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rico loosli 6924 bioggio tessin
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2. Samuel 15 vo 24

 

2. Samuel 15 vo 24

 

15 När het sech Absalom e Wage und Ross zue gleit und het 50 Maa vor sich higloffe.

2 Absalom isch immer früech ufgstande und het sech a Rand vor Strosse zum Stadtor gstellt. We irgendöpper mit sym Rächt zum König vor Gricht het wöue ga, het en Absalom rüefe u het sech erkundiget: "Us welere Stadt chunsch du?" Er het denn zur Antwort übercho: "Ich, di Diener, chume us me Stamm Israels."

3 Druf het Absalom für gwöhnlich gseit: "Dini Aasprüch si berechtigt und agmässe, aber am Königshof wird di keine alose."

4 Wyter het der Absalom gseit: "Wäre i doch nume als Richter im Land ysetzt! Dänn würd jede wo ä Rächtstryt het oder ufnes Urteil aagwise isch, zu mir cho, und i würd ihm zu sym Rächt verhälfe."

5 We a Maa zu ihm cho isch zum vor ihm z verbüüge, het er d Hand usgstreckt, het ihn fescht ghalte und küsset.

6 Absalom het das bi allne Israelite gmacht wo ihre Fall vor de König hen welle bringe. So stahl er sich i d Härze vo de Männer Israels.

7 Am Ändi vo vier Jahrena het Absalom zum König gseit: "Lah mi bitte uf Hebron ga. I würd dert gärn z'Glübe erfülle woni vor Jehova abgleit ha.

8 Woni, di Diener, z Gschur z Syrie gwohnt ha, han i nämlech fiirlech globt gha: 'Wenn d Jehova mi nach Jerusalem zruggbringt, wird i Jehova es Opfer darbringe.''

9 Dr König het zu ihm gseit: "Gang uf Friede." Da het sech Absalom uf Hebron ufgmacht.

10 Absalom schickti Manne mit emene Gheimuftrag zu allne Stämm Israels u het gsait: "Sobald Dir das Horn ghöret, rüefet us: 'Absalom isch z Hebron König worde!'

11 200 Manne us Jerusalem si ahnigslos mit Absalom mitgange gsi. Er het se iiglade gha, aber si hei nid gwüsst was vor sech isch.

12 Während Absalom d Opfer druckt het, het er dr Giloniter Ahithophel, dr Ratgeber David, us syre Schtadt Gilol rüefe. D Verschwörig het immer witeri Kreisli und Absaloms Ungerstützer gnoh a Zahl zue.

13 Noch einige Ziit isch e Informant zu David cho u het gsait: "Das Härz der Männer Israels het sech Absalom zuegwandt."

14 Sofort het dr David zu allne syne Diener in Jerusalem gseit: "Los, schnäll wägg hie, denn keine vo üs wird Absalom entcho! Ziile tuet Nech, süsch het er üs grad igholt u schtürzt üs i Unglück u bekämpft d Stadt mit em Schwärt!"

15 D Diener hei ihrem König antwortet: "Was geng du entscheidisch, üses Herr u König, mir aus dini Diener sy parat derzue."

16 Auso dr König furt zoge, gfolgt vo syre ganze Huus-Gmeinschaft, het aber zäh Näbefroue zrugg, wo sech um der Palascht sötte kümmere.

17 Ufem Wäg hei dr König u sis ganze Gfoug bi Beth Merhak haut gmacht.

18 Alli syni Diener, wo mit ihm fortzoge hei, u alli Kerethiter, dr Pelethiter und dr Gathiters (600 Maa us Gath, wo sech ihm agschlosse hei) hei vorüber marschiert u sy derbi vom König i Ougeschiin gno worde.

19 Zum Gathiter Ittai het dr König gseit: "Warum wettsch du mit üs gah? Kehr um und blib bi dem neue König. Du bisch doch schliesslich e Usländer u läbsch färn vo dire Heimat im Exil.

20 gester bisch cho u hüt söui vo dir verlange, mit üs wär weiss wo häre zgah? Kehr doch um und nimm o dini Lüt mit. Jehova zeig dir loyali Liebi und Treue."

