Joseph gseit: "Hiermit ungersteue i dir ganz Ägypte."

42 Denn het dr Pharao si Siegelring abgnoo und het nen Joseph an d Hand gschteckt. Er het ihm Kleidig us feinem Leine gäh und het ihm e goldigi Halschette aagleit.

43 Usserdäm het er ne i sym zwöite Ehrewäge fahre und me het vor ihm usgruefe: "Avréch!" Esoo het em Pharao ganz Ägypte unterschtellt.

44 Witer het dr Pharao zum Joseph gseit: "Ich bi dr Pharao, aber ohni dini Erloubnis darf niemer i ganz Ägypte irgendöppis tue."

45 Danach het dr Pharao Joseph dr Name Zaphenath-Paneach gäh. Ou het är ihm Asenath zur Frou, d Tochter Potipheras, vom Prieschter vo Ona. Und dr Joseph het Ägypte afo beufsichtige.

46 Joseph isch 30 Johr alt gsi, als er vor rem Pharao, däm Kenig vu Ägypte gschtande isch. Dann het Joseph d Pharao vulo un durchreischt ganz Ägypte.

47 Während dr sibä Jahr vom Überfluss isch ds Land groosse Menge Ertrag abwürfe worde.

48 Joseph het in de siebä Jahr alli Nahrigsmittel in Ägypte sammlet u het si in d Schtädt gschlage. Är het i jedere Stadt d Nahrigsmittu vo de umligende Fäuder la ylagere.

49 Joseph het nachegwählt und nach riese Mänge Getreide iiglage – Getreide wie Sand am Meer. Es isch so viu gsi, dass me schliesslech ufgäh het, es z'mässe.

50 Bevor ds erschte Jahr dr Hungersnot isch cho, gäbbar Asenath, d Tochter Potyphheras, em Prieschter vo Ona, em Joseph zwöi Buebä.

51 Em Erschtgeborene het dr Joseph dr Name Manasse gäh, denn er gseit het: "Gott het mi alli mini Schwierigkeite u das ganze Huus vo mim Vater vergässe."

52 Der zwöite Bue het er Ephraim gnennt, denn er het gseit: "Gott het mi im Land vo mim Elend fruchtbar wärde loh."

53 Di sibe Jahr vom Überfluss z Ägypte si de z Ägypte gange de z Ändi

54 u di siebä Jahr Hungersnot hei aa – wiä dr Joseph s aakündigt het. In aune Länder het sich d Hungersnot uusbreitet, doch z Ägypte het's überau Brot gäh.

55 Schliesslech litt o ganz Ägypte Hunger u ds Vouk hei dr Pharao aagfange zum Brot azfläche. Do forderet dr Pharao alli Ägypter uf: "Gehn zum Josef un den, was sa äich sait."

56 Wo d Hungersnot uf dr ganze Erde agha het, het dr Joseph a, überall d Getreidespicher z öffne und dr Ägypter Getreide z verchoufe. D Hungersnot het Ägypte nämlech fescht im Griff gha.

57 Usserdäm si Mönsche us aune Länder uf Ägypte cho um vom Joseph Getreide z kaufe, denn d Hungersnot het di ganzi Erde fescht im Griff gha.

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1. Moses 40 vo 50

 

1. Moses 40 vo 50

 

40 Es Zyt schpeter hei sech der oberscht Mundschek vom Chönig vo Ägypte u der oberscht Bäcker öppis gäge ihre Herr, der König vo Ägypte, zueschulde cho.

2 Dr Pharao het sech über sini beide Hofbeamte, dr oberscht Mundschänke u dr oberscht Bäcker härgschteut.

3 Er het si im Gfängnis vom Oberschte vo dr Leibwach ysperre lo, wo Joseph Gfangener isch gsy.

4 Der Oberschte vu dr Leibwach teilt ne Joseph zue, damit er sich um sie kümmeret het, un sie bliebe einigi Ziit in Haft.

5 Der Mundschänk u der Bäcker vom Kenig vo Ägypte, wo im Gfängnis ghocket hei beidi i der glyche Nacht e Traum gha. Jede Traum het sy eigeti Bedütig gha.

6 Wo Joseph am nächschte Morge zu ihne isch anecho, hei si ganz bedrückt usgseh.

7 Da het er d Beamte vom Pharao gfragt, wo mit ihm im Huus vo sym Herr z Haft gsy: "Warum mache Der hütt sones tüschts Gsicht?"

8 Sie antwortet: "Mir händ beidi en Traum gha, aber es isch kein Troumdeuter da." Joseph het zue nene gseit: "Sind Dütschi nid Sach Gottes? Verzelled mir bitte eui Träum.

9 De oberscht Mundschenk het Joseph also si Traum verzellt. Er het gseit: "I mim Traum han i vor mir e Wystock gseh.

10 A em Wyschtock sy drei Ränke gsy. Är het usegrüert, het Blüete übercho und sini Fruchtständ hei z Trube anegriffe.

11 I ha dr Becher vom Pharao i dr Hand gha, het d Trube gno und pressiert si drüber us. Nochane hani em Pharao dr Bächer i d Hand gä."

12 Da het Joseph zu ihm gseit: "Der Traum bedütet Folgendes: Di drü Ranke stöh für drei Täg.

13 I drü Täg wird dr Pharao di hie usehole u di wieder i dis Amt iisetze. Du wirsch em Pharao si Bächer länge wi früecher wod sis Mundschäk gsi bisch.

14 Wes der de wider guet geit, dänk a mi. Bitte zeig mer gägenüber loyali Liebi, u erwähn mi bim Pharao damit ig hie usechume.

15 I bi nämlech usem Land vo dr Hebräer entführt worde und ha hie nüt gmacht weswege me mi müesst is Gfängnis sperre."

16 Wo dr oberschte Bäcker gse het, dass Joseph öppis Guets bedütet het, sait da zue nem: "Ach i ha ä Traum gha. Uf mym Kopf sin drei Kerb mit Wissbrot gsy.

17 Im oberschte Chorb lege verschideni Backware für e Pharao und Vögu hei si us em Chorb uf mym Chopf gfröget."

18 Da het Joseph erklärt: "Der Traum bedütet Folgendes: Di drü Körb schtöh für drei Täg.

19 I drü Täg wird dr Pharao di enthoupte und di ane Stamm hänge. Und d Vögu wärde dr ds Fleisch vom Körper frässe."

20 Am dritte Tag isch dr Geburtstag vom Pharao gsi. Er het fir alli sini Diena ä Fescht vuschtaltet un het d oberschte Mundschänke un d oberschte Bäcker im Besi vu sinere Diena üs däm Gfängnis hole.

21 De oberschte Mundschänk het er wider i sini Stellig als Mundschek igsetzt. Är het em Pharao witer dr Bächer i d Hand gäh.

22 Der oberschte Bäcker aber hängt er uuf, so wie de Joseph s ne i sinere Dütig gseit het.

23 De obersti Mundschenk het jedoch nümm a Joseph dänkt und het ne de vergää.