21 Aber Itai het antwortet: "So wahr Jehova läbt u so wohr my Herr u König läbt: Wo du bisch, mi Herr u König, wird i di Diener, o sy – ob's Tood oder Läbe bedütet!"

22 Do het David zum Itai gseit: "Gang u zihn übere. Do zoge Ittai, dr Gathiter, mit allne sine Manne u Familie übere.

23 Jede im Land het lut gwinnt während alli die Lüt überezoge, u dr Kenig isch am Kidrontal gstande. Si alli zoge über d Stross, wo i d Wildnis füehrt.

24 O Zadokz isch vor Ort gsy u bi ihm aui Levite, wo d Bundeslade vom wahre Gottes treit hei, u si hei d Bundeslade vom wahre Gott abgsetzt. Abjathard isch ufe während di ganzi Kolonne vor Stadt us überezogä.

25 Der König het jedoch zu Zadok gseit: "Bring d Bundeslade vom wahre Gott i d Stadt zrügg. Wen i d Anerkennig Jehovas ha, wird er mi zrügfüere u mi d Bundeslade und ihre Ufenthalt la gseh.

26 Faus er aber seit: 'I ha ke Gfaue a dir', so söu er mit mir mache, was immer i sine Ouge guet isch."

27 Denn het der König no zum Priester Zadok gseit: "Du bisch doch en Seher. Kehrt ds Friede i d Stadt zrü. Nähme äiri beidi Bue mit, Achimaaz, di eigene Bue, un Jonathan, d Bue Abjathars.

28 Ig haute mi bi de Jordanfurte vor Wildnis uf, bis ig vo euch Nachricht überchume.

29 Zadok un Abjathar hän also d Bundeslade vum wahre Gottes nohch Jerusalem zruck brocht un bliebe dert.

30 David isch etz brüelend gange, mit verhülltem Chopf und het dr Ölberg duruf barf. O alli, wo ne begleitet hei, hei sech dr Chopf verhüllt gha u hüüle.

31 Me het David gmäldet: "Ahithophel ghört zum Kreis vo de Verschwörer um Absalom." De David het gseit: "O Jehova, bitte mach, dass mer d Ratschläg Ahithophels als unvernünftig aagseht!"

32 Wo der David der Gipfel erreicht het, wo me sech vor Gott niederwarf, isch ihm dört dr Arkiter Huschaio entgäge mit zerrissem lange Gwand u Erde uf em Gring chopf.

33 David het zu ihm gseit: "We mit mir übere fahrsch wirsch mir zur Last falle.

34 We aber i d Stadt zrü geisch u zu absalom seisch: 'I bi di Diener, o König. Früecher bini dr Diener vo dim Vater gsi, aber jetzt bini di Diener', de chasch d'Ratschläg Ahithophels für mi durechrüze.

35 D Priester Zadok und Abjathar si o dert bi dir. Verzeu ihne aues was usem Huus vom König erfahrsch.

36 Üsserdem hän sie au ihri beide Söhn bi sich, Zadok si Bue Achimaaz un Abjathar sinem Bue Jonathan. Durch sie teilt ma alles mit, was ihr ghärt hän.

37 So isch dr David Fründ Huschaiu i d Schtadt gange, während Absalom z Jerusalem ytroffe het.

 

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2. Salomon 14 vo 24

 

2. Salomon 14 vo 24

 

14 Joab, dr Sohn vom Zeruja, isch erfahre, dass sech ds Härz vom König nach Absalom sehne het.

2 Drum het de Joab e schlaui Frou us Tekoa lo hole u si beuftrait: "Tue bitte so aus wärsch du in Truurer. Zieh Truerchleidig a u rieb di nid mit Öl ii. Nimm di wi ne Frou, wo scho lang um nä Verstorbenä truuret.

3 Gang de zum König ine u säge Folgendes zu ihm" woruuf Joab ihr die Wort is Mul gleit het.

4 D Frou us Tekoa isch vor em König erschine, isch nieder gworfe u het mit em Gsicht zur Ärde vor ihm gläge. Si het gseit: "Hilf mir, o König!"

5 "Was hesch denn?" het der König gfragt, und si het verzellt: "Ach! I bi e Witwe, mi Maa isch tot.

6 Ig, dini Dienerin, ha zwöi Söhn gha u si hei ufm Fäud mitenang kämpft. Es isch keine do gsi, wo sie trennt het, un am End het dr eint vu d andere abegschlage un umbrocht.

7 Itz het sech di ganzi Familie gäge mi, dini Dienerin, gsteut. Si verlange vo mir: 'Gib dä, wo sy Brüeder het verschlage, use, damit mer ne chöi umbringe, wül er sym Brüeder ds Läbe het gno – sälbscht we dadurch der Erbe besiitigt wird.Si wei di letschti glüehendi Chole, wo mer bliibt, uslösche u mim Maa weder e Name no e Überläbende uf der Oberflächi vo der Erde laa."

8 Dr König het zur Frou gseit: "Gang hei, i wird dinetwäge e Befähl erloh.

9 Druf het d Frou us Tekoa erwideret: "O mi Herr u König, d Schuld söu mi u ds Huus vo mim Vater träffe, während dr König u sy Thron unschuldig sy."

10 Da het dr König gseit: "We irgendöpper no öppis zu dir seit, de bring ne här, u är wird dir nie widr Schwirigkeite mache."

11 Si het jedoch entgägä: "My König, bitte dänk a di Gott Jehova, damit dr Blueträcher kes Unglück arichtet u mi Sohn umbrötet." Druf het er er erklärt: So wohr Jehova läbt: Dim Sohn wird kes einzigs Hoor krüzt.

12 D Frou het jitz gseit: "My Herr und König, dini Dienerin möcht dir no öppis säge." – "Sprich!"

13 Sie het agfange: "Warum hesch du dir de so öppis gäge ds Volk Gottes usdänkt? We du so redsch, mi König, sprichsch di sälber schuldig, wüu du di eiget Sohn nid us der Verbannig zrü holsch.

14 Mir wärde mit Sicherheit sterbe u si de wie Wasser wo uf d Erde gschüttet wird und nid wieder cha zrügg gholt wärde. Aber Gott löscht es Läbe nid us. Är zieht Grönd i Erwägig, werum dr Verbannte nid für immer us syre Nöchi söll verbannt bliibe.

15 Mi Herr und König, i bi zu dir cho um das ds vorztrage wüu ds Volk mir Angst gmacht het. Da hani denkt, dini Dienerin: 'I wird mit däm König rede. Guet möglich dass er ufd Bitte vo mir, sim Sklavin, iiga wird.

16 Vilicht wird dr König mi alose u sini Sklavin us dr Hand vom Maa befreie, wo mi u mi einzige Sohn usem Erbe wott uslösche, wo Gott üs gäh het.‘

17 Aus Dyni Dienerin han i mir de dänkt: 'Di Wort vo mim Herr und König müge mer doch bitte Erliechterig bringe!"Schliesslich isch mi Herr un Kenig so we ä Engel vum wahre Gott un ka zwische Guet un Bese vuscheide. Di Gott Jehova isch an dinere Siete."

18 Der König het der Frau erwideret: "Bitte verheimlech mer nüüt, was o immer i di jitz frage." Si het gseit: "Bitte red, mi Herr und König.

19 "Steckt Joab hinger der ganzen Sach?", het der König wele wüsse, woruf d Frau antwortet het: "So wohr du läbsch, o mi Herr und König: Es isch eso, wi mi Herr und König seit. Ja, di Diener Joab het mer Awisige gä u mer, diner Dienerin, all die Wort i ds Mul gleit.

20 Din Diener Joab isch so vorgange um d Sach anders darzstelle aber du, mi Herr, bsitzt Wiisheit we dr Engel vom wahre Gott und wüsset alles, was im Land passiert.“

21 Druf het der König zum Joab gseit: "Guet, das wird i mache. Gang u hol der jung Maa Absalom zrugg."

22 Da isch sech Joab ufe Bode gworfe, het sech verbüügt und het dr König priesst. Joab het gsait: "Hütt isch mir, di Diener, bewusst worde, o mi Herr und Kenig, dass i dini Anerkennig ha, denn du, mi Kenig, hesch d Bitte vo dim Dieners erfüllt."

23 Dann isch Joab ufgschtande, isch nach Gschur un bricht Absalom nohch Jerusalem.

24 Doch der Kenig het gseit: "Er söu i sis Huus zrügg, aber er darf mir nid unger d Ouge träte." Absalom isch also i sis eigete Huus gange u erschine nid vorem König.

25 In ganz Israel het's ke Maa gäh wo für sis Ussehe so bewunderet worde isch wie Absalom. Er isch vom Schiitel bis zur Sohle makelos gsi.

26 Wen är sech dr Chopf het la schere und sy Chopfhaar isch gwogä wordä, het ds Gwicht 200 Schekel nach em königleche Gwichtsstei betruggt. Er het sech immer müesse am Jahreesendi la schere, wüu ihm d Haar denn z schwär worde.

27 Absalom het drei Söhn und e Tochter namens Tamar gha. Si isch e bildhübschi Frau gsi.

28 Absalom het zwöi ganzi Jahr in Jerusalem gwohnt, ohni dr König z gseh.

29 Drum het dr Absalom Joab rüefe, um ne zum König z schicke, aber Joab het nid welle cho. Au nach dr zwöite Ufforderig het er sich weigeret.

30 Schliesslech het Absalom zu syne Diener gseit: "Joabs Stück Land liegt neb mym und es wachst dert Gerschte. Los, zündet's a!" Da hei's d Diener Absaloms z' Brand gsteckt.

31 Joab het sech sofort ufe Wäg gmacht, isch z Absalom hei gangä u het ne gfragt: "Wieso hei dini Diener mis Stück Land azündet?"

32 Absalom het Joab antwortet: "Sieh doch! I ha dir usrichte loh: 'Chum, lah mi di zum König schicke und ihn froge: "Wozu bin ich überhaupt von Geschur ko? I wär besser dert blibe. I möcht itz de König gsee, u wenni schuldig bi, de söll er mi umbringe."

33 Da isch Joab zum König gange u het ihm das usgrichtet. Absalom wird dann zum Kenig gruefe, un als er zue nem inekummt, wirft er sich aneko un legt sich mit däm Gsicht zue d Erde vor nen, worum dr Kenig nen küsst.

 

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2. Salomon 13 vo 24

 

2. Salomon 13 vo 24

 

13 David Sohn Absalom het e schöni Schwöschter gha mit Name Tamar, und David Sohn Amnon het sich i si verliebt.

2 Amnon isch so verzwiiflet gsi, dass är wäg sinere Schwöster Tamar krank worde isch, will si e Jungfrau isch gsi u er het ke Möglichkeit sech ihr z'näherne.

3 Jun het dr Annon aber e Fründ gha mit Name Jonadab – e Sohn vom Davids Brüeder Schimead – wo e sehr schlaue Maa isch gsy.

4 Er het amnon gfragt: "Wieso bisch du, dr Sohn vom König, jede Morge so deprimiert? Wotsch du's mer nid verzelle?" Amnon het ihm erklärt: "Ich bi in Tamar verliebt, d'Schwöschter vo minem Brüeder Absalom."

5 Jonadab rütt ihm: "Leg di is Bett und steu di chrank. Und wenn di Vater chunnt zum nach dir gseh, denn säg ihm: 'Bitte lah mini Schwöster Tamar cho und mer öppis z'ässe bringe. Wenn si ds Chrankenässe vor mine Ouge zuebereitet und mir serviert, wirde ich's ässe.'

6 Amnon het sech auso aagleit u het sech chrank steut, u dr König isch cho um ihm z gseh. Da het amnon zu ihm gseit: "Bitte lah mini Schwöster Tamar cho u vor mine Ouge zwöi härzförmigi Pfannchueche mache u mir serviere, und i wird se ässe."

7 Do het der David öpper zum Tamar is Huus gschickt u het ere usrichte lo: "Gang bitte is Huus vo dim Brüeder Amnon u mach ihm öppis z ässe."

8 Also isch Tamar zum Amnon hei gange, det ane won er sech anegleit het. Si het de Teig gno, het drus Pfannchueche chönne und het se bhöckt.

9 Denn het si d Pfanne gno u het ihm d Pfannchueche serviert. Aber dr Amnon het sech gwigeret u het gsaid: "Alli sölled usegoo!" Da hei sech alli zrüggzoge.

10 Amnon het etze zu Tamar gseit: "Bring mer ds Ässe is Schlofzimmer. We's mer mit eigete Hand gibsch werdi's ässe." So het Tamar di herzförmige Pfannchueche gno, wo se zuebereitet het, u het se ihrem Brueda Amnon is Schlofzimmer bracht.

11 Wo si ihm d Pfannchueche zum Ässe het gä, het er se packt u het gsait: "Chum, leg di zu mer, mini Schwöster.

12 Doch sie het protestiert: "Nei, mi Brüeder! Erniedrige mi ned – z Israel tuet me so öppis ned. Tue mer die Schand ned aa!

13 Wie chönnt i je vo dere Schand befreit wärde? Und du wirsch als eine vo de schamlose Manne z Israel gälte. Bitte red doch mit däm König, er wird mi dir nid verwigere."

14 Doch är het nid wöue uf si ghöre, sondern überwältiget und het si vergewaltiget – so het er se erniedriget.

15 När het er ä abgrundtüüfä Hass uf si becho, sodass si Hass uf si grösser isch gsi aus d Liebi, won er für si het gfunge. Dr Amnon het zu ihre gseit: "Stah uf u verschwinde!"

16 "Nei, mi Brüetsch!", het si ne aagfleit. "Mi itz wäg zschicke isch schlimmer als das, wo d mir aatah hesch." Är het aber nid welle uf si ghöre.

17 Druf het er syen junge Diener gruefe und het ihm bfloge: "Schaff mir bitte di Person us de Ouge u het d Türe hinger ire zue!"

18 (Si het es bsunders langs Gwand aagha, wi's di jungfröilige Töchter vom Chönig het treit.) Sy Diener het si auso usegfüehrt und het d Türe hinger ihre verschlosse.

19 De isch d Tamar Asche ufe Chopf gstreut u het ihres edles langs Gwand verrisse. Si het d Händ ufe Chopf gleit u isch schreieend dervo.

20 Ihr Brüeder Absalom het sie gfragt: "Sind das di Brüeder Amnon gsi, der bi dir gsi isch? Red mit niemerem drüber, mini Schwöster. Är isch schliesslich di Brueda. Nimm der das Ganze nid z Herze." Vo daa a läbti Tamar isoliert im Huus vo ihrem Brüeder Absalom.

21 Als Kenig David vu alldem erfahre het, isch er sehr hässig worde. Er het aba de Gfühl vu sinem Bue amnon nit welle verletze, denn er het nen liebt, wel er si Erschtgeborener isch.

22 Absalom het nüt zum Amnon gseit – weder guets no böses – will er het en drfür ghasst, dass er sy Schwöster Tamar het vergewaltigt.

23 Zwöi ganzi Jahr schpeter sy Absalom Schafscherer z Baal-Hazor i der Nöchi vo Ephraim und Absalom alli Söhn vom König zumene Fäscht iiglade.

24 Da isch Absalom zum König gange u het gseit "Ich, din Diener, lah grad mini Schoof la schere. Bitte mi König, gang doch zämä mit dine Diener mit mir dörthihi."

25 Aber der König het zu Absalom gseit: "Nei, mi Sohn! We mer alli göh, faue mer der doch nume zur Last." Obwohl Absalom witer uf nen irede het, het er sich nit umstimme, wünscht nem aba alles Gueti.

26 Schliesslech het Absalom gseit: "We du nid chasch cho, de la doch bitte mi Brüeder Amnon mit üs ga." Druf het dr König gfragt: "Warum Amnon?"

27 Doch Absalom het ke Rueh gäh u so het dr König Amnon u alli sini angere Söhn mit ihm gschickt.

28 Dänn het Absalom siner Diener dr Befähl gäh: "Passet uf u wartet, bis amnon vom Wyy aaghyteret isch und i Nech säge: 'Erschlagt Amnon!' De tötet ne. Ha ke Angscht! Schliesslech chunt dr Befähl vo mir. Syt starch u muetig!"

29 D Diener verfahre mit em Amnon genau so wies dr Absalom het befohle. Do springe alli Söhn vom König uf, stige uf ihri Muultier u floh.

30 Si sy no unterwegs gsy wo David brichtet isch worde: "Absalom het alli Söhn vom König umbrocht! Keine het überläbt."

31 Sofort isch dr König ufgschtande, sini Chleider zerrisse u het sech a Bode grüert, u aui syni Diener si mit zerrissene Chleider bi ihm gstande.

32 Doch dr Jonadab, dr Sohn vom David Brüeder Schimea, het gsait: "My Herr, dänk bitte nid, dass si aui junge Söhn vom König hei umbrocht – nume amnon isch tot. Das isch uf Befähl Absaloms gscheh. Sit em Tag, wo amnon Absaloms Schwöster Tamar het erniedrigt, isch das für ihn beschlosseni Sach gsi.

33 Min Herr und König, gib nix uf d Nachricht: 'Alli Söhn vom König sy tot.' Nume Amnon isch dot."

34 Absalom isch inzwüsche wägggrännt gsi. Wo dr Wächter speter Usschou het gheisse, het är vor Strass hinger sich gseh, wo näbem Bärg het verlofe, e huufe Lüt chöme.

35 Da het dr Jonadab zum König gseit: "Sieh nume! Dini Söhn sy zru, mi König, genau wi ig, din Diener, s het gseit."

36 Chuum het er das usgsproche gha, sy d Söhn vom König o scho lut wynend inecho. O dr König und aui syni Diener hei brüele üsserscht bitterlech.

37 Absalom floh zo Talmai, em Sohn Ammihuds, em König vo Gschur. David het vieli Däg um si Sohn trout.

38 Nachdem Absalom nach Gschur gfloge isch, het er drü Jahr dert bliebe.

39 Mit dr Zyt isch dr König David übere Tod Amnons hinwäg cho und het sech itze nach Absalom gseh.

 

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2. Samuel 12 vo 24

 

 2. Samuel 12 vo 24

 

12 Jehova het drum d Nathan zum David gschickt, wo denn zu ihm inegange isch u gsait het: "Inere Stadt hei zwo Manne läbt – der eint rich, der ander arm.

2 Dä Ryche het sehr vil Schaf u Rinder gha,

3 aber de Arme besockt nume es einzigs chlises wiblichs Lamm wo er sech kauft het. Er het ghaue u pflägt un isch bi ihm un sini Buebe gross. Des Lamm hasst vu däm kleine Ässe, des er ka het, trunke üs sinem Bächer un schloft in si Arme. S isch fir nen wore we ä Dochta.

4 Ei Tag het dr Riich Bsuech becho, aber är het kes vo sine eigete Schöfli u Rinder wöue nä für em Reisende chli vorzsetze. Stattdesse het da s Lamm vum arme Maa gnoh un het s für si Gascht gmacht."

5 Da isch de David sehr hässig worde über e Maa und het zum Nathan gseit: "So wohr Jehova läbt: Der Maa, der das tah het, verdient de Tod!

6 Und är söll ds Lamm vierfach erstatte, wüu är so ghandlet het u kes Mitgfüeu het gha."

7 Druuf het dr Nathan zum David gseit: "Du bisch dä Maa! Das seit Jehova, dr Gott Israels: 'Ich sälber ha di zum König vo Israel gsalbt u di us dr Hand Sauls befreit.

8 Ig bi gwillt gsi, dir s'Huus vo dim Herrn z'gäh u dir d'Froue vo dim Herrn i d'Arme z'lege, u i ha dr d'Herrschaft über Israel und Juda gä. U aus ob das no nid gnue wär hani no viu meh wöue für di tue.

9 Wieso hesch Jehova verachtet und öpis ta wo er verbütet? Du hesch de Hethiter Uria mitem Schwert tötet! Dür ds Schwert vo de Amoniter hesch ne umbracht und de sini Frou ghürate.

10 Ds Schwert wird nun nie meh vo dim eigene Huus weiche will du d Frau Urias vom Hethiter zu dinere Frou gmacht und mi dadurch verachtet hesch.'

11 Das seit Jehova: 'I bringe Unglück über di us dim eigete Huus. Vor dine eigene Ouge nimi der dini Froue wäg u gibe se nem angere Maa u er wird sech am hellichte Tag zu ihne legge.

12 Du hesch heimlich ghandlet, i degege wirde das vor ganz Israel und am hellichte Tag tue.'"

13 David het denn zum Nathan gseit: "Ich ha gege Jehova gsündigt", woruf Nathan erwideret het: "Jehova vergit dir dini Sünde. Du wirsch nid stärbe.

14 Dennoch: Will du dich i dere Sach üsserst respektlos gegenüber Jehova verhalte hesch, wird de Sohn, wo dir grad gebore worde isch, ganz bestimmt stärbe."

15 Aschlüssend isch Nathan hei gange. Jehova het das Chind gschlage, wo Urias David het, mitere Krankheit.

16 David het gflegt für d Junge zum wahre Gott. Er het schtrikt, isch ine gangä und isch Nacht bliebe uf em Bode.

17 Di Älteschte vu sinem Hus beugte sich iba nen un vusuecht hän, nen vum Bode ufzrichte, aber er weigeret sich un isst nit mit ne.

18 Am sibte Tag isch das Chind gstorbe, doch David Diener hei Angst gha, ihm das mitzteile. Si hei gseit: "Wo ds Ching no am Läbe isch gsy, hei mir mit ihm gredet, u är het nid uf üs ghört. Wie chöi mir ihm de jitz säge, dass das Chind gstorbe isch? Nid dass er irgendöppis Schrecklechs tuet!"

19 Wo sini David sini Diener mitenand fliischter gseh het, isch ihm klar worde, dass das Chind nümm glebt het. Dr David het sie gfragt: "Isch ds Chind gstorbe?" woruf si antworte: "Es isch gstorbe.

20 Da isch David vom Bode uufgwösche, het sech mit Öl iigwächslet u het sini Chleidig gwächslet. Denn isch er zum Zelt Jehovas gange und het sech nieder gworfe. Zrü in sym Palascht, het er sich öppis z ässe lo bringe und z ässe.

21 Sini Diener hei ne gfragt: "Warum hesch di so verhalte? Solang ds Chind glebt het hesch gfaschtet u di ganz Zyt brüelet. U chuum isch ds Chind gstorbe, steisch uf u issisch öppis."

22 Är het erwideret: "Solang das Chind läbt, hani gfäschtet u di ganz Zyt grännet, wül i mer dänkt ha: 'Wär weiss? Vilech schänkt Jehova mir sini Gunscht u laht ds Ching am Läbe.'

23 Jetz, wo's gschtorbe isch, warum sölli da faste? Chanis de zrü hole? I wirde zu ihm gah aber es wird nid zu mir zru cho."

24 David het dnoh sini Frau Bathseba tröschtet. Er isch zue nere inä gange un legt sich zue nere, un schliesslich het sie ä Bue zue d Welt brocht, wo d Name Salomo gregt het. Jehova het ne liebt

25i und het durch d Prophete Nathan usrichte lo, das me ne Jehova zueliebe soll Jedididjah nenne.

26 Joab het wyter gäge ds ammonitische Rabba kämpft u het d Königsstad eroberet.

27 Druf het Joab Boten zu David gschickt u het ihm usrichte lo: "I ha gege Rabba kämpft u d Wasserstadt eroberet.

28 Ruef itz di überige Soldate zäme, belagere d Stadt u nimmsch se ii. Süsch bini dä, wo si eroberet, u das Ganze wird mir zuegschribe."

29 David isch also alli Soldate zoge, het sech uf nach Rabba gmacht, het gäg d Stadt kämpft u het se eroberet.

30 Denn het er d Krone vom Malkams Grind gno und si isch ihm ufgsetzt worde. Si het us em Talent Gold bestande und isch mit koschtbare Stei verziert gsi. Usserdäm het dr David ir Stadt riichi Büüti gmacht.

31 D Bewohner het er wäggfüehrt, het si mit em Zersäg vo Stei beschäftiget, het si mit scharfe Isewärchzüüg u Iisenäscht la schaffe u Ziegel herschteue. So het da's mit alle Schtädt vu d Amoniter gmacht. Schliesst er mit däm ganze Heer nohch Jerusalem zruck